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Hängematte

beuze1

Rentner im Unruhezustand
Registriert
30. März 2005
Reaktionspunkte
2.095
Ort
Ravensburg, Wangen, Tettnang
Hey,
was halten die Herren den von Hängematten.
Ich trage mich seit Längerem mit dem Gedanken mir für meine Mehrtagestouren eben eine solche zuzulegen. Habt Ihr da Erfahrungen?
 
Moin,

ich kenne jemanden der per Bikepacking mit einer Hängematte unterwegs ist. Aber glaube er ist nicht im IBC unterwegs.

Es sei aber gesagt, dass du vielleicht erst einmal eine günstigere Matte besorgen solltest um zuhaus mal im Garten probe zu schlafen. Die guten klein verpackbaren Hängematten kosten ja so einiges. Da wäre es schade wenn du gar nicht mit der Matte klar kommen würdest.

Für mich wars bisher nie eine Überlegung eine Hängematte zu nehmen. Eine Isomatte braucht man im Zweifelsfall trotzdem auch wenn sie kleiner ausfällt als auf dem Boden selbst. Und vor Mücken und co muss man sich trotzdem noch schützen.

So richtig einen Vorteil habe ich da nie gesehen. :)

:winken:
Thomas
 
Ich muss mich mal ein wenig korrigieren.

Gestern habe ich von einer recht leichten günstigen Hängematte von Meru der Eigenmarke von Globetrotter erfahren.

Wohl 15 ,- € normal oder mit Moskitonetz 30,- €. Werd ich mir wohl selbst mal anschauen und probeliegen. Und wenn sie im Zweifelsfall nur mal mit zum See kommt. Oder daheim unterm Hochbett zum entspannen angebracht wird. :)

:winken:
Thomas
 
Ich habe eine Hängematte und war damit vor ein paar Jahren in den Dolomiten unterwegs.
- in der Hängematte schläft es sich prinzipiell super komfortabel
-man hat eine Sitzgelegenheit automatisch dabei
- man braucht keinen ebenen Lagerplatz

aber
- die Hängematte muss unten rum isoliert sein, sonst erfriert man sogar im Sommer!
- eine Einschubtasche für die Isomatte ist quasi pflicht
- wenn man keine passenden Bäume zum aufspannen hat wirds schon wieder kompliziert
- das Packmaß und Gewicht einer guten Hängematte ist mit einem Solozelt gleichzusetzen

Im Prinzip hat man
-Tarp
- Isomatte
- Schlafsack
- Hängematte
dabei.

Die Hängematte ist für mich ein reines Komfortfeature das zusätzliches Gewicht und Packmaß bedeutet.
 
... und, schon dazu gekommen? taugt das teil was?

Angeschaut schon, probeliegen noch nicht. Die letzten Wochen waren belegt mir Rennterminen und den Rest war ich zu Globetrotter-Öffnungzeiten immer auf Arbeit. Bestellen will ich nicht extra, wenn ich schon den Shop vor Ort habe. Es liegt aber noch eine Rekla und ein Umtauschobjekt zuhaus. Könnte also nächste Woche endlich mal was werden mit dem Globetrotterbesuch. Dann berichte ich auch.

@Jocki warscheinlich reicht bei der Hängematte aber eine einfache Thermomatte aus dem Autozubehör als Isolierung ( was gegenüber der von mir verwendeten Neoair wieder Gewicht sparen würde. Es wird zumindestens bei der günstigen Globetrotter Hängematte sicher kein leichteres Setup werden, aber vom Gewicht her sicher auch nich viel schwerer werden.

Ich denke aber nicht, das so eine Hängematte mein Standard Setup ersetzen würde. Ich werde es aber sicher mal austesten.



:winken:
Thomas
 
Das mit der Thermomatte (die silbernen Windschutzscheibendinger) habe ich ausprobiert. Das ist wie Fisch in Alufolie grillen:D Dadurch dass sich die Folie schön eng um den Körper wickelt, gibt es null Feuchtigkeitsaustausch. Man friert zwar nicht, dafür kocht man im eigenen Saft.
 
Ich bin von Zelt auf Hängematte umgestiegen, weil's einfach viel geiler ist.

