Magura MT5 MT7 Erfahrungen

Ich hatte die TS Standard. Die TS Power hatte ich nicht probiert. Von der Bremsleistung waren sie schon gut, aber die Fuhre hat gequietscht wie ein Güterzug.
 
Bin etwas unzufrieden mit der Performance meiner MT5 hinten. Gut, sie bremst, aber deutlich schlechter als die Vorderere. Heute mal den Bremssattel angeschaut und es schaut so aus, als wenn sich nur auf einer Seite die Kolben bewegen. Nachdem die Bremse gerade mal ein paar KM gelaufen ist, hab ich wenig Lust, die Bremskolben zu mobilisieren. Ist das ein häufiges Problem bei den Maguras? Und was schafft dauerhaft Abhilfe?

IMG_4009.JPG
 
Heute mal den Bremssattel angeschaut und es schaut so aus, als wenn sich nur auf einer Seite die Kolben bewegen.
Das hat keine Einfluß auf die Bremskraft, weil die Kolben beim starken Bremsen mit deutlich über 50bar beaufschlagt werden und da spielt die Gängigkeit für die entstehende Bremskraft keine Rolle mehr. Wenn ein Kolben zurückhängt, dann biegt der gegenüberliegend Kolben die Scheibe schon an den hängenden Kolben ran und wenn der Druck dann voll aufgebaut ist, dann klemmen beide die Scheibe mit voller Kraft. Wenn dann die Bremskraft ungenügend ist, ist der Reibungsfaktor zwischen Scheibe und Belägen nicht hoch genug.
Aber einseitig hängende Kolben nutzen die Beläge über die Zeit ungleich ab, weil gerade beim leichten Bremsen immer ein Belag früher anliegt als der andere. Kann man akzeptieren, wenn alles sonst ok ist und man nicht ständig mobilisieren möchte. Kann sich bei weiterem Belagverschleiß auch wieder umdrehen und der andere jetzt hängen. Und bei 4 Kolben gibt es noch ein paar Möglichkeiten mehr, aber Prinzip bleibt.
 
Ist das ein häufiges Problem bei den Maguras? Und was schafft dauerhaft Abhilfe?
Ich kenne das von MT5/7 nicht anders und meiner Meinung auch das Übel dieser Bremse... genau dadurch kommt das Pfeifen, Rubeln und Quitschen... zwar kommen unter "Bremsen" alle Kolben raus, jedoch haben sie dann schon unterschiedliche Wege zurückgelegt, die Scheibe wird leicht schräg gedrückt und das Übel nimmt seinen lauf. Die Bremspower kann, muss aber nicht schlechter sein, es quitscht und Pfeift wie Sau... auch kann man gefühlt nach jeder Ausfahrt den Sattel neu ausrichten, was aber nach 10x richtig Bremsen wieder für die Füchse war, weil man wieder gleich weit ist wie vorher.
Wie gesagt, meine Erfahrung von meinen ( unterdessen entsorgten) MT7 und von zwei Kollegen, die absolut das identische Bild wie ich und nun auch du haben. Die Bremsen haben < 200km auf dem Buckel, sind also ganz neu...
Ich habe so ziemlich alles durch, was es für "Tipps" gibt, 3-4 verschiedene Beläge, 3 verschiedene Scheiben, Kolben mobilisiert, 5-6x entlüftet... am Anfang scheint es gut zu sein und nach 5km ist man wieder beim Rubbeln, Pfeifen und Schleifen...
 
Ich habe mit meinen beiden MT5 an nem Hightower noch nie irgendwelche Problem gehabt.
Das einzige was ich regelmäßig machen muss sind die Beläge zu ersetzen weil die sich doch relativ schnell abnutzen.
Da benutze ich die Original 9P Beläge.

Den Sattel musste ich noch nie neu ausrichten und ich benutze die Bremsen oftmals sehr stark auf steilen Trails.

Als Scheiben habe ich die SRAM Centerline von meinen vorherigen Bremsen draufgelassen.
Die Kombi funktioniert wirklich sehr gut.
Wenns mal wirklich nass wird dann quietschen sie zwar ein wenig, das stört aber nicht wirklich

Kann bisher also nur Positives berichten.
 
Es ist definitiv ein Problem, das auch andere Hersteller haben, meine Saints hatten die Probleme auch, die 2-Kolben Shimano SLX eher weniger.

