Eppan - die Bike-unfreundliche Gemeinde in Südtirol

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Montiggl war jahrzehntelang ein kleines Bikemekka und jetzt hat die Gemeinde Epoan, die sich als bikefreundlich vermarktet- die Trails gesperrt.

Es ist wohl nur mehr der ebiker über 70 erwünscht...

Hier der Artikel von Südtirolnews

Eppan – Um Radfahrer von Wanderwegen in Montiggl fernzuhalten, greift die Gemeinde Eppan zu drastischen Maßnahmen: Nicht offizielle Wege wurden mit Baumstämmen und Sandhügeln blockiert – eine Entscheidung, die gemeinsam mit der Forstbehörde getroffen wurde.

Laut einem Bericht des Alto Adige geht es darum, die Tier- und Pflanzenwelt sowie das Landschaftsbild insgesamt zu schützen.

In Montiggl hat die Anzahl der Mountainbiker in der Vergangenheit exponentiell zugenommen. Teilweise stammen die Fahrer nicht nur aus Überetsch, sondern auch aus anderen Landesteilen und sogar aus dem Ausland. Das Waldgebiet gilt nicht umsonst als eines der schönsten im Land.

Radfahrer fanden es allerdings problematisch, dass die Maßnahmen nicht oder nur unzureichend kommuniziert wurden. Am ersten sonnigen Sonntag nach dem verregneten Mai standen unzählige Radfahrer vor vollendeten Tatsachen und versperrten Routen.

„Es gab auch einige, bei denen die Gefahr bestand, dass sie sich verletzen“, gesteht ein leidenschaftlicher Mountianbike-Fahrer laut Alto Adige.

Die Gemeinde Eppan bietet Wanderern sowie Rad- und Mountainbike-Fahrern ein breites Angebot an offiziellen Wegen.

Wie die Forstbehörde festgestellt, hat sich die Anzahl der Mountainbike-Fahrer in den letzten Jahren allerdings deutlich erhöht. Viele sind dabei immer auf der Suche nach neuen Emotionen und nach neuen Routen durch den Wald. Doch dadurch gerät das natürliche Gleichgewicht in Gefahr.

Die Gemeinde bittet die Radfahrer deshalb darum, lediglich die erlaubten Strecken zu nutzen.



Von: mk

Bezirk: Überetsch/Unterland

https://www.suedtirolnews.it/politik/eppan-macht-ernst-sperren-fuer-mountainbikes-im-wald
 
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Hallo,

habe diesen Artikel leider heute auch gelesen.
Leider versteht man nicht wirklich ob die Trails jetzt gesperrt sind oder man nur versucht die Durchfahrt zu erschweren.

Ein paar Baumstämme sind für geübte Biker wohl kein Hinderniss:)
 
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Ich möchte euch mein Urlaubserlebnis vor zwei Wochen schildern.

Seit meine Frau vor drei Jahren am Womens Bike Camp in Kaltern teilnahm ist sie wie ich begeisterte Mountainbikerin. Die tollen Flowtrails um den Montiggler See sowie Kaltern waren die perfekte Mischung aus Sport, Relax, einen Sprung in den See und das obligatorische Bierchen bei der Jausenstation. Dieses Jahr war es endlich soweit um unseren ältesten Sohn mit auf Tour zu nehmen, und da der Montiggler Wald perfekt dafür schien haben wir wieder eine Wochen in Eppan verbracht. Ein großer Fehler wie sich herausstellte.

Gleich am ersten Tag sind wir zu zweit (ich und unser Sohn mit 9 Jahren), meine Frau blieb beim kleinen im Hotel, und seinen neuen Propain in Richtung Montiggler Wald. Ich hatte mir einen Track von Sentres.com runtergeladen und wir sind von den Fußballparkplätzen Richtung See gefahren. Nach nur wenigen Metern haben uns meterhohe Erdhügel sowie Baumstämme den Weg versperrt. Insofern haben wir einen anderen Weg gewählt und sind eine über 1,5 Meter breiten Forstweg entlang gefahren. Fast bei jeder Einfahrt von den alten Flowtrails hat sich dieses Bild wiederholt. Mit brutaler Gewalt wurden Bäume, Stein, Wurzeln in die Wege gelegt, welche ein Durchkommen unmöglich macht. Zick, zack durch den Wald wollten wir nur noch Weg von hier. Und da passierte was ich vorab befürchtetet. Mein kleiner Sohn fuhr voraus und hinter einer Kurve lag ein 50cm dicker, frisch gefällter Baum und versperrte den Weg. Mein Sohn schaffte es nicht zu bremsen und überschlug sich. Gott sei Dank kam er mit einigen Schrammen davon. Es dauert eine Weile bis ich ihn trösten konnte. Plötzlich stand ein Jäger vor uns und beschimpfte meinen Sohn, dass es ihn recht geschähe da dies keine Radweg sei. Er fuchtelte mit seinem Gewehr vor uns herum, betitelte uns mit scheiß Piefke und wir sollen verschwinden sonst ruft er die Forstwache da Radfahren hier verboten sei.

