Diagnose MS - wie Aktiv noch im Sport???

mankra schrieb:
Dann hoffe ich für Dich das Beste.

Was vermutet man als Auslöser von MS?

Äußere Einflüße oder reine Vererbung?


diese frage ist leider auch bei der heutigen forschung total offn. die meinungen gehen auseinander. von genetisch veranlagt bishin zu stress oder virus als auslöser. man weis es nciht. man hat es plötzlich einfach ;-(

grüße coffee
 
Das Problem wird dabei sein, daß der Zeitpunkt des Ausbruchs bis man die ersten Sympthome bemerkt doch etwas auseinanderliegt und somit die Ursache schwer zurückzuverfolgen ist.
 
für manche dinge lässt sich leider keine ursache finden.

warum bekommt manchmal schon ein kind krebs? warum bekommen manche menschen (gar nicht so wenige) MS?

bei MS kann es so sein, daß man, machdem man die diagnose bekommt, zurückdenkt und auf viele dinge stösst, die im nachhinein dazupassen, oder es kann auch so sein, daß nie auch nur irgendetwas war und man in der früh halbseitig gelähmt und blind aufwacht!

ich habe mir in den 2 jahren, in denen ich fälschlicherweise die diagnose MS hatte, sehr oft den kopf zermartert und nach einer ursache gesucht, und kann aus meiner sicht nur jedem betroffenen raten, genau das nicht zu tun. irgendwie schien mir, daß wenn ich nur genau genug nachdenken würde, ich irgendwann eine ursache finden würde, die man dann, wenn sie ersteinmal entdeckt wäre, wieder rückgängig machen könnte. im nachhinein totale energieverschwendung und ein sicherer weg in eine handfeste depression.

stattdessen ist der blick nach vorne ganz bestimmt zielführender. soweit man das überhaupt aus ein paar postings beurteilen kann, denke ich daß coffee das recht gut macht.

nochwas fällt mir jetzt noch ein: vor genau einer woche saß ich bei meiner bankbetreuerin beim abschluss einer lebensversicherung. nachdem man dabei ja seine leiden beichten muss, habe ich erzählt, daß, wenn auch sehr unwahrscheinlich, MS dazugehören könnte. worauf sie wiederum mir erzählt hat, daß sich schon sehr lange die diagnose MS hätte. die dame ist total lebenfroh und voller energie. hut ab kann ich nur sagen, vor jedem dem es gelingt, die unsicherheit, die mit dieser erkrankung einhergeht zu akzeptieren, und sein leben, wenn auch anders, weiterzuführen.

grüsse, hannes
 
@ignorion

Du bist aus Wien?
Hab ich noch gar net mitbekommen (oder wieder vergessen)

Ich hab bisher von MS nur wenig gehört (bis auf den einen Fall) und bin nun doch etwas verwundert, wenn nicht sogar erschreckt, wieviele Leute dieses scheinbar haben.
Scheint doch gar net so selten zu sein.
 
Hi Coffee,

auch wenn wir unterschiedliche Krankeiheiten haben, kann ich mich gut in Deine Lage versetzen. Wie Du habe ich eine autoimmune Krankheit. Collitis Ulcerosa befällt nur den Darm, verläuft chronisch und ebenfalls in Schüben. Mit Cortison bin ich auch gut vertraut. Dazu will ich nur sagen, daß die Nebenwirkungen lange nicht so schlimm sind, wie viele denken.

Dieses Jahr hat es mich auch stark gebeutelt. Monatelang konnte ich kaum mehr als mich zu Hause vom Bett aufs Sofa zu schleppen. Die Krankheit hat mein Jahr 2004 absolut bestimmt. Vorher hatte ich 10 Jahre nichts und mich schon als "geheilt" betrachtet. Aber das gibts bei uns halt nicht.

Zur Zeit gehts mit wieder gut aber mein Leben wird nicht wieder so sein wie vor dem erneuten Ausbruch der Krankheit. Das Gefühl der Verletzlichkeit, nachdem es die Jahre vorher körperlich nur bergauf ging ist für mich dabei ein großes Problem.

Radfahren kann ich zum Glück wieder seit Anfang August. Das hilft mir sehr.
Meinen ersten Marathon diesen Jahres bin ich letztes Wochenende auch gefahrn. Ich bin zwar etwas langsamer als letztes Jahr aber das betrifft mich natürlich wenig.

Ich denke wir "Kranken" müssen einfach lernen mit unseren Leiden zu leben.
Das nächste Jahr wird bestimmt besser.

Stefan
 
GroßerNagus schrieb:
Hi Coffee,

auch wenn wir unterschiedliche Krankeiheiten haben, kann ich mich gut in Deine Lage versetzen. Wie Du habe ich eine autoimmune Krankheit. Collitis Ulcerosa befällt nur den Darm, verläuft chronisch und ebenfalls in Schüben. Mit Cortison bin ich auch gut vertraut. Dazu will ich nur sagen, daß die Nebenwirkungen lange nicht so schlimm sind, wie viele denken.

