Je länger man im Internet recherchiert, um so eher kommt man als treibende Kraft für das neue Waldgesetzt auf das Forstamt Königstein.
Nicht nur die Königsteiner, es geht landesweit um die "Wirtschaftsmacht" Forstwirtschaft. Und wenn man die hervorgehobenen Passagen des unten anhängenden Reports aufmerksam liest, ist ganz schnell der Zusammenhang zu unserer lieben Ministerin Puttrich und ihren intensiven Verflechtungen mit der Papierindustrie (Rohstofflieferant zum größten Teil der Staatsforst!) hergestellt:
Ihr Ehemann Hagen Puttrich ist z.B.
- Geschäftsführer Hera Papierverarbeitung Puttrich GmbH & Co. KG (großer Familienbetrieb!!!)
- Schatzmeister IPV Industrieverband Papier- u. Folienverpackung e.V.
- Vorsitzender IHK Gießen-Friedberg
- Vorsitzender Regionalentwicklung, Regionalmanagement Oberhessen
- Aufsichtsrat VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Da ist ganz offensichtlich, wo der Hase langläuft - es geht rein um wirtschaftliche Interessen!
Der (vorgeschobene ) Umweltschutz ist Frau (und Herrn) Puttrich nämlich total schnurz:
Bei sind Mitglieder im Fliegerclub Roter Milan e.V. Nidda (er ist da Vorstandvorsitzender) und unternehmen teils ausgedehnte Flugreisen mit Reisemotorseglern und Motorflugzeugen.
Die Dame, die den Mountainbikern, die sich per Muskelschmalz fortbewegen, den Wald verbieten möchte, belastet massiv die Umwelt - einfach so zu ihrem Vergnügen!!!
Sie und ihr Mann haben also eine hohe Affinität zum Fliegen (er ist auch Lufthansa "Frequent Traveller") - wen wundert dann noch Frau Puttrichs Einsatz für den Ausbau des Flughafens Rhein-Main, wo der Umweltschutz gänzlich Nebensache war.
Und die Dame hat sich schon einmal durch eine Gesetzesänderung ohne vernünftige Gründe hervorgetan. Auch da ging ihr der Naturschutz sonst wo vorbei. Heute Novellierung Forstgesetz in Hessen, damals war es das Jagdgesetz:
Pro Iure Animalis - Die Gesetzgebungswillkür der Lucia Puttrich
______________________________________________________
Auszüge aus:
Report der HA Hessen Agentur GmbH (Report Nr. 712, 2007)
Der Cluster Forst und Holz - Bestandsanalyse und Entwicklungschancen
Bei einem Cluster handelt es sich um eine geographische Konzentration von miteinander verbundenen Unternehmen und Institutionen in einem bestimmten Wirtschaftszweig. Er umfasst eine Reihe vernetzter Branchen und weitere für den Wettbewerb relevante Organisationseinheiten.
Anm.: Zum Cluster Forst und Holz gehört das Papiergewerbe, z.B. Herst. v. Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe, Herst. von sonstigen Waren aus Papier.
Vielfach unterhalten die
Großunternehmen des Holzgewerbes und der Papierindustrie eigene Abteilungen, welche die wesentlichen Kontakte mit der Forstwirtschaft pflegen, um die Versorgung mit Rohstoffen sicherzustellen. Es findet also ein Insourcing von Einkaufsaktivitäten statt. Die betreffenden Abteilungen betätigen sich i.d.R auch im Holzhandel.
Bei den Standortfaktoren, die den externen Gütereinsatz, d. h. die Beschaffung von Einsatzgütern, beeinflussen,
handelt es sich um das Beschaffungspotential und die Beschaffungskontakte.
Die Forstpolitik ist für die Unternehmen der Holzbranche von hoher Relevanz, wobei vornehmlich die Waldbewirtschaftung und die Waldpflege wie auch die Belieferung der regional ansässigen holzverarbeitenden Industrie mit Rohholz im Vordergrund stehen.
Die gegenwärtigen Entwicklungen in diesem Politikfeld werden von den Unternehmensvertretern sehr intensiv verfolgt.
Im Unterschied zu diesem bundesweiten Trend wird nach Angaben von Hessen Forst der Holzbedarf regionaler Abnehmer in Hessen vorrangig abgedeckt.
41 Hessische und unmittelbar an Hessen angrenzende Abnehmer beziehen demnach derzeit 85 bis 90% der von Hessen Forst vermarkteten Holzprodukte.
Hinsichtlich der Holzvermarktung wird nach Aussagen der Befragten
die Bedeutung von lokalen und regionalen Marktbeziehungen wachsen, wobei vor allem gegenseitiges Vertrauen welches das
Bemühen um die Dauerhaftigkeit der Kooperationsbeziehungen einschließt notwendig ist.
Zwischen einzelnen Teilbranchen als auch innerhalb der Wertschöpfungskette sollten Kooperationen initiiert und intensiviert werden.
"...
Oberstes Ziel der Forst-Holz-Cluster sollte nach Ansicht der Befragten die Umsetzung der Charta für Holz sein: den Holzverbrauch in Deutschland bzw. in Hessen zu steigern. Holz bietet ein Potenzial an Beschäftigung und Wertschöpfung, welches im Land gehalten und entwickelt werden sollte.
Dazu ist die Schaffung positiver Rahmenbedingungen durch Politik und Verwaltung erforderlich. ..."
"... Handlungsempfehlungen
... Mit der Entwicklung des Clusters Forst und Holz in Hessen sollen positive ökonomische, ökologische und soziale Effekte erzielt werden, wie:
... - Nutzung der gesundheitlichen Funktionen der Wälder für die Bevölkerung und Ausbau der Waldpädagogik. (?????

) ...
... Handlungsempfehlungen für die öffentliche Hand / das Land Hessen
...
Die Handlungsempfehlungen für die öffentliche Hand beziehen sich auf die Bereiche:
...
- Forstpolitik ...
... Im Hinblick auf die Unterstützung der holzverarbeitenden Unternehmen in Hessen wird die
kontinuierliche Abstimmung von Wirtschafts- und Forstpolitik empfohlen. ...
...
Den Verbänden und Institutionen der Forst- und Holzwirtschaft wird darüber hinaus empfohlen, Kooperationen zwischen Waldbesitzern und holzverarbeitender Industrie zu initiieren bzw. zu unterstützen. ...
... Die
intensivere Verzahnung der Verbände der Forstwirtschaft mit denen der Holzwirtschaft ist ebenfalls eine Handlungsempfehlung, zu deren Umsetzung die Vorbereitungen jedoch bereits getroffen worden sind (Plattform des Deutschen Forst- und Holzwirtschaftsrates). ..."
Résumé
Grundsätzlich gilt auch für den Bereich Forst und Holz in Hessen, die Feststellung:
Cluster bestehen aus Menschen. Eine zentrale Aufgabe des Clustermanagements ist das Loyalisieren von Funktionsträgern der Branche. Das heißt, eine von der Branche Forst und Holz geprägte Region muss versuchen, die Interessenvertreter dieser Branche für sich und die eigenen Projekte zu gewinnen, so dass die Kraft einzelner Personen als bewegende Kräfte im Cluster regional genutzt werden kann.
______________________________________________________
DANKE, Frau Puttrich, fürs Vorantreiben der Cluster-Entwicklung auf Kosten der Mountainbiker!