Downhill-Fahrradlampe

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15. November 2005
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Hallo zusammen!

Ich bin Designstudent im Hauptstudium und mache bei einem Prof einen Entwurf mit dem Thema Fahrradleuchte.
Nach etwas Recherche hab ich herausgefunden, daß es für Downhillrides keine Lampe gibt, die die nötigen Anforderungen erfüllt.

Ich werde also eine Hochleistungs-Fahrradlampe entwerfen, die einerseits dimmbar ist (LED Technik) und somit wenig Strom verbraucht, bei Bedarf aber die Fahrstrecke voll ausleuchtet.

Gestalterisch sind natürlich höchste Ansprüche gestellt, was bedeutet dass die Lampe gestalterisch was hermachen wird, eine Zierde für jeden Lenker!

Für den Entwurf hätte ich einige Fragen an euch:

Wie lange muss die Lampe mit einer Batterieladung mindestens leuchten?

Wie viel Lumen wird benötigt um einen Trail wirklich gut auszuleuchten?

Was ärgert euch an euren selbstgebauten Lampen? Welche Probleme sind bei dem Gerät noch nicht gelöst (Abnehmbar, Problemloses Akku laden/ausbauen, ...)

Haut rein, die grafischen Ergebnisse meiner Arbeit werden hier im Forum veröffentlicht, es wird auch ein CAD Modell (in SolidWorks) entstehen.

Ich bin gespannt auf eure Anregungen, Kommentare und Tipps.

Viele Grüße
vom Rahmenbrecher
und Designstudent
 
Designstudent schrieb:
Was ärgert euch an euren selbstgebauten Lampen?

Nichts, absolut gar nichts.

Wenn man mal davon absieht, daß es immer wieder Leute :confused: gibt, die meinen, daß es an selbstgebauten Lampen doch immer irgendwas geben muß, über daß man sich ärgert.

Die sind schon irgendwie ärgerlich, stimmt.

Ansonsten sind meine selbstgebaute Lampen ein steter Quell heller Freude :hüpf: und nie versiegender Inspiration.
 
Nimm, wass die technischen Daten angeht, die Lupine Edison als Referenz, realisiere das mit LED-Technologie und entsprechender Leuchtdauer und verkaufe das zum halben Preis der Lupine. Die Bikerwelt wird Dir zu Füssen liegen. Aussehen darf dasTeil dann wie es will.

Für Downhill brauchst Du logischerweise maximal Licht (also >= den 900Lumen der Edison) und die Lampe muss als Stirnlampe taugen um in die Kurven leuchten zu können.
Die Stelle anzustrahlen wo ich rausfliegen werde, weil ich die Kurve nicht einsehen kann, hilft nur begrenzt.
Robustheit kommt vor Schönheit. Wasserdicht, Schlagfest etc.
 
Hallo,

was mich derzeit stört, ist die Stromversorgung.
Wie man ordentlich Licht erzeugt ist kein Thema.
Halogenstrahler. HID-Brenner....
Nur dafür brauchts Strom.
Und damit der ausreichend lange zur Verfügung steht braucht
man entsprechende Speicher.

Alle haben irgendwo einen Nachteil.
Bei Li-Ion ist es noch die nichtvorhandene einfache Handhabung.
(Man muß Akkus zerlegen, und neu konfektionieren. Schutzschaltungen etc.)
NiCd oder Bleiakkus lassen sich sehr leicht handhaben und laden.
Dafür ist deren Energiedichte zu gering.

Stromsparende Leuchtmittel sind oft nicht hell genug oder sehr teuer.
(Große Anzahl LEDs).

Irgendwo dreht es sich um die Kette Wirkungsgrad/Energiespeicher.
(Wie beim Elektroauto auch).

Viele Grüße

Tobi F.
 
So so - mit LEDs und dann eine Zierde für jeden Lenker?

Das gibts schon und der gute Raymund hats gemacht. Allerdings kann ich mich erinnern das es locker 4 bis 6 Stück 3 Watt Luxeons braucht um einen 20 Watt Halogenspott zu ersetzen.

Ich fahre nur CC - da reichen mir 20 Watt - beim Downhill mag das zu wenig sein!

Ich überlege nun gerade wie eine Lampe die aus 10 bis 15 Luxeons auf dem Lenker noch eine Zierde darstellen kann und kanns mit nicht recht vorstellen.

Ich denke die LED Nummer kannst Du für Deinen Anspruch hinten anstellen und erstmal Halogen oder HID probieren.

