UCI sagt ja: 32 Zoll-Laufräder im World Cup erlaubt

Woran machst du das fest?
Gibt es irgendwo eine Definition welche Größe zu groß ist?
Guter Punkt. Das war schlecht formuliert. Vielleicht wäre besser gewesen "Zu groß, gemessen an dem was wir bei Erwachsenen Fahrern als passend proportioniert empfinden" ?

Ich selber bin sowieso davon überzeugt das die meisten Mountainbiker Räder mit zu kurzen Radstand fahren. Wenn man beobachtet wie gut gerade klein gewachsene Frauen im Enduro- und XC Worldcup die technisch besonders anspruchsvollen Sektionen fahren, liegt der Schluss nahe das ein längerer Radstand und große Laufräder sich positiv auswirken können.

Der Junge in dem Video das ich gepostet habe wäre (nach meiner Ansicht) mit einem Rad mit deutlich kürzerem Radstand nicht in der Lage gewesen den Anstieg zu fahren.
 
Ich vermute, du bist insgeheim mehr von lauten Ein-Wort-Ablehnungen beeindruckt als von gut begründeten, eloquenten Erklärungen. Vielleicht haben wir unterschiedliche Erziehung genossen.
Der beleidigende Tonfall untermauert das in der Tat recht eindeutig. Aber netter Provokationsversuch.
Um das 64 mm größere Hinterrad so gut zu bewältigen wie Sina ihr 29-Zoll-Hinterrad, bräuchtest du eine 64 mm größere Schrittlänge. Was wir nicht wissen, ist, wie weit sie sich hinter den Sattel lehnen müsste, wenn das Rad eine bessere Downhill-Performance hätte, als wir es von größeren Rädern gewohnt sind.

Rechne es uns bitte aus. Wie groß müsste man sein, um ein 32-Zoll-Rad so gut zu fahren wie die Weltcup-Führende mit ihrem 29-Zoll-Rad? Wenn du dich eine halbe Minute konzentrieren kannst, erkläre bitte deine Rechnung.
Es geht nicht nur um die eingeschränkte Möglichkeit der Gewichtsverlagerung auf steilen Passagen, sondern auch darum, harte Stöße durch Hindernisse und Landungen mit den Beinen abfangen zu können. Wenn das Jemandem mit 178 cm Körpergröße - wie dem gezeigten GMBN-Presenter - auf 29ern Probleme bereiten kann, dann sicher auch einer 150 cm messenden Sina Frei sowie vielen anderen Profis und Freizeitathleten auf noch größeren Laufrädern, gerade bei den Damen. Im Fall von anspruchsvollen Hindernissen und steilem Gefälle, wie etwa dem Felsabsatz auf der Olympia-Strecke 2021, müssten viele Fahrer auf 32ern in Konsequenz ein größeres Sturzrisiko in Kauf nehmen.

Das ist physikalisch unumgänglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn das Jemandem mit 178 cm Körpergröße - wie dem gezeigten GMBN-Presenter - auf 29ern Probleme bereiten kann, dann sicher auch einer 150 cm messenden Sina Frei sowie vielen anderen Profis und Freizeitathleten auf noch größeren Laufrädern, gerade bei den Damen.
Dies scheint zum größten Teil ein Problem mit der Geschicklichkeit zu sein, und Sie argumentieren mit einem Eckfall, bei dem sich ein Nachteil ergeben könnte, nämlich der dauerhaft reduzierte Widerstand und die verbesserte Griffigkeit, Stabilität und der Komfort.

Ein Fahrrad ist ein komplexes System. Wenn Sie eine Dimension ändern, wird es positive und negative Auswirkungen geben, die für alle Verwendungszwecke und alle Fahrer unterschiedlich sind.

Kleine Kinder kommen auf 29-Zoll-Rädern gut zurecht.
Und obwohl die Weltcup-Spitzenreiterin sehr klein ist, kommt sie mit 29 Zoll richtig gut zurecht.
Wie hoch wird das TATSÄCHLICHE Delta für die Körpergröße des Fahrers sein, um mit 32 Zoll problemlos und problemlos zurechtzukommen?
 
