Die Geburt des Mountainbikes

Ist vorher noch niemand auf die Idee gekommen nen Hügel runter zu brettern?


Quark mit Soße. Natürlich. Wir haben früher (Anfang/Mitte der 70er) an unseren Klapprädern alles überflüssige abgebaut und sind Downhillrennen "Mann gegen Mann" die Schlittenabfahrten runter gefahren (im Sommer). Wer unbedingt gewinnen wollte und unten zu spät gebremst hat, ist im Bretterzaun gelandet. Also eigentlich alles genauso wie im Winter mit dem Schlitten.:lol:
 
sind auch früher immer mit dem klapprad gesprungen,im wald rennen gefahren und so.abends dann die räder im keller wieder geschweißt:daumen:es gab ja nichts anderes und federgabel oder dicke reifen brauchte niemand....... mtb hieß früher:alles abbauen und mit einem nacktem bike in den wald:D
 
Seit wann es Mountainbikes gibt und wann Leute auf die Idee gekommen sind, Hügel mit dem Fahrrad "runter zu brettern", sind zwei verschiedene Aspekte.

Die Frage zum "Runterbrettern" haben die beiden Vorposter schon mehr oder weniger mit ihren eigenen Erfahrungen beantwortet.
Seit wann es Mountainbikes gibt, ist v.a. eine Definitionsfrage, was man als Mountainbike definiert und inwieweit man zwischen Invention und Innovation unterscheidet? Die Fisher-Kelly-Ritchey-Connection hat ihre Geschichte am besten verkauft, weshalb sie heute im Mainstream als "Erfinder" gehandelt wird. Man kann allerdings durchaus auch heterodoxe Meinungen dazu vertreten, die das orthodoxe Fisherweltbild etwas erschüttern. Ganz interessant dazu ist Frank Bertos Beitrag im achten Tagungsband zur International Cycling History Conference "Who Invented the Mountain Bike?" und v.a. die Reaktionen dazu von Charles Kelly und Joe Breeze am Ende des Bandes bzw. das Buch "The Birth of Dirt" von Berto.

gruß
farao
 
Und der erste international bekannte Downhiller war vermutlich Maurice Garin. Der hat 1903 die erste Tour de France gewonnen – nicht zuletzt, weil er die damals noch unbefestigten Pässe nahezu ungebremst runtergebrettert ist.

btw. ... Schotterpisten, steile Berge, bleischweres Rad ... mein Uropa war ein Singlespeed-Freerider :daumen:
 
Randvoll mit Rotwein war er bestimmt. Wie sonst hätte er all das aushalten können – die kratzigen Wollsachen, das bleierne Rad mit Alibi-Bremsen, die mörderischen Abgründe am ungesicherten Wegesrand ...
 
Randvoll mit Rotwein war er bestimmt. Wie sonst hätte er all das aushalten können – die kratzigen Wollsachen, das bleierne Rad mit Alibi-Bremsen, die mörderischen Abgründe am ungesicherten Wegesrand ...
Falls es nur bei Rotwein geblieben ist.

Bezüglich des "ungespritzt" Kommentars: Um 1900 waren Kokaininjektionen bei Radfahrern state of the art.

gruß
farao
 
Und stell mir nun die Frage:
Ist vorher noch niemand auf die Idee gekommen nen Hügel runter zu brettern?

Die Fisher-Kelly-Ritchey-Connection hat ihre Geschichte am besten verkauft, weshalb sie heute im Mainstream als "Erfinder" gehandelt wird.

Ich denke das trifft es relativ gut. Die Idee mit Rädern diverse Abfahrten zu bestreiten hatten sicher nicht nur Gary Fisher, Charles Kelly, Tom Ritchey etc. Allerdings haben sie zum einen viele Gleichgesinnte aquirieren können und zum anderen wurde die Öffentlichkeit über die Presse mit involviert. Dadurch wurden die Ideen und Berichte an viele interessierte Leute publiziert, wobei dann ein Teil dieser Leute solch ein Bike haben und den Sport ausüben wollten. Das war anfangs eher eine "Modeerscheinung", wo man noch glaubte, dass dies vorüber gehen würde. Das ist - Gott sei Dank - nie passiert, sonst würden wir wohl heute noch mit Trekking- u. Rennrädern den Alltag bestreiten. Allerdings gab es im Laufe der MTB-Zeit Pionierzeiten, Blüte u. Stagnation, Craftmanship u. die Eroberung des Massenmarktes. Vieles geht ineinander über.
Heutzutage bewegen wir uns überwiegend im Massenmarkt (natürlich nicht ausschließlich) und es gibt einen stetigen Aufwärtstrend was das Fahrrad und natürlich auch das Mountainbike anbelangt.
Ich denke, dass uns das Mountainbike noch seeeeeehr lange als Spaßbereiter u. Fortbewegungsmittel erhalten bleibt :love: .
 
Ich denke das trifft es relativ gut. Die Idee mit Rädern diverse Abfahrten zu bestreiten hatten sicher nicht nur Gary Fisher, Charles Kelly, Tom Ritchey etc. Allerdings haben sie zum einen viele Gleichgesinnte aquirieren können und zum anderen wurde die Öffentlichkeit über die Presse mit involviert. Dadurch wurden die Ideen und Berichte an viele interessierte Leute publiziert, wobei dann ein Teil dieser Leute solch ein Bike haben und den Sport ausüben wollten. Das war anfangs eher eine "Modeerscheinung", wo man noch glaubte, dass dies vorüber gehen würde. Das ist - Gott sei Dank - nie passiert, sonst würden wir wohl heute noch mit Trekking- u. Rennrädern den Alltag bestreiten. Allerdings gab es im Laufe der MTB-Zeit Pionierzeiten, Blüte u. Stagnation, Craftmanship u. die Eroberung des Massenmarktes. Vieles geht ineinander über.
Heutzutage bewegen wir uns überwiegend im Massenmarkt (natürlich nicht ausschließlich) und es gibt einen stetigen Aufwärtstrend was das Fahrrad und natürlich auch das Mountainbike anbelangt.
Ich denke, dass uns das Mountainbike noch seeeeeehr lange als Spaßbereiter u. Fortbewegungsmittel erhalten bleibt :love: .

:):daumen:
 
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