Was die gestalterischen hohen Ansprüche angehen: Warum?
Wenn der Belag doppelt so dick ist wie das Brot, kann das Brot so dick sein wie es will! Übersetzt auf die MTB Lampen heißt das: Wenn die Lampe hell und lange leuchtet ist das Design sowas von egal.
Wie fahren im dunklen und brauchen Licht - wie die Lampe dabei aussieht sieht eh keiner. Also: Form follows function, nicht andersrum.

Des weiteren schließe ich mich reinhardinddorf an.
 
Joerky schrieb:
So so - mit LEDs und dann eine Zierde für jeden Lenker?

>Ich überlege nun gerade wie eine Lampe die aus 10 bis 15 Luxeons auf dem >Lenker noch eine Zierde darstellen kann und kanns mit nicht recht vorstellen.
Ich auch noch nicht, werde aber mal gestalterisch was ausprobieren ;)
Joerky schrieb:
>Ich denke die LED Nummer kannst Du für Deinen Anspruch hinten anstellen >und erstmal Halogen oder HID probieren.

ich dachte an LED für den Straßenverkehr und lange laufzeit, Halogen als "Aufblendlicht". Kostet natürlich doppelt Material, könnte aber ganz nett aussehen.

Joerky schrieb:
>Was die gestalterischen hohen Ansprüche angehen: Warum?
Weil das in Erster Linie ein gestalterischer Entwurf für mein Designstudium ist, und der muß meinem Professor gefallen, ganz einfach. Ist evtl auch ne Marktlücke. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Biker der sich eine breite Ausleuchtung der Fahrstrecke wünscht, aber weder Zeit noch Geschick noch die Möglichkeiten hat, sich eine Lampe selber zu bauen. Schon mal im Studentenwohnheim gewohnt, ohne Werkstatt/Arbeitsraum? Dann sich was selber bauen ist schon schwierig.
Es geht ja nicht nur um die Lampe am Rad, auch Akku abbauen und Akku laden will gut funktionieren und sollte selbsterklärend sein und gut aussehen (z.B. Akku-Ladedock), Gescheite Verkabelung und Stromabnahme in der Akkuhalterung, ...
 
die idee mit den leds würde ich schon beibehalten.
es soll ja eine studie sein und da kann man auch annehmen, das es leds sind wie sie vielleicht erst in 2 jahren verfügbar sind.
also vielleicht mit 90lm/W (hatte mal gelesen, das man davon aussgeht das bis 120lm/W mit der led technologie möglich wären). dann brauchte man nur noch 3x3watt.
oder du setzt auf was ganz anderes wie das hier:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21198/1.html
 
Ich bin gespannt auf eure Anregungen, Kommentare und Tipps

Luxeons wirst du für den Zweck sehr viele brauchen und wg. mangelnder Kontrastabbildung auch in verschiedenen Farben. Also, laß dir von einem befreundeten Jagdpächter einen 16-Ender erlegen, das Geweih ist die ideale Basis für eine Lampe die an der ohnehin obligatorischen Kopfbedeckung befestigt, sowohl allen beleuchtungstechnischen Anforderungen genügt als sich auch harmonisch in die Umgebung einfügt und darüber hinaus problemlose Entsorgungsmöglichkeiten bietet.
 
reinhardinddorf schrieb:
Da muß man ja erst mal drauf kommen, daß die Zielgruppe mit der entsprechenden Kaufkraft für hochwertige Designleuchten in Studentenwohnheimen ihr Dasein fristet.
You got me there!
Aber irgendwo muß man ja sparen, um sich hochwertige Hardware leisten zu können ;)

Du hast ja recht, aber es ist nunmal so, daß Bedarf an hochwertigen Leuchten besteht und wo es sich für den Anwender lohnt selbst etwas zu bauen, ist der Markt noch nicht ganz erschlossen.

Viele Grüße vom Designstudent
 
Bevor Du Dich an die Arbeit des "designens" machst, solltest Du Dich erstmal informieren, was es derzeit auf dem Markt gibt und welches Leuchtmittel welche Eigenschaften hat.

Anhand dieses Forums dessen kannst Du ganz gut ermitteln, welche Lichtleistung erforderlich ist.

Zum Downhillfahren (mit bis zu 80 km/h den Berg runter) kannst Du Dich an der Lichtleistung von Kraftfahrzeugen orientieren, bzw. ab 20W HID bzw. 1000lm gehts es los.
Um diese 1000lm mit LEDs zu realisieren brauchst Du mindestens sieben der hellsten LEDs (Luxeon 5W W-bin, 140lm/Stück)
Damit hapert es aber schon mit dem Anspruch des Stromverbrauchs, denn 7x5W sind 35W, somit doppelt soviel wie die gleich helle HID-Lampe.

