Ex-Raucher und die, die's werden wollen

Wakeman

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...

Der letzte Raucher-/Nichtraucher-Thread wurde vor Jahresfrist gepostet und ist längst wieder eingeschlafen. Zeit, wie ich finde, für einen neuen.

Vermutlich gibt es doch etliche Ex-Raucher unter den Forumsmitgliedern und auch noch einige Raucher. Manche aus der ersten Gruppe haben mit dem Biken überhaupt erst angefangen, um die Folgen des Rauchens abzumildern und wieder etwas Fitness zu erlangen. Und die meisten Raucher würden sicher liebend gerne aufhören.

Meine Raucher-Historie ist schnell erzählt. Ich laß die üblicherweise verwendeten Zahlen mal weg und drück es einfach so aus: in meinem Leben habe ich ziemlich genau 500.000 (eine halbe Million) Zigaretten geraucht.

Der Witz dabei war eigentlich der, daß ich mich immer gut gefühlt habe, keinerlei gesundheitliche Probleme hatte und immer fitter bzw. sportlicher war als das Gros meiner Altersgenossen. Vor diesem Hintergrund schiebt man die (rational nicht bestrittene) Notwendigkeit des Aufhörens permanent vor sich her.

Vor zwei Jahren bemerkte ich erste bedenkliche Erscheinungen, die sich kontinuierlich mehrten. Anfänglich habe ich den Zusammenhang mit dem intensiven Rauchgenuß ausgeschlossen, doch irgendwann ließen sich Symptom und Ursache nicht mehr negieren. Brustschmerzen, kalte Knie und Füße, Schleimhustenanfälle, Kopfschmerzen, Herzstiche, Sehstörungen, fahle Haut, Kurzatmigkeit - um nur einige zu nennen. Nichts so schlimm, um einen Arztbesuch zu rechtfertigen, aber in der Summe und dem Takt des Auftretens ausreichend, um den den definitven Entschluß zu fassen, das Rauchen aufzuhören.

Das tat ich denn auch am 9. Januar d.J.

Als Sofortwirkung hatte ich seitdem kein einziges Mal mehr Schleimhustenanfälle und kein einziges Mal mehr Kopfschmerzen. Brust-/Herzbeschwerden nahmen innerhalb von etwa vier Monaten bis auf null Symptome ab, ebenso kalte Gliedmaßen. Die Augen wurden besser, die Haut deutlich frischer, das Atmen praktisch ab der ersten Woche freier.

Was blieb, war die Angst vor massiven Folgeerkrankungen und der Wunsch, durch sportliche Betätigung mein biologisches Alter (das vor einem Jahr etwa 5 Jahre über meinem tatsächlichen lag) wieder signifikant zu senken. So bin ich vor 2 1/2 Monaten zum Mountainbike gekommen.

Geht es anderen Forumsmitgliedern auch so oder ähnlich? Welche Erfahrungen gibt es, wer kann über Erfolge, wer über Rückschläge oder Mißerfolge berichten? Oder sind Ex-Raucher tatsächlich nur eine unbedeutende Randgruppe in der MTB-Gemeinde?

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Das da oben kann ich so ungefähr zu 100% unterschreiben:):daumen:

Ich bin jetzt 4 Jahre "clean" und nachdem die 30 Extrakilos die durch´s "nicht mehr rauchen" dazu gekommen sind nun endlich Geschichte sind gehts mir so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr.
 
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Habe auch mit dem Rauchen vor 2Jahren aufgehört. Ich hatte aber noch keine Symptome. Ich habe es nur an der Fitness gemerkt. Aufgehört habe ich eigentlich, weil ich es irgendwann als reine Geldverschwendung gesehen habe, die nebenbei auch noch die Gesundheit kaputt macht.

Viele sagen: " oh, wie kann man nur so viel Geld für ein Fahrrad ausgeben?" Wenn man mal berechnet, wieviel Geld man für Zigaretten ausgegeben hat, da ist so ein 2000-3000€ teures Fahrrad echt Kinderfasching dagegen.

Ich investiere nun lieber in meine Hobby´s, zum einen mein Mountainbike und zum anderen noch 3 süße Kätzchen, die einem auf jeden Fall mehr geben, als tausende Zigaretten pro Jahr.
 
