Biken in den Harburger Bergen

Daß ihr dort daraufhin keine neuen Trails haben werdet.
Ja das stimmt!
Und das ist auch GANZ GENAU der Punkt.
Es gibt eine bestimmte Fläche an Wald für einen Prozentsatz Waldnutzern. Waldnutzer sind Fußgänger, MTB Fahrer, Forstbesitzer, Wildschweine, Rehe, Dachse, Eichhörnchen.

Man kann auf einer festgelegten Fläche Wald nicht unendlich viele immer neue Möglichkeiten schaffen. Für keinen der Nutzer.

Der Wunsch und das gewaltsame durchsetzen genau dieser Idee ist das, was andere Nutzer als rücksichtslos bezeichnen.
 
Das Problem ist, dass wir MTBler (oder Menschen) einfach nicht mit dem zufrieden sind, was es an Strecken gegeben hat. Immer wieder will man (davon nehme ich mich nicht aus) den neuen Weg ausprobieren.

Der Weg, den man im Bereich Kärtner Hütte mit der dortigen Forst gegangen ist wird die einzige Möglichkeit sein, um einen ständigen Kleinkrieg herumzukommen.

Der Weg der Forsten sich hinzustellen, alles zu sperren, mit den Füssen aufzustampfen und zu sagen "ich will das aber nicht" wird auf jeden Fall nicht helfen.
Das sehe ich auch so. Einseitig und ohne Dialog alles zu sperren provoziert Fehlverhalten und lässt im Endeffekt das ganze Eskalieren und die Fronten verhärten. Da sollte man lieber offizielle, legale Möglichkeiten schaffen bzw. diese über den Bereich der Kärntner Hütte hinaus erweitern. Allerdings müssen wir MTBler uns dann auch an diese halten und nicht noch 5 weitere Trails dazwischen graben. So wie ich das überblicke klappt das aber bei der Kärntner Hütte ziemlich gut.
 
Moin!
Flaschengeist 1 + 2 sind offen, Kontakt zur Försterei wurde bereits aufgenommen.
Im Laufe der Woche sollte es diesbezüglich eine Rückmeldung geben.
...ist dies in den einschlägigen Printmedien gedruckte jetzt eigentlich die Rückmeldung gewesen?
Oder gibt es noch Informationen vom Forst, ob man einen vernünftigen Mittelweg finden kann der nicht in einem Katz und Maus spiel endet?

Ich stelle mir vor das so ein Förster auch keinen Bock hat jeden Abend, Samstag und Sonntag als Waldpolizist an jedem illegalen Trail wache zu schieben.
 
Ich stelle mir vor das so ein Förster auch keinen Bock hat jeden Abend, Samstag und Sonntag als Waldpolizist an jedem illegalen Trail wache zu schieben.
Die Aufgabe der Hilfspolizisten soll scheinbar auf Wanderer die keinen Bock auf Biker haben abgewälzt werden (Zitat aus dem Artikel des LK Harburg):
„Beobachtete Sachbeschädigungen und Diebstähle sollten der Polizei gemeldet werden“, bittet Peter Wendt.
 
Die Aufgabe der Hilfspolizisten soll scheinbar auf Wanderer die keinen Bock auf Biker haben abgewälzt werden (Zitat aus dem Artikel des LK Harburg):
Tja, also ich glaube nicht das jemand sich so ein Stück Zaun mitnehmen wird, Diebstahl wäre also unwahrscheinlich. Sachbeschädigung (an der Absperrung) ist meist nicht notwendig. Um das umfahren anzuzeigen müsste man identifizieren können, was bei einer Sachbeschädigung noch denkbar wäre, weil man anhalten muss.

Also versteht mich nicht falsch, auf keinen Fall rufe ich zum Beschädigen oder sonstigen Straftaten auf, aber die Zeit bis umfahren wird, wird nicht lange dauern, solange es keinen Weg der Einigung auf festgelegte Strecken gibt (Für die Forstmitarbeiter die mitlesen: Die Routen M1 bis M3 sind nicht mal als Alibi zum abgreifen von Fördermitteln der EU ernst zu nehmen).

Der Förster selbst gehört ja wenigstens noch zur staatlichen Exekutive, alle anderen können nur das Aussehen beschreiben.

Echt lieb finde ich ja in dem Artikel, dass sie sich um die Gesundheit der MTBler Sorgen machen. Wenn ich deren Sorgen ansonsten auch schweren Herzens teile, welche Strecken man mit dem MTB fahren kann und welche nicht, das sollte doch jedem selbst überlassen bleiben.
 
