Welche leichte Regenhose für Alpencross?

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Für einen Alpencross mit gebuchtem Gepäcktransport von Hütte zu Hütte (Schwerpunkt auf schwieriges Trailfahren, täglich bis zu 3.000 tm schwierige Trails) im Juli möchte ich mir noch eine Regenhose zulegen. Ich habe lange (Protektor-)Strümpfe, Knieschoner und Bikeshorts an und keine sonstige lange Hose dabei. Meinen Rucksack will ich so leicht wie irgend möglich halten.

Meine Prioritäten würde ich mal so einordnen:
1. Gewicht. Definitiv unter 200g, lieber zwischen 100 und 150g. Und entsprechend geringes Packmaß.
2. Preis. Ich will keine 200€ ausgeben, da ich die Hose, wenn überhaupt, vermutlich recht selten brauche. Deshalb ist absolute Robustheit auch eher unwichtig. Wenn sie nach der ersten Benutzung kaputt wäre, wärs aber auch nix.

Bei folgenden, weiteren Kriterien bin ich mir unsicher:
  • Einfaches, wasserdichtes Material oder hochwertige, atmunsaktive Membran? Hier scheiden sich ja die Geister, ob Atmungsaktivität wirklich funktioniert. Braucht es eine teure Membran?
  • Über die Schuhe anziehbar? Dann müsste sie einen Reissverschluss haben oder extrem weit sein. Mit RV sind dann wohl die <150g schon wieder unrealistisch.

Wäre so eine Billig-Regenhose wie diese komplett unbrauchbar?
https://www.sportscheck.com/pro-x-e...genhose-herren-in-schwarz/479094388971d3.html

Mir ist klar, dass es ein großer Unterschied ist, ob man eine Woche lang im Dauerregen unterwegs ist, oder bei schönem Wetter mit ab und zu mal nem Regenguss.

Was haben die Leute für eine Meinung zu dem Thema, die schon oft solche längeren Touren in den Alpen unternommen haben? Klar sagt jeder, nimm was Teures, akzeptiere 100g mehr, ist ja gerade mal ne Schokoladetafel, blabla. Aber muss das wirklich sein?
 
da schließe ich mich an. Habe für vier AlpenX die billige 15€ Decathlon Hose dabei gehabt. Das darf jetzt dann aber mal leichter und kleiner werden.

Montane Minimus habe ich leicht aber hochpreisig entdeckt.
 
Diese drei sehr leichten habe ich entdeckt:
  • RAB Phantom, 85g, 130€
  • OMM Halo, 95g, 110€
  • Montane Minimus Nano, 100g, 110€
Gibts dazu Erfahrungen? Was können die in der Praxis wirklich gesichert besser, als die 40€ Hosen?
 
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  • Einfaches, wasserdichtes Material oder hochwertige, atmunsaktive Membran? Hier scheiden sich ja die Geister, ob Atmungsaktivität wirklich funktioniert. Braucht es eine teure Membran?
Zu bedenken bei einer nicht-atmungsaktiven Hose wäre, daß eine 'nur Plastiktüte' beim Pedalieren an den Knien übel kleben wird. Das wird über längere Zeit nicht angenehm sein.
 
Zu bedenken bei einer nicht-atmungsaktiven Hose wäre, daß eine 'nur Plastiktüte' beim Pedalieren an den Knien übel kleben wird. Das wird über längere Zeit nicht angenehm sein.
Die Theorie ist mir klar. Aber hast du da wirklich konkret die Erfahrung gemacht? Es gibt ja viele, die sagen, dass die Goretex-Membranfunktion eher Marketing-Theorie ist und ohne Belüftungöffnungen alles eine Pastiktüte ist. Das Kleben wär jetzt nicht so das Problem, da ich eh Knieschoner anhab. Ich würde aber gerne wissen, ob die PU-beschichteten Plastiktüten wirklich nennenswert mehr Staunässe innen produzieren, wie die Membranen.

P.S.: Hab zufällig ne OMM Halo, 1 x getragen für 40€ entdeckt. Die teste ich jetzt einfach mal...
 
Ich würde aber gerne wissen, ob die PU-beschichteten Plastiktüten wirklich nennenswert mehr Staunässe innen produzieren, wie die Membranen.
Ich hatte mir mal ne kurze Regenhose (ne Plastiktüte) gekauft, um was für wärmere Regengüsse zu haben, nur daß der Hintern trocken bleibt. Das macht schon ne Menge aus, auch gegen Auskühlung, wenn's nass ist.
Die war aber gar nicht gut, alles nass, weil einfach gar nix raus kann. Also genau das Gegenteil von dem, was ich eigentlich erreichen wollte. Gerade mal gegen direkte Zugluft hat's noch was gebracht.

Hab dann nochmal eine kurze Goretex-Regenhose von Gonso gekauft ... eine Wohltat, so gut wie keine Nässe innen.
 
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Goretex hat mMn nur obenrum seine Grenzen, weil da erheblich mehr Schwitzwasser zusammenkommt, als an den Beinen. Aber auch obenrum wäre Goretex besser als ne Plastiktüte als Jacke, bei der garantiert gar nix rausgehen wird.

