32“ … ein Thema

Für mich aktuell eines der schönsten 32 Zoll-Gravelbikes. Chiru Bikes, feine Titan-Manufaktur aus Frankreich. Ich hatte aufgrund beruflicher Zusammenhänge Gelegenheit damit einige lange Touren zu fahren. Fährt geil. Würde ich kaufen.
Was die hier viel diskutierte Diskussion über die Proportion angelangt: Rad ist auf den Fotos meine Körpergröße eingestellt (179 cm).

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Für mich aktuell eines der schönsten 32 Zoll-Gravelbikes. Chiru Bikes, feine Titan-Manufaktur aus Frankreich. Ich hatte aufgrund beruflicher Zusammenhänge Gelegenheit damit einige lange Touren zu fahren. Fährt geil. Würde ich kaufen.
Was die hier viel diskutierte Diskussion über die Proportion angelangt: Rad ist auf den Fotos meine Körpergröße eingestellt (179 cm).

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Moin Henry,
kannst du mir den Antrieb mal erklären?
Ich bin mit @Horst Link ja was am ausbaldowern dran und für mich stellt sich die Frage nach der richtigen Übersetzung.
Momentaner Plan ist eine 13-fach Sram Force XPLR (oder mit Lottogewinn auch eine Red) mit dem normalen Gravel Ritzelpaket 10/46 und einem 36er KB (ggfs auch kleiner), um den größeren Raddurchmesser auszugleichen.

Bei dem obigen Chiru scheint ja eine 13-fach MTB Kassette mit einem RED-Schaltwerk mit MTB-Käfig verheiratet worden zu sein um vorn ein recht großes KB fahren zu können.
Das kommt der Optik tatsächlich entgegen.
Weißt du welche Umbaumaßnahmen da im Einzelnen vorgenommen wurden?
Und wie fährt sich das im Gravelbetrieb?
Brauchts da deine marathonerfahrenen Hydraulikbeine oder kann das auch Jim Tonic treten? 🧐
Beste Grüße,
Oppa
 
Moin Henry,
kannst du mir den Antrieb mal erklären?
Ich bin mit @Horst Link ja was am ausbaldowern dran und für mich stellt sich die Frage nach der richtigen Übersetzung.
Momentaner Plan ist eine 13-fach Sram Force XPLR (oder mit Lottogewinn auch eine Red) mit dem normalen Gravel Ritzelpaket 10/46 und einem 36er KB (ggfs auch kleiner), um den größeren Raddurchmesser auszugleichen.

Bei dem obigen Chiru scheint ja eine 13-fach MTB Kassette mit einem RED-Schaltwerk mit MTB-Käfig verheiratet worden zu sein um vorn ein recht großes KB fahren zu können.
Das kommt der Optik tatsächlich entgegen.
Weißt du welche Umbaumaßnahmen da im Einzelnen vorgenommen wurden?
Und wie fährt sich das im Gravelbetrieb?
Brauchts da deine marathonerfahrenen Hydraulikbeine oder kann das auch Jim Tonic treten? 🧐
Beste Grüße,
Oppa
Das Chiru hat ein normales Gravel-Blatt mit der neuen 13fach-Kassette von Garbaruk plus Garbaruk-Käfig kombiniert. Das ermöglicht eine sehr große Einsatzbandbreite von Ballern im Flachen bis hin zu Alpen-Anstiegen. Der größere Laufrad-Umfang muss meiner Meinung nach nicht zwingend durch ein kleineres Kettenblatt ausgeglichen werden. Zwei Zähne vorne weniger als bei einem klassischen Gravel-Bike wäre aber ganz gut. Man muss halt wissen, wo man mit dem Rad fahren will.

Ich selbst fahre an meinem Adventure-Gravelbike, welches eine Mischung aus Gravel und MTB ist, eine klassische Mountainbike-Übersetzung mit 30er Blatt. Damit kurble ich mich bei Rückenwind im Flachen zwar schwindlig, kann aber auch MTB-Touren wie auf den Tremalzo-Pass easy fahren.

Zum Thema 32 Zoll generell: Den meiner Meinung nach aussagekräftigsten Test gibt es bei www.bike-test.com

Für den Test hatte die Firma, für die ich arbeite, die Bikes zur Verfügung gestellt. Der Test beantwortet eigentlich alle Fragen. Zusammengefasst liegt der Vorteil von 32 Zoll im flacheren Überroll-Winkel. Wer viel in echtem Gelände fährt, wird definitiv begeistert sein. Wer vor allem auf Asphalt unterwegs ist, wird keine allzugroßen Unterschiede spüren.

Die Trägheit ist rechnerisch und auf dem Prüfstand im direkten Vergleich etwas höher. In der Praxis aber macht sich das so gut wie nicht bemerkbar. Da gilt das Systemgewicht aus Bike und Fahrer. In unserem Test lag der Unterschied bei einem Sprint von 0 auf 30 Km mit 400 Watt bei 3 Watt.

Entspannt Vollgas!
Henri
 
Wenn man aktuell ein XL oder gar XXL Gravel fährt, dann hat man ein Steuerrohr von 200 mm und dann ggf noch Spacer oben drauf... .
Diesen Turmbau deutlich reduzieren zu können ist für mich als großen Fahrer der wesentliche Vorteil bei 32ern. Meine Tochter mit ihren 1.55 m fährt 27.5, weil es eben besser passt... Da sagt kein Mensch was, das ist logisch. An die Großen wurde bisher kaum gedacht.
 
Zusammengefasst liegt der Vorteil von 32 Zoll ... Die Trägheit ... In unserem Test lag der Unterschied bei einem Sprint von 0 auf 30 Km mit 400 Watt bei 3 Watt.
Genau das ist der Grund, warum man auf die 32"Beweihräucherer nicht reinfallen darf. 400 Watt minus 400 Watt sind sind genau 0 Watt. Als Ergebnis hätte herauskommen können: Die Zeit, die man für das Beschleunigen braucht oder die bis dahin gefahrerne Strecke, aber doch nicht sowas.
 
Genau das ist der Grund, warum man auf die 32"Beweihräucherer nicht reinfallen darf. 400 Watt minus 400 Watt sind sind genau 0 Watt. Als Ergebnis hätte herauskommen können: Die Zeit, die man für das Beschleunigen braucht oder die bis dahin gefahrerne Strecke, aber doch nicht sowas.
Selbstverständlich wurde in dem Test alles auch in Sekunden und Prozente umgerechnet. Und auch das Gewicht des Fahrers wurde berücksichtigt. Was ich damit nur ausdrücken wollte: Die Beschleunigung ist nicht das Thema beim Unterschied von klassischer Größe zu 32 Zoll. Die Trägheit wird einzig durch das Gewicht beeinflusst, nicht durch den Umfang. Ein 32er muss für die selbe Geschwindigkeit auch weniger Weg zurücklegen. Wenn man ein 32er Laufrad mit demselben Gewicht eines klassischen Laufrads hat, ist der Nachteil aufgehoben. Man sollte also in gute Laufräder investieren.

Das mit den 400 Watt war mißverständlich ausgedrückt. Sorry. Der Unterschied beim Systemgewicht beim Sprint auf 30 Km/h waren 3 Watt. Am besten mal die Story lesen, da ist alles exakt beschrieben.
 
Genau das ist der Grund, warum man auf die 32"Beweihräucherer nicht reinfallen darf. 400 Watt minus 400 Watt sind sind genau 0 Watt. Als Ergebnis hätte herauskommen können: Die Zeit, die man für das Beschleunigen braucht oder die bis dahin gefahrerne Strecke, aber doch nicht sowas.
Kann man berechnen.

Bei einem angenommenen Systemgewicht des kleineren Bikes von 85 kg bräuchte man bei gleicher Leistung mit dem 32er nun ca. 0,05 s länger, um auf 30 km/h zu beschleunigen.

Oder eben wie schon gesagt, mit zusätzl. Leistung von 3 Watt käme man auf die gleiche Zeit.
 
Die Trägheit wird einzig durch das Gewicht beeinflusst, nicht durch den Umfang. Ein 32er muss für die selbe Geschwindigkeit auch weniger Weg zurücklegen. Wenn man ein 32er Laufrad mit demselben Gewicht eines klassischen Laufrads hat, ist der Nachteil aufgehoben. Man sollte also in gute Laufräder investieren.

Das mit den 400 Watt war mißverständlich ausgedrückt. Sorry. Der Unterschied beim Systemgewicht beim Sprint auf 30 Km/h waren 3 Watt. Am besten mal die Story lesen, da ist alles exakt beschrieben.
Genauer gesagt, das Mehrgewicht geht nur auf die translatorische Beschleunigung ein, die Rotationsenergie bleibt gleich (das größere Trägheitsmoment wird durch die kleinere Winkelgeschwindigkeit ausgeglichen).
 
... Oder eben wie schon gesagt, mit zusätzl. Leistung von 3 Watt käme man auf die gleiche Zeit.
Richtig, aber das steht in der Story nicht drin und der Punkrocker schreibt auch nur 1:1 was in der Story steht.

Auch steht in der Story das Wort "Energie", aber keine Angabe dazu wieviel Energie man mehr braucht um den 32"er zu beschleunigen. Theoretischen Berechnungen nach und grob gerundet sollen es nur lächerliche +-15 Joule sein. Wer nicht einschätzen kann was das bedeutet, der nimmt einfach eine 1,5 kg Hantelscheibe und läßt sie aus einem Meter höhe auf seine Zehennägel fallen.
 
Richtig, aber das steht in der Story nicht drin und der Punkrocker schreibt auch nur 1:1 was in der Story steht.

Auch steht in der Story das Wort "Energie", aber keine Angabe dazu wieviel Energie man mehr braucht um den 32"er zu beschleunigen. Theoretischen Berechnungen nach und grob gerundet sollen es nur lächerliche +-15 Joule sein. Wer nicht einschätzen kann was das bedeutet, der nimmt einfach eine 1,5 kg Hantelscheibe und läßt sie aus einem Meter höhe auf seine Zehennägel fallen.
Man könnte auch einen 1,5 kg schweren Daunenschlafsack auf seinen Zeh werfen...
 
Richtig, aber das steht in der Story nicht drin und der Punkrocker schreibt auch nur 1:1 was in der Story steht.

Auch steht in der Story das Wort "Energie", aber keine Angabe dazu wieviel Energie man mehr braucht um den 32"er zu beschleunigen. Theoretischen Berechnungen nach und grob gerundet sollen es nur lächerliche +-15 Joule sein. Wer nicht einschätzen kann was das bedeutet, der nimmt einfach eine 1,5 kg Hantelscheibe und läßt sie aus einem Meter höhe auf seine Zehennägel fallen.
Ich denke, besser und wasserdichter als die Crew von www.bike-test.com kann man es nicht testen. Besonders der Feld-Test mit Segment-Messung per Lichtschranke unterstreicht die Laboraussagen. Ich selbst bin mit dem Chiru Bike hunderte Kilometer gefahren und finde das Bike spritzig und agil. Beim Gardasee-Marathon war ich mit einem 32 Zoll-MTB von Bike Ahead unterwegs. Auch sehr geil.

32 Zoll ist ein Thema, über dass es sich herrlich diskutieren lässt. Ich empfehle aber, einfach mal mit einem 32 Zoll-Bike zu fahren, wenn sich irgendwo die Gelegenheit bietet. Ist toll, wenn das Bike leicht ist. Auf der anderen Seite: Der Sieg bei der Cape Epic-Etappe mit dem Stoll P32 hat Schlagzeilen gemacht. Der Teamfahrer war auf einem Twentyniner unterwegs und damit ja exakt genauso schnell.

Ja, man kann den Unterschied messen. Er ist aber für normale Biker nicht exorbitant. Ob beim Gravelbiken, oder beim MTB.
 
Ich denke, besser und wasserdichter als die Crew von www.bike-test.com kann man es nicht testen.
Sicher haben die sich viel Mühe beim Testen gemacht und ihre Erkenntnisse daraus gezogen. Wenn ich lese, dass zwei Dinge mit 400 Watt beschleunigt werden und bei einem davon 4 Watt mehr gebraucht werden, dann überzeugt nicht und läßt Zweifel aufkommen.

