Manometer Genauigkeit Standpumpen

Dabei seit
10. April 2021
Punkte Reaktionen
2
Hallo, welche Genauigkeit haben die Manometer der Standpumpen etwa? (insbesondere Joe blow iii sport)

(edit: ich meinte, wie gut die Teile auf die Nachkommastelle geeicht sind)
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
6. April 2011
Punkte Reaktionen
1.993
Hallo, welche Genauigkeit haben die Manometer der Standpumpen etwa? (insbesondere Joe blow iii sport)
Was meinst du wie genau du diese Anzeige ablesen kannst? Oder willst du wissen, wie genau der angezeigte Druck mit der Wirklichkeit übereinstimmt?
Screenshot from 2021-04-10 17-17-11.png
 

cjbffm

26 Zoll lebt!
Dabei seit
4. September 2011
Punkte Reaktionen
2.239
Geeicht is da nix.

Bei Manometern gibt es unterschiedliche Genauigkeitsklassen.
Ich schätze mal, daß Markenhersteller wie Topeak oder SKS nicht das billigste verbauen.
 

Topeak

Topeak Support
Offizieller Account
Dabei seit
28. Januar 2011
Punkte Reaktionen
60
Bei den von Topeak verwendeten mechanisch, analogen Manometern verhält es sich wie folgt (Zitat Topeak Global):

"Für mechanische Analogmanometer, die wir an den Standpumpen verwenden,
beträgt die maximale Toleranz 3 % - 2 % - 3 %.

3% maximale Toleranz für das erste 1/3 des Anzeigebereiches (Niederdruckbereich),
2% maximale Toleranz für das zweite 1/3 (Mitteldruckbereich) und
3% maximale Toleranz für das letzte 1/3 (Hochdruckbereich).
"
 
Dabei seit
10. April 2021
Punkte Reaktionen
2
@ Topeak ja darum geht es mir
was bedeuten denn 3%? Also 3% wovon? Bei 2 Bar sind 3% nur 0,06 Bar. Ist das so gemeint?
Und ich habe bereits die o.g. Pumpe hier und sie scheint mir etwas ungenau zu sein.
 
Dabei seit
10. April 2021
Punkte Reaktionen
2
Erstmal Dankeschön für die schnelle Antwort...
Sie zeigt ca 0,3-0,4 Bar zu viel an. Mir ist das etwas zu weit weg von der Toleranz.
Habe mir die Mühe gemacht und ich an 2 Tankstellen gegengeprüft (analog und digital Gerät) an je 4 kalten Autoreifen mit einem Druck von etwa 2,2 Bar. Grade der niedrige Bereich wird von mir am häufigsten benutzt.
Ein privater Kompressor hatte ähnliche Werte, wie die Tankstellen.
Also falsch kalibrierte Tankstellengeräte kann ich nicht ganz aber doch ziemlich ausschließen. Und Anwendungsfehler wüsste ich auch jetzt nicht.
Besser kann ich es aktuell nicht prüfen. Zwei "SKS 12" Pumpen zeigten zum Vergleich aber auch deutlich weniger an als meine Blow Joe.

Ich frag mich, wie hoch die wahrscheinlickeit ist, dass ich bei einem Austausch ein genaueres Manometer haben werde und meine Pumpe ein Montagsgerät ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dabei seit
2. Juli 2011
Punkte Reaktionen
344
Dir ist bewusst, dass es beim Anschließen des Schlauches an der Tankstelle zum Druckausgleich kommt und somit nicht der Wert angezeigt wird, der zuvor durch die Pumpe erzeugt wurde? Hast du es mal einem digitalen Druckprüfer gemessen?
 