Vorteile:
  • Besseres Liegen. Nein wirklich! wenn man sich leicht diagonal reinlegt, liegt man fast mit geradem Rücken, weil sich die Matte wie 'ne halbe Rolle um einen seitlich rumzieht. Man wacht bei weitem nicht so zerschossen auf, wie auf der Isomatte.
  • Subjektiv sicherer. Also wenn man z.b. in Ländern ist, wo man auf Tiere aufpassen muß, fühlt man sich nicht so ausgeliefert, wie in einem Zelt.
  • Modular. Mit Moskitonetz, ohne, mit Tarp, ohne Tarp... je nach Witterung braucht man nicht gleich alles aufbauen.
  • Flexibler in der Locationwahl. (zumindest in unseren Breiten) Also d.h. man kann spektakulärer pennen. Ich hab schon in Steilhängen aufgebaut, über nem Fluss, mitten im tiefsten Wald, auf der Plattform von einem Aussichtsturm, in Scheunen, an 2 Autos..Zelt verlangt immer eine gerade Liegefläche. Und wenn man mal keine Bäume oder Ähnliches findet, hat man mit dem Tarp und Outdoorhammocks immer noch ein zeltmäßiges Biwak-Fallback.
  • Aussicht
Nachteile:
  • Kälte von unten (kann man lösen, erkauft man sich halt mit Gewicht, s.u.)
  • Relativ anspruchsvoll im Aufbau am Anfang. Man braucht eine gewisse Zeit, bis man sich einen Workflow erarbeitet, dh. geeignete Bäume/Hängepunkte erkennt, richtige Straffheit der Matte für einen selber rausfindet, welche Knoten man machen will und solche Sachen.
  • Bei lang anhaltendem Starkregen saugen sich die Schnüre voll und transportieren Wasser in Richtung Hängematte. Man muß die Zurrschnüre der Matte daher physisch von den Baumschlingen trennen, mit nem O-Ring oder einem Karabiner.. die wenigsten bringen sowas ab Werk mit, d.h. Gebastel.
  • Ohne Bäume muß man mit dem Tarp improvisieren, d.h. mindestens ein paar Stecken müssen zu finden sein. Oder Fahrräder: http://fotos.mtb-news.de/p/1683056

wegen der Kälte von unten:
  • Erstmal: warmer Schlafsack bietet lange Reserve. Unter die Hüfte ein Pullover, Jacke oder was man sonst so dabei hat, falls es doch mal nicht reicht.
  • dann sowas wie Alufenstermatten – die sind schon halbwegs OK, wenn man eine Hammock mit Doppelboden zum reinschieben hat. Dann schwitzt man da nicht so rein. Ich hab auch schon Trittschalldämmung probiert, aber die transportiert sich so schlecht (Marshmallow). Rettungsdecken gehen gar nicht, damit liegt man im eigenen See.
  • für den Winter unter Null gibts sogenannte "Underquilts" oder Underblankets, das sind schlafsackähnliche Bananen, die man sich unter die Hammock bindet. Der Vorteil ist, daß die locker drunter hängen und dadurch besser isolieren, als wenn man sich was direkt unter den Hintern presst.

Gewicht:
Für längere Touren mit Wind und Wetter hab ich ein großes Setup mit knapp über 2kg
und für Overnighter im Sommer eine ganz einfache ballonseidene Hängematte mit 400g + ggf. ein Tarp.
(wenn ihr das Gewicht mit euren Zelten vergleicht, vergesst nicht, eure Isomatte da mit einzurechnen)

Das große Setup:

Outoor Hammock mit doppeltem Boden und Moskitonetz 970 g
Customized Suspension 210 g
Tarp 3x3 Meter 460 g
15 Meter Firstseil zum Tarp drüberspannen: 60 g
4 Heringe, 4 Spannseile, 4 Minikarabiner (zum ans Tarp klipsen) 210 g
Packsack 150g

Gesamt 2060g

+ Winter Underquilt: 950g

Größtenteils ist alles von DD, bestes Preisleistungsverhältnis.
http://www.ddhammocks.com/product/dd-travel-hammock
http://www.ddhammocks.com/product/dd_superlight_hammock
http://www.ddhammocks.com/product/DD_Superlight_Tarp

es gibt auch voll integrierte Hammocks.. teurer, leichter, 860 g.
http://hennessyhammock.com/catalog/specs/ultralite_backpacker_asym_classic/
 
So, hab nochmal in meinen Bildern gestöbert.
Ich wollte nochmal explizit drauf hinweisen, wie geil man in Hängematten schläft. Entgegen den gängigen Vorurteilen.