Das Problem dabei ist aber nicht die reine Leuchtleistung, sondern eine brauchbare Lichtverteilung, und LEDs -vor Allem die 5W LEDs- haben die Eigenschaft das Licht breit zu streuen, es wird also an Reichweite mangeln.

Dazu kommt der Anspruch die Lampe im Straßenverkehr nutzen zu wollen, was im völligen Gegensatz zur Anwendung im Dowhill steht, denn im Straßenverkehr muss die Ausleuchtungscharakteristik den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, während beim Downhill niemand fragt, ob das Ding blendet.

Eine Downhilllampe muss hell sein und halten, da spielen Gesetze keine Rolle, während eine straßentaugliche Lampe ganz andere Anforderungen stellt.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, was mir an meinen Lampen nicht gefällt:
Die Reflektoren bzw. Linsen haben eine rotationssymmetrische Abstrahlcharakteristik, was bei Reichweite und seitlicher Ausleuchtung Kompromisse erfordert.

Gruß
Raymund
 
Zitat von raymund
In dem Zusammenhang fällt mir ein, was mir an meinen Lampen nicht gefällt:
Die Reflektoren bzw. Linsen haben eine rotationssymmetrische Abstrahlcharakteristik, was bei Reichweite und seitlicher Ausleuchtung Kompromisse erfordert.
Stimmt, alle Lampen auf dem Markt strahlen in einem Kegel. Hier ist noch Entwicklungspotenzial, dass nicht so viel Licht die Baumkronen, sondern den Weg vor einem beleuchtet.
 
Ich stelle mir gerade Downhiller vor die nachts mit 80kmh den Berg runterbrettern, mit einer 30 Watt HID-Lampe, gleichzeitig sind noch etliche Rehe, Wildschweine und anderes Getier unterwegs, das sich tagsüber eher verkriecht. Das könnte übel enden.
Besteht für Downhilllampen überhaupt ein Markt? Naja!
 
Stimmt, alle Lampen auf dem Markt strahlen in einem Kegel. Hier ist noch Entwicklungspotenzial, dass nicht so viel Licht die Baumkronen, sondern den Weg vor einem beleuchtet.

da war ich meiner Brightstar schon ziemlich dankbar, für die Eigenschaft in Kopfhöhe herumhängende Äste auszuleuchten
 
$@!t schrieb:
sollte es mal irgendwann downhill im dunkeln geben, dann wird es da wohl flutlicht haben.
*moeep* Negativ. Downhill im Dunkeln ist hier fast schon Breitensport... :D

Nee, mal im Ernst, der Taunus, aber auch andere Gebirge und Mittelgebirge mußten mich schon des öfteren zu später Stunde im Dunkeln ertragen. Vielleicht nicht mit 80km/h (das halte ich auch für schwer beknackt im nächtlichen Wald), aber durchaus über 50. Da ist man froh, wenn die Abstrahlcharakteristik (geil, schon wieder ein Wort gelernt) auch dem Anspruch des "Weitvorausleuchtens" genügt. Beim Downhill interessieren mich lange Laufzeiten weniger. Zwischendurch tanke ich den Akku auf oder habe einen Ersatz mit. Der einzelne Run jedoch wird selten über 1 Stunde dauern, oder?!

Weiterhin ist mein Setup so gewählt: Zwei große Strahler auf dem Lenker (ein "Streuer" und ein "Fernspot"), sowie eine mickrigere Lampe mit LEDs am Helm als "adaptives Kurvenlicht". Gerade der letzte Punkt ist ungemein wichtig, denn 1. muß ich frühzeitig Hindernisse erkennen und 2. verringern Lampen aus verschiedenen Perspektiven den Schattenwurf und optimieren die Sichtbarkeit von Objekten. Im Dunkeln kann man die Größe und Entfernung von Objekten nicht so gut einschätzen, wenn Sie nur aus einer Richtung beleuchtet werden. Daher ist eine Kombination von Lenker- u. Helmlampe meiner Meinung nach unerläßlich.

Danke für's Lesen. :D
 
Oho- noch ein angehender Designer!
Nun hat deinen Recherche nichts ergeben- und das wo es doch genau das absolute Produkt schon gibt! Und zwar von SUPERNOVA.
Hinter dieser Firma steckt Markus Wallmayer, ebenfalls Designer!
Wenn es um inovative Fahrradbeleuchtung, höchste Qualität und beste Materialien geht kommt man an Supernova nicht vorbei!
Hier ein Link: klick!