Dabei seit
10. April 2021
Punkte Reaktionen
2
Einen Druckprüfer müsste ich erst kaufen.
Was bedeutet denn Druckausgleich? Ist für mich nicht verständlich.
Das Ding an der Tanke zeigt den korrekten Druck hoffentlich an, Punkt.
Wenn ich den Schlauch an der Tanke abzeihe und wieder aufstecke, zeigt der digitale Kompressor dort 0,1 Bar weniger an, als ich vorher reingepumpt habe und die 0,1 Bar werden dann wieder nachgepumpt.
Das Spiel kann ich endlos wiederholen. Es ist also ein minimaler Verlust bei jedem Vorgang vorhanden.
Wenn ich dann die Joeblow anstecke, zeigt sie halt 0,3-0,4 Bar mehr an. Ich kann die Joeblow auch öfter wieder ab und dran stecken, ohen nennenswerten Luftverlust. Was soll daran falsch gemessen sein?
 

Epic-Treter

Handlangergehilfenazubianwärterpraktikant
Dabei seit
6. November 2004
Punkte Reaktionen
38.327
Ort
Im Eisenland
Erstmal Dankeschön für die schnelle Antwort...
Sie zeigt ca 0,3-0,4 Bar zu viel an. Mir ist das etwas zu weit weg von der Toleranz.
Habe mir die Mühe gemacht und ich an 2 Tankstellen gegengeprüft (analog und digital Gerät) an je 4 kalten Autoreifen mit einem Druck von etwa 2,2 Bar. Grade der niedrige Bereich wird von mir am häufigsten benutzt.
Ein privater Kompressor hatte ähnliche Werte, wie die Tankstellen.
Also falsch kalibrierte Tankstellengeräte kann ich nicht ganz aber doch ziemlich ausschließen. Und Anwendungsfehler wüsste ich auch jetzt nicht.
Besser kann ich es aktuell nicht prüfen. Eine "SKS 12" Pumpe zeigt zum Vergleich aber auch deutlich weniger an als meine Blow Joe.

Ich frag mich, wie hoch die wahrscheinlickeit ist, dass ich bei einem Austausch ein genaueres Manometer haben werde und meine Pumpe ein Montagsgerät ist.

Wenn Du wissen willst, ob Dein Manometer innerhalb der Toleranzen anzeigt, mußt Du damit zu einem Kalibrierdienst gehen. Die können Dir das dann sogar bescheinigen.
 
Dabei seit
8. Mai 2019
Punkte Reaktionen
202
Genau so ist es gemeint, @frank_tank . 😉

Inwiefern "scheint sie ungenau zu sein"?
Seid ihr sicher, dass das so gemeint ist? In der Regel werden Genauigkeitsklassen bei Manometern auf den Skalenendwert bezogen.
Der Skalenendwert beträgt 11 Bar. Bei 3% Abweichung reden wir von 0,33 bar im ersten und letzten drittel bzw. 0,22 bar im zweiten drittel.
Das würde auch in etwa dem entsprechen, was frank_tank berichtet, nämlich eine Abweichung von 0,3-0,4 bar im Bereich von 2,2 bar.
Das ist auch der Grund, warum günstige Manometer einen recht hohen Skalenendwert haben.
 
Dabei seit
10. April 2021
Punkte Reaktionen
2
Ich finde auch, dass sich das mit dem Skalenendwert logischer anhört.
Sonst käme man ja bei 2 Bar auf 0,06 Bar Toleranz und bei 10 Bar auf 0,3 Bar Toleranz - was ein ziemlich goßer unterschied ist.

Zur allergrößten Verwirrung habe ich auch eine Antwort von rtisports, die anscheinend die Sachen von Topeak in Deutschland vertreiben. Die sagen folgendedermaßen:
"vom Hersteller haben wir eine Aussage erhalten von +/- 2 PSI. Bitte beachte aber das die Genauigkeit durch ein Kalibrierungssystem erfolgen sollte."

