Erfahrung mit Galfer Shark Discs?

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Hallo zusammen, gibt es hier Erfahrungen mit Galfer Shark Discs, positive sowie negative? Ich habe irgendwo gelesen, dass mal eine Disc gerissen sei.
 

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Hallo @ibiza2004

ich fahre die Galfer Shark Discs seit dieser Saison und das bisher mit einer TRP Quadiem mit Trickstuff Power Belägen. Ich hatte vorn immer das "Problem" das sie recht laut waren. Sie haben nicht gequitscht aber es war immer so ein "reibendes" Geräusch zu hören und das nur vorn. Keine Anhnung woran das lag. Bin jetzt auf eine Formula Cura 4 gewechselt aber da habe ich noch keine Erfahrungen da ich bisher noch nicht damit unterweg war. Habe jetzt ebenfalls die Trickstuff Power Beläge drin und die quitschen schon recht stark aber sind ja auch noch nicht eingebremst :).
Was sind deine Erfahrungen?
 
Gegen die Punch-Disc messbar schlechter, hier nachzulesen:

https://www.emtb-news.de/forum/threads/bremsscheiben-design-vs-funktion.11971/page-147

Oder @Tirolbiker63 postet die Ergebnisse gleich hier nochmal😉 👍
hier hab ich die Shark mal mit einer MT5 getestet
ein direkter Vergleich zu einer BS Punch ist schwer möglich, die Punch ist in einer viel höheren Gewichtsklasse (kühlt noch besser) und die Punch hält ewig und hat selbst auf 1,6mm niedergefahren noch überlegene Kühlleistung

die Shark kühlt für ihr Gewicht überaschend gut und ist sehr gut aufgebaut (Top steifes Stegdesign) sie schwingt auch nicht mit meinen WP Problemreifen

die BS Punch ist leiser und weniger aggressiv und mehr die extrem kühlende Langstreckenbergziege, die Shark dürfte eher andere Fahrer ansprechen (aggressiver, Leichtbau usw.)

Lg Tirolbiker63

Berechnungsdaten (gute Werte für die sehr leichte Shark)
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hier hab ich die Shark mal mit einer MT5 getestet
ein direkter Vergleich zu einer BS Punch ist schwer möglich, die Punch ist in einer viel höheren Gewichtsklasse (kühlt noch besser) und die Punch hält ewig und hat selbst auf 1,6mm niedergefahren noch überlegene Kühlleistung

die Shark kühlt für ihr Gewicht überaschend gut und ist sehr gut aufgebaut (Top steifes Stegdesign) sie schwingt auch nicht mit meinen WP Problemreifen

die BS Punch ist leiser und weniger aggressiv und mehr die extrem kühlende Langstreckenbergziege, die Shark dürfte eher andere Fahrer ansprechen (aggressiver, Leichtbau usw.)

Lg Tirolbiker63

Berechnungsdaten (gute Werte für die sehr leichte Shark)
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Servus,
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Gibt es denn große Unterschiede zwischen der Punch und der Punch XT design in Sachen Bissigkeit? Auch der Vergleich zu einer MDR-P wäre interessant. (Bremse XT 8120)
LG
 
Danke @Tirolbiker63 Top Informationen.
Dann sollte die Shark 180/160 (evtl. 180/180) für XC-Fahrer (68-70kg+Bike) mit einer MT8 oder ner SRAM Stealth 4-Kolben ausreichen sein :D

Ich fahre nur während Alpencross 1000Tm. am Stück und für 98% der Gesamtlaufleistung XC und sie muss bissig sein.
 
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Gibt es denn große Unterschiede zwischen der Punch und der Punch XT design in Sachen Bissigkeit? Auch der Vergleich zu einer MDR-P wäre interessant. (Bremse XT 8120)
eher kleinere Löcher sind generell weniger aggressiv da der Belag nicht hinein kippt wie bei Schlitze oder sehr grosse Öffnungen, hier kann man aber auch ein wenig mit bissigen Belägen gegsteuern (z.B. der Sinter Green ist hervorragend)

eine Bewertung zur Bissigkeit ist da schwierig, grössere Löcher werden zunehmend etwas lauter, bei der BS XT Design sind die Löcher noch klein genug und zahleich um eine sehr gute Kühloberfläche zu haben, zu grosse Löcher kosten halt Masse und man kann nicht so viel Kühloberfläche erreichen

die MDR-P hat sehr grosse Schlitze/Ausparungen welche für die schmalen Shimanobeläge sehr aggressiv wirken da sie sehr stark hinein kippen (der grössere Magurabelag geht da besser drüber) ich mag das nicht so sehr da es auch lauter wird und Vibrationen erzeugt (ähnlich wie eine Wave) die MDR-P kühlt aber noch gut mit dem überbreiten Reibring

die MDR-P hat halt lt. Angaben nur wenig Abnutztoleranz (neu um 1,96 bis 1,8mm untere Grenze) eine Shark gibt an von 2mm auf 1,5mm, und eine Punch kann man locker von 2,3 auf 1,6mm runter fahren (hab ich gerade nach 2J. Bergeinsatz geschafft)