Auch in einer ner Goretex-Jacke ist's obenrum eben doch feucht innen.

Aber mal ehrlich, bei großer Anstrengung wird man auch ohne Jacke und ohne Regen obenrum ordentlich nass. Wie soll das dann mit Jacke gehen, daß man innen trocken bliebe ?

Vielleicht mit eingebautem Phön? :D
 
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Das größte Problem bei Regenhosen ist der Schnitt. Die meiste Reibung hat man meist zwischen Knieschoner und Hose. Demgemäß zieht es Dir die Buxe beim Treten am Hintern nach unten. Die Hosen die wirklich gut passen sind halt teuer.
Ich verzichte auf Regenhosen. Ich packe lieber eine lange Unterhose und eine lange Bikehose ein. Die beiden übereinander getragen finde ich auch bei starken Regen angenehmer wie eine Regenhose. Man hat sehr gute Bewegungsfreiheit, erstickt nicht darin, trocknet relativ schnell ab und hat auch noch ein Bekleidungssystem für kalte, windige und trockene Tage.
 
Hab die Rockrider Short von Decathlon immer dabei. Hält bei kurzen Schauern, den Arsch Trocken, oder wenns feucht im Bikepark ist. Länger wird halt auch von innen Nass. bei kurzen Hosen und ggf. Hosen ohne Schuh dran, rinnt dir die Suppe übers Bein in die Schuhe rein.

Meiner Erfahrung nach, eher Unterstellen. Wenns richtig stark oder lange Regnet bleibst du nie ganz trocken. Teuere Sachen sind auch meist nach dem ersten Sturz durch.
 
Stau im Sinne von nicht diffundieren und ohne Öffnungen nicht verdampfen und trocknen können.
Wenn du an Diffusion denkst, erwarte davon nicht zuviel. Mit deiner Protektor-Ausrüstung erhöhst du deine Schweißausschüttung, was eine zusätzl. Belastung für die Membran bedeuted.

Mit der Regenhose ist es im Grunde nicht anders als mit der Regenjacke. Bist du noch nicht mit entsprechender Jacke bei Regen bergauf und bergab gefahren, so dass du Erfahrungen mit dem Membranzeugs in Kombination mit optimaler Unterbekleidung gemacht hast?
 
Wenn du an Diffusion denkst, erwarte davon nicht zuviel. Mit deiner Protektor-Ausrüstung erhöhst du deine Schweißausschüttung, was eine zusätzl. Belastung für die Membran bedeuted.

Mit der Regenhose ist es im Grunde nicht anders als mit der Regenjacke. Bist du noch nicht mit entsprechender Jacke bei Regen bergauf und bergab gefahren, so dass du Erfahrungen mit dem Membranzeugs in Kombination mit optimaler Unterbekleidung gemacht hast?
Ach so, ja, die Information bin ich schuldig: Ich betreibe seit über 30 Jahren mehr oder weniger extremen Bergsport und kenne mich grundsätzlich im Jackenbereich sehr gut aus. Meine Erfahrung ist, dass man es bei entsprechender körperlicher Betätigung nicht vermeiden kann, mehr oder weniger feucht zu werden. Es geht eher darum, sich nicht klatschnass zu schwitzen. Obenrum fahre ich normalerweise mit dünnem Langarmshirt. Bei Touren mit Protektorrucksack, bei Enduro und im Park mit Wabenpanzer und Hipbag. Drüber kommt situativ eine ultraleichte Windbraker-Jacke, wenn man sehr hoch ist oder es windig wird oder leicht tröpfelt. Damit komme ich 95% der Zeit beim Biken im Hochgebirge zurecht.

Für heftigeren Regen oder kalte Temperaturen habe ich eine gute Membran Hardshell-Jacke dabei. Diese hat unter den Armen extrem lange Öffnungen, fast über die gesamte Höhe bis zum Bund, womit sich das Klima gut regulieren lässt. Ganz geschlossen ist jede Jacke ein Treibhaus, ganz egal, ob die Membran nun arbeitet oder nicht. Da hatte ich schon Jacken aller Preisstufen, bis hin zu Arcteryx, Mammut Extreme, RAB, Mountain Hardware usw... keine hat ohne große Öffnungen funktioniert.

In Sachen Hose hatte ich außer im Winter noch nie eine Goretex-Hose, sondern immer in Kauf genommen, vom Regen nass zu werden und wieder zu trocknen. Gerade wenn es aber stark regnet + starken Wind hat + sehr kalt wird, ist das einfach zu hart. Die Hose soll also eher für die krassen Bedingungen sein, im Normalfall wird sie wohl kaum ausgepackt werden, auch nicht bei Regen, solange es nicht zu kalt und der Wind nicht zu heftig ist.

Schlussendlich bleibt die Frage, ob eine Membran in der Hose einer "Plastiktüte" wirklich so sehr überlegen ist.
 