Aber egal, dann werde ich mal mobilisieren und sehen, was es bringt. Meiner Erfahrung nach bedeuten ungleich herausfahrende Kolben allerdings durchaus massiv schlechtere Performance und auch Überhitzungsprobleme. Immerhin schleift ja auch erstmal nur ein Bremsbelag und erzeugt primär Hitze und wenig Reibung/Bremswirkung.
 
Ja, das mag durchaus sein, dass das andere Hersteller auch haben. Deine Frage war ja, ob das häufig bei Magura vorkommt und aus meiner Erfahrung kann ich sagen, Ja! es kommt häufig vor. In meinem Umfeld sind 4 von 4 Bremsen (4x MT7) betroffen, keiner bekommt es auf Dauer weg. Auch andere Hersteller haben nicht makellose Produkte, doch mir ist noch keine Bremse untergekommen, die so viel Probleme macht wie diese Maguras.
Zu deiner zweiten Frage: dauerhafte Abhilfe, habe ich keine gefunden... aber vielleicht wirst du ja fündig ;) mobilisieren hat bei mir keine oder nur kurzzeitig etwas gebracht, nach 2-5k Höhenmeter war es wie davor...
 
Die Bremse bremst und ist dicht? Dann gibts ja kein Problem.
Es ist nur dann ein Problem wenn man ein Internet Monk ist und felsenfest behauptet die Bressscheibe muss am Sattel ausgerichtet werden und nicht der Sattel an der Bremsscheibe.
 
Wirklich lösen lässt sich das Problem des ungleichmäßigen Ausfahrens der Kolben nicht. Aber man kann damit umgehen. Das eigentliche Problem ist, dass die automatische Belagnachstellung praktisch nur auf einer Seite richtig funktioniert. Der zweiten Seite muss man auf die Sprünge helfen:

1. Wichtig ist von Beginn an die Einstellung des Lüftspalts nicht durch Verschieben der Zange sondern gleich nach der "Methode Hope" durch die Belagnachstellung erledigen zu lassen. Dabei montiert man die Zange so, dass die Scheibe möglichst mittig und möglichst gerade im Spalt steht und rührt sie dann nie wieder an. Den Rest macht man indem man mit einem kleinen Schraubenzieher auf der "vorlauten Seite" so auf die Trägerplatte drückt, dass die Kolben zurückgeschoben werden. Danach pumpt man wieder ran. In hartnäckigen Fällen kann man auch mit dem Schraubenzieher auf der "vorlauten Seite" dagegenhalten während man den Bremshebel zieht um die andere Seite rauszupumpen. Damit hat man recht schnell eine schleiffreie Bremse und es funktioniert sogar bei dem sehr kleinen Spalt der MT7.
2. Wenn der Belag dann verschleißt und die eine Seite das Schleifen anfängt, drückt man einfach wieder diese Seite zurück oder hält sie fest um die andere Seite ein bisschen weiter rauszupumpen. Fertig. Das kann man problemlos und schnell bei jeder kleinen Wartung nach der Tour machen.
 
Die Bremse bremst und ist dicht? Dann gibts ja kein Problem.
Es ist nur dann ein Problem wenn man ein Internet Monk ist und felsenfest behauptet die Bressscheibe muss am Sattel ausgerichtet werden und nicht der Sattel an der Bremsscheibe.
Sie scheint bei Wupeout schlecht zu performen, denke das ist schon ein Problem (gehe ich mal davon aus).
Wie will man die Bremsscheibe am Sattel ausrichten? Denke nicht, dass das jemand versuchen will o_O
Internet Monk? :confused:

1. Wichtig ist von Beginn an

Hört sich spannend an, kann ich mal bei einem Kumpel versuchen. Vielleicht bekommen wir sie ja so schleif und quitschfrei :)
 
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felsenfest behauptet die Bressscheibe muss am Sattel ausgerichtet
ich wüsste jetzt nicht, wie ich die Bremsscheibe am Sattel ausrichten sollte. ;)
Wichtig ist von Beginn an die Einstellung des Lüftspalts nicht durch Verschieben der Zange sondern gleich nach der "Methode Hope" durch die Belagnachstellung erledigen zu lassen. Dabei montiert man die Zange so, dass die Scheibe möglichst mittig und möglichst gerade im Spalt steht
Ich mache das schon so bei der ersten Montage. Wenn dann aber nach dem Einfahren und Einbremsen die Bremse schleift, dann wird sie einfach eingestellt durch Lösen der Schrauben, Ziehen des Bremshebels, Schrauben wieder zu, oder wenn das nicht gut funktioniert, auf Lichtspalt. Daher ergibt sich ja die recht extreme Position im Bild oben.