That´s all!
T:
 
Hmmm, ich habe gerade gut 1000 Euro für meine Rohloff-Ausrüstung hingelegt. Auch eine schicke Supernova wird es nicht schaffen, diesen Betragh nochmal aus mir heraus zu kitzeln. Wieso sind diese Preise eigentlich so prohibitiv hoch?
 
Christof72770 schrieb:
Besteht für Downhilllampen überhaupt ein Markt? Naja!

Für downhill ist hohe leistung und ne gute ausleuchtung gefragt. Dein Design müsste sich für diesen Bereich wirklich auf die Reflektoren statt aufs Gehäuse konzentrieren. Wenn Du eine Fertigungsvorlage für luxeongeeignete Reflektoren (nicht Reflektorlinsen) machst, die nach oben kein Licht abstrahlen, dann kannst Du damit fast reich werden :-) Dafür besteht nämlich bedarf. Soweit ich es sehe, sind die Linsen und Linsle, die wir im Moment benutzen, eher Notlösungen.

Wenn Du Lampenaußengehäuse designen willst, da wärst Du vielleicht bei solchen Rädle wie hier
58_123_l_CIMG0622auto.JPG

besser aufgehoben. So einem lowrider könnte man gut ein paar tiefgelegte Nebelleuchten verpassen. :D
 
Geht es auch um die Ralisierbarkeit?

Ansonsten gleich einen Downhillhelm mit oben integrierten Lichtern (z.B 3 oder 5 W Led für Nahbereich/Stromsparen, + 20 W HID), Akkupack in den Trinkrucksack.
Gewicht ist bei Downhillrennen eh egal. Panzer habens auch an, wenn die Befestigung nicht schlackert, wirds nicht stören. Flach sollts halt bauen

brauchbare Lichtverteilung, und LEDs -vor Allem die 5W LEDs- haben die Eigenschaft das Licht breit zu streuen, es wird also an Reichweite mangeln....eine rotationssymmetrische Abstrahlcharakteristik, ...
beides problemlos behebbar mit Optiken und Reflektoren
Hersteller / Anbieter gibts zu Hauf (Lumileds, Fraen, Cosco, zahlreiche Reflektorkleinserienprojekte,...)
 
yellow_ö schrieb:
beides problemlos behebbar mit Optiken und Reflektoren
Hersteller / Anbieter gibts zu Hauf (Lumileds, Fraen, Cosco, zahlreiche Reflektorkleinserienprojekte,...)


Ich habe Optiken von Lumileds, Carclo, Fraen sowie die MOBDAR.
Alles was nicht rotationssymmetrisch abstrahlt hat eine stark strukturierte Austrittsfläche. Fraen-Optiken haben dazu noch ein mittiges Loch und ungleichmässige Angussnippel.
All dies erschwert eine sinnvolle Nutzung am Fahrrad.
Zudem dürfte der Wirkungsgrad bei den elliptischen bzw. Line-Optiken deutlich schlechter sein, als der der reinen Kegelstrahler.



Eine Optik bzw. Reflektor mit fahrradtauglicher Abstrahlcharakteristik scheint eine echte Herausforderung zu sein, denn selbst die zugelassenen LED-Scheinwerfer (Bumm etc.) schaffen die Vorgaben nicht und blenden trotzdem.

Gruß
Raymund
 
Tobi F. schrieb:
Hallo,

was mich derzeit stört, ist die Stromversorgung.
Wie man ordentlich Licht erzeugt ist kein Thema.
Halogenstrahler. HID-Brenner....
Nur dafür brauchts Strom.
Und damit der ausreichend lange zur Verfügung steht braucht
man entsprechende Speicher.

Alle haben irgendwo einen Nachteil.
Bei Li-Ion ist es noch die nichtvorhandene einfache Handhabung.
(Man muß Akkus zerlegen, und neu konfektionieren. Schutzschaltungen etc.)
NiCd oder Bleiakkus lassen sich sehr leicht handhaben und laden.
Dafür ist deren Energiedichte zu gering.

Stromsparende Leuchtmittel sind oft nicht hell genug oder sehr teuer.
(Große Anzahl LEDs).

Irgendwo dreht es sich um die Kette Wirkungsgrad/Energiespeicher.
(Wie beim Elektroauto auch).

Viele Grüße

Tobi F.


Ach, der Tobi treibt sich also nicht nur im Poloforum rum!? Na dann mal schönen Gruß von mir!

MfG Andy ausm Poloforum
 
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