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Ich habe auch noch ne über 20 Jahre alte lange Goretex-Hose. Die ist fast noch wie neu. So richtig unbedingt gebraucht bei Regenwetter hatte ich die nur mal während einer 4-Tagestour mit ständigem Nieselregen bei 8°C. Da war die absolut genial. Aussen nass, innen trocken, plus gutem Windschutz bei der Nässe und den niedrigen Temperaturen.

Ansonsten nutze ich die vorallem bei kühlen Herbsttouren als Windschutz. Funktioniert auch dabei tadelos.

Allerdings muss ich, wie bei allen Arten von Überziehhosen, stets übliche Hosenträger zum anclipsen benutzen, weil die Hosen schon mal unmerklich vom Hintern rutschen können, was zu sehr komischen Situationen führen kann.

Was solche Plastiktüten angeht, das kannst du ja auch einfach selbst ausprobieren, ob dir das ausreicht. Plastiktüten sind üblicherweise zu einem Spottpreis zu haben.
 
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In Sachen Hose hatte ich außer im Winter noch nie eine Goretex-Hose, sondern immer in Kauf genommen, vom Regen nass zu werden und wieder zu trocknen. Gerade wenn es aber stark regnet + starken Wind hat + sehr kalt wird, ist das einfach zu hart. Die Hose soll also eher für die krassen Bedingungen sein, im Normalfall wird sie wohl kaum ausgepackt werden, auch nicht bei Regen, solange es nicht zu kalt und der Wind nicht zu heftig ist.

Ich bin sehr viel mit dem Rad in die Arbeit gependelt und habe einige wasserdichte Hosen besessen. Zufrieden war ich nur wenn der Schnitt der Hosen so gut war das sie beim treten nicht behindert haben. Und der Stoff der Hose robust (dreilagig) war. Ansonsten kam es immer zu Kältebrücken im Bereich Oberschenkel, Gesäß. Das Wasser wird ja auch von den Reifen mit ordentlich Druck auf den Bereich geschleudert.

Ich bin von dem Konzept UL- Regenhose für richtig miese Bedingungen nach wie vor nicht überzeugt.
Wenn wasserdicht, dann hochwertig und robust. z.B wie die Norrona Fjora. Aber das Ding auf AX mitschlepppen...

Schon mal daran gedacht eine Primaloft Short einzupacken? Ich hab es noch nicht probiert, aber ich kann mir vorstellen das die unter den von Dir beschriebenen Bedingungen besser funktioniert wie so eine günstige UL Regenhose
 
Ich stimme mantranaut weitgehend zu. Ich bin selbst mal 3,5 Tage im strömenden Regen in den Alpen rauf und runter mit dem MTB. Nett ist anders.
Erkenntnis: Jacke entscheidet im wesentlichen nur darüber, dass der Schweiß in der Jacke wärmer ist als der Regen auf der Jacke. Also Schutz vor Auskühlung.
Ich bin mit kurzer Goretex Hose und Beinlingen gefahren. Die Beine waren so zwar überwiegend nass, aber warm. Und der Allerwerteste so halb trocken, nix wundgescheuert. Und wie schon geschrieben: lange Hose klebt und klemmt überall und nervt (mich).
Interessanterweise gab es wenig Wasser von unten, so lange der Weg mehr aus Schotter oder grobem Kies bestand. Liegt wohl daran, dass man mehr auf den Steinchen statt mittendrin fährt. Auf planierten Wegen dagegen werden insbesondere auch die Füße ordentlich nass, weshalb ich dann Überschuhe angezogen habe. Kalte Füße sind der Tod meiner Motivation.
 
Schlussendlich bleibt die Frage, ob eine Membran in der Hose einer "Plastiktüte" wirklich so sehr überlegen ist.
Bleibt aber auch die Frage, ob eine "membranfreie" Hose für deinen Zweck, also leicht, kleines Packmaß und entsprechende Lüftungsöffnungen, vorgeformte Knie (gerader Schnitt hindert beim Treten) und genügend Platz für die Knieschoner überhaupt zu bekommen ist.
 
Bleibt aber auch die Frage, ob eine "membranfreie" Hose für deinen Zweck, also leicht, kleines Packmaß und entsprechende Lüftungsöffnungen, vorgeformte Knie (gerader Schnitt hindert beim Treten) und genügend Platz für die Knieschoner überhaupt zu bekommen ist.
Der Schnitt der Fox ist zumindest Bikespezifisch...https://foxracing.de/product/ranger-wasserhose/36253.html?dwvar_36253_color=099
 
Der Schnitt der Fox ist zumindest Bikespezifisch...https://foxracing.de/product/ranger-wasserhose/36253.html?dwvar_36253_color=099
Die wiegt 300g! Im Bereich über 200g gibt es wasserdichte / Membran-Hosen wie Sand am Meer, aber das ist ja hier nicht die Aufgabenstellung. Hier geht es um sehr leichte Backup-Hosen für einen Alpencross, da schleppt niemand ne voluminöse 300g-Regenhose mit.

Ich bekomme jetzt erst mal die 95g leichte OMM Halo und werde berichten, wie das im Kniebereich passt.
 
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