2PSI entsprechen 0,138 Bar.
0,35 Bar zu viel wären entsprechend 5PSI. Also über der Toleranz vom Hersteller. :ka::confused::)
 

Epic-Treter

Handlangergehilfenazubianwärterpraktikant
Dabei seit
6. November 2004
Punkte Reaktionen
38.327
Ort
Im Eisenland
Erstmal Dankeschön für die schnelle Antwort...
Sie zeigt ca 0,3-0,4 Bar zu viel an. Mir ist das etwas zu weit weg von der Toleranz.
Habe mir die Mühe gemacht und ich an 2 Tankstellen gegengeprüft (analog und digital Gerät) an je 4 kalten Autoreifen mit einem Druck von etwa 2,2 Bar. Grade der niedrige Bereich wird von mir am häufigsten benutzt.
Ein privater Kompressor hatte ähnliche Werte, wie die Tankstellen.
Also falsch kalibrierte Tankstellengeräte kann ich nicht ganz aber doch ziemlich ausschließen. Und Anwendungsfehler wüsste ich auch jetzt nicht.
Besser kann ich es aktuell nicht prüfen. Zwei "SKS 12" Pumpen zeigten zum Vergleich aber auch deutlich weniger an als meine Blow Joe.

Ich frag mich, wie hoch die wahrscheinlickeit ist, dass ich bei einem Austausch ein genaueres Manometer haben werde und meine Pumpe ein Montagsgerät ist.

Und Du hast bestimmt auch überall die gleiche Umgebungstemperatur und die gleiche Reifentemperatur. Selbst kalibrierte Messgeräte dürfen innerhalb der Toleranzen Abweichungen zueinander haben.
 

Topeak

Topeak Support
Offizieller Account
Dabei seit
28. Januar 2011
Punkte Reaktionen
60
Ich nehme noichmal Stellung zu dem Thema und versuche für Aufklärung zu sorgen bzw. zumindest den Boden etwas zu bereiten dafür.

Das Ding an der Tanke zeigt den korrekten Druck hoffentlich an,
Das sollten die Geräte an Tankstellen, denn sie kommen alle mit einem mehr oder weniger alten Eichsiegel daher, was die Tatsache beschreibt, dass die Geräte vom deutschen Eichamt gegen Entlohnung geeicht worden sind.

Naja, soweit so gut.

Wenn ich den Schlauch an der Tanke abzeihe und wieder aufstecke, zeigt der digitale Kompressor dort 0,1 Bar weniger an, als ich vorher reingepumpt habe und die 0,1 Bar werden dann wieder nachgepumpt.
Ja, spricht für eine elektromechanische (oder bei den alten Handgeräten ist es eine pneumatische) Steuerung, die dafür sorgt. Aber wo soll dieser Mechanismus in einer Standpumpe versteckt sein bzw. wie überhaupt funktionell, haltbar und bezahlbar umsetzbar sein?

Seid ihr sicher, dass das so gemeint ist?
Nein, da auch die Erkärung von Topeak Global dies nicht hergab.
Danke für Deine Aufklärung an dieser Stelle, @sepplmail . 🦾🏆

In der Regel werden Genauigkeitsklassen bei Manometern auf den Skalenendwert bezogen.
Der Skalenendwert beträgt 11 Bar. Bei 3% Abweichung reden wir von 0,33 bar im ersten und letzten drittel bzw. 0,22 bar im zweiten drittel.
Das würde auch in etwa dem entsprechen, was frank_tank berichtet, nämlich eine Abweichung von 0,3-0,4 bar im Bereich von 2,2 bar.
Das ist auch der Grund, warum günstige Manometer einen recht hohen Skalenendwert haben.

Gut, dass das aufgeklärt werden konnte. Jetzt kann @frank_tank wieder beruhigt pumpen. 💨💨
 

Topeak

Topeak Support
Offizieller Account
Dabei seit
28. Januar 2011
Punkte Reaktionen
60
Naja, ich glaube, er wollte eher über den Hintergrund der Abweichungen aufgeklärt werden. 😚
Aber egal jetzt. Wir können alle beruhigt ins Wochenende gehen.
 
