Leichte Küche

Wenn man sowieso einen Gaskocher mitnimmt, kann man den Topf so wählen, daß die Kartusche rein passt. Decathlon hat da zum Beispiel ein günstiges Set mit Schüssel und Besteck. Dadurch hat man dann nur das Volumen von Topf und Kocher.
 
Ich hab jetzt eine Rahmentasche, in die die Trangiatöpfe + Kartusche entspannt reingehen. Dazu der MSR Pocket Rocket. Hab das aber auch in die Ortlieb 16L AR einigermaßen reinbekommen.
 
Ich habe auch einen Decathlontopf inkl Deckel, Kartusche, Kocher und Besteck. Alles zusammen kommt entweder in die Lenkerrolle oder mit etwas Fummeln auch in die Rahmentasche.
Für einen Overnighter nehme ich nur eine Edelstahltasse mit Eigenbau Spirituskocher mit. Reicht für ne schnelle Mahlzeit und morgens Kaffee und wiegt quasi nix. Passt zur Not auch in die Trikottasche
 
Hab es mir beim Ali so bestellt, dass ich alles - inkl. 100g Primus Gas - in einen 500ml Titantopf reinbekomme. Der passt super ins Framebag.
 
Ich hab einen 0,7 l Topf von Toaks, dessen Durchmesser größer als seine Höhe ist, der paßt recht genau in die Rahmentasche.
Dann noch einen 0,5 l Topf, auch Toaks, dessen Höhe größer als der Durchmesser ist, der ist die entscheidenden Millimeter zu hoch, kommt ggf. in den Rucksack.
 
Mal eine ganz andere Frage:
Wo und wie packt ihr Kocher, Topf und Kartusche ein? Oder lasst ihr das einfach zu Hause? Gerade für Touren mit anderen Leuten lohnt es sich natürlich nur einen (oder für Gourmets zwei) Kocher mitzunehmen und einen entsprechend großen Topf. Nur haben große Töpfe ein ganz ungünstiges Packmaß, wenn man Backpacking Taschen nutzt.
Das ist ja so individuell, wie das Thema Taschenwahl. Da scheiden sich ja auch schon die Geister :bier:

Wie machen wir es, was ist meine persönliche Erfahrung:
Bei nem Overnighter steht bei uns meistens auch ein geselliger Abend im Vordergrund, ohne aber den sportlichen Aspekt aus den Augen zu verlieren. Daher suchen wir uns immer einen Spot raus, wo ein Lagerfeuer möglich ist. Dann ist klar, dass man noch was grillt. Entweder besteht die Möglichkeit dort auch zu übernachten, oder wir verziehen uns später etwas, um unauffälliger zu sein. Gefrühstückt Vorort wird nie, das erledigen wir unterwegs beim Bäcker oder dann Zuhause oder auf der Arbeit, je nach Entfernung und Wochentag. Daher ist nie ein Kocher mit dabei.
Letztes Jahr waren wir zu zweit 10 Tage unterwegs. Unser Ziel Kap Arcona lag klar im Fokus. Da hatten wir für uns nach dem ersten selber gekochten Kaffee festgestellt, dass es besser ist rasch abzubauen und rauf aufs Rad zu kommen. Meistens sind wir ab da morgens 2 bis 3h gefahren und haben dann unterwegs nen Bäcker überfallen. Für direkt nach dem Aufstehen tut es 2 Kekse, ein paar Nüsse und nen Schluck aus der Trinkflasche.
Wir haben insgesamt 2x abends gekocht. War uns selber zeitlich zu aufwändig. Wir haben anschließend geschaut, 1× am Tag ein warmes Essen zu bekommen und den Rest aus der Tasche, (nachdem wir Bayern durchfahren hatten, Corona lässt grüßen).
Diesen April sind wir min. 12 Tage in Spanien unterwegs. Wir nehmen keinen Kocher mit. Wenn es sein muss, gibt es 2 Tage kaltes Essen, sehe ich nicht als Problem an. Wir habe den Track nach Google importiert und geschaut, wo es Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants gibt. Teilweise ist das sehr spärlich gesät, fraglich auch, wie aktuell die Daten sind, aber das wird schon klappen.

Wenn dir das Thema kochen wichtig ist, würde ich das so wie @jalgrattad machen. Kleiner Titantopf max. 900ml Fassungsvermögen, der dann das Equipment aufnimmt. Entweder in Rahmentasche oder an Gabel oder Unterrohr befestigt.
Hier ein Negativbeispiel, wie man es volumen- und gewichtstechnisch aus meiner Sicht nicht machen sollte:
20210624_200942.jpg

Viel zu großer Topf und Gaskartusche, 10 Tage mitgeschleppt, insgesamt ca. 1 kg für die Küche und für den Popo...