Geschockt, genervt, verärgert ratlos habe ich die Diskussion mit diesem Typen vermieden und meinen Sohn ermutigt auf sein Bike zu steigen und weiter zu fahren. Der Jäger schrie uns nochmals nach...

Sowas ist mir noch nie passiert und wird mir auch nicht mehr passieren da mich diese Gemeinde das letzte mal gesehen hat.

Interessant ist, dass die Gemeinde Eppan sich als Bikegemeinde brüstet, Singletrails pubbliziert, um Touristen wirbt und zeitgleich das Mountainbikefahren außerhalb von Radwegen verbietet.
https://www.eppan.com/de/erlebnisse-aktivitäten/biken-wandern-aktiv/biken/biketouren-mountainbike-touren/26-978.html


Fazit: mein Sohn ist die folgenden 6 Tage nicht mehr aufs Bike und nur abwechselnd konnten ich und meine Frau Biken gehen = Familienurlaub zerstört.
Werden für unserem Sommerurlaub ein anderes Urlaubsziel suchen.
 

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Leider ist das mittlerweile (fast) überall so. Hinter den Kulissen brodelt es, vor den Kulissen wird auf "bikefreundlich" gemacht, damit die Übernachtungszahlen stimmen. Ich war vor 3 Jahren am Ossiachersee und wollte mir in der Touristinfo Bikekarten für die Region holen. Erstaunter Blick hinterm Tresen, es gäbe hier nur 2 Strecken, die gefahren werden dürfen, alles andere sei für Biker gesperrt. Tatsächlich, Verbotsschild an Verbotsschild. Nach 4 Tagen mega-enttäuscht abgereist. Vielleicht ist das da jetzt besser geworden aber mich sehen die da nicht mehr.

Wichtig ist es aber auf jeden Fall, das Du deine Erlebnisse der Gemeinde Eppan mitteilst und zur Stellungnahme aufforderst. Die müssen merken, das solche Rahmenbedingungen zum Verlust einer sicher wichtigen Zielgruppe führen.
 
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Hallo,

zuerst mal möchte ich mich als Eppaner Biker vorstellen. Somit also frisch im aktuellen Geschehen, und ein bissl damit vertraut.

Es stimmt: seit ca. 3 Wochen gibt es im Montiggler Wald - in dem Gebiet nahe der Sportzone Rungg - Erdhügel und quer gelegte Bäume, welche einige der beliebtesten Trails an deren Ein- und Ausfahrt versperren.
Hier ein Artikel dazu, der die Problematik aus einer anderen Sichtweise zeigt:
https://www.tageszeitung.it/2019/06/05/ruhezonen-schuetzen/

In meinen Augen hat es die Gemeinde hier leider versäumt, sich mit dem Tourismusverein abzusprechen bzw. die Leute vorher ausgiebig zu informieren. Man stellte Einheimische wie auch Urlauber vor vollendete Tatsachen. Hier besteht noch Klärungsbedarf, was wir (Eppaner und Umgebung) in den nächsten Tagen auch gezielt angehen.

Was nicht stimmt ist, dass die Region Eppan "einen auf Bikeregion macht" und nur auf Übernachtungszahlen guckt.
Allein das Gebiet des Montiggler Waldes umfasst nahezu 300km an Forstwegen und Trails. Natürlich ist es ärgerlich, wenn einige der tollsten Trails nicht mehr verfügbar sind. Hier aber von "Verboten außerhalb der Radwege" zu sprechen ist falsch. Auch da es keine offiziell ausgewiesenen Radwege gibt (außer den beiden künstlich angelegten Richtung Parkplatz Montiggl und Montiggl Dorf, aber das ist ein anderes leidiges Thema).