Tja, also ich glaube nicht das jemand sich so ein Stück Zaun mitnehmen wird, Diebstahl wäre also unwahrscheinlich. Sachbeschädigung (an der Absperrung) ist meist nicht notwendig. Um das umfahren anzuzeigen müsste man identifizieren können, was bei einer Sachbeschädigung noch denkbar wäre, weil man anhalten muss.
Ich hatte mich auch gefragt, warum man so eine Absperrung demolieren oder mit nach hause nehmen sollte, wenn man sie mehr oder weniger einfach umfahren kann. Ob man das machen sollte sei allerdings dahingestellt. Da kann man sich dann auf jeden Fall nicht mehr raus reden, dass man nicht wusste, dass man diesen "Weg" nicht befahren darf. Zudem dürfte das auch ziemlich kontraproduktiv für einen möglichen Dialog sein.

Ich finde an der Aussage im Speziellen und an beiden Artikeln im Allgemeinen eher fragwürdig, dass hier andere Waldnutzer öffentlich gegen MTBler aufgebracht werden. Das wird spätestens bei den Kommentaren unter dem MoPo-Artikel offensichtlich. Ich sehe schon die Diskussionen mit Wanderern auf öffentlichen Wegen und den offiziellen Trails kommen.

Wobei man zur Verteidigung der harburger Wanderer, Reiter und Hundebesitzer sagen muss, dass das Miteinander im Wald sehr freundlich ist.

Echt lieb finde ich ja in dem Artikel, dass sie sich um die Gesundheit der MTBler Sorgen machen. Wenn ich deren Sorgen ansonsten auch schweren Herzens teile, welche Strecken man mit dem MTB fahren kann und welche nicht, das sollte doch jedem selbst überlassen bleiben.
Ja, das fand ich auch großartig :D
 
... Zudem dürfte das auch ziemlich kontraproduktiv für einen möglichen Dialog sein.
.... Wobei man zur Verteidigung der harburger Wanderer, Reiter und Hundebesitzer sagen muss, dass das Miteinander im Wald sehr freundlich ist.
...
Ich hoffe das es überhaupt zu diesem Dialog kommt. Ich befürchte ja, dass es aus 2 Gründen dazu nicht kommen wird:
1. Wen sollten Sie ansprechen. Dich, mich, den militanten Kettensägenbiker? Ich erinnnere mich noch an die Schimpfkanonaden die Martin ertragen musste, er würde sich "selbstherrlich zur Stimme der MTBler aufschwingen".
2. Die Förster sehen sich im Recht und wollen augenscheinlich vor der Tatsache dass es nun mal viele Biker im Wald gibt, den Kopf in den Heidesand stecken.

Und zu den Wanderern: Ich wurde schon hin und wieder beschimpft, aber in den letzten 1-2Jahren überhaupt nicht mehr. Alle sind freundlich oder zumindest neutral. Wirklich super.
 
Ich hoffe das es überhaupt zu diesem Dialog kommt. Ich befürchte ja, dass es aus 2 Gründen dazu nicht kommen wird:
1. Wen sollten Sie ansprechen. Dich, mich, den militanten Kettensägenbiker? Ich erinnnere mich noch an die Schimpfkanonaden die Martin ertragen musste, er würde sich "selbstherrlich zur Stimme der MTBler aufschwingen".
2. Die Förster sehen sich im Recht und wollen augenscheinlich vor der Tatsache dass es nun mal viele Biker im Wald gibt, den Kopf in den Heidesand stecken.
Ja, das befürchte ich auch. Ein möglicher Ansprechpartner wäre der HaBe MTB e.V. Aber wie ich das verstanden habe, haben der den Fokus eher auf dem Gebiet auf Hamburger Landesgebiet. (Bitte korrigiert mich, falls das nicht zutrifft!) Vielleicht sollten man sich über die Gründung einer IG HaBe MTB Gedanken machen. Oder es müssen sich mehr Leute im HaBe MTB e.V. engagieren, um auch das Gebiet in Niedersachsen betreuen zu können.

Und zu den Wanderern: Ich wurde schon hin und wieder beschimpft, aber in den letzten 1-2Jahren überhaupt nicht mehr. Alle sind freundlich oder zumindest neutral. Wirklich super.
Ich fahre erst seit 1/2 Jahr in den HaBe und bin sehr positiv überrascht! Dazu haben sicher auch die offiziellen Trails im Norden beigetragen, durch die MTBler als gleichberechtigte Waldnutzer wahrgenommen werden. Die jetzt veröffentlichen Artikel haben wohl eher den gegenteiligen Effekt.
 
Ja, das befürchte ich auch. Ein möglicher Ansprechpartner wäre der HaBe MTB e.V. Aber wie ich das verstanden habe, haben der den Fokus eher auf dem Gebiet auf Hamburger Landesgebiet. (Bitte korrigiert mich, falls das nicht zutrifft!) Vielleicht sollten man sich über die Gründung einer IG HaBe MTB Gedanken machen. Oder es müssen sich mehr Leute im HaBe MTB e.V. engagieren, um auch das Gebiet in Niedersachsen betreuen zu können.