Vielleicht können die Erfahrenen hier im Thread ihre Ansicht/Setup teilen? 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist sicher vor allen Dingen eine Frage des persönlichen Wohlbefindens. Ich brauch keinen Kaffee und kein warmes Essen, um mich wohlzufühlen und das auch in dem Fall auf einer Trekkingtour bei Temperaturen unter Null.
Ergo nehme ich grundsätzlich nix zum Kochen mit.
Für andere wäre das unvorstellbar und gehört auch zum Lebensgefühl so einer Tour, wie bei dir das Lagerfeuer. Das muss einfach jede/r für sich selber herausfinden.
Wichtig ist mir vor allem, dass ich Dinge tu, die für mich sinnvoll sind und nicht, weil "es sich so gehört."
 
Mal eine ganz andere Frage:
Wo und wie packt ihr Kocher, Topf und Kartusche ein? Oder lasst ihr das einfach zu Hause? Gerade für Touren mit anderen Leuten lohnt es sich natürlich nur einen (oder für Gourmets zwei) Kocher mitzunehmen und einen entsprechend großen Topf. Nur haben große Töpfe ein ganz ungünstiges Packmaß, wenn man Backpacking Taschen nutzt.

Ich habe für komfortorientierte Touren/Ausfahrten einen Falttopf von Sea to Summit, der passt flach in eine den Rahmen ausfüllende Rahmentasche.
Für zügige Sachen nehme ich einfach den 600 ml Titantopf und schaue, ob ich den irgendwo unterbringen kann. Wenn nicht, hänge ich den Topf einfach da hin, wo er am wenigstens stört und/oder dem geringsten Dreckbeschuss ausgesetzt ist.
 
Ich brauch keinen Kaffee und kein warmes Essen, um mich wohlzufühlen
Wie praktisch. Auf Kaffee kann ich auch problemlos verzichten, aber den ganzen Tag nur kaltes Zeug essen, das würde bei mir das Gesamterlebnis (zu) stark beeinträchtigen.
Immerhin hat mein Reisepartner schon 1996 auf dem Padjelantaleden das heute in UL-Trekkingkreisen angesagte "cold soaking" (Einweichen von Reis in kaltem Wasser über Nacht) zwecks Kocherbenzin sparen vorgeschlagen. Hat einigermaßen funktioniert, trailtauglich in den damals in Deutschland erhältlichen Vorratsbehältern für Arme, den Joghurt-Pfandgefäßen aus Plast.

Wenn nicht, hänge ich den Topf einfach da hin, wo er am wenigstens stört und/oder dem geringsten Dreckbeschuss ausgesetzt ist.
Da würde mich das Geklapper und die notwendige Reinigung vorm Kochen nerven. Kostet ja auch wieder Zeit. Bei schneller Langstreckenfahrt in Mitteleuropa würde ich wohl eher auf den Topf verzichten und auf die Gastronomie setzen.
 
Persönliche Vorstellungen und Erfahrungen sind genau das und es ist demzufolge für dich und mich völlig irrelevant, was dein oder mein Gesamterlebnis beeinträchtigt. Menschen haben unterschiedliche Einstellungen und Vorstellungen, das ist normal.
Viele unterschiedliche Herangehensweisen geben anderen aber überhaupt erst Ideen und zeigen Möglichkeiten auf.
Das macht Bikepacking für mich auch spannend, da steckt viel Experimentierfreude und daran angehängter Enthusiasmus drin.

Und nein, ich radel nicht zwingend mit verächtlicher Miene an einem tollen Restaurant vorbei. 😅
 
kochen unterwegs.....
da muss jeder wohl seine eigene Erfahrung machen und anhand der Prioritäten entscheiden.
Ich brauch keinen Kaffee und kein warmes Essen, um mich wohlzufühlen
ohne Kaffee geht nicht :D
und einmal am Tag was warmes im Bauch lässt mich auch zufrieden in den Schlafsack schlüpfen
ob man da aber dann selbst kocht oder auf die kulinarischen Leckereien der regionalen Gastronomie zurückgreift, würde ich an der Tour bzw. der Gegend festmachen und was ich erleben möchte. Ich bin da auch eher der Gemütliche nach dem Motto der Weg ist das Ziel. Für mich steht "abschalten" weit oben auf der Liste.
Ich hab mich letztes Jahr (Corona getrieben) auch mal an der ein oder anderen Trekking Fertigtüte versucht...... Die sind so von "fast ganz gut" über "der Hunger treibt es rein" bis zum Würgereiz. Das bleibt je nach Tour(länge) max. der Notnagel wenn ich mal keine (offene) Gastro findet. Einziger Vorteil, die Tüten lassen problemlos irgendwo reinstopfen was mit einem Einkauf u.U. nicht so einfach ist.
Zum testen hab ich letztes Jahr einmal alles dabei gehabt, das meiste steckte in der Arschrakete.
groß = Jetboil Zip, gibt es so ähnlich auch von anderen. Da steckt alles ineinander und es bleibt nur die Topfgröße die irgendwo unter muss.
klein = 100g Gaskartusche (vom Jetboil) + 15€ Brenner (Amazon). Das nutze ich hauptsächlich für den Kaffee und das Mini Brennerchen passt immer irgendwo rein, daher auch als Backup für den Jetboil.
hier alles zusammen auf einem Bild :D

aber an dem Tag gab es auch die Luxushütte für die ich gerne die letzten 15-20 Tages km an den nächsten Tag gehängt habe ;)

weil wenn man schon so "eingeladen" wird


insgesamt ziehe ich persönlich eine gescheite Gastronomie dem selbst kochen vor
Nur Kaffee das muss einfach sein, meist Morgens und Abends oder auch mal unterwegs wenn ein Bäcker mit leckerem Süßkram den Flow störte :D
 
Hatte auf meiner letzten Tour einen Esbitkocher dabei. Klein, leicht und reicht für den Kaffee am morgen, oder eine Suppe warm machen aus.
Einen Liter Wasser für Nudeln wollt ich damit jetzt nicht heiß machen, aber da ich eh nur eine Tasse (400 ml) dabei habe, passt das.
 
