Akzeptanz des Bikesports

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sterniwaf

Guest
Heute steht unter http://www.sueddeutsche.de ein fairer Artikel über das CC-Weltcuprennen in der Karibik. Unter anderem ist dort zu lesen, das jeder neunte Deutsche MTB fährt! Trotzdem werden wir in den Medien schlimmer als Poker:lol: oder Darten:lol: behandelt, oder kennt ihr die lustige Sportart, wo die Leute mit Besen auf dem Eis rumwischen und sich gegenseitig anschreien:confused: Wie kann man die Öffenlichkeitsarbeit verbessern? Warum schneiden wir in der öffentlichen Meinung so schlecht ab? Schreibt mal einfach eure Meinungen!
 
hab den artikel ebenfalls gefunden. das problem ist, dass die zahl 'jeder neunte' voellig uebertrieben ist. 'jeder neunte' hat vielleicht ein mtb im keller stehen, aber maximal jeder dritte davon benutzt es als sportgeraet, der rest faehrt damit hoechstens zum baggersee. die zahl der aktiven mtb'ler (vereinsmitglieder, marathon-, xc-rennen-teilnehmer oder nur regelmaessig im gelaende fahrende) ist sehr gering.
deswegen bleibt es wohl vorerst eine randsportart.
 
Es ist immer wieder ein fest wenn ein untoleranter Mensch wie du, toleranz und aktzeptanz fordert.

Ich für meinen Teil kann mich nicht mit einem "WIR" anfreunden.
 
tja ist halt so das wir als "asozial" dargestellt werden !!

weil wir ja angeblich alles iom wald zerstören wen wir mal n bischen durch den wald mochen und so oda ma n north shre bauen(mit baumarkt hoz) oder ne dirtline !! wobei die meisten "single trails" bei uns im pott gerade durch die "wanderer" mit ihren hunden kommen , da sie diese weg öfters als biker benutz !!
aber ich kan damit leben das wir so dargestellt werden !!
deutschland ist halt ein armes land (in fast allen situationen )


RIDE ON
 
Ich glaub viele sehen die Situation einfach viel schwärzer als sie ist... DAS ist typisch Deutschland....

Bisher keine Probleme gehabt, wie war das mit dem in den Wald rufen.... ?


grüße
jan
 
Braucht man denn unbedingt die Aufmerksamkeit der Medien um positiv in der Öffentlichkeit zu erscheinen?
Eher nicht. Zumindest wüßte ich nicht, dass z.B. die Skateboarder (welche ja wesentlich mehr Medienaufmerksamkeit genießen als unsereins) durchweg bei dem gemeinen Bürger auf ein positives Echo stoßen.

Außerdem ist Radeln für mich Selbstzweck. Dafür brauch ich keine 24-Stunden Berichterstattung.
 
Da kommen wohl viele Fakten zusammen. Das fängt an bei der "ach so tollen" Waldausgrabung (wenn da nicht noch die Forstmaschinen wären :lol: ) an und hört bei der Zusammenkunft PKW und Radfahrer im Straßenverkehr auf. Nicht zu vergessen, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung lediglich von nem pseudo-MTB wissen, dass es 2 Räder, Sattel, Lenker und Tretkurbeln hat. Zum Platten flicken muß man dann schon den Bikeshop in Anspruch nehmen :rolleyes: . Kurzum, es mangelt auch erheblich an Wissen bzw. Rad-Verständnis.
Das schlimme ist, dass viele, die über Gesetze bestimmen, genau so ein "gefährliches Halbwissen" haben ;) . Da brauch ich mich dann nicht über die allgemeine Akzeptanz zu wundern.
 
hallo leute
mir ist schon des öfteren aufgefallen das die radsportler als "raudis" bezeichnet werden.ich wurde auch schon desöfteren beschimpft wenn ich unterwegs bin.
ich wurde auch schon angefahren und natürlich war ich es schuld das ich dem rechtsabbiegenden pkw keinen platz gemacht habe.
ich denke wir schneiden in der öffentlichen so schlecht ab,weil wir eben nicht der typische 9 kmh hollandradfahrer sind,die das volk kennt.ich glaube die kommen einfach nicht damit klar das wir schneller,zum teil leichtsinniger sind,als manch "normalsterblicher".
mfg der_eine
 
Man muss sich aber auch fragen warum Stundenlang Sportarten wie Rodeln, Skispringen, Biathlon, Langlauf..... übertragen wird! Bei den Bundesligarennen wie z.B.: Offenburg oder Münsingen sind so viele Zuschauer da... In diesem Sport gibt es so viel Action anstatt Dart oder Billiard könnte man doch wenigsten mal ein Worldcuprennen oder Bundesligarennen in voller Länge zeigen.