Dies scheint zum größten Teil ein Problem mit der Geschicklichkeit zu sein, und Sie argumentieren mit einem Eckfall, bei dem sich ein Nachteil ergeben könnte, nämlich der dauerhaft reduzierte Widerstand und die verbesserte Griffigkeit, Stabilität und der Komfort.
Klingt für mich angesichts des schwersten Verletzungsrisikos bei solchen Stürzen gerade etwas verharmlosend. Der ehemalige Profi von GMBN dürfte übrigens deutlich "geschickter" sein als die breite Masse an Amateuren.
Kleine Kinder kommen auf 29-Zoll-Rädern gut zurecht.
Und obwohl die Weltcup-Spitzenreiterin sehr klein ist, kommt sie mit 29 Zoll richtig gut zurecht.
Wie hoch wird das TATSÄCHLICHE Delta für die Körpergröße des Fahrers sein, um mit 32 Zoll problemlos und problemlos zurechtzukommen?
Kleine Kinder befahren tatsächlich weniger anspruchsvolle Strecken als Erwachsene oder gar Profis.
Zur letzten Frage existieren offensichtlich soweit keine Untersuchungen. In dem Kontext also umso "schöner", dass die UCI hierzu schon vor einer breiten Markteinführung eine finale Entscheidung getroffen hat.
 
Kleine Kinder kommen auf 29-Zoll-Rädern gut zurecht.
@Landmarke
Besuche mal ein vom Niveau höheres Kinder XC Rennen.
Du wirst staunen wie die Kinder ihre „augenscheinlich“ zu großen Bikes beherrschen.

Sowas wie Swiss Cup, Hessen Cup, Bundesnachwuchssichtung haben nicht selten einen Technikparcours.

Und so wie du schreibst, müssten Kinder die kleiner als 1,50 sind, mit den 29ern im steilen Gelände oder bei Drops auch vorne drüber gehen.
Bei schlechter Technik kann das schon passieren, die Mehrheit hat da aber keine Probleme.

Vielleicht kannst dir das anschauen

Der Liam Bessal ist zwar etwas größer, aber kleinere Kinder gehen so auch mit ihrem HT um(Technik zu Beginn des Videos)
https://www.instagram.com/reel/DZYNgfbRED5/?igsh=MW85YjkybWFsOW80NA==


Kleine Kinder befahren tatsächlich weniger anspruchsvolle Strecken als Erwachsene oder gar Profis.
Die sind vereinzelt ab 11 Jahren im Training schon auf XC WC Strecken unterwegs.
Mein Sohn probiert sich seit er 9 ist auf den größeren Strecken und fährt mit 10 jetzt die Elte Runden bei den Bundesligastrecken.

Swiss Cup hat auch teils sehr anspruchsvolle Kurse mit recht hohen Drops.


Du wirst aber auch immer wieder sehen, dass Kinder mit großen Fahreädern überfordert sind.
Da spielt halt auch Talent und Übung mit rein
 
Klingt für mich angesichts des schwersten Verletzungsrisikos bei solchen Stürzen gerade etwas verharmlosend. Der ehemalige Profi von GMBN dürfte übrigens deutlich "geschickter" sein als die breite Masse an Amateuren.

Kleine Kinder befahren tatsächlich weniger anspruchsvolle Strecken als Erwachsene oder gar Profis.
Zur letzten Frage existieren offensichtlich soweit keine Untersuchungen. In dem Kontext also umso "schöner", dass die UCI hierzu schon vor einer breiten Markteinführung eine finale Entscheidung getroffen hat.
Wenn Sie einen Weg wählen, bei dem Sie sich über das Hinterrad beugen müssen, um nicht nach vorne zu kippen, machen Sie bereits etwas Extremeres als bei den ersten Olympischen Spielen im Cross-Country, die auf 26-Zoll-Rädern ausgetragen wurden.
Wenn Sie Ihr Fahrrad so fahren MÜSSEN, stellen Sie sicher, dass Sie tatsächlich die Fähigkeit haben, Ihre Position zu kontrollieren, also frei über dem Hinterreifen.
Wenn kleine Fahrer Fahrräder mit großen Rädern fahren möchten, der Kontakt mit dem Hinterreifen jedoch aufgrund eines leichten Fahrfehlers oder einer Fehleinschätzung ein größeres Risiko darstellt als der Trail selbst, gibt es Möglichkeiten, das Risiko zu mildern.
Ich kann mir eine Zukunft vorstellen, in der das Fahrrad eine Art stabilen Kotflügel haben wird, der über dem Hinterreifen sitzt, und oben ein Polster, mit dem der Hintern des Fahrers in Berührung kommen kann. Der Kotflügel kann flach sein, um mit dem Reifen in Kontakt zu kommen und eine gewisse Hinterradbremsung zu bewirken, oder er kann wie eine stabile Zahnstange sein, die einen solchen Kontakt verhindert.
Bei fortgeschritteneren Designs, an denen ich arbeite, fällt der Sitz nicht in Richtung des Tretlagers, sondern in Richtung der Hinterachse und des Hinterreifens ab. Ich bin gespannt, wie das fahren würde.