Lg Tirolbiker63
 
die MDR-P hat halt lt. Angaben nur wenig Abnutztoleranz (neu um 1,96 bis 1,8mm untere Grenze) eine Shark gibt an von 2mm auf 1,5mm, und eine Punch kann man locker von 2,3 auf 1,6mm runter fahren (hab ich gerade nach 2J. Bergeinsatz geschafft)
Die minimale Dicke des Scheibenreibrings (Abnutztoleranz) muss doch immer in Kombination mit der verwendeten Bremszange und den dazugehörigen Bremsbelägen betrachtet werden. Wie wird die Bremskraft von der Bremsscheibe über die Beläge bis in die Zange geleitet? Wo stützt sich was ab? Welche Toleranzen gibt es?
Jeder Bremsenhersteller gibt doch die Minimalmaße für seine eigenen Komponenten an. Werden andere Scheiben oder Beläge verwendet, dürften sich die minimalen Dicken von Fremdscheibe und -belag nicht ändern. Hier ist die Bremszange eher führend, was Minimaldicken angeht.
Die übertragbaren Bremskräfte von gleich stark verschlissenen Scheiben (auch auf 1,6mm runter) dürften von Scheibe zu Scheibe nicht allzu verscheiden sein... Der limitierende Faktor zur Abnutztoleranz ist nicht die Scheibe, sondern die Kombination von allen Teilen!
 
Die minimale Dicke des Scheibenreibrings (Abnutztoleranz) muss doch immer in Kombination mit der verwendeten Bremszange und den dazugehörigen Bremsbelägen betrachtet werden. Wie wird die Bremskraft von der Bremsscheibe über die Beläge bis in die Zange geleitet? Wo stützt sich was ab? Welche Toleranzen gibt es?
Jeder Bremsenhersteller gibt doch die Minimalmaße für seine eigenen Komponenten an. Werden andere Scheiben oder Beläge verwendet, dürften sich die minimalen Dicken von Fremdscheibe und -belag nicht ändern. Hier ist die Bremszange eher führend, was Minimaldicken angeht.
Die übertragbaren Bremskräfte von gleich stark verschlissenen Scheiben (auch auf 1,6mm runter) dürften von Scheibe zu Scheibe nicht allzu verscheiden sein... Der limitierende Faktor zur Abnutztoleranz ist nicht die Scheibe, sondern die Kombination von allen Teilen!
Ist das dem Bremssattel nicht ziemlich egal ob die Kolben ein paar zehntel mm weitere draussen sind? Mal davon ausgehend dass der Ausgleichsbehälter genug Volumen hat, natürlich.
 
Ist das dem Bremssattel nicht ziemlich egal ob die Kolben ein paar zehntel mm weitere draussen sind? Mal davon ausgehend dass der Ausgleichsbehälter genug Volumen hat, natürlich.

Prinzipiell kommen die Bremssättel mit einer recht breiten Nennweite von div Scheiben klar, das ist richtig, aber:
Kommen die Kolben zu weit raus u „müssen somit zuviel Weg machen“, haben diese zu wenig Führung in der Bohrung des Sattels und sie können verklemmen/verkanten. Dann passt der Kolbenrückzug nicht mehr u es schleift die Scheibe oder das Zurückdrücken beim Belagwechsel geht nicht (Keramikkolben von Shimano brechen dann schon als mal) oder gar schlimmer mit Sturzfolge…

Beachte als grds immer (besonders wenn man Scheibe/Belag/Sattel mixt) für welches Mindestmaß im Original der Sattelhersteller die Auslegung getroffen hat (zB Shimano meist min 1.5mm), dass das nicht unterschritten wird, selbst wenn die fremde Scheibe das hergeben würde (mir ist bisher keine explizit bekannt, die weniger könnte). Gerade wenn dann Scheibe u Belag am Minimum sind, kanns kritisch werden.

Eine Scheibe unters Mindestmaß zu fahren ist nicht ratsam. Vor allem unter höherer Belastung (Temperatur) kann dann die Scheibe weicher werden u sie kollabiert, weil schlicht die Stabilität nicht mehr gegeben ist, oder es bricht am Übergang zu den Stegen was aus mit der Zeit… gibt viele Schadensbilder dazu im Netz.

Also lieber 2x aber dafür sicher die Kombi durchdenken und die Verschleißmaße der Hersteller einhalten. Das hat schon seine Gründe im Regelfall.
 
Ist das dem Bremssattel nicht ziemlich egal ob die Kolben ein paar zehntel mm weitere draussen sind? Mal davon ausgehend dass der Ausgleichsbehälter genug Volumen hat, natürlich.
Den Kolben ist das wahrscheinlich ziemlich egal. Aber den Bremsbelägen nicht immer. Wenn die Bremskraft der Scheibe nicht korrekt über den Bremsbelag formschlüssig in den Sattel weitergeleitet werden kann, dann können u.U, die verschlissenen Bremsbeläge an der verschlissenen Bremsscheibe vorbei durch den Zangenschlitz rausgerissen werden...
 
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