Was ich natürlich sehr bedauere @HubertFranke ist, wenn sich jemand verletzt! Das tut mir sehr leid, sowas darf nicht passieren.
Und absolut unakzeptabel ist auch das Verhalten des Jägers. Klar sind die Jäger im Montiggler Wald nicht erfreut, da - es stimmt wirklich - der Wald immer mehr mit Fussgängern, Bikern, Reitern und E-Bikern (hat in letzter Zeit sehr stark zugenommen) nahezu überrannt wird. Das entschuldigt aber in keinster Weise seine Beschimpfungen.

Wie gesagt, wir locals sind aktuell in Gesprächen mit dem Tourismusverein, dem Bürgermeister samt Gemeinderat, dem Alpenverein Südtirol und der Provinz Bozen (haben die Schirmherrschaft über das Naturschutzgebiet Montiggl) um die Situation zu entschärfen.
Bitte schreibt unsere Gegend nicht ab - es ist nicht so schlimm wie in Österreich (nahezu totales MTB-Verbot).
Wir freuen uns immer über Biker aus aller Herren Länder, welche mit uns dem schönsten Sport nacheifern - dem Biken.
 
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Der Motiggler Wald ist ein Landschaftsschutzgebiet!
Ich würde empfehlen mal die Perspektive zu ändern, sich zu informieren und dann zu urteilen.
Hier gibt es noch einen Artikel der ein wenig Licht ins Dunkel bringt: https://www.tageszeitung.it/2019/06/05/ruhezonen-schuetzen/

Wenn wir unseren schönen Sport in Zukunft noch möglichst Frei und Unreguliert- Betonung auf "möglichst" ausüben wollen, werden wir uns ändern müssen. Nicht immer alles tun was man tun kann und dann auch noch das Gefühl zu haben, ein Recht auf unbegrenzten Spaß auf Kosten der Natur zu haben.

Wir, die Mountainbiker waren und sind das Problem. Inzwischen ist die kritische Masse eben erreicht und nur mehr durch teils unpopuläre Maßnahmen in den Griff zu bekommen.
Nur weil irgendwelche Hotel und MTB Webseiten mit den Trails aus Eigeninteresse werben, heißt das noch lange nicht das diese auch legal sind.
Ein 9-jähriger sollte vor allem darin geschult werden Regeln und die Natur zu respektieren.
Wenn man ihm vorlebt das nur das Eigeninteresse und der Spaß im Urlaub zählt und ihm auch noch vermittelt das die anderen "Schuld" sind, dann Prost Mahlzeit.
 
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Der Motiggler Wald ist ein Landschaftsschutzgebiet!
Ich würde empfehlen mal die Perspektive zu ändern, sich zu informieren und dann zu urteilen.
Und zum Naturschutz hat die ach so umweltbewusste Gemeinde Eppan zwei Forstautobahnen in den Wald betoniert und ganze Feuchtgebiete trockengelegt....schöne Perspektive
 
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Hallo,

zuerst mal möchte ich mich als Eppaner Biker vorstellen. Somit also frisch im aktuellen Geschehen, und ein bissl damit vertraut.

Es stimmt: seit ca. 3 Wochen gibt es im Montiggler Wald - in dem Gebiet nahe der Sportzone Rungg - Erdhügel und quer gelegte Bäume, welche einige der beliebtesten Trails an deren Ein- und Ausfahrt versperren.
Hier ein Artikel dazu, der die Problematik aus einer anderen Sichtweise zeigt:
https://www.tageszeitung.it/2019/06/05/ruhezonen-schuetzen/

In meinen Augen hat es die Gemeinde hier leider versäumt, sich mit dem Tourismusverein abzusprechen bzw. die Leute vorher ausgiebig zu informieren. Man stellte Einheimische wie auch Urlauber vor vollendete Tatsachen. Hier besteht noch Klärungsbedarf, was wir (Eppaner und Umgebung) in den nächsten Tagen auch gezielt angehen.