Ich gebe Ihnen eine Möglichkeit, 2 Sekunden pro Minute zu verlieren, und Sie werden einen Nachteil finden, der 2 Sekunden pro Stunde kostet, wenn Sie das Problem einfach vermeiden. In Wirklichkeit gehe ich davon aus, dass die Fahrer einfach mutiger fahren und nicht mehr so viel über dem Hinterrad hängen müssen. Wir haben das Gleiche gesehen, als wir von 26 auf 29 Zoll umgestiegen sind.
 
Wenn Sie einen Weg wählen, bei dem Sie sich über das Hinterrad beugen müssen, um nicht nach vorne zu kippen, machen Sie bereits etwas Extremeres als bei den ersten Olympischen Spielen im Cross-Country, die auf 26-Zoll-Rädern ausgetragen wurden.
Wenn Sie Ihr Fahrrad so fahren MÜSSEN, stellen Sie sicher, dass Sie tatsächlich die Fähigkeit haben, Ihre Position zu kontrollieren, also frei über dem Hinterreifen.
Wenn kleine Fahrer Fahrräder mit großen Rädern fahren möchten, der Kontakt mit dem Hinterreifen jedoch aufgrund eines leichten Fahrfehlers oder einer Fehleinschätzung ein größeres Risiko darstellt als der Trail selbst, gibt es Möglichkeiten, das Risiko zu mildern.
Ich kann mir eine Zukunft vorstellen, in der das Fahrrad eine Art stabilen Kotflügel haben wird, der über dem Hinterreifen sitzt, und oben ein Polster, mit dem der Hintern des Fahrers in Berührung kommen kann. Der Kotflügel kann flach sein, um mit dem Reifen in Kontakt zu kommen und eine gewisse Hinterradbremsung zu bewirken, oder er kann wie eine stabile Zahnstange sein, die einen solchen Kontakt verhindert.
Bei fortgeschritteneren Designs, an denen ich arbeite, fällt der Sitz nicht in Richtung des Tretlagers, sondern in Richtung der Hinterachse und des Hinterreifens ab. Ich bin gespannt, wie das fahren würde.

Ich gebe Ihnen eine Möglichkeit, 2 Sekunden pro Minute zu verlieren, und Sie werden einen Nachteil finden, der 2 Sekunden pro Stunde kostet, wenn Sie das Problem einfach vermeiden. In Wirklichkeit gehe ich davon aus, dass die Fahrer einfach mutiger fahren und nicht mehr so viel über dem Hinterrad hängen müssen. Wir haben das Gleiche gesehen, als wir von 26 auf 29 Zoll umgestiegen sind.

Wenn Sie heute diesen Staubsauger kaufen, werden Sie sich künftig weniger beugen müssen. Denn dieser neue Staubsauger wird Räder mit 32" haben.

Wir geben Ihnen damit die Möglichkeit, 2 Sekunden pro Zimmer an Arbeitszeit einzusparen. Wir haben das gleiche gesehen, als wir unsere Staubsauger von 26 auf 29" umgerüstet haben. Der geringere Rollwiderstand wird Ihnen positiv auffallen und Ihrem Rücken nur das Beste geben.

Eine Zukunft mit stabilem Kotflügel ist die Zukunft aller. Rückengerechtes Saugen muss keine Utopie bleiben.
 
Wenn Sie heute diesen Staubsauger kaufen, werden Sie sich künftig weniger beugen müssen. Denn dieser neue Staubsauger wird Räder mit 32" haben.

Wir geben Ihnen damit die Möglichkeit, 2 Sekunden pro Zimmer an Arbeitszeit einzusparen. Wir haben das gleiche gesehen, als wir unsere Staubsauger von 26 auf 29" umgerüstet haben. Der geringere Rollwiderstand wird Ihnen positiv auffallen und Ihrem Rücken nur das Beste geben.

Eine Zukunft mit stabilem Kotflügel ist die Zukunft aller. Rückengerechtes Saugen muss keine Utopie bleiben.
Wenn Sie sich bei diesem Sketch sehr klug und lustig fühlen, herzlichen Glückwunsch.
 