Dieses Jahr hat es mich auch stark gebeutelt. Monatelang konnte ich kaum mehr als mich zu Hause vom Bett aufs Sofa zu schleppen. Die Krankheit hat mein Jahr 2004 absolut bestimmt. Vorher hatte ich 10 Jahre nichts und mich schon als "geheilt" betrachtet. Aber das gibts bei uns halt nicht.

Zur Zeit gehts mit wieder gut aber mein Leben wird nicht wieder so sein wie vor dem erneuten Ausbruch der Krankheit. Das Gefühl der Verletzlichkeit, nachdem es die Jahre vorher körperlich nur bergauf ging ist für mich dabei ein großes Problem.

Radfahren kann ich zum Glück wieder seit Anfang August. Das hilft mir sehr.
Meinen ersten Marathon diesen Jahres bin ich letztes Wochenende auch gefahrn. Ich bin zwar etwas langsamer als letztes Jahr aber das betrifft mich natürlich wenig.

Ich denke wir "Kranken" müssen einfach lernen mit unseren Leiden zu leben.
Das nächste Jahr wird bestimmt besser.

Stefan

hi,

ich kann dir berichten, das man diese krankheit die du hast sehr gut in den griff bekommen knn. mein mann hat diese krankheit schon mehr als 25 jahre und lebt damit recht gut. er hat seine ernährung umgestellt. sehr konsequent, wobei er manchmal sündigt :D darf er ja auch. er lässt sich 1 x pro jahr spiegeln. ist sinnvoll, weil man doch in dem bereich krebsgefärdet ist. solltest du auch machen. übrigens merkt mein mann wenn er stress hat eine deutliche verschlechterung. spielt also auch eine rolle ;-)

grüße coffee
 
Hi,
ich muss jetzt auch mal meinen senf dazugeben. Ich habe auch ms diagnostiziert bekommen 12/2003. Zufallsbefund nach Fahrradsturz im Sept. 2003. Ich bin aktive bikerin und bekomme leider auch keine präzisen Auskünfte zum Thema Leistungssport. Ich werde seit Jan. 2004 mit Azathioptin therapiert was sich jedoch auf den Ausdauerbereich schlecht auswirkt. Ich habe daraufhin die Alpen überquert von Erwald zum Gardasee aus Trotz, Hat mit Supergut getan. im moment schwächel ich etwas, fahre aber im Dez. auf La Palma zum biken. Eine gute Adresse zum Thema Sport und ms ist die Sporthochschule Köln. Bin dort ab nächste Woche zum Trainig damit das Laufen sich bessert. Ich bin im übrigen 39 verheiratet und habe zwei Kinder 10 und 14. Ich würde mich über gedankenaustausch freuen kann dich gut verstehen.

Gruß biggi
 
hi biggi,

gerne, entweder hier im thread oder auch gerne per pm oder mail. ist ja alles in meinem profil hinterlegt.

ich treibe ja derezit auch recht fleissig sport. aber meinegrenzen sind einfach nger wie früher. und meine erolungsphasen länger. mein doc meintesport ist gut. nur soll ich mcih nciht überfordern. denn das kann dann eben schnell wieder zu einem schub führen.

grüße coffee
 
Muss den UR-Alten thread hier malwieder ausgraben.

Ich selbst bin zwar nicht Betroffen, sehrwohl aber meine Mutter.
Das ganze Fing vor ca. 11 Jahren an, dass sie das erste mal Symptome bekam.
Wurde ewig lang nichts Gefunden und lieber mit Medikamenten an ihr rumgepfuscht, oftmals wurde sie dann auch als Hypochonder, schlimmer sogar als Simulant bezeichnet. Die Diagnose kam dann, soweit ich weiß, knapp 3 Jahre nach dem ersten Auftreten der Symptome, und es ging bis auf wenige Ausnahmen beständig bergab. Dann wurde eben alles Aufgefahren was die Pharmaindustrie zu bieten hat, von Copaxone bis... Chemotherapie! Zuerst monatlich, dann vierteljährlich. Gebracht hat es nichts - vieles sogar noch schlimmer gemacht. Nun hat sie sich vorläufig dazu entschlossen, Medikamente auszusetzen, schneller geworden ist der Verlauf dadurch nicht - aber was heißt bei MS schon schneller (^^). Aufgehört hat er auch nicht.

Das wichtigste an der Krankheit ist wohl wirklich ,immer zu versuchen die Kraft aufzubringen positiv in die Zukunft zu schauen, man weiß ja nicht ob sich mal was positives tut. Sport macht meine Mutter nichtmehr, kann sie auch nichtmehr, da sie außerhalb des Hauses recht häufig auf den Rollstuhl angewiesen ist, aber dafür dass sie trotz MS 4 Kinder groß bekommen hat und sich jetzt sogar noch um nen Enkel kümmert, rumkünstlert und auch sonst eine sehr sehr moderne Mutter ist, mag ich ihr hier mal ein klein wenig Respekt zollen.

Und allen, die Hier betroffen sind möcht ich sagen - ja nicht die Hoffnung aufgeben und immer schön positiv bleiben. Denn gerade solche Situationen sollten einen ja schon fast dazu zwingen, das Leben richtig zu genießen. :)
 
Zurück