Was nicht stimmt ist, dass die Region Eppan "einen auf Bikeregion macht" und nur auf Übernachtungszahlen guckt.
Allein das Gebiet des Montiggler Waldes umfasst nahezu 300km an Forstwegen und Trails. Natürlich ist es ärgerlich, wenn einige der tollsten Trails nicht mehr verfügbar sind. Hier aber von "Verboten außerhalb der Radwege" zu sprechen ist falsch. Auch da es keine offiziell ausgewiesenen Radwege gibt (außer den beiden künstlich angelegten Richtung Parkplatz Montiggl und Montiggl Dorf, aber das ist ein anderes leidiges Thema).

Was ich natürlich sehr bedauere @HubertFranke ist, wenn sich jemand verletzt! Das tut mir sehr leid, sowas darf nicht passieren.
Und absolut unakzeptabel ist auch das Verhalten des Jägers. Klar sind die Jäger im Montiggler Wald nicht erfreut, da - es stimmt wirklich - der Wald immer mehr mit Fussgängern, Bikern, Reitern und E-Bikern (hat in letzter Zeit sehr stark zugenommen) nahezu überrannt wird. Das entschuldigt aber in keinster Weise seine Beschimpfungen.

Wie gesagt, wir locals sind aktuell in Gesprächen mit dem Tourismusverein, dem Bürgermeister samt Gemeinderat, dem Alpenverein Südtirol und der Provinz Bozen (haben die Schirmherrschaft über das Naturschutzgebiet Montiggl) um die Situation zu entschärfen.
Bitte schreibt unsere Gegend nicht ab - es ist nicht so schlimm wie in Österreich (nahezu totales MTB-Verbot).
Wir freuen uns immer über Biker aus aller Herren Länder, welche mit uns dem schönsten Sport nacheifern - dem Biken.
Naja, die Bikeverbote vom Mendelkamm und Monte Roen ins Überetsch machen es aber auch nicht besser....:ka:
 
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Sperren sind nie erfreulich - ich denke aber, dass leider zu oft das „Nehmen“ überhand nimmt und das „zurück geben“ fehlt.

Wer kann ehrlich behaupten, dass er in solchen Destinationen (nicht zuhause) jemals bei der Wegepflege geholfen hätte geschweige denn sich nach Möglichkeiten zur Mithilfe erkundigt hätte?
Ich bin ehrlich: Ich noch nie.
Man fährt hin, will ein WE lang die geilen Trails fahren und haut dann wieder ab.
Man hat ja sein Geld dort ausgegeben, das muss reichen... der einen oder anderen Gemeinde reicht das eben nicht - und dann hat die Toleranz auch irgendwann ein Ende.
 
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Naja, die Bikeverbote vom Mendelkamm und Monte Roen ins Überetsch machen es aber auch nicht besser....:ka:
Bikeverbote am Mendelkamm und am Roen sind mir nicht bekannt.
Das Bikeverbot vom Mendelpass herunter bis nach Kaltern - am sogenannten Mendelsteig - schon. Hier sind teilweise Wanderer und Fussgänger unterwegs, und die Gemeinde Kaltern will hier Konflikte vermeiden: deshalb ist der Steig für Radfahrer nicht erlaubt. Dazu muss jedoch gesagt werden dass verschiedene deutschsprachige MTB-Journale den Weg als Biketrack beschreiben und bewerben - trotz Verbots. Da kann doch die Destination nix dafür.
 
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Bikeverbote am Mendelkamm und am Roen sind mir nicht bekannt.
Das Bikeverbot vom Mendelpass herunter bis nach Kaltern - am sogenannten Mendelsteig - schon. Hier sind teilweise Wanderer und Fussgänger unterwegs, und die Gemeinde Kaltern will hier Konflikte vermeiden: deshalb ist der Steig für Radfahrer nicht erlaubt. Dazu muss jedoch gesagt werden dass verschiedene deutschsprachige MTB-Journale den Weg als Biketrack beschreiben und bewerben - trotz Verbots. Da kann doch die Destination nix dafür.

Ich habe mich auf diese Aussage bezogen

TOUR DE NON - neue 4-Tages-Runde im Val di Non (Nonstal) im Trentino
 
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Achso, verstehe.
Das sind 2 Wege um die es geht: Mendelsteig (bereits oben erwähnt), und der Weg von der Lavinaspitze hinunter nach Kaltern Dorf.
Wir reden hier von teils ausgesetzten - steil, steinig, verblockt - Wegen (nicht Biketrails). Hat sich jemand schon mal gefragt, wer einen ungeübten Biker, der meint sich das unbedingt geben zu müssen, dann bei einem Sturz rettet?
Nicht jeder ist ein Vertrider (sorry, Jungs :) ).
Und leider ist die Sache mit der Haftung noch nicht geklärt.