Es geht nicht nur um die eingeschränkte Möglichkeit der Gewichtsverlagerung auf steilen Passagen, sondern auch darum, harte Stöße durch Hindernisse und Landungen mit den Beinen abfangen zu können. Wenn das Jemandem mit 178 cm Körpergröße - wie dem gezeigten GMBN-Presenter - auf 29ern Probleme bereiten kann, dann sicher auch einer 150 cm messenden Sina Frei sowie vielen anderen Profis und Freizeitathleten auf noch größeren Laufrädern, gerade bei den Damen. Im Fall von anspruchsvollen Hindernissen und steilem Gefälle, wie etwa dem Felsabsatz auf der Olympia-Strecke 2021, müssten viele Fahrer auf 32ern in Konsequenz ein größeres Sturzrisiko in Kauf nehmen.

Das ist physikalisch unumgänglich.
Ich glaube Du hast bei Deiner Betrachtungsweise der Thematik einen Denkfehler. Du setzt große Laufräder mit wenig Bewegungsfreiheit auf dem Rad gleich, bzw. siehst den Abstand zwischen Gesäß und Hinterrad als die kritische Komponente an. Nach meiner Beobachtung verhält sich das etwas anders.

Meiner Meinung nach ist der passende Reach der entscheidende Faktor für Bewegungsfreiheit am Rad.

Wenn wir stehend auf dem Rad fahren lastet unser Körpergewicht primär auf den Füßen. Befahren wir eine Steilstufe schieben wir unsere Hüfte nach hinten um unseren Schwerpunkt über den Pedalen beizubehalten. Das Absenken des Gesäßes ist die Folge davon. Wie tief wir es absenken ist wiederum abhängig von Reach, Stack und Armlänge. Je länger der Reach und je tiefer der Stack desto weiter muss das Gesäß nach unten. Auf dem Foto lässt die Geometrie des Rades in der Situation keine andere Körperposition zu. In dem Fall bekommt der Fahrer das Hinterrad fast ins Gesäß gerammt. Wäre das Hinterrad kleiner würde das seine Situation kaum verbessern. Er könnte seine Hüfte zwar wieder etwas nach vorne schieben und wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit in den Armen gewinnen, aber dann bleibt er mit dem Schritt am Sattel hängen.

down-good-close-up-wheel-ground-1030x579.png


Der Fahrer von AON Racing hat mit einem sehr kurzen Reach und hohen Stack seinen Bewegungsspielraum deutlich erweitert. Bzw. kann er durch die Verlagerung des Lenkers hinter dem Gabelschaft deutlich steileres Gelände befahren bevor er den Kipppunkt des Rades erreicht. Er kann in dem steilen Gelände deutlich aufrechter bleiben und kann gleichzeitig in eine tiefe Hockposition gehen, ohne das er sein Gesäß so weit nach hinten schieben muss. Er kann im Gegensatz zum oberen Fahrer seine Fußgelenke stärker beugen und die Knie nach vorne schieben. Außerdem hat er noch seinen vollen Bewegungsspielraum in den Armen. Er steht sehr zentral im Rad und hat noch ausreichend Raum um sich auf den Rad nach vorne und hinten zu bewegen, die Hüfte noch tiefer abzusenken oder aufzustehen. Das Rad zwischen den Beinen zu kippen um Kurven einzuleiten etc.

250905-wchcha-76-768x512.jpg



Beim XC funktioniert ein hoher Stack sowie ein Lenker hinter dem Gabelschaft mit den aktuellen Geometrien nicht. Dazu bräuchte man deutlich längere Kettenstreben um ein Steigen des Vorderrades in steilen Anstiegen zu verhindern.

Knackpunkt beim XC sind meiner Meinung nach Sprints im Stehen. Besonders an leichten Anstiegen. Da muss man sich, wie hier Sina Frei, tief über den Lenker beugen können. Das geht nur mit einem relativ niedrigen Stack.

Screenshot 2026-06-11 153027.png



Nino Schurter hat das meiner Meinung nach sehr gut gelöst. Statt eines hohen Stacks legt er den Lenker tief, dafür sehr dicht ans Steuerrohr. In Kombination mit dem Backsweep des Lenkers werden seine Hände damit ziemlich parallel zum Gabelschafts liegen. Damit erzielt er ebenfalls einen sehr kurzen Reach für viel Bewegungsfreiheit in den Armen. Außerdem verschiebt er damit im Vergleich zu einem konventionellen Vorbau den Punkt an dem er im steilen Gelände über den Lenker geht.
2017-high-5-nino-02.jpg



Ich denke das ein 32" XC Bike einen deutlich längeren Radstand haben wird, als aktuelle Räder. Dafür werden die Hände der Fahrer dank Lenker mit viel Backsweep weiter Richtung Gabelschaft oder sogar dahinter wandern. Dadurch generiert man einen geringeren Reach und somit mehr Bewegungsfreiheit auf dem Rad. Bis zu welcher Körpergrößé das funktioniert, muss man erproben. Eventuell helfen auch deutlich höher liegende Tretlager. Damit gewinnt man zusätzliche Vorteile beim Treten im verblockten Gelände.
 