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:daumen:Erstmal danke an Wakeman für den Thread, ich wollt auch schon sowas öffnen!:daumen:
Sooo ich oute mich jetzt, ich bin Raucher und das seit 15 Jahren. Ich habe im April angefangen zu biken, und wie das so bei allen ist, man macht unglaubliche Fórtschritte in den ersten Wochen.
Mittlerweile bin ich aber (leider) an einem Punkt, an dem die Fortschritte nachlasse:heul:. Ich will schneller werden und genau da spielt meine Lunge nicht mit.
Ich habe bis vor vier Tagen zwischen 30 und 40 Ziggis gequalmt, dann kam mein Schwager auf mich zu und meinte "wenn ich nicht aufhöre oder stark reduziere, wird das nix mit der Transalp 2010".:rolleyes:
Ok das hat wohl gesessen, seit 4 Tagen hab ich jetzt auf 10 reduziert!:daumen:jetzt meine Frage: Meint ihr das reduzieren bringt schon was um schneller zu werden oder bessere Kondition zu bekommen??

Im voraus danke für die Antworten;)
 
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Hallo alle zusammen,
mein Debüt werde ich wohl in diesem, doch sehr gut zu mir passenden, Thread geben. Zu meiner Geschichte:

Ich fing erst sehr spät mit dem Rauchen an. Ich glaube ich war 20. Bei der Bundeswehr wurde es zum elementaren bestandteil meines Lebens. Nach meiner BW Zeit fing ich an American Football zu spielen und wurde zum Gelegenheitsraucher (meist wenn Party angesagt war).

So lief es 5 Jahre lang.

Dann wecheslte ich den Beruf und verlagerte mein Ehrgeiz in meine berufliche Weiterentwicklung. Durch das wegfallen meiner sportlichen Betätigung und dem ganzen Ausbildungsstress fing ich wieder an 1 Schachtel pro Tag weg zu qualmen. Nach 8 Jahren in der IT-Branche, Abteilungsleiter und jede menge Stress kam Ende 2008 die Erleuchtung / Einsicht. Ändere etwas an deinem dasein oder geh bald drauf.

Nach einem extrem besch... Tag, Stau im Rhein Main Gebiet, 2 Schachteln und kein Bock auf irgendwas, stellte ich fest, daß ein Radweg von mir Zuhause direkt bis zu meinem Arbeitsplatz führt.
Ich fasste den Entschluss - ich fahre mit dem Fahrrad demnächst auf die Arbeit und ändere mein Leben.
Also ein Kollegen sofort angerufen und Ihm mein Vorhaben geschildert. Er hörte sich mein Vorhaben an und sagte nur: "Ja Ja"

Da war mein Ehrgeitz wieder geweckt. Ich kaufte mir ein neues MTB (Cube) (natürlich im IBC informiert, gelesen und mit der Materie Biken beschäftigt)
Mein Ziel war und ist es eine langfristige Änderung in meinem Leben herbei zu führen und nicht alles auf einmal zu ändern und dann ein extremen Rückfall zu bekommen.

Meine Probleme waren damals:
- 120 KG Körpergewicht bei 175cm Körpergrösse
- 0 (in Worten null) Fittness
- 40 Zigaretten pro Tag

Also fing ich am 9.Januar 2009 an mal bei Schnee und -10° C Fahrad zu fahren. Ich fands genial und nach 5km tat mein A..... extrem weh und ich war total fertig. Ich habe mir natürlich das volle Programm gegönnt- ein Hardtail.
Aber mein zwei Mottos:
-Lernen durch Schmerzen
und
- was nicht tötet, härtet ab
also in den nächsten Tagen wieder und immer wieder aufs Bike.

Ach ja hatte ich erwähnt daß es 40Km zur Arbeit sind? Nur mal so neben bei.

Also habe ich die Dosis Biken von Tag zu Tag erhöht 5, 10, 20, 30 KM oder 1, 2, 3, 4 Stunden pro Tag bei Schnee, Regen, Minus Graden, Nacht, Tag immer und immer wieder. Meine Kollegen merkten nun langsam das ich es ernst meinte.