Und wir haben das Leichte Küche Thema, gibt's da nicht was dazu?
Bin ich durch, war jetzt nicht so informativ. Etwas mehr strukturieren wäre auch ne Idee, hast recht, das Thema wächst 😀
Vielleicht solltet ihr euch auch Gedanken machen, ob "light bikepacking" durch nur "bikepacking" ersetzt wird. Eine Unterkategorie "light" würde vielleicht schon weniger Angriffspunkte liefern und man könnte sich selber klar sortieren, was einem wichtig ist? Gibt sicher Für und Wider...

Sorry, für OT
 
ohne Kaffee geht nicht :D
Falls dir french press zusagt, gibt es das auch von Jetboil. Hatten wir mal dabei, fand ich i.O. und spart nochmals bisschen Platz. Wobei eine Bialetti geschmacklich unschlagbar ist :love:
Hütte sieht interessant aus. Das Forstamt scheint es dort zu verstehen, wie man mit neuen Interessen umgeht. Wo ist das?
 
Als eigentlich stiller Mitleser klinke ich mich auch mal ein, da mich die Leichte Küche auch permanent umtreibt! Da der oben genannte Thread sich ja aber nicht mehr wirklich mit leichter Küche beschäftigt mal hier. Wenns doch besser in dem anderen aufgehoben ist, gerne verschieben ;)

Vorweg und eigentlicher Grund zur Antwort: Leichtester Kaffee till now (abgesehen von Instantpulver...) ist für mich ein Teesieb. Man braucht allerdings etwas gröber gemahlenes Pulver. Versuchen will ich demnächst Sonja oder den von GSI oder eben ein Äquvalent. Aktuell aber noch so:

Kaffesieb Gewicht.jpg


wird einfach in die Tasse gehängt, brüht halt mehr wie in einer Bodum

Kaffesieb Tasse.jpg


Zum Kochen selbst: Ich habe inzwischen zig Setups ausprobiert und switche je nach dem, was ich vorhabe und mit wie vielen Leuten wir unterwegs sind. Nach langen Jahren mit Gaskocher und Kartusche bin ich mittlerweile fast ausschließlich beim Hobo oder Spiritus-Dosenkocher gelandet.

Aktuell liegt mein Kochset (ohne Brennstoff!!) bei ca 350g. Das beinhaltet 900ml Topf mit Deckel, 420ml Tasse, Brenner, 2x Windschutz, Isolierhülle, Kaffeesieb, Messbecher für Spiritus und Schwämmchen (es fehlt ein kleiner Lappen zum abtrocknen). Packmass für mich völlig in Ordnung, passt je nach dem, wo Platz ist in die Frontrolle, in den voluminöseren hinteren Bereich der Arschrakete oder bleibt im Rucksack. Spiritus gerade bei kälteren Temperaturen am Körper. Dazu kommen noch Titan Löffel und Gabel (einzeln, kein Göffelzeux!!) und als Messer ein simples kleines Schweizer.

Kochset komplett offen 1.jpg

Einzelteile

Kochset komplett Gewicht.jpg

komplett ineinander verstaut

Dosenkocher Cola.jpg

Dosenkocher (schmale Coladose, tiefe Jetholes ersparen Abstandshalter zum Topf)

Wenns unproblematisch ist, zügig trockenes Brennmaterial zu finden mit den Hobos:

Dosenhobo Gewicht ohne Potstand.jpg

Allein unterwegs der hier, leider finde ich gerade den Potstand nicht (schlicht ein ganz knapp abgeschnittenes Unterteil einer anderen Dose mit Löchern) oder bei mehreren Leuten der hier (Grillrost allein hat ca 80g und bleibt zuweilen daheim):
Titanhobo Grillrost Gewicht.jpg

Ist steckbar und dadurch fantastisch vom Packmass, für mich allein aber zu groß... Und ich muss ehrlich sagen, dass mich die verrusten Töpfe etwas nerven, da sind Spiritus und Gas schon angenehmer. Aber damit kann ich wiederum nicht grillen, bzw bräuchte halt noch ein Pfännchen - das absolute Nonplusultra habe ich also leider noch nicht gefunden und wäre daher für jedwede (kostengünstige) Tips dankbar!

Hoffe es stört sich niemand hieran, auch wenns etwas aus dem eigentlichen Thema schlägt...
Mit besten Grüßen, Moritz
 
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