Anhänge

  • Screenshot 2026-06-11 153027.png
    Screenshot 2026-06-11 153027.png
    1,1 MB · Aufrufe: 7
  • 21918097-v2-bildschirmfoto-2026-05-03-um-09-29-35.jpeg
    21918097-v2-bildschirmfoto-2026-05-03-um-09-29-35.jpeg
    51,5 KB · Aufrufe: 8
1781195392737.png

Leicht zu übersehen, aber mit einem größeren Rad wäre die Vorderachse nie so nah am Hang. Sobald sie den ebenen Boden erreicht, zieht sie das Vorderrad nach vorne, und der Drehpunkt am Rahmen kippt nach oben.

Erst wenn das Hinterrad des Fahrrads mit dem größeren Rad über die Kante hinausfährt, wird die gleiche Hangneigung wie im Beispiel erreicht.

Je größer das Rad, desto weniger Hindernisse und Unebenheiten können es stoppen. Theoretisch könnte man Gräben mit einem Radius von 40 cm quer über den Trail graben, was Fahrern mit 80 cm großen Rädern mehr schaden würde als allen anderen. Manche Kritiker könnten dieses extreme Beispiel sogar als gute Idee sehen, um andere Fahrer offline zu sabotieren. Wir haben schon Aktivisten erlebt, die noch viel kriminellere Dinge getan haben, um ihren emotionalen Frust auszudrücken.

Diese Beispiele, in denen Fahrer so weit Abstand halten müssen, haben meiner Meinung nach nichts mit Cross-Country zu tun. Es ist Freeriding, das Parkour des Radfahrens. Würde man tatsächlich mit dem Fahrrad eine längere Strecke von A nach B zurücklegen, würde man so steile Abfahrten meiden, da das Erreichen von B wichtiger ist als der Adrenalinrausch der gewählten Linie. Wenn solche Abfahrten bei Zeitrennen häufiger vorkommen, werden die Fahrer Wege finden, sie zu springen, anstatt sie zu rollen.
 
ich persönlich würde mich nicht zu sehr an profis orientieren. gerade wenn man mit was neuem anfängt. ich hab vor ein paar jahren angefangen mich mit leistung zu befassen und hab diese mit meinem modernen geo mtb aufgebaut. sprich steiler sitzwinkel und kompakte enduroposition.
natürlich nimmt das keiner ernst, schau dir schurter an, schau dir schwarzbauer an, du brauchst einen ultratiefen lenker und einen flachen sitzwinkel weil die haben das auch. ok, dazu muss man wissen, die profis machen das teilweise schon 10 jahre und länger. und sie haben sich die leistung mit konservativsten rädern aufgebaut. und weil sie soviel talent und erfolg haben verändern sie quasi null an diesem zustand. und auch ihre probleme. weil man in diesen komischen positionen halt vielleicht aero und eine bergziege ist aber bergab fährt sich das nicht gut.
warum soll man das immitieren? ja, ich hab keine leistung auf dem rennrad jetzt. weil die halt auch total konservativ sind. aber dann bau ich mir halt demnächst so eine endurance bude auf mit hohem stack und dann stimmen die watt wieder. dann werden einige sagen, cool, jetzt hast du deine wattschnitte aber bist nicht aero. so what. das werd ich als riesenviech eh nie sein. und alles kann man nicht haben, auch wenn einige so tun als hätten sie das schon vor 15 jahren gehabt.
 
Eben. Die Masse fährt doch sowieso nicht auf olympischen Kursen. Die Angst hinzufallen, sich was zu brechen, das teure Fahrrad.....
Die probieren etwas Neues und werden die eine oder andere Verbesserung merken. Die Nachteile verschwinden irgendwann in der Gewohnheit. Wem 32" gar nicht zusagt, der lässt es bleiben und fährt ein anderes Bike.
Merke ich selbst bei deutlich schwereren Reifen. Nach einer Woche spürt man nichts mehr. Erst, wenn man wieder umbaut.
Conti 4000s auf Marathon plus, beide 25mm breit. Der Unterschied sind mehrere hundert Gramm pro Reifen. Beschleunigung ist schlechter und beim Lenken mehr Widerstand. Aber wie gesagt; nach einer Woche merkt man es nicht mehr.
Die meisten hier sitzen auch gar nicht aerodynamisch optimal auf ihren Aerobikes. Mehr Theorie, fachsimpeln als Realität.
 
Zurück