Aber deine Tipps werde ich mal versuchen. Danke.

Sie scheint bei Wupeout schlecht zu performen, denke das ist schon ein Problem (gehe ich mal davon aus).
Sie geht, aber die Bremsleistung ist nicht gut und benötigt zu viel Handkraft. Man merkt einfach, dass die Bremse nicht optimal zupackt.
 
ich wüsste jetzt nicht, wie ich die Bremsscheibe am Sattel ausrichten sollte. ;)

Ich mache das schon so bei der ersten Montage. Wenn dann aber nach dem Einfahren und Einbremsen die Bremse schleift, dann wird sie einfach eingestellt durch Lösen der Schrauben, Ziehen des Bremshebels, Schrauben wieder zu, oder wenn das nicht gut funktioniert, auf Lichtspalt. Daher ergibt sich ja die recht extreme Position im Bild oben.

Aber deine Tipps werde ich mal versuchen. Danke.


Sie geht, aber die Bremsleistung ist nicht gut und benötigt zu viel Handkraft. Man merkt einfach, dass die Bremse nicht optimal zupackt.
habe noch keine MT5/MT7 gesehen wo das funktioniert. MT7 schonmal gar nicht mit dem geringen spalt an den Belägen und 2mm Bremsscheiben
 
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Sie scheint bei Wupeout schlecht zu performen, denke das ist schon ein Problem (gehe ich mal davon aus).
Wie will man die Bremsscheibe am Sattel ausrichten? Denke nicht, dass das jemand versuchen will o_O
Internet Monk? :confused:




Hört sich spannend an, kann ich mal bei einem Kumpel versuchen. Vielleicht bekommen wir sie ja so schleif und quitschfrei :)

Eben das. Es geht nicht. Deswegen die übertriebene Formulierung
Man kann einen Bremssattel auch schief oder seitlich versetzt ausrichten. Bremsscheibe mittig zu den Belägen egal wie sie ausfahren oder man kann versuchen alles daran zu setzen, dass der Bremssattel mittig sitzt und die Beläge werden nie gleich ausfahren. Dann hat man das Problem mit den sich verbiegenden Scheiben während des Bremsens.
Ich hab mich noch nie drum gekümmert wie meine Sättel ausgerichtet sind und kenne all diese Probleme der letzten 447 Seiten nicht trotz dem ich seit 5 Jahren fast ausschliesslich Maguras fahre.
Bremse ziehen -> Schraube zu -> wenns schleift mal kurz nachsehen und evtl. nachjustieren. Aber mehr nicht. Egal ob Code, XT, MT5 oder MT7. Dass eine MT7 da wesentlich nerviger ist streite ich nicht ab aber damit muss man leben. Die Bremspower ist jedenfalls nicht davon betroffen. Wer das nicht öchte kann eine MT5 fahren die ist das wesentlich einfacher und hat eigentlich kaum weniger Power.
Schleifen an den Belägen während der fahrt bremst sich von selbst weg wenn die Scheibe nicht verzogen ist.
 
Meine MT5 läuft schon seit Jahren problemlos. Die MT 7 auf meinem HTC läuft auch seit 1 1/4jahren ohne Probleme. Ich mache da auch keinen großen Hype drum wird geputzt und Ende. Daher h kann ich alles nicht nachvollziehen
 
Ich glaub ich probier mich da besser mal weiter selbst dran. ;) Irgendwas wird schon funktionieren.

Hier einfach stur die Meinung zu vertreten, dass festsitzende Kolben kein Problem sind und man sich halt nicht so anstellen soll, finde ich jedenfalls eine "interessante" Einstellung, vor allem wenn die Bremse so nicht optimal funktioniert. Manchmal vllt besser, wenn man sich seine Kommentare schenkt.
 