Gruß Timo
 
Poker, Dart oder Billiard sind bei Eurosport ja nur ein besseres Pausen-Standbild ;)
Die Übertragungen kosten vermutlich fast nix (5 Cameras in eine Halle stellen und laufen lassen, dazu noch ein Kommentator, fertig ist das Programm). Nicht umsonst laufen die Sendungen meist zu Zeiten in denen auf DSF irgendwelcher Ramsch verscherbelt wird oder nackte Busen zu sehen sind :D

Dagegen sind Übertragungen von XC Rennen schon deutlich aufwändiger, von den Wetterrisiken ganz zu schweigen.

HInzu kommt, dass es kaum Fahrer gibt, die das Medieninteresse wecken. Die Fumics sind ja ganz nett, aber völlig farblos. Sonst gibt es bei den Männern m.E. niemand auf Weltklasseniveau. Das ist im Straßenradsport anders, jedenfalls solange Ulle, Ete und Co noch aktiv sind. Und von den Zuschauerzahlen der TdF oder jetzt der belgischen Klassiker sind die Worldcuprennen weit weg.
 
sterniwaf schrieb:
Wie kann man die Öffenlichkeitsarbeit verbessern? Warum schneiden wir in der öffentlichen Meinung so schlecht ab?
Um es nochmal etwas klarer zu formulieren: Ich finde, was "gute Öffentlichkeitsarbeit" sein soll, ist ohne ein Ziel völlig offen. Was also bedeutet für Dich "schlechte öffentliche Meinung"? Was willst Du erreichen?

Dass mehr Leute biken?
Dass es mehr MTB-Sportberichterstattung in den Medien gibt?
Dass man auf Trails nicht schief angeschaut oder gar angeschnauzt wird?
Dass jeder Wanderer Hope von Hayes unterscheiden kann?
Dass Behörden den Unsinn flächendeckender Bikeverbote oder Wegenetzzwang bleiben lassen?

Alles ganz verschiedene Ziele, über die man auch geteilter Meinung sein kann, und die ganz verschieden angegangen werden müssten.
 
Mehr Leute biken:Klasse!
Mehr Berichterstattung: Natürlich!
Schief anschauen: Bedingt die Sportart. Ich glaube, das so viele Wanderer und Spaziergänger frustig sind, ist einfach die Tatsache,das ich locker mit dem Fahrrad rumfahre wo die sich mit Mühe zu Fuß rumquälen. Bei manchen kannst du den Neid aus dem Gesicht kratzen.
Wie einer bremst, ist mir egal.
Behörden? Vielleicht meinst du ja z.B. Forstverwaltungen, wie die hier im Teuto bei Hilter, die es dulden, das für ein paar Bäume, die höchstens für den Kamin taugen, ganze Wege zerstört werden und Hänge zum Abrutschen gebracht werden?
 
Hi,

es fängt doch schon damit an, dass meine Nachbarn zu blöd sind 500m mit dem Rad oder zu Fuß zum Bäcker zu fahren/ radeln. Da wird gleich das Auto bewegt!?!? Zudem kann man die Aussage weiter oben mit den Holzmaschinen nur wiederholen. Klar - die sind ja dafür zuständig, dass Geld damit verdient wird, deshalb spielt dort die Natur nur eine zweitrangige Rolle.
Das wichtigste wäre meiner Meinung nach, dass alle Sportarten - speziell im Hinblick auf die Waldnutzung - gleichermaßen behandelt werden. Emanzipation rules!!! Zudem sollten viele Leute erst mal ein paar wichtige Studien lesen (bekommt man z.B. bei der DIMB) als erst den Mund aufzureißen und sich profilieren zu wollen und danach im Zwiegespräch dermaßen aufzulaufen...
Politiker sind da noch schlimmer. Ich denke da gerade über zwei Zeitungsberichte. Habe mal ein Foto von diesen beiden Herren gesucht und gefunden! Die fahren garantiert nicht Rad bzw. machen Sport. Aber dumm daherreden und kräftige Reden schwingen, das können sie. Das Statement "so ist Deutschland eben" trifft es haargenau. Viel reden ohne zu denken und sich zu informieren und nix gutes tun - da lasse ich mir die Politik in anderen Ländern doch loben. Die gehen mit vielen Problemen eben anders um und positiver ans Werk. Da wird sich z.B. sehr genau informiert und dann miteinander geredet. Nicht erst wüste Beschimpfungen an den Kopf werfen und dann merken, dass es eigentlich Müll ist was man von sich gibt. Ts ts - was es nicht alles gibt...


