Neue Bremsen? Scott Spark 745

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Hallo Allerseits!

Ich bin neu hier und auch Neueinsteiger im Fully MTB Bereich, dazu noch ein "alter Sack" mit 45+ ;)

Aber ich habe noch Spaß am MTBlern. Ich fahre idR doch eher defensiv und mehr auf Radstrecken und gelegentlich (erstmal noch) nur auf diesen Halden im Ruhrpott (Hoheward & Hoppenbruch > dort meide ich auch alles, das nach Rampe und DH Strecke aussieht).

Ich hatte bisher ein etwas zu kleines 14" Cube LTD CC 26" Hardtail. Dieses hatte mich allerdings nie so richtig enttäuscht, noch im Stich gelassen und sogar einige gewagte Aktionen - zumindest für meinen Level - gemeistert.

Die Hayes/Ryde Bremsen scheinen allerdings einen üblen Ruf zu haben (ratter, ratter, kling kling, schleif schleif), aber auch diese haben mich immer gut gebremst und ich hatte mir auch nie Gedanken darüber gemacht, ob bessere Bremsen Sinn machen.

Nun, mit dem neuen Bike sieht es auf einmal anders aus ;) Irgendwie hat mich der "Upgrade" Wahn gepackt und ich denke jetzt schon darüber nach, ob ich im Winter nicht doch ein paar Verbesserungen vorhnehmen soll...

Und so komme ich hier ins Forum und stelle mal wieder die Gretchenfrage: welche Bremse darf es denn sein?

Die Teile am Spark scheinen ja "Gut & Günstig" zu sein, Shimano BR-M447 (steht auf einem Sattel).
Dazu die passenden, billigsten Scheiben.

Die ersten 3-4 Touren waren sehr positiv, insgesamt gefällt mir das Gesamtpaket einfach viel besser gegenüber dem Cube HT. Fühle jetzt schon, dass ich ggf. doch etwas mehr wagen möchte.

Meine Überlegung ist, die org. Shimano Bremsen gegen wertigere XT/SLX oder vergleichbare Bremsen zu tauschen (evtl. müssen ja auch neue Scheiben her?).

Was vielleicht gegen Shimano spricht, ist die Schaltung, die von SRAM ist (NX/GX 1x11).
Soweit ich es verstehe, kann ich den Schalthebel nicht mit einer Shimano Bremse verschrauben (1x Klemme). Also wäre eine denkbare Alternative eine SRAM Bremse. Viel gelesen habe ich schon zu beiden Herstellern. SRAM ist teurer und die technischen Begriffe sagen mir nicht immer sehr viel, und schon gar nichts darüber, ob mit einer SRAM Bremse evtl. der Schalthebel zusammen mit dem Bremshebel bzw. der Halterung kombiniert werden kann = aufgeräumteres Cockpit!

Wie gesagt, ich fahre bisher kaum Trail oder gar gemäßigten DH oder Single Trail und bin rel. leicht, unter 68 KG in voller Montur. Für die Zukunft wäre es aber denkbar, dass ich mich mal ins Bergische oder Sauerland verirre, wo ich dann auch mehr bremsen würde.
Dazu fände ich einen verstellbaren Hebel ohne Werkzeug auch reizvoll.

Freue mich über Erfahrungsaustausch, Eure Meinungen & Empfehlungen.

Und sorry für den Roman, aber ich denke, als Einsteiger und Forum-Neuling sollte ich schon etwas ausholen.

Danke & Gruß
Sascha
 
Hallo Sascha,

ehrlich gesagt: Ich würde gar nichts ändern. Soweit Du nicht merkst, die Bremse kommt an ihre Grenzen oder sie Dir sonst irgendwie negativ auffällt, wäre ein Upgrade doch reine Geldverschwendung.
Wenn Du mal wilder unterwegs bist und dann merkst, dass sie Dir nicht reicht, wäre das doch der richtige Zeitpunkt.

Was die Kompatibilität angeht: Ist nicht ganz einfach, zumindest nicht ganz günstig, Shimano mit SRAM zu verheiraten. Aber es geht zumindest teilweise. Trickstuff z. B. bietet da diverse Adapter an. Du brauchst Dir also nicht von der Lenkerschelle diktieren lasse, von welchem Hersteller Deine Bremsen sein müssen.
(Ich fahre zwar gerne meine Guide, aber selbstverständlich haben auch Leute Ärger damit; und es gibt auch andere gute Bremsen. Und nicht jedem liegt jeder Hebel oder jedes Bremsverhalten. Deswegen sollte man vor dem Kauf testen.)
 