Nachdem der Druckpunkt meiner HR-Bremse immer schon zu nah am Lenker war, hab ich heute den freien, und verregneten, Tag dazu genutzt ,mich mal dran zu machen.
Alles schön vorbereitet und PENIBELST entlüftet. Sicher 40-45min. Es kam auch absolut keine Luft mehr. Aber kaum waren die Spritzen ab war der Druckpunkt wieder sehr nah am Lenker. Also nochmal von vorne…..selbes Ergebnis.
Dann hab ich, mit eingebauten (neuen) Belägen, nochmal eine Schnellentlüftung über den Geber gemacht. Jetzt erst ist der Druckpunkt so wie ich ihn mir vorgestellt habe. Beide Seiten exakt gleich. Wahrscheinlich ist die Bremse am HR nun etwas überfüllt, was für mich in Zukunft bedeutet das ich VOR DEM BELAGSWECHSEL die EBT-Schraube am Geber öffnen muß, um mir nicht selbigen zu schrotten.
Kann ich mit leben (hab ein Post-It mit roter Notiz an meine Werkzeugwand gemacht :troll: )
 
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Nachdem der Druckpunkt meiner HR-Bremse immer schon zu nah am Lenker war, hab ich heute den freien, und verregneten, Tag dazu genutzt ,mich mal dran zu machen.
Alles schön vorbereitet und PENIBELST entlüftet. Sicher 40-45min. Es kam auch absolut keine Luft mehr. Aber kaum waren die Spritzen ab war der Druckpunkt wieder sehr nah am Lenker. Also nochmal von vorne…..selbes Ergebnis.
Dann hab ich, mit eingebauten (neuen) Belägen, nochmal eine Schnellentlüftung über den Geber gemacht. Jetzt erst ist der Druckpunkt so wie ich ihn mir vorgestellt habe. Beide Seiten exakt gleich. Wahrscheinlich ist die Bremse am HR nun etwas überfüllt, was für mich in Zukunft bedeutet das ich VOR DEM BELAGSWECHSEL die EBT-Schraube am Geber öffnen muß, um mir nicht selbigen zu schrotten.
Kann ich mit leben (hab ein Post-It mit roter Notiz an meine Werkzeugwand gemacht :troll: )

Denk' nicht dass die überfüllt ist, sonst würde die Bremse wohl schleifen.
 
Ich hab’s nur für mein Gewissen als ÜBERFÜLLT in meinem Kleinhirn gespeichert. Und die EBT-Schraube vor dem Belagswechsel zu öffnen ist nun auch kein Akt.
Werd es in Zukunft nur noch so machen.
BTW… hab hier im Forum sogar ein Video gesehen, da wurde das auch gemacht, ohne das die Rede davon war ,Bleedblöcke zu nutzen. War im News Bereich
Das Video meine ich
 
Ich hab’s nur für mein Gewissen als ÜBERFÜLLT in meinem Kleinhirn gespeichert. Und die EBT-Schraube vor dem Belagswechsel zu öffnen ist nun auch kein Akt.
Werd es in Zukunft nur noch so machen.
BTW… hab hier im Forum sogar ein Video gesehen, da wurde das auch gemacht, ohne das die Rede davon war ,Bleedblöcke zu nutzen. War im News Bereich
Das Video meine ich
Mache ich mitterlerweile auch so.

Mit Bleedblock penibel entlüftet: scheiß Druckpunkt

Mit Belägen schnell entlüftet und minimal überfüllt: perfekte Bremse
 
Gestern hab' ich getestet ob durch Klebeband auf der Rückseite der Bremsbeläge das ruckeln weniger wird. Das hat bei mir leider überhaupt nichts gebracht, außer Zeit und Nerven gekostet um die Bremse wieder schleiffrei auszurichten.

Heute im Wald gab's dann die große Überraschung. Dachte zuerst an eine Alarmanlage, einen Rauchmelder oder dass ich einen Tinnitus habe, bis ich bemerkt habe dass die Bremse einen lauten Piepton von sich gibt.
Durch ziehen der Bremse ging der Ton wieder weg, kam aber alle paar Minute wieder zurück.

Das hat die Tour ruiniert, da ich die ganze Zeit an die Bremse denken musste. Meine MT7 am Vorderrad ist schon eine echte Diva; alles muss perfekt sein, sonst will sie nicht. Wehe man bremst mal zu stark, dann ist sie gleich eingeschnappt und schleift rum. Am Hinterrad musste ich dagegen noch gar nichts einstellen.
 
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