Es fehlen hier klar definierte Bikewege und Biketrails, ich denke da sind wir uns einig. Aber es gibt einen Lichtblick: die Region ist dabei, eine solche Karte zu erstellen. Bis dahin heisst es halt Geduld, Rücksicht nehmen, und vielleicht den einen oder anderen Weg halt mal auslassen.
 
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Nicht jeder ist ein Vertrider (sorry, Jungs :) ).


Aber es gibt einen Lichtblick: die Region ist dabei, eine solche Karte zu erstellen.
Der Mendelsteig ist aber ein normaler Trail, selbst im unteren Teil reicht ein bisschen Hinterrad versetzen. Der vom Lavinaspitz etwas ausgesetzter aber Vertrider ...

Der Lichtblick stimmt mich eher düster :(


Nach der Sperre vom Ritten und dann Kohlern ist jetzt Montiggl dran, was mich besonders trifft da ich in den letzten 30 Jahren mehrere hundert mal durch den Wald bin.

Und auch wenn immer irgendwelche noblen Gründe vorgeschoben werden steckt meist ein alter Sack vom AVS dahinter, dem "de bleden Mountainbiker auf die Eier gian weil dr Wold keart ins Wonderer" (erinnere dich an die Nägel Fallen)

Irgendwann (bald) gibts dann die 2m Regel auch bei uns
 
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Achso, verstehe.
Das sind 2 Wege um die es geht: Mendelsteig (bereits oben erwähnt), und der Weg von der Lavinaspitze hinunter nach Kaltern Dorf.
Wir reden hier von teils ausgesetzten - steil, steinig, verblockt - Wegen (nicht Biketrails). Hat sich jemand schon mal gefragt, wer einen ungeübten Biker, der meint sich das unbedingt geben zu müssen, dann bei einem Sturz rettet?
Nicht jeder ist ein Vertrider (sorry, Jungs :) ).
Und leider ist die Sache mit der Haftung noch nicht geklärt.

Es fehlen hier klar definierte Bikewege und Biketrails, ich denke da sind wir uns einig. Aber es gibt einen Lichtblick: die Region ist dabei, eine solche Karte zu erstellen. Bis dahin heisst es halt Geduld, Rücksicht nehmen, und vielleicht den einen oder anderen Weg halt mal auslassen.
Generell kann ich mich mit vereinzelten Verboten seht gut arrangieren. Auch wenn sie, wie z.B. am Ritten, ganze Gebiete betreffen. Wenn ich allerdings das Gefühl habe dass die "Nutzerlenkung" zu einer Ghettoisierung führt, dann hat das meiner Ansicht nichts mehr mit Biketourismus zu tun. Das fühlt sich an wie ein Küstenort, der das Baden nur noch im Pool erlaubt:ka:.

Wenn du von vereinzelten Sperren sprichst, welche Trails sind dann vom Kamm runter ins Überetsch denn noch frei?

Wenn ich mir die Bergwachtstatisiken hier in Bayern ansehe, dann sind verunglückte, bzw. blockierte Wanderer gegenüber den Mtblern und E-Bikern klar die größte Prozentgruppe. Und hier sind quasi alle Wege frei....:ka:. Somit kann ich dein Argument bezüglich der Sicherheitsbedenken nicht ganz nachvollziehen.
 

roliK

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Wir reden hier von teils ausgesetzten - steil, steinig, verblockt - Wegen (nicht Biketrails). Hat sich jemand schon mal gefragt, wer einen ungeübten Biker, der meint sich das unbedingt geben zu müssen, dann bei einem Sturz rettet?
Solche Argumente kann ich immer sehr schwer nachvollziehen. Was hindert denn einen ungeübten Wanderer daran, einen ausgesetzten Steig zu begehen? Wer rettet denn den im Ernstfall, weil er glaubt "sich das unbedingt geben zu müssen"?

Warum glaubt man, daß man die Leute vor sich selber schützen muss? Das sind doch nur vorgeschobene Argumente - ich gehe mal davon aus, als der Weg noch erlaubt war, sind auch nicht reihenweise ungeübte Biker darauf verunglückt.
 
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