Hi & Danke für deine kostengünstige Empfehlung :)

Sehr wahrscheinlich hast Du auch recht, wenn's funktioniert, ist es doch gut.
Meine Upgrade Gedanken sind sicher auch eher der einsetzen Herbst-/Winderzeit geschuldet. Weniger fahren, mehr basteln.

Ich hatte übrigens auch mal SRAM angeschrieben bzgl. Upgrades, z.B. NX gegen GX Kurbel tauschen, oder NX gegen X1 Schalthebel tauschen. Die Antwort fand ich sympatisch, da man mir nichts verkaufen wollte und klar gesagt hat, bist auf ein paar Gramm Gewichtsersparnis, gäbe es keine Performanceänderungen. Hier ebenfalls Geld gespart.

Am Ende ist es wohl wirklich sinnvoller, mal abzuwarten, wohin die Reise geht mit dem neuen Bike.
Wenn dann mal etwas nicht so recht passt, ggf. nochmal richtig abklären, wie und was Sinn macht.

Was bei anderen Shimano Bremsen zumindest ein Vorteil wäre: die neueren Klemmen sind ca. 1/3 schlanker, wie ich gesehen habe.
So gäbe es etwas mehr Platz, vor allem auf der engeren Linken Seite. Da allerdings ein rel. beiter Lenker vorhanden ist, sehe ich derzeit auch noch keinen echten Platzmangel. Einzig die Optik wäre "feiner" ;) Bei einer SRAM Bremse habe ich noch gar nicht so genau hingeschaut, wie dort die Klemmen aussehen.

Was mit bei den aktuellen Bremsen schon gefällt, ist die Tatsache, dass sie ruhig sind, selbst beim Trockebbremsen.
Die am alten Cube haben halt schon währen der fahrt (Kurven!) gerattert, geklingelt und beim Bremsen ordentlich "Musik" gemacht.

Gruß
Sascha
 
Generell stimme ich Geisterfahrer zu, wenn du mit deinen Bremsen klarkommst, gibt es keinen Grund, diese zu wechseln.

Solltest du dir etwas mehr Bremsleistung und/oder Kühlung wünschen, dann wäre mein erster Tipp, die Bremsscheiben zu wechseln.
Welche Größe haben deine Scheiben?

Ich persönlich würde auf 180/180 mit RT-86 Scheiben gehen. Preislich hält sich das im Rahmen, aber der Unterschied sollte spürbar sein.
Dabei halten sich die Kosten (30€/Scheibe + 5€ Adapter) und der Aufwand in Grenzen.
 
Die Teile am Spark scheinen ja "Gut & Günstig" zu sein, Shimano BR-M447 (steht auf einem Sattel). Dazu die passenden, billigsten Scheiben.
Lass die Bremse drauf. Ist doch ein tolles und gut funktionierendes Teil.

Welche Größe haben deine Scheiben?
Die Grösse, welche halt auf einem Scott Spark 745 verbaut ist. Sowas sollte man schon wissen, wenn man hier Tips gibt.

Ich persönlich würde auf 180/180 mit RT-86 Scheiben gehen.
Die BR-M447 des TE passt mit einer RT-86 nicht zusammen. Sowas sollte man schon wissen, wenn man hier Tips gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier wird man ja als Neuling nett empfangen...

Natürlich weißt du Bescheid, welche Größe der Bremsscheiben bei jeglichen sich auf dem Markt befindenden Rädern verbaut ist.
Es ist nicht selten, dass verschiedene Scheibengrößen bei verschiedenen Rahmengrößen verwendet werden (z.B. für S/M-Rahmen 160/180 und für L/XL-rahmen 180/180).
Ebenso habe ich es auch erlebt, dass z.T. andere Scheiben verbaut waren als angegeben.

Dass die RT-86-Scheiben nicht passen, habe ich leider übersehen, dazu brauch man eine Bremse mit 14mm-Belägen.
 
Hallo Zusammen,

alles gut, kein Grund zu streiten, bitte :)
Vielen Dank für die Beteiligung an der Diskussion, finde ich gut. Und keine Sorge, ich nehme nicht jeden Tipp ungeprüft an, sonst hätte ich am Ende vielleicht 5 Bremsen am Bike :D
Ich würde mich vor einem Kauf auch beraten lassen im Fachhandel. Wenn der dann meine Wunschkombi falsch zusammenstellen würde, gäbe es zumindest kein so großes Problem.