Zu Anfang erklärte ich jedem was mein Vorhaben war. Und daß das rauchen auf kurz oder lang auch wegfallen würde. Setzte mir aber kein Datum. Dann kam die Zeit in der ich 60 Km am Tag fuhr und ich so langsam an mein Ziel kam. 80 KM am Tag in zwei Etappen. Auf die Arbeit und zurück. Ausserdem hatte ich Urlaub und trainierte auf die 2 mal 40 Km. Am letzten Arbeitstag veröffenrlichte ich meinen neuen Entschluss: "Ich höre auf zu Rauchen." Die Reaktion meiner Kollegen und Angehörigen könnt Ihr euch ja denken "Ja Ja" und was das beudeut wisst Ihr ja.....

Also Sonntag den 19.04.09 18 Uhr rauchte ich die letzte. Ich bereitet mich natürlich schon die Tage vorher seelich und moralisch auf die Stunde null vor. Ich vergrösserte die Abstände zur nächsten Ziggi. Dann rauchte ich 4 Zigaretten hintereinander (Schock Therapie)). Ich holte mir nach 19 Uhr keine Kippen mehr, lies die Kippen absichtlich irgendwo liegen und stellte mir immer die Frage was ich von dem Klimmstengel habe und wie sehr versklavt ich doch von der Tabakindustrie wurde. Ich fuhr vorher teilweise nachts um 1 Uhr noch an die Tanke da ich nur noch 3 Kippen hatte. 3 Kippen um 1 das war schlimm. Es waren extreme Zwänge.
Ich war nicht viel besser wie ein Junkie der auf der Suche nach dem nächsten Schuss ist. Wie gesagt 19.04 war es soweit.

Die ersten drei Tage waren schon etwas komisch. Aber immer wenn das Verlangen ganz schlimm wurde ging ich aufs Bike. Und danach sagte ich mir dann " Na also ging doch auch ohne". Die Gedanken wurden frei mit der Zeit. Kein Gedanke mehr an eine Kippe nach 10 Tagen.

Mein Urlaub war zu Ende und ich fuhr am ersten Arbeitstag als Nichtraucher mit dem Fahrrad 40 Km zur Arbeit.
Und nun könnt Ihr euch ja denken wie meine Kollegen schauten als ich mit Bike aufkreuzte- :eek:
Und ich - :D

Nun ja wie schauts zur Zeit bei mir aus:

- Ich wiege zur Zeit 102Kg bei immernoch 175cm
- Ich rauche 0 Zigaretten pro Tag (denke auch nicht mehr dran)
- Fahre ca 250+ Km Bike in der Woche.
- Und fange jetzt an Höhenmeter mit einzubauen.
- Habe nach dem 19.04 nicht zugenommen und nur eine Ersatz-Sucht entwickelt - ICH MUSS BIKEN

Und meine zukünftigen Ziele:
- 90 Kg bis Ende 2009
- 85 Kg 2010 halten.
- eine Transalp 2010
- nicht mehr anfangen zu Rauchen
- und mein Leben geniessen

So erstmal genug für heute. Ich kann nur jedem raten Aufzuhören. Es wird von Tag zu Tag immer besser. Geschmack, Gesundheit, Lebensqualität kommt alles wieder. Und sich immer klar machen das man es jetzt schon xx Tage "Überlebt" hat wenn doch mal das kleine Verlangen kommt.

Achja übrigens 2 meiner Kollegen haben auch angefangen zu Biken und einer aufgehört zu Rauchen :D:D:D

Gruß aus der Wetterau

Snatch

aka Sascha
 
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ups das war viel Text möchte euch nicht zu labern- *sorry**:rolleyes:

@ Frankys
Ich fand es brachte bei mir schon sehr viel. Der Puls ging runter und nach und nach wirds auch wieder mit der Luft besser Aber seh es doch mal so:
du kannst mit 10 genauso leben wie mit 40 Zigaretten oder?
Glaub mir mit 0 Zigaretten gehts aber auch ;)

Gibs einfach auf und eins kann ich dir jetzt schon versprechen du wirst frei sein.
Frei von einem Zwang und nicht mehr Abhängig von der Tabakindustrie.
 