Dabei seit
10. April 2021
Punkte Reaktionen
2
Und Du hast bestimmt auch überall die gleiche Umgebungstemperatur und die gleiche Reifentemperatur. Selbst kalibrierte Messgeräte dürfen innerhalb der Toleranzen Abweichungen zueinander haben.
Ich wüsste nicht, was das für auswirkungen haben soll. Das wäre, wenn ja ein allgemeines Problem beim Kalibrieren auch an allen Tankstellen der Welt, nicht aber was spezielles an der Joeblow Pumpe. Stimmen die Tankstellengeräte somit bei Hitze weniger gut, als bei Kälte? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen.
Nö, denn er erwartet eine absolute Genauigkeit, die es zumindest in der Wirklichkeit nie geben kann.
Naja, also das habe ich so ja nirgends erwähnt. "Absolut" erwartet wohl niemand.

Ja, spricht für eine elektromechanische (oder bei den alten Handgeräten ist es eine pneumatische) Steuerung, die dafür sorgt. Aber wo soll dieser Mechanismus in einer Standpumpe versteckt sein bzw. wie überhaupt funktionell, haltbar und bezahlbar umsetzbar sein?
Bei der Standpumpe ist das natürlich nicht so, das meinte ich damit auch gar nicht. Wollte nur darlegen, dass ich nicht kapiere, warum das die Messung beeinflussen sollte.

Aber egal, die ganze Theorie nützt nix, ich werde die Pumpe eventuell austauschen und berichten, ob es was gebracht hat.
 

Epic-Treter

Handlangergehilfenazubianwärterpraktikant
Dabei seit
6. November 2004
Punkte Reaktionen
38.327
Ort
Im Eisenland
Ich wüsste nicht, was das für auswirkungen haben soll. Das wäre, wenn ja ein allgemeines Problem beim Kalibrieren auch an allen Tankstellen der Welt, nicht aber was spezielles an der Joeblow Pumpe. Stimmen die Tankstellengeräte somit bei Hitze weniger gut, als bei Kälte? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen.

 

Topeak

Topeak Support
Offizieller Account
Dabei seit
28. Januar 2011
Punkte Reaktionen
60
Bei all den Erwartungen/Hintergründen sollte man aus anderer Perspektive nochmal den zugrunde liegenden Verkaufspreis der Pumpe bedenken. 🧙‍♂️8-)
 
Dabei seit
28. Februar 2007
Punkte Reaktionen
4.303
Ort
Innsbruck
Bei all den Erwartungen/Hintergründen sollte man aus anderer Perspektive nochmal den zugrunde liegenden Verkaufspreis der Pumpe bedenken. 🧙‍♂️8-)

Frage, die mich schon eine Weile interessiert hier ggf. ganz gut dazu passt:

Wie wird denn eigentlich bei der Joe Blow Dualie sichergestellt, dass man sich das "kleine" Manometer bis 2bar nicht komplett zerschießt (plastische Verformung durch Überlastung), wenn man auch immer wieder das "große" Manometer und Drücke bis 5bar nutzt?

Normalerweise reagieren derartige Manometer ja recht empfindlich gegen zu hohe Drücke.

Danke!
1618838525222.png
 
Dabei seit
2. Januar 2021
Punkte Reaktionen
161
Einen Druckprüfer müsste ich erst kaufen.
Das ist mMn ohnehin die einzig sinnvolle Lösung. Die Skaleneinteilung auf den meisten Pumpen finde ich zu ungenau und dann kommt noch die bereits diskutierte Abweichung dazu. Mit meiner Pumpe (von einem anderen Hersteller) stelle ich nur grob den Druck ein bzw. mache etwas zu viel drauf und anschließend mache ich es mit einem digitalen Durckprüfer richtig.
 
Oben