Die Scheiben am Spark 745 sind in v/h 180mm. Die Scheiben sind SM-RT54-M gelabelt.

Mir gefallen durchaus die Rückmeldungen, dass die Bremsen an sich schon ok sind :)
Bisher, bei den wenigen Fahrten, war eh alles besser.

Am WE geht es auch nochmal auf die Halde, muss ja noch eingefahren werden.

Viele Grüße
Sascha
 
Was bei anderen Shimano Bremsen zumindest ein Vorteil wäre: die neueren Klemmen sind ca. 1/3 schlanker, wie ich gesehen habe.
Das halte ich eher für einen Nachteil. Erstens wird der Lenker stärker belastet, und zweitens führt dies auch zu einer gewissen Nachgiebigkeit der Geberarmatur beim Ziehen des Bremshebels. Manche empfinden das sogar als schwammig.

Da Du mit Deinem Gewicht echt Glück hast, halte ich selbst größere Bremsscheiben für übertrieben. :)

Dass die Bremse keine nervigen Geräusche macht, ist eher Glückssache als Fortschritt (und noch ein Grund, sie zu behalten). Du kannst nämlich mit allen Bremsen (auch richtig teuren) Pech in der Form haben, dass es lästige Rubbel- oder Quietschgeräusche beim Bremsen gibt. Schleifen sollte die Scheibe nicht, das stimmt.
 
Die Bremse bietet laut shimano die gleiche Leistung wie die Deore, und die ist wenn man kein Schwergewicht ist top.
Den Sprung zu SLX oder XT empfinde ich persönlich als gering. Vorteil XT und SLX wäre die optionale Verwendung von Sinterbelägen.
 
Hi & Danke für die weiteren Antworten.

Bin dann mehr und mehr beruhigt, dass die Bremsen soweit schon ok sind und ich ggf. sogar Glück habe, mit der Ausführung (leise / kein Klappern, Schleifen, Singen).

Interessant auch der Hinweis auf die schmaleren Klemmen und ggf. deren Nachteile.
Habe mir mal Cura & SRAM Glide angeschaut. Diese haben ja einen doppelstegigen Klemmer. Kann schon sein, dass der Hebel / Griff dadurch besser stabilisiert wird.

Schade, dass anscheinend Brembo keine MTB Bremsen bietet. Dann gäbe es bestimmt 300mm Doppelscheiben Stopper mit Radialpumpe ;D
 
Hi, nochmal ein kurzes Update zur Bremsen Situation :)

Nach ein paar weiteren Fahrten denke ich, die Bremsen funktionieren für mich durchaus gut.
Ist nur eine andere Erfahrung nach den vorherigen Rydes, die mehr digital angesprochen haben, was auf einer Seite irgendwie gut war, andererseits oftmals bei holprigen Gelände bei der Abfahrt mit einem Finger am Hebel dazu geführt hat, dass ich ungewollt etwas gebremst habe. Dies passiert jetzt nicht mehr oder eben sanfter.
Die Shimanos reagieren weicher und etwas indirekter, finde ich. Nicht gleich sagen zu wollen "schwamming", aber eben nicht so "hart".
Funktionierte soweit aber sehr gut, ich kann doch recht gut dosieren.

Geräusche halten sich wirklich sehr in Grenzen, manchmal nach längeren Bremspassagen, schleift leicht etwas, kann aber auch Dreck/Bremsstaub gewesen sein und es verschwindet idR nach kurzer Zeit wieder.

Beim Bike reinigen nutze ich meinen Druckluft Kompressor, um Bermsstaub und Dreck aus den Sätteln zu bekommen.

Somit bleibe ich weiter bei den ab Hersteller verbauten Bremsen.

Danke nochmals für Eure Beiträge.

Jetzt geht es in einen anderen Bereich, da ich Fragen bzgl. Vorbau Änderung habe :)

Gruß
Sascha
 
Zuletzt bearbeitet:
Hänge mich mal hier dran. Meine Freundin soll eine neue bremse bekommen, momentan hat sie eine formula c1, mit der ist sie aber nicht so zufrieden, beißt nicht so gut.
Sie fährt ein trailbike im moderateren Gelände.
Überlege jetzt zwischen der magura mt trail oder der slx. Hat einer einen tip? Oder noch eine andere? Wiegt nur 60 kg..
 
Also ich glaube, wenn sie eine Bremse mit mehr "Bissgefühl" sucht, sind die Shimano Bremsen (bis auf Saint o.Ä.) