Frischer Wind im Getriebe: Rohloff mit neuer Struktur an der Spitze

Ein Produkt Upgrade sollte nach ~20 Jahren schon möglich sein.
... völlig richtig, ist aber eine zweite Linie und nicht nur Upgrade. Ja, würde ich mir nach ca. 27 Jahren auf dem Markt auch wünschen. Rohloff hat sich dagegen entschieden, was auch immer die internen Diskussionen waren.
Ich selbst würde mir Anpassteile drehen/fräsen, wenn ich eine 135mm-CC-Nabe (habe 3 davon) in einen 142mm-Rahmen einbauen müsste und gar nicht groß rumphilosophieren. Bei Rahmen mit verschiebbaren Ausfallenden gibts noch mehr Freiheitsgrade.
 
Naja. Die Hersteller haben auch früher nichts speziell für die Speedhub angeboten, sondern Rohloff hat für den früheren Standard ein Produkt entwickelt. Warum sie den Weg bei den 12 mm Steckachsen nicht nochmal gegangen sind, bleibt wohl deren Geheimnis..
Es gab so einige Anbieter an Rahmen, ROTOR, Endorfin, Müsing, um nur einige zu nennen.
Das volle Potential der Speedhub ausnutzen, also kein Schaltwerk oder Kettenspanner, welches abreißen kann, funktioniert am besten mit einem speziellen Rahmen, also verschiebbare Ausfallenden oder Exzenter-Innenlager.

Andererseits ist ein spezieller Rahmen für ein solch kleines Marktsegment für einen Volumenhersteller eben nicht attraktiv.
Der "Standard" ist eben Steckachse und UDH-Kompatibilität, wenn man überhaupt von Standards reden kann. Damit bleiben nur die "kleinen" Schmieden, leider. Und Speedhub ist gleichauf mit Pinion, mehr oder weniger Spezialrahmen nötig...
Sicher wird es nicht die große Masse sein.
Serienmäßige Räder mit Rohloff haben eh nicht so unbedingt den absoluten haben-will-Faktor.

Aber müßig, da noch zu spekulieren...
 
Abwärtskompatibel ist kein Problem. Auch von 135 auf 142 funktioniert. Fahre ich so mit Now8 Adapter und DT 240s.
Drei Ringe und längere Schrauben für die Bremsscheibe, mehr braucht man nicht.
Für die größere Achse muss intern natürlich einiges umgebaut werden. Möglich ist es, keine Frage.
 
Es gab so einige Anbieter an Rahmen, ROTOR, Endorfin, Müsing, um nur einige zu nennen.
... genau, ROTOR (Rohloff) und MI-TECH(Pinion) sind im Stall und das funktioniert perfekt. Beide Firmen haben auch jeweils für beide Getriebetypen Rahmen. Zwei ältere Fullys in 135mm jeweils mit Rohloff sind auch zuverlässig und nicht tot zu kriegen. Wenn ein neuer Rahmen in 142mm o.ä käme, würde eine Standard-135mm-CC-Rohloff per Eigenkonstruktion eingebaut.
 
... genau, ROTOR (Rohloff) und MI-TECH(Pinion) sind im Stall und das funktioniert perfekt. Beide Firmen haben auch jeweils für beide Getriebetypen Rahmen. Zwei ältere Fullys in 135mm jeweils mit Rohloff sind auch zuverlässig und nicht tot zu kriegen. Wenn ein neuer Rahmen in 142mm o.ä käme, würde eine Standard-135mm-CC-Rohloff per Eigenkonstruktion eingebaut.
Gibt's denn überhaupt noch "neue Rahmen" mit 142mm?
Das ist doch auch schon wieder ein "völlig veralteter Standard", absichtlich in " " geschrieben. 😉

DSC_3474.JPG


Nicht meins, aber so etwas würde mich interessieren, wenn ein neues ExpeditionsRad mit Speedhub anstünde.
 
Für Speedhub reicht das doch. Man braucht nicht mehr Einbaubreite für mehr als 11 Ritzel. Und selbst mit 32 Zoll hätten die Räder noch genug Steifigkeit.
Aber da ist man dann wieder bei speziellen Singlespeed-Rahmen.
 
Gibt's denn überhaupt noch "neue Rahmen" mit 142mm?
... gute Frage, habe da keinen Marktüberblick. Aber gut, wenn selbst anpassen, dann auch auf 148mm. Geht eventuell nur mit interner Ansteuerung, weil man die Bremsscheibe vielleicht auf Abstands-Passcheiben setzen muss oder eine Zwischenscheibe anfertigen (so was wie die Achsplatten bei KFZ zur Spurverbreiterung) und/oder sich einen PM-Adapter mit 2mm nach innen versetzt schnitzen und/oder die Rohloff etwas asymmetrisch einspeichen - also da ist Kreativität gefragt.
Mit den drei mal schnell zusammengesuchten Maßnahmen (Zwischenplatte + PM-Versatz nach innen + asymmetrisch Einspeichen), sollten die Millimeter zusammen zu kratzen sein. Als Spannachse so etwa wie:

 
Von der Konstruktion darf die Nabe nicht zu hart geklemmt werden. Heute darf die 5mm-Spannachse nur so bis 7Nm angezogen werden, was nach Schraubentabelle so etwa 7000N (" 700kg") ist.
Für ein M5 Gewinde sind 7 Nm jetzt nicht so wenig. Bei den meisten Tabellen geht eine 8.8 Schraube nur bis 6,5 Nm. Für die 7 Nm sind 10.9 Schrauben angesagt.
 
Klar kann man sich mit entsprechenden Knowhow und Möglichkeiten die Nabe in einen modernen Rahmen mit Steckachse bauen. Aber solange Rohloff das nicht direkt für Endkunden anbietet ohne den Umweg über die Vermessung durch einen Fachhändler werden die Verkäufe in dem Bereich nahe 0 sein...
 
Klar kann man sich mit entsprechenden Knowhow und Möglichkeiten die Nabe in einen modernen Rahmen mit Steckachse bauen. Aber solange Rohloff das nicht direkt für Endkunden anbietet ohne den Umweg über die Vermessung durch einen Fachhändler werden die Verkäufe in dem Bereich nahe 0 sein...
... eindeutig richtig. Wenn das Produkt in irgendeinem Segment gut trägt und erfolgreich ist/bleibt, dann ist die Anpassung an andere Bereiche private Bastelübung. Aber viele Bastelübungen werden bekannt und dann reagieren Zubehör-Firmen oder manchmal der Haupthersteller selbst. Also wer kann, soll einfach basteln und gute Beispiele liefern.
 
Ich glaube der Markt für die Rohloff in derart "neumodischen" Rädern wird von uns allen hier maßlos überschätzt.
Eine Rohloff mit Steckachse etc. zu entwickeln wird sich niemals bezahlt machen, weil das System eben seine Vorteile optimal in einem dafür vorgesehenen Hardtail ausnutzt. Und das vorrangig im Dauerlauf-/Reisesektor. Da braucht es nicht mehr als die simple Schnellspanner-Achse.

Eine derartige Weiterentwicklung der Rohloff würde m.E. zwangsläufig zu einem Pinion-ähnlichen Konstrukt führen.
Denn auch der Markt für Custom-Bikes dürfte mittlererweile auf ein Minimum zusammengeschrumpft sein. Beim EBike stellt niemand die Frage, und auch da sind Rahmen, Motor und Antrieb ein gemeinsames System.

Da ich wie zuvor erwähnt ja mit Rohloffs "gesättigt" bin, käme bei mir als Weiterentwicklung nur Pinion in Frage. Denn weiterentwickelt wäre = vollgefedert, und da gehört das Getriebe nicht ans Hinterrad.
Übrigens sind all meine Rohloff-Räder auch spezielle Rohloff-Rahmen...

Ich glaube, dass man sich bei Rohloff da schon so seine Gedanken gemacht hat. Da einen brauchbaren Weg in die Zukunft zu finden, dürfte schwer bis fast unmöglich werden.
 
Ich denke auch, dass Rohloff fürs MTB keine große Zukunft hat. Rohloff hatte seine Hochzeit (fürs MTB) als Alternative zu 3-fach Schaltungen, damals hätte die Firma sich als Innovator etablieren können, wenn sie die Nabe kontinuierlich weiterentwickelt hätten und entsprechende Korporationen mit Rahmenherstellern eingegangen wären. Das Zeitfenster konnten o. wollten sie nicht nutzen u. jetzt fährt so gut wie jeder einfach, mit entsprechender Bandbreite, wer eine Alternative haben will geht zu Getrieben a la Pinion.
Ich wüßte nicht warum man sich heute eine 1kg+ Hinterradnabe inkl. Bastellei ans MTB schrauben sollte. Für ein Hardtail Reiserad zur Weltumrundung vielleicht, aber ist eben kein großer Markt
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke auch, dass Rohloff fürs MTB keine große Zukunft hat.
Sehe ich auch so.
Ich wüßte nicht warum man sich heute eine 1kg+ Hinterradnabe inkl. Bastellei ans MTB schrauben sollte. Für ein Hardtail Reiserad zur Weltumrundung vielleicht, aber ist eben kein großer Markt
Man kann sich so ein Rad auch fertig kaufen; und bei einigen auch entsprechend konfigurieren., wenn man das möchte. Gilt sowohl für Rohloff als auch für Nuvinci oder Pinion.
 
Wie oben beschrieben: Mein Votec M6 ist ein Fully, und das Gewicht der Rohloff-Nabe am Hinterrad stört mich überhaupt nicht. Richtig: Als es Votec noch gab, hatten die Komplettbikes 3x9. Aber als ich meinem Händler erklärte, ich wolle eine Rohloff-Nabe, war es für ihn überhaupt kein Problem, die Nabe zu beschaffen und in den M6-Rahmen einzubauen. (Er hat damals nur Rahmen und Gabel bei Votec bestellt und den Rest so aufgebaut, wie ich es wollte.) Ich gebe allerdings zu: Von ein paar (schon früher seltenen, heute noch selteneren) Hardtails abgesehen, bin ich fast immer der einzige MTB-Fahrer mit Rohloff-Nabe. Auch Nicolai bietet die Argon-Rahmen (Hardtail) nicht mehr mit verschiebbaren Ausfallenden (damals gezielt auch für Rohloff) an, sondern dirigert die Getriebebike-Fahrer in Richtung Pinion/Gates.
 
und das Gewicht der Rohloff-Nabe am Hinterrad stört mich überhaupt nicht.
... ich weiss auch nicht, wie groß der Unterschied wirklich ist, wenn man eine mechanische XT-Gruppe mal vergleicht: CS-M8100 + RD-M8100 + FH-M8110 sind zusammen knapp 1100g. Rohloff so um 1800g, also irgendwie 700g mehr. Dafür fällt ein Stück Kette weg und Speichen sind kürzer. Oder die Kette ganz weg bei Zahnriemen.
 
Ich glaube nicht, dass das Gewicht alleine hier den Ausschlag gibt, sondern wo es sitzt, nicht im Schwerpunkt o. verteilt, sondern an der Hinterradnabe. Ich habe es bei einer Probefahrt deutlich gemerkt u. empfand es als negativ. Vielleicht gewöhnt man sich aber auch daran.
 
Gerade auf Insta vorbeigeflogen: „Rohloff E-14 Solo“, eine neue elektronisch geschaltete Rohloff für Nicht-Ebikes. Nachrüstbar an bestehenden Naben.
In ~95 % des Videos sind Gravelbikes zu sehen, nur am Ende (und fairerweise im Text) werden Flatbars erwähnt.
Da merkt man, wo die Reise hingeht …

Ich bin mittlerweile von 3 auf 2 Rohloff im Haushalt, davon 1 an meinem Birdy Faltrad. Die E-14 hat mich weder am Rad meiner Frau noch an meinem ehemaligen überzeugt.
Die mechanisch geschaltete im Birdy finde ich nach wie vor klasse.

Die Reise von Rohloff geht für mich persönlich (!= für die Firma) in die falsche Richtung: Für mein Bikepacking-Fully fände ich eine Getriebenabe durchaus interessant, aber auf das A12 Gebastel, den zugehörigen Aufwand und elektronisches Schalten habe ich keine Lust. Dafür funktioniert die 12-fach Kettenschaltung zu gut.
 
Rohloff vielleicht auch nicht, aber man muss mit den Trends mit.
Ich vermisse auch keine E-Schaltung. Weder bei 11 noch bei 12 Ritzeln. Für Triathlonbike wäre das wichtig. Schalten in verschiedenen Positionen.
 
Ich denke auch, dass Rohloff fürs MTB keine große Zukunft hat. Rohloff hatte seine Hochzeit (fürs MTB) als Alternative zu 3-fach Schaltungen, damals hätte die Firma sich als Innovator etablieren können, wenn sie die Nabe kontinuierlich weiterentwickelt hätten und entsprechende Korporationen mit Rahmenherstellern eingegangen wären. Das Zeitfenster konnten o. wollten sie nicht nutzen u. jetzt fährt so gut wie jeder einfach, mit entsprechender Bandbreite, wer eine Alternative haben will geht zu Getrieben a la Pinion.
Ich wüßte nicht warum man sich heute eine 1kg+ Hinterradnabe inkl. Bastellei ans MTB schrauben sollte. Für ein Hardtail Reiserad zur Weltumrundung vielleicht, aber ist eben kein großer Markt

Diese Aussage findest in Postings vor 20 Jahren auch schon so.

Am besten mal bei irgendwelchen Ausflugszielen die E-Bike-Flotten angucken (sofern es der eigene Stolz zulässt)...da findet man bei den hochpreisigen (!!) Rädern Rohloff oder neuerdings dann die E-Pinions.
Da ist Geld drin, das ist der Markt, da fliesst die Entwicklungsenergie der Firmen rein.

Der "MTB"-Markt von dem hier alle sprechen ist aus Rohloff-Sicht höchstwahrscheinlich sehr sehr überschaubar.
Die Typen die ihre Räder selbst aufbauen und immer Internet immer jammern dass es zu schwer, zu teuer oder kompliziert ist geht im Rauschen unter...
 
Diese Aussage findest in Postings vor 20 Jahren auch schon so.

Am besten mal bei irgendwelchen Ausflugszielen die E-Bike-Flotten angucken (sofern es der eigene Stolz zulässt)...da findet man bei den hochpreisigen (!!) Rädern Rohloff oder neuerdings dann die E-Pinions.
Da ist Geld drin, das ist der Markt, da fliesst die Entwicklungsenergie der Firmen rein.

Der "MTB"-Markt von dem hier alle sprechen ist aus Rohloff-Sicht höchstwahrscheinlich sehr sehr überschaubar.
Die Typen die ihre Räder selbst aufbauen und immer Internet immer jammern dass es zu schwer, zu teuer oder kompliziert ist geht im Rauschen unter...
Da hast Du letztlich wahrscheinlich Recht.
Nicht das technisch beste System (aus Sicht des Ingenieurs) setzt sich durch, sondern profitable Lösungen im Gesamtmarkt.
Insofern feiern wir zwar alle (?) SRAMs Innovationen, aber Shimano wird mit Cues und e-Bike-Integration wirklich richtig Geld verdienen, nicht mit den paar Nerds in der 1. Welt. Auch wenn wir sicher viel Geld fürs Hobby ausgeben, die Masse macht es.
 
Da hast Du letztlich wahrscheinlich Recht.
Nicht das technisch beste System (aus Sicht des Ingenieurs) setzt sich durch, sondern profitable Lösungen im Gesamtmarkt.
Insofern feiern wir zwar alle (?) SRAMs Innovationen, aber Shimano wird mit Cues und e-Bike-Integration wirklich richtig Geld verdienen, nicht mit den paar Nerds in der 1. Welt. Auch wenn wir sicher viel Geld fürs Hobby ausgeben, die Masse macht es.

Wie das Bike hat x-tausend Euro gekostet und du hast nicht mal ein Motor dran? :eek::eek:
 
Wenn's SRAM noch in leicht gäbe....
Die Kassetten sind ja nicht schlecht, aber von Schaltwerk und Co war ich enttäuscht. Deshalb tausche ich gegen XTR. Kann man auch mit XD fahren.
 
Gerade auf Insta vorbeigeflogen: „Rohloff E-14 Solo“, eine neue elektronisch geschaltete Rohloff für Nicht-Ebikes. Nachrüstbar an bestehenden Naben.
In ~95 % des Videos sind Gravelbikes zu sehen, nur am Ende (und fairerweise im Text) werden Flatbars erwähnt.
Da merkt man, wo die Reise hingeht …
Endlich!!! Das wurde mir am Rohloff-Stand vor 2 Jahren auf der Eurobike bereits angekündigt.
Grundsätzlich bin ich mit der Rohloff am Dropbar ja zufrieden, aber die Schaltansteuerung könnte etwas besser sein. Habe aktuell Robox mit GRX-STI's. Eigentlich wirklich gut aber der Schaltweg ist halt etwas lang.
Da mir klar ist, dass dies mechanisch nicht mehr optimierbar ist, freue ich mich tatsächlich auf die elektronische Ansteuerung.
Ich habe mich auch immer gegen elektronische Schaltungen gewehrt, aber seit ich vor 3 Jahren am Rennrad auf eine Ultegra DI2 umgestiegen bin, bin ich vollends begeistert. Die funktioniert tatsächlich bei Wind und Wetter. Als täglicher Pendler hatte ich damit auch im Winter nie mehr Probleme mit festgefrorenen Schaltzügen etc. (Ja, man kann ein Ultegra-Carbon-Rennrad auch im Winter im Schnee fahren. Vorteil: Carbon rostet nicht)

Genau das erwarte ich mir von der elektronischen Ansteuerung der Rohloff auch.
 
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