Man könnte auch einen 1,5 kg schweren Daunenschlafsack auf seinen Zeh werfen...
Das ist aber nicht so beeindruckend.
 
Richtig ist, dass sich das erhöhte Trägheitsmoment einer 32" Felge mit der reduzierten Winkelgeschwindigkeit jener zu einem Teil gegenseitig kompensiert. Unter der vereinfachten Annahme, dass beide Felgen gleich schwer wären (nur damit man ein Thema weniger diskutieren muss), hat die 32" Felge ein 23% größeres Trägheitsmoment. Das erhöhte Trägheitsmoment des Mantels ignorieren wir.
Die Winkelgeschwindigkeit reduziert sich auf 91,9% ggü der 29er Felge.
Betrachtet man die Rotationsenergie, die bei gleicher Geschwindkeit des Fahrrades aufgebracht werden muss, geht dort die Winkelgeschwindigkeit quadratisch ein.
also 91,9%^2=84,4% (Ich habe einen 50er Reifen mit kreisrundem Querschnitt angenommen)
Ergibt 104%--> Felge ist nur moderat träger.

Das meinte der Test sicher mit: die Felge ist nicht träger. Sie ist "nur" träger aufgrund des Mehrgewichts. Nun ja, das ist eher eine theoretische Betrachtung.
Btw: die Tabelle mit den gewogenen Gewichten ist erklärungsbedürftig. Was wurde beim Gewicht des Laufradsatzes bei 4kg alles mit gewogen? Weil die Reifen wurden separat gewogen.

Prinzipiell ja ein spannendes Thema. Könnte ich mir als Differenzierung für bspw. große Fahrer gut vorstellen.
Da aber niemand Bock auf Nische hat, der Kunde will es nicht bezahlen, der Hersteller muss skalieren, sehe ich eher das versucht wird das Thema als One-fits-all-Kampagne aufzuziehen.
 
Prinzipiell ja ein spannendes Thema. Könnte ich mir als Differenzierung für bspw. große Fahrer gut vorstellen.
Da aber niemand Bock auf Nische hat, der Kunde will es nicht bezahlen, der Hersteller muss skalieren, sehe ich eher das versucht wird das Thema als One-fits-all-Kampagne aufzuziehen.

Gibt in der bike branche schon ein paar bekannte Köpfe, die 32" ganz klar mit großen Fahrern und den entsprechenden Vorteilen für diese Fahrergruppe in Verbindung bringen.

Allg. will man 32" halt gerne so massentauglich wie möglich präsentieren. Ist ja auch okay. A) dürfen auch kleinere Fahrer Spaß mit der neuen Laufradgröße haben und b) geht's am Ende eben ums Geld. Und c) könn(t)en im Profisport evtl. tatsächliche Vorteile entstehen, die 32" rechtfertigen. Gezwungen wird jedenfalls niemand, auf den 32"-Zug aufzuspringen..

Für alle großen Fahrer freut es mich sehr. Endlich kommt man von ultra langen Steuerrohren/stelzig wirkenden Rahmenkonstruktionen weg und kann Überhöhungen realisieren, die sich in einem erträglichen Maß bewegen. Aus meiner Sicht wird genau dieser Fall für alle ab ca. 1.85m mit sehr langen Beinen interessant werden.

Der Gewinner des Unbound XL, Robin Gemperle, meinte übrigens, dass er nicht sagen könne, ob die 32"-Laufräder bei seinem Sieg eine Rolle gespielt haben. Viel mehr wollte er einfach unbedingt den Sieg auf dem Prototyp von Scott einfahren, da so viel Arbeit in die Entwicklung gesteckt wurde.
 
Der Gewinner des Unbound XL, Robin Gemperle, meinte übrigens, dass er nicht sagen könne, ob die 32"-Laufräder bei seinem Sieg eine Rolle gespielt haben. Viel mehr wollte er einfach unbedingt den Sieg auf dem Prototyp von Scott einfahren, da so viel Arbeit in die Entwicklung gesteckt wurde.
Naja, Robin Gemperle ist halt grad auch einfach ein Übermensch auf den langen Distanzen. Er hatte 52 Minuten Vorsprung auf Platz 2, der hätte wahrscheinlich auch auf einem Klapprad gewonnen.
 
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