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Hey snatch fetter Bericht! und klasse Leistung, mach weiter soo ich ziehe den Hut:daumen:
Weiter machen immer weiter machen!!!!
 
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Also ich rauche auch noch, aber halt in Grenzen. Aber ich würde auch gern ganz aufhören. Das mit dem Urlaub fand ich ja ganz gut, nur meiner ist in 4 Tagen vorbei. Wie habt ihr das denn geschafft? Ich hatte ja schon mal 2 Jahre aufgehört, aber so wie ich das damals gemacht habe bekomme ich wohl nicht mehr so hin.
Daher berichtet mal, wie Ihr davon los gekommen seid.

Gruß ToDusty
 
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Jeder Mensch ist anders. Ich denke das absolute Patent Rezept gibt es nicht.
Ich habe mir halt klar gemacht was ich mit dem Rauchen anstelle und was ich wirtschaftlich, gesundheitlich und auch gesellschaftlich vom rauchen habe. Und was ist die Antwort darauf? nichts!
Das hat bei mir halt sehr viel bewirkt. Beobachte einmal die Gewohnheiten die mit dem Rauchen zusammen hängen.
Nach dem Essen - Kippe an
Nach 45 min mit der S-Bahn - Kippe an
Abends um 21 Uhr nur noch 3 Kippen - schnell noch welche holen
Meeting über zwei Stunden - gleichmal 2 Kippen hintereinander

Das waren Punkte die ich bei mir feststellte.

Und dann kam der Punkt wo ich für mich beschloss das dies nichts bringt.
Und wenn der Kopf dessen bewusst ist ist der erste Schritt getan und der zweite muss dann sofort folgen und der heist einfach aufhören.

Wie lange hat es denn gedauert mit dem Anfangen? Bestimmt nicht lang und ganz einfach war es auch - also kann das aufhören auch nicht schwer sein wenn man es will.

Goggle doch mal ein wenig. Ich habe einige ansatzpunkte gefunden und das lesen von Erfahrungsberichten auf Nichtraucherseiten und Foren half mir in den ersten Tagen extrem drüber hinweg.
 

RSV

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ups das war viel Text möchte euch nicht zu labern- *sorry**:rolleyes:

Ich fand deinen Text sehr lesenswert.
Respekt für deine bisherige Umsetzung.
Weiter so.


Noch eine Tatsache, die fast keinem Raucher bekannt ist.

Zigarettenrauch enthält neben den unzähligen Krebsauslösenden Stoffen auch den besonders gefährlichen Alphastrahler Polonium 210.
Ein Raucher nimmt mehr Radioaktive Belastung durch den Rauch auf als durch alle natürlichen und künstlichen Strahlenquellen zusammen.
Einmal wöchentlich Lunge röntgen veursacht weniger Strahlenbelastung im Jahr als eine Packung Zigaretten pro Tag.
 
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Hallo,
erst mal Respekt, wie hier schon einige ihre Sucht bekämpft haben.

Aber ich will natürlich nicht nur loben, sondern mich auch als (Noch-)Raucher outen.

Ich bin noch recht jung (fast 22) und Rauche seit etwa 3,5 Jahren.
Aber leider viel extremer, als viele meiner Freunde, auch wenn sie schon länger Rauchen.

Zur Zeit komme ich meist auf eine Bigbox am Tag. Ich habe allerdings schon lange den Gedanken aufzuhören. Bis jetzt hat es aber noch nicht geklappt. Mal ne Woche, aber das ist ja im Grunde nichts.

Ich weiß nicht wie ich meine Gedanken ans rauchen ablegen kann.

Ich weiß, es ist eine Sucht.
Es schmeckt mir nicht.
Es schadet meiner Gesundheit.
Es schadet meinem Konto.

Das ist mir alles klar. Und ich habe es teilweise auch, dass ich mir eine Zigarrette anmache, weil ich totales Verlangen danach habe, aber sie im Grunde nicht zu Ende rauchen will. Kurze Zeit später mache ich mir aber die nächste an.

Ich brauche eure Hilfe. Wie habt ihr die ersten Tage/Wochen das Verlangen überwunden? Will mich ja nicht dafür mit Süßigkeiten vollstopfen.
 

Brägel

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Ich hab am 02.02.2002 aufgehört und seitdem mehr als 20.000 Euro gespart :daumen:

Außerdem: Rauchen ist asozial und stinkt penetrant. Das gehört komplett verboten. Auch im Biergarten und auf der Straße. Selbst an der Ampel zieht einem der Rauch vom Vordermann ins Auto. Und in der Wohnung vom Balkon darunter oder drüber. Ekelhaft.

Arme Stinker :D
 

Azrael2011

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Außerdem: Rauchen ist asozial und stinkt penetrant.

bei den preisen mittlerweile ist rauchen eher ein statussymbol,ich rauche auch nur den teuren tabak um zu zeigen was ich habe, ausserdem schützt es gegen die taliban!.

ich bin eher der auffassung das nichtraucher zur kostenbeteiligung herangezogen werrden sollten,..rauchen ja einfach so mit,..für lau!
und wenn mir einer das rauchen verbieten will,..zünd ich mir gleich noch eine an:)

aufhören werde ich allerdings mal,..nur wann?,..weiss ich noch nicht,...irgendwann:)
 
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Ich finde es immer wieder lustig wie Raucher/Ex-Raucher sich gegenseitig belobigen,weil sie nicht mehr rauchen.Wenn sie mit dem rauchen anfangen,gibt es ja auch kein Mitleid.

Gruß Gordon
 
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Also ich habe am 09.06.09 mein MTB zum Geburtstag bekommen...

Die ersten Touren haben spass gemacht waren aber noch nciht wirklich hart... bis zu dem Tag an dem Ich mit einem Freund zusammen gefahren bin der schon seit 10 Jahren MTB Fährt.... Der Mann + Mein Ehrgeiz haben mich durch den Wald "gezogen" ;) An vielen stellen hat meine lunge einfach so dermaßen gebrannt...

Ein tag später dann wieder auf der arbeit, ganz normal geraucht.. am ende des tages waren noch 3 zigis über... die habe ich am nächsten morgen geraucht und dann habe ich einfach gesagt du hörst jetzt auf weil du besser werden willst beim fahren :) und seit dem tag rauch ich nichtmehr (27.07.2009).

Ich bin 20 Jahre jung und habe 4 jahre geraucht.
 

Wakeman

Primus inter Pares
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Ich finde es immer wieder lustig wie Raucher/Ex-Raucher sich gegenseitig belobigen,weil sie nicht mehr rauchen.Wenn sie mit dem rauchen anfangen,gibt es ja auch kein Mitleid.
So ganz unrecht hast Du natürlich nicht. Ein wesentliches Momentum dabei übersiehst Du allerdings.

Meine Altersgenossen und ich sind in einer Zeit aufgewachsen, in der das Rauchen Synonym war für "Coolness", für "Erwachsensein", für Stärke und Souveränität. Die Helden jener Jahre, als wir gerade pubertierten, waren ohne Zigarette gar nicht vorstellbar. Erst kürzlich habe ich zufällig in einen "Tatort" aus den Siebzigern gezappt - da konnte man vor lauter Rauch kaum etwas sehen von der Handlung, da hat buchstäblich jeder geraucht.

Die schädlichen Nebenwirkungen des Rauchens waren damals kaum bekannt bzw. wurden als weicheiiges Gesülze von Schwächlingen abgetan. Insofern ist es nicht so ganz gerecht, hier den Stab zu brechen. Sei lieber froh, daß Du in einer Zeit aufgewachsen bist, in der man dem Rauchen schon deutlich kritischer und längst nicht mehr so begeistert gegenüberstand.


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Brägel

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Wakeman spricht ein wahres, interessantes Wort :D

Und ich muss ergänzen: Zu "unserer" Zeit, hat man auch bei jeder Gelegenheit und zu jeder Tageszeit ordentlich gebechert. Besuch am Nachmittag? Erst mal einen Cognac anbieten, der stand hoch im Kurs. neben Whiskey natürlich. Siehe auch alte Krimis. Es geraucht und gesoffen, was das zeug hält. Außerdem gab`s noch Müllkippen hinter jedem Kirchturm und die Autos wurden auf der Straße gewaschen. :lol:

Gruß von Brägel, dem alten 62er :D
 
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