MFG

Wast
 
Hallo!
Ich habe im Urlaub einen Holländer kenn gelernt und dieser konnte(zum glück) deutsch.Er fuhr auch so wie ich Dirtbike also street und dirt.Bei ihm in der stadt wäre das so das die holländer iegtnlich recht fahrrad freundlich sind und deswegen mal ab und an den wald sperren damit die dort sprinen können.Auch habe die Stadtleitung gehört das die Partnerstadt in Deutschland wohl fast überall Fußgängerzone habe und die wälder nur für wanderer sind und er war dort auf klassenfahrt.

tja so siehts in annern ländern aus...Hier könnten wir ja unsere Natur kaputt machen weil wir im wald mit erde bauen!(achtung ironie!)Bin nur froh das unsere städtische strecke auf dem Privatgelände von Verwandten vom Freund ist.Und denen macht das nix aus weil mein freund ja selbst fährt :D

Aber ein bisschen mehr Präsenz in der Öffenlichkeit wär schon schön...Nicht so wie Fußball das jeder gestürtm kommt.Aber ich würde sagen so wie Tennis könnte es schon sein aber es gibt halt für dirt und FR/DH nicht wirklich viele Vereine deswegen...

MFg noname
 
hi leute!
also die verbreitung des mtb-sports im fernsehen war vor ein paar jahren noch deutlich besser!also 1995 bis ca 2001 gab es auf eurosport noch regelmässige übertragungen,die ich auch stets verfolgte =) .
die downhill wm 1998 in deutschland (war glaube ich im schwarzwald/kirchzarten?) wurde z.b. auch komplett übertragen.
allgemein wurden die dh-übertragungen in der regel in voller länge gezeigt,
während die cc-rennen gekürzt wurden (warum nur...?^^)
mittlerweile wird dh,ds und cc gar nicht mehr gezeigt.
kein zuschauerintresse mehr?
ist der "mtb-trend" vorbei?
zumindest den freeridern wird noch beachtung geschenkt,da so ein contest
spektakulär ist und sich leicht aufzeichen lässt.
da allerdings die erdrückende mehrheit ihr bike nicht zum *vordachrunterdroppen* o.ä. verwendet,und ein cc-rennen nicht wirklich
spannend ist,wird das ganze eine wenig beachtete randsport bleiben.
(was ich persönlich nicht mal so schlecht finde^^)

*ride on*
 
Ich konnte bisher eigtl keine Intoleranz seitens nicht-Fahrern feststellen. Habe aber wohl auch Glück gehabt ;)
 
four-X-rider schrieb:
mittlerweile wird dh,ds und cc gar nicht mehr gezeigt.
kein zuschauerintresse mehr?
ist der "mtb-trend" vorbei?

Wohl kaum. Vielmehr hat alles und jeder Angst, dass die Kids das, was sie im TV sehen, dann auch nachmachen wollen....! Und das kann ja nich sein, dass sich Kinder plötzlich außerhalb eines klar abgegrenzten Gebietes wie Wohnzimmer, PC, Esstisch, etc aufhalten - da hat man als Elternteil ja keinen Einfluß mehr, was die Kids machen!
Und überhaupt - nachher verletzt sich der Kleine noch! Auweia! Und - noch viel schlimmer - der Kleine is auch noch selber Schuld dran! Man kann die Schuld nich einfach auf irgendwen schieben!

Deshalb kann man keinen MTB-Sport mehr im TV zeigen. Is ja schließlich bewiesen, dass alles das, was im Fernsehen gezeigt wird, jedes Kind SOFORT nachmacht. Und Downhill (wie das schon klingt...!) ist ja mordsgefährlich!

(der einfachheit halber hier noch eine Ironiewarnung: Beware of ironic Content)
 
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