Lange nichts von mir gegeben, daher mal ein kleines Zwischenfazit meines Singlespeed-Fahrrad-Commuting-Projektes:
Mein Singlespeed-Commuting-Fahrrad funktioniert bisher sehr gut

. Ich war ja skeptisch wegen des Magic Gear:idea:, bei dem die Übersetzung genau passend zur Kettenstrebenlänge ausgerechnet wird. Funktioniert aber gut. Das Setup mit Querfeldeinrahmen, hoch montiertem Rennlenker, MTB-Klickpedalen, Rennreifen vorne und Tourenreifen hinten plus Notschutzblechen ist für die Stadt für mich ideal. Die relativ kurze Übersetzung 34:14 (1:2,4, ca wie 42:17) ist für mich auch gelungen, da man an der Ampel und nach stadttypischen Rollsituationen noch gut wegkommt. Viel schneller als 30 kann ich damit dann nicht fahren, aber das muss man im Stadverkehr meistens eh gleich wieder runterbremsen.
Den Weg zur Arbeit (20 km) für eine Strecke lege ich inzwischen gerne und je nach Einsatz relativ entspannt mit dem Singlaspeeder zurück. Meistens schaffe ich das so 2-4 Mal pro Woche, sind dann immerhin schonmal so 120km...
Komplizertere Aktionen mit mehreren Stops, unbekannten Strecken und irgendwelchem Gepäcktransport sind nach wie eher schwierig weil nervig. Da nehme ich dann oft die Vespa, weil die sich praktischer beladen lässt und ich mich nicht umziehen muss.
Bei schlechtem Wetter weiche ich schon gerne auf die S-Bahn aus. Dann muss man auch nicht Tonnen von Regenkleidung mitschleppen.
Am meisten nervt das Umziehen. Zivilklamotten taugen für die Strecke nur sehr bedingt. Jeans mit Fahrradunterhose geht zur Not. Überhaupt ist die Logistik - Lampe aufgeladen?, was zieh ich an, was nehme ich für hinterher mit? Habe ich meine Windjacke?... - nicht ganz einfach.
Für die Fitness hat das eine ganze Menge gebracht, jedenfalls war beim Triathlon die Radleistung OK, ohne großartiges Zusatztraining. Ich merke auch, wie ich viel entspannter im Verkehr werde, weil mir kleinere Behinderungen inzwischen völlig egal sind. :zz:
Etwas schwierig ist die Abstimmung mit sonstigem Training und Sport, da fällt schonmal die eine oder andere Radfahrt aus, weil ich am Tag zuvor viel Sport gemacht habe oder am Wochenende ein Wettkampf ansteht. Sollte mit zunehmender Fitness

besser werden. Dann kann man 2 mal 20km locker fahren als sinnvolle Kompensation abbuchen.
Zur Optimmierung fällt mir nur das Gewicht (12kg?) und der zwar schicke aber an einem Stadtrad eher unpraktische und ohne Radkleidung eher unbequeme Brooks
Sattel ein. Wenn ich das Geld hätte, würde ich für das Pendeln ein sehr ähnliches Rad mit deutlich leichteren Komponenten und horizontalen Ausfallenden aufbauen. Und nem Terry
Sattel oder ähnlich. Müsste ja locker unter 10 kg hinzubekommen sein. Andererseits sollte ich über einen Gepäckträger nachdenken...
Mehr unter
http://commuting.blog.de