FSA Innenlager nach einem Jahr kaputt

Registriert
1. August 2009
Reaktionspunkte
13
Ort
Braunschweig
Hi Leute,

nachdem ich heut mein MTB zerlegt habe um Teile zu tauschen, fiel mir plötzlich auf, dass meine Kurbel ein bisschen wackelt, beim Fahren hat sich das noch nicht bemerkbar gemacht.
Hab dann auch festgestellt, dass die Lager total rauh laufen.
Die Kurbel runtergenommen, die Hälfte der rechten Lagerschale blieb gleich an der Kurbel hängen, ist also auseinandergefallen. Ich fahre zwar recht viel, aber momentan nur in der Stadt. Der letzte Winter hat das Lager scheinbar extrem angegriffen.
Ich find das ziemlich hart, dass das Teil nach einem Jahr schon völlig hinüber ist.
Wie sind Eure Erfahrungen?
 
Die Lager sind eigentlich nicht schlecht, das Problem ist das eindringende Wasser.
Steht erst mal das Wasser im Sattelrohr, gehts schnell.
Irgendwie waren die Octalink und vierkant Sachen viel weniger anfällig.
 
Den Eindruck hab ich auch. Ich muss auch gestehen, die Bikepflege kam letzten Winter auch etwas kurz, aber bei meinen Leuten war sowas auch nicht. Auch haben deren Ketten den Winter besser überstanden als meine...obwohl die ihre Räder gar nicht pflegen.
 
Hab mir ne XT Kurbel ruiniert:
Letzte Fahrt vorm Winter Regen erwischt.
Bike übern Winter in die Wohnung gestellt - Im Frühjahr konnte ich die Kurbel kaum mehr drehen:mad:
Der Rahmen hätte zwar unten ne Bohrung gehabt, aber die war mit Fett zugekleistert, vermutlich war doch Wasser drin.:rolleyes:
Die Lagerkugeln waren stark vom Rost befallen.

Jetzt fährst du aber jeden Tag bei jedem Wetter da kannste doch drauf warten:ka: Da hilft wohl nur ab und zu die Kurbel rauszunehmen und abzufetten. Und natürlich die Bohrung mit nem Draht frei machen, besser Sattelstütze raus und das Bike umdrehen und auslüften lassen.

Edit:
Mit Ballistol hab ich nur gute Erfahrungen gemacht, was die Kette und Winter betrifft.
Vielleicht mit Ballistol putzen und wie gewohnt nachfetten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das Lager der FSA Gossamer Pro an meinem CX-Bike hat gerade 300 Kilometer gehalten dann war es fertig letzten Winter. Hab dann ein Shimano Dura Ace ( 12 Euro) Lager verbaut das nun schon 5000 Kilometer hält.
 
Das Lager der FSA Gossamer Pro an meinem CX-Bike hat gerade 300 Kilometer gehalten dann war es fertig letzten Winter. Hab dann ein Shimano Dura Ace ( 12 Euro) Lager verbaut das nun schon 5000 Kilometer hält.
Passen die Shimano lager 100% auf die Gossamer Kurbel? An meinem RR hat es die Lager auch innerhalb kürzester Zeit dahingerafft. Es soll ja Leute geben die mit nem Dura Ace Lager schon 40 tkm gemacht haben.

MFG Stefan
 
Danke Jungs, dann werd ich mir mal ein Shimanolager bestellen. Denke Ultegra reicht aus. Dura Ace wäre für die Gossamer wohl zu overdresset.

MFG
 
Hab mir ne XT Kurbel ruiniert:
Letzte Fahrt vorm Winter Regen erwischt.
Bike übern Winter in die Wohnung gestellt - Im Frühjahr konnte ich die Kurbel kaum mehr drehen:mad:
Der Rahmen hätte zwar unten ne Bohrung gehabt, aber die war mit Fett zugekleistert, vermutlich war doch Wasser drin.:rolleyes:
Die Lagerkugeln waren stark vom Rost befallen.

Hi,

ich hatte das Problem jüngst auch nach nur 4.500 km und habe mir die Konstruktion genau angesehen.
Erkenntnis:da im Tretlagergehäuse kann literweise Wasser stehen, es kommt normalerweise NIE an die Lager. Warum? Die Lagergehäusehälften (egal ob das verbreitete Schraubgewinde oder das in letzter Zeit öfters auftauchende Pressfit) sind zur Innenseite hin mittels einer O-Ring-gedichteten Hülse miteinander verbunden. Solange diese O-Ringe (statisch dichtend, keine Rotationsbewegungen finden hier statt, recht anspruchslose daher unkritische Konstruktion) dicht sind, kommt hier kein Wasser von der Außenseite der Hülse (gleichbedeutend mit "Wasser steht im rahmenseitigen Tretlagergehäuse") innen rein. Aber nur wenn innen(!) rein Wasser kommt, kann es ungehemmt weitersickern bis zum eigentlichen Kugellager und sein zerstörerisches Werk verrichten. Umso leichter, weil diese Lager z.B. bei Shimano nur einseitig gedichtete sind.

Aber woher kommt dann das Wasser? Einzig verbleibender Weg, um in die Hülseninnenseite zu gelangen, ist an der Kurbel entlang. Shimano-Konstruktionen haben auf der Außenseite eine Dichtscheibe mit Rohrstummelansatz, welcher den Innendurchmesser des Lagers von 25 auf 24 mm (dem Kurbelachsendurchmesser) reduziert. Würde Wasser am Außenbund reinkommen (Schleifdichtungsprinzip), wäre es auf der Außenseite des Kugellagerseinatzes (der war bei mit staubtrocken). Kriecht es dagegen entlang der Kurbelarme zur Achse in den Reduzierstutzen, ist es drin. Warum kann es da entlang reinkriechen, schließlich weist sowohl der fest auf die Achse gepresste rechte Kurbelarm wie auch der aufgeschobene und anschließende festgeschraubte linke Kurbelarm jeweils einen eingelassenen O-Ring auf, der diese Fläche abdichtet zur äußeren Stirnseite der Kunststoffreduzierhülse? Meine Meinung ist, dass an dieser Stelle genau dann Wasser reinkommt (da genügen wenige Zehntel Milliliter), wenn bei der Kurbelarmmontage die linke Plastikrändelschraube nur recht moderat festgezogen wird - sie bestimmt aber den Anpressdruck der O-Ringe auf die Hülse und somit essentiell die Dichtigkeit an dieser Stelle. Alles weitere ist dann nur eine Frage der Zeit, bis das Lager zu faulen beginnt.

Langer Schreiberei kurzer Sinn:
Montagetipps:
(A) Kurbelarme mit mehr achsialer Vorspannung montieren (aber auch nicht übertreiben)!
(B) Reduzierstummel vor dem Durchschieben der Achse auf der Innenseite mit zähem Fett zukleistern, um evtl. Weiterkriechen des Wassers ins Innere der Lagergehäusehälften zu erschweren.

Präventionstipp (C): Wech mit Hochdruckstrahl von diesen Stellen!


Schönes WE!
 
Hallo,

Da muß ich ja milde lächeln ...

Ich fahre jetzt seit 19 Jahren und über 40.000 km immer noch die gleichen Tretlager, reibungslos und spielfrei, FAG-Industrielager in meinem Uralt-Schauff, als Weltreise-Rad unter teilweise extremen Umständen. Null Wartung.

Hier steht's:

http://fstatic1.mtb-news.de/img/photos/1/1/7/4/2/0/_/original/Bestfriendklein.jpg

Soviel zum "Fortschritt" bei der Bikekonstruktion in 20 Jahren :D

Gruß aus Thailand, Jörg.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aha der Spaßvogel :p

Das Rad war das Wochenendrad von Rudi Altig, habe ich 91 in Remagen bei Schauff für 700 Mark gekauft weil es das einzige Rad in deren Laden war das ne ordentliche Lackierung hatte. Schauff hatte früher immer Testräder und Prototypen im Laden neben der Fabrik mit Superausstattung und exotischen Teilen.

Alle Serienräder waren damals in fürchterlichen Neon- oder Pinkfarben und das Altig-Bike hatte den besten handgemachten CroMo-Rahmen und die beste Ausstattung, Suntour XTC, die ersten Offroad-Maguras und neue XT-Pedale.

Die alten XT-Pedale haben Nadellager und sind technisch auch immer noch wie neu, hab ich jetzt hinten am Tandem.

Die FAG-Tretlager hab ich noch nie aufgemacht, nur beim Kettenwechsel kurz Routinekontrolle, immer noch geräuschlos und spielfrei mit minimaler Reibung. Schätze mal daß das Rad jetzt ca. 45.000 km runter hat :daumen:

Gruß, Jörg.
 
Son FAG Lager hab ich in nem Monat platt:ka: ist wirklich so.
Ich meine die mit den Kunststoffschalen.
Es läuft im Katalog schon Rauh, bekommt schnell Spiel.
Einzig das Shimano XT hat zwei jahre gemacht.

Der Knackpunkt ist glaub ich der, dass es vor 19 Jahren ne viel bessere Qualität war - im Normalfall sind die heutigen vierkant aus der Billigschiene.

Ne Vierkantwelle ist mich auch schon abgebrochen.
Nicht am Bike zum KM machen, sondern an einem fürs grobe Gelände.

Die LX und XT Octalink haben sehr gut gehalten.
Meine Stylo tuts seit über nem Jahr auch.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo Basti,

Klar, mein Lager war nicht "so'n Innenlager" sondern noch richtig Fischer AG Made in Germany damals, ich hab mal gegoogelt nach FAG-Tretlagern, die werden z. Zt. auf eBay angeboten für unter 20 Euro, wetten daß die inzwischen aus der 3. Welt kommen? Für die paar Kröten kriegst Du keine ordentlichen abgedichteten Industrielager mehr. Ich muß allerdings sagen daß ich mit meinem Korea-Vorderradnabenlager Marke Novatec sehr zufrieden bin, 30 Euro Endverbraucherpreis und die Dinger laufen gleich wie verrückt sobald ich das Vorderrad anhebe - obwohl ich meinen Computergeber genau gegenüber dem Ventil montiert habe ...

Mit Shimano habe ich eher schlechte Erfahrungen gemacht, kleines KB auf meinem Tandem nach ca. 200 km Haifischzähne, da kam dann ein Nirostablatt ran.

Mit dem alten Schimpansokram habe ich allerdings sehr gute Erfahrungen - bis ca. Mitte 90er, wie gesagt meine steinalten XT-Pedale sind wie neu - nur nicht von außen :D

Aus welchem Material war denn Deine Vierkantwelle? Doch sicher nicht aus "Stahl" oder? ;)

Gruß, Jörg.
 
Zurück