IMG_20130217_095601.jpg

Winter (schlampig aufgebaut)

IMG_20130719_054328.jpg

light setup im Sommer (nachts ca. 15º)

P1160233.jpg

quadratisches Tarp halb diagonal montiert

P1160234.jpg



P1160466.jpg

Moskitonetz hochgebunden, Tarp hinten weggeklappt

P1160683.jpg

Moskitonetz hochgebunden

P1160776.jpg

Moskitonetz geschlossen
 

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... sieht guut aus! bin hin- und hergerissen, da ich befürchte durch den gekrümmten rücken schmerzen zu bekommen bzw. nicht schlafen zu können. für die schräg-lieg-variante muss das jeweilige modell taugen (größe/breite/'hängewinkel'? bin ca. 184), oder? wieviel und welches seil hast du dabei? karabiner? welche/n knoten nutzt du? wollte mal die 15 euro variante von globetrotter zum testen holen ...
 
Nene, du liegst eben nicht gekrümmt. Die Matte wickelt sich links und rechts um dich rum.
Ich lieg sogar so flach, daß ich mir aus Klamotten ein Kopfkissen machen muß.
Das ist jetzt nicht die optimale Zeichnung aber ungefähr so muß man sich legen.
web-how-to-sleep.png

Die einzigen Modelle, die dafür nicht taugen, sind die "europäischen" mit Spreizhölzern an den Enden. Aber die sind eh panne und die willst du auch nicht mitschleppen.
Ich bin knapp 180, da geht auf jedenfall noch mehr.
Optimalen Winkel muß man austesten.. je nach Matte, Baumabstand und Gewicht unterschiedlich. Zb meine Ballonseidene leichte muß ich vorspannen, weil sich das Gewebe insgesamt ausdehnt, während die DD Outdoormatte in sich schon ziemlich steif konstruiert ist.

Knoten ist ein weites Feld.. Am einfachsten sind zwei halbe Schläge, den zweiten mit Schleife zum wieder aufziehen.

Seil: fürs Tarp ne 15m Reepschnur, für die Matte ist oft schon was dabei.. im Prinzip gehen auch Spanngurte.
 
... thx!

gibt schon viele sehr geile 'hammock tents'! eben mal wieder geschaut.

hast du mir einen tipp zum ausprobieren? würde ich zusätzlich zum zelt mitnehmen und daher erstmal auf moskito- und regenschutz verzichten.
 
... stimmt, hatteste ja schon verlinkt. taugt das amazonas-material, speziell moskito traveller, was?
 
... frontline, tarp (3x3) und material zum aufhängen (amsteel seil für whoopie slings und 4mm nylon für tree huggers) is' bestellt. :)

bin gespannt ...

edit: kann man mit einem underquilt auf den schlafsack verzichten?
 
Laut meinem Verständnis ist der Underquilt “under“ der Hängematte, der Schlafsack über dir... (...)
... nach meinem verständnis auch. ;)

da der großteil der kälte von unten kommt, könnte es ja sein, dass eine leichte decke, jacke, schlafsack-inlay etc. in kombination mit einem underquilt genügt (eben statt eines schlafsacks). klar ist das temperatur-abhängig, mich interessieren evtl. efahrungswerte.
 
sieht grad so aus, als ob ich mich auch zu einer hängematte bewegen werde, aber das isolierungsproblem von unten wirft bei mir einige fragezeichen auf

würde vmtl zur DD hammock für ~50€ greifen
nun hab ich mal under-quilt gegoogled und echt nur sachen für >150€ gesehen, da wäre der schöne wunschpreis ja wieder total verflogen
was ist denn eine günstige/praktikable möglichkeit da ganze von unten her zu isolieren, für den herbst sozusagen
würde innendrin mit schlafsack liegen wollen, aber unten drunter muss ja wohl auch noch was, oder?
 
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