Ich fahre erst seit 1/2 Jahr in den HaBe und bin sehr positiv überrascht! Dazu haben sicher auch die offiziellen Trails im Norden beigetragen, durch die MTBler als gleichberechtigte Waldnutzer wahrgenommen werden. Die jetzt veröffentlichen Artikel haben wohl eher den gegenteiligen Effekt.
Moin,
der Harburger Berge Mountainbike e.V. wird sich auch in dem betroffenen Gebiet engagieren. Gesprächsangebote des Vereins mit dem Forst gibt es bereits. www. habemtb.de - join us! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit entsetzen habe ich den gleichen Artikel in unseren lokalen Blättern und an mehreren anderen Stelen im Netz gefunden.

Das ist ja eine richtige Hetzkampagne und ich kann mir schon vorstellen, was in Kürze im Wald wieder vor sich geht. Und dabei wird es egal sein, ob man auf der Waldautobahn mit 10km/h entlangtrödelt oder mit 40km/h und einer Bambileiche unterm Arm aus dem Unterholz bricht.
 
Alle aktuellen Berichte in der Presse, egal ob in den Lokalblättern oder der überregionalen MOPO, übernehmen ausnahmslos die einseitige, ja böswillige Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten inklusive Bildmaterial, siehe hier. Die MOPO hat es nur noch etwas mehr ausgeschmückt. Eigene Recherchen – Fehlanzeige. Journalistische Standards, wie z.B. dass immer auch die Gegenmeinung, also die Biker, zu Wort kommen – Fehlanzeige. Das wird auf jeden Fall neuen Streit im Wald provozieren.
 
Es wurde mehrfach Kontakt zur Försterei aufgenommen.
Vorschläge für eine Lösung wurden zwar nicht konkretisiert, aber es wurde schon unsererseits darauf hingewiesen, dass die derzeit hohe Anzahl an Trails sogar deutlich reduziert würde, sofern man sich auf eine ähnliche Handhabung wie am Beispiel der Haake einigen kann.
Angeblich hat die untere Naturschutzbehörde diese massiven Sperrungen angeordnet.
Die Verantwortung wird also dem nächst Höhergestellten übergeben und man kann nichts dafür.
So hört es sich zumindest derzeit noch an.
Zusammengefasst:
Das Gespräch wurde seitens der Mountainbiker mehrfach angeboten bzw. gesucht. Nennen wir es mal Friedensangebot.
Ein echtes Interesse an einem Gespräch seitens der Försterei war nicht erkennbar.
Seitens der Naturschutzbehörde oder Forstes gab es eine Reaktion, die man unmissverständlich als Kriegserklärung bezeichnen kann

Sollten die Aktionen seitens der Naturschutzbehörde tatsächlich mit dem Ziel durchgeführt worden sein, einen Rückgang der "illegalen" Aktivitäten zu bewirken, dann wurde völlig an der Realität vorbei entschieden.
 
Der Artikel auf der Seite des LK Harburg liest sich für mich auch so, als ob die Untere Naturschutzbehörde das veranlasst oder zumindest unterstützt hat. Da wird ja auch der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde als Kontaktperson angegeben. Falls noch nicht geschehen, könnte man es vielleicht dort mal probieren?
 
Könnte nicht auch die DIMB und der DAV mal bei der Naturschutzbehörde aktiv werden? Immerhin hat der DAV Hamburg eine Mountainbike-Gruppe, die regelmäßig durch die Harburger Berge fährt. Da könnten sie jetzt gern bissel Engagement zeigen.
 
Warum sollte der DAV da jetzt tätig werden? MTB Touren wie vor 5 Jahren sind weiterhin gut möglich und alles was jetzt geschlossen wurde, wurde in den letzten beiden Jahren in der Wald gekloppt, so ist meine Sicht, nachdem ich heute vor Ort war.
Bist du denn Mitglied im DIMB oder DAV oder forderst du das jetzt einfach mal so als Unbeteiligter?
 
Ja, es wurde viel in den Wald gekloppt, allerdings hat man sich zeitgleich bzw. noch davor auch um ein Gespräch bemüht.
Dem wurde - trotz einer am Ende beachtlichen Anzahl neuer Trails - aus dem Wege gegangen.
Es trägt demnach den Anschein, als wären ein paar mehr, wenn nicht sogar doppelt soviele Trails nötig, bis mal jemand darauf kommt, sich doch mal mit ein paar Wortführern aus unserer Szene zusammenzusetzen.
Sollte das nie passieren ist das auch ok.
Derzeit herrschen zumindest mal wieder klare Verhältnisse und man hat Baumaterial in Hülle und Fülle zur Verfügung gestellt.
Dem gegenüber steht ein wenig Reparatur- und Räumarbeit.
Man kann schon sagen: Die positiven Aspekte der jüngsten Aktion überwiegen.
Sollte ich in nächster Zeit zufällig jemanden aus der Försterei im Rosengarten treffen, werde ich ihm diesbezüglich auf jeden Fall mit einem fetten Grinsen meinen Dank aussprechen.
 
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