Classic bikes aufrüsten

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  1. Zucchi

    Zucchi

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    06/2015
    Ich habe einen 1998er Specialized Stumpjumper Rahmen Schritt für Schritt ausgebaut. Für die hintere Scheibenbremsaufnahme bin ich zu Rewel nach Bozen gegangen, der solche Jobs nur an Stahlrahmen ausführt, wie er mir bestätigt hat. Der Kostenvoranschlag war bei 80 Euro. Gezahlt habe ich dann 70 Euro. Inklusive ISO-Postmount Adapter von Magura, für 160er Scheibe. Super Job, mit Schwarzer Grundierung die ich dann selbst mit Spray in Rahmenfarbe lackiert habe. Das Stumpy hatte aber von Haus aus Platz für dicke Reifen. Bis Maximal 2.4 kann man gehen. WP_20181229_16_41_42_Rich. WP_20180908_18_36_42_Rich.
     
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  3. Zucchi

    Zucchi

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    06/2015
    Bei mir war das Problem keinesfalls die Leistung der HS33. Sondern die alberne Tatsache, dass Shimano plötzlich Schrott XT Naben gebaut hat, deren Freiläufe nei mir mach 2000 km regelmäßig durchgeknallt sind. Deshalb habe ich mir DT Swiss Laufräder mit Felgen gekauft, die für Felgenbremsen leider ungeeignet sind. Schöner Nebeneffekt der Scheibenbremsen: Dicke Reifen lassen sich viel leichter aus und einbauen, bei den HS33 war das echt schwierig, die durchzudrücken. Aber von der Bremsleistung, geeignete Felgen vorausgesetzt, und der Dosierung her, sind die HS33 hervorragend. Da stehen sie Scheibenbremsen in nichts nach.
     
  4. Schön so hatte ich mir das vorgestellt. Und die Cantisockel hast du auch gleich entfernt.
    Ist die Bremsaufnahme gelötet oder geschweißt ? Sieht irgendwie auch gelötet aus weil gar keine Schuppen zu sehen sind oder täuscht das?
     
  5. Zucchi

    Zucchi

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    06/2015
    Soweit wir vereinbart hatten, hat er sie geschweißt. Bin allerdings kein Experte um löten optisch von einem guten Schweißjob unterscheiden zu können und der Mann hat von schweißen Ahnung. Er war im ersten Bike Magazin von 1989 mit einem seiner Bikes vertreten. Titan, das wog 10,5 Kilo, während die anderen von 13 - 14 Kilo wogen und hatte seinerzeit, im ersten Test des Magazins, sehr gute Noten erhalten.
     
  6. Kann ja sein das es geschweißt ist durch den Lack halt schlecht zu erkennen und da die Ausfallenden gemufft sind dachte ich vielleicht ist auch die Bremsaufnahme gelötet. Es hätte mich deshalb interessiert weil das Blech nochmal viel dünner ist als das welches in der oben Verlinkten Dokumentation verlötet wurde.

    War bei den 70 Euro eigentlich auch die Herstellung der Bremsaufnahme selbst enthalten?
    Naja wenn sogar der Adapter dabei wahr wohl auch die Bremsaufnahme.

    Was ich allerdings immer noch nicht ganz verstehe ist was das Schweißen oder Löten dem Stahl der Strebe genau antut.
    Aber vielleicht ist das Forum dafür wirklich nicht ganz der richtige Platz ... eventuell mal in einem Buch oder andersweitig nachsehen.
    Die Temperaturen scheinen aber so oder so nicht ganz ohne Einfluß auf ein vorher getempertes Rohr zu bleiben.
    Nun gut wenns in der Praxis wie bei dir funktioniert dann ist es wohl zumindest vernachlässigbar.

    Wirklich schönes Rad ... nachdem die Cantisockel auch weg sind müsste man nur noch das Schaltauge absägen und ein wechselbares standart Schaltauge irgendwie anpassen. Ausserdem könnte man auch noch längere Ausfallenden anbringen für 650B usw... ;-)
    Nein im Ernst genau sowas wollte ich in diesem Thread sehen ... und an meinem Rad am allerliebsten selbst durchführen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2019 um 01:30 Uhr
  7. Zuletzt bearbeitet: 12. Februar 2019 um 02:13 Uhr
  8. Schönes Rad und auch die passende Lösung.
    Hält auch vernünftig gelötet (Hartlot Silber 25%, Messing oder Neusilber).
    Vorsicht bei Horizontalen Ausfallenden, da wird das HR wandern.
     
  9. Zucchi

    Zucchi

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    06/2015
    Die Cantisockel habe ich selbst mit dem Dremel abgesägt aus zwei Gründen: 1. Sie störten mich ein wenig beim Einbau des Rades mit 2,35er Reifen. 2. Ich wollte keine Möglichkeit mehr haben, auf Canti zurück zu kehren, folglich psychologische Gründe.
    Hätte man schöner als ich hinkriegen können, wenn man genau weiss, wie die Struktur der Sitzstreben dort aussieht, hab vorgezogen eher etwas zu viel dranzulassen und dann sollte ich irgendwann mal grün drüber lackieren.
    Das Schaltauge kann ich nicht absagen, absolut unmöglich, weil es Teil des Ritchey Ausfallendes und damit extrem Vintage ist. Eine solch horrende Aktion würde ein Kulturgut aus der Bikewelt unwiederbringlich zerstören und der Nachwelt unzugänglich machen.
    Was den Anbau des Teiles betrifft, bin ich nicht umsonst zu Rewel gegangen, wobei es für mich auch einfach war, weil ich im Trentino wohne und daher nur 80 km weg bin von seiner Werkstatt. Ich kannte seinen Ruf und seine Bikes, die er in den Pionierjahren baute. Als ich ihn dann persönlich traf, habe ich mal wieder festgestellt, dass wirklich gute Leute nicht laut sind und auch nicht irgendwelches Zeug erzählen. Er war extrem sachlich und hat, z. B. auch die Runde Strebe zwischen Sitz- und Kettenstrebe vorgeschlagen, ich hätte ihm auch hundertfünfzig gezahlt, er hat 80 Euro vorgeschlagen und am Ende hat er 70 verlangt. Mit Adapter. Ich denke, wenn Du so was machen willst, geh zu einem guten Rahmenbauer. Adaptergewurstel und selbst rumfroschen an sowas lohnt sich nicht. Der Adapter ist übrigens perfekt ausgerichtet, an der Bremse quietscht absolut nix und ausrichten ging in zehn Sekunden.
     
  10. Muss mich hier als Metaller mal einschalten.
    @Zucchi@Zucchi deine Aufnahme ist zu 99.9% geschweißt .
    Weißt du ob der Rahmen dazu in eine Rahmenlehre gespannt wurde?
    Denk mir das es ohne kaum möglich ist die Position der Aufnahme perfekt zu setzen.
    Ausserdem dürfte der Verzug ,ohne einspannen ,durch die Hitzeeinbringung ,egal ob schweißen oder löten, nicht ohne sein.
    Das nächste Problem an einem nicht dafür ausgelegten Rahmen dürfte das ausglühen des Stahles sein.
    Durch das ausglühen wird das Material rund um die Schweißnaht härter und spröde was eine Sollbruchstelle erzeugt .
    Theoretisch kann man das durch anlassen,erneute Hitzeeinbringung bis ca.450-500 Grad, beheben.
    Dürfte aber wieder zu Verzug führen.
    Also wenn man das machen will dann nur über jemand der echt Ahnung vom Rahmenbau hat.
    Bei Alu,Niro oder gar Titan verschlimmert sich das ganze nochmals, allein weil man ein Vielfaches an Hitze einbringen muss gegenüber Stahl.
    Ich würde mich trotz mittlerweile 25 Jahren Berufserfahrung nicht ran traun.

    Das ist meine Meinung
     
  11. Zucchi

    Zucchi

    Dabei seit
    06/2015
    Ich kann mir das durchaus vorstellen, was Du hier schreibst und auf theoretischem Niveau habe ich auch eine Ausbildung als Ingenieur. Aber eben wegen dieser komplexen Situation habe ich mich ja an einen Rahmenbauer gewandt, von dem ich sicher war, dass er etwas von der Sache versteht.
    Rewel ist ein Mann der ersten Stunde in Europa was exclusive MTB betrifft. Beim allerersten Bike Magazin Test von 1989 war auch eines seiner Bikes vertreten und es wog 3 Kilo weniger als die anderen Bikes im Test damals,war handgeschweißt und aus Titan. Er sagte mir auch, dass er an Titan Rahmen so was nicht macht, wohl weil ihm die Risiken bewusst waren, die Du hier nennst. Aus Titan macht er, nur auf Anfrage, komplette Rahmen. In jedem Fall kann ich Dir garantieren, dass mein Rahmen nach der Arbeit nicht verzogen ist und dass er auch einige Lehren in seiner Werkstatt hatte und vermutlich all die Dinge, die Du hier nennst, korrekt angewandt und ausgeführt hat, inklusive Anlassen des Materials, um es wieder zu rekristallisieren und zu verhindern, dass es spröde ist. Eben deshalb bin ich jetzt davon überzeugt, dass es in solchen Fällen am besten ist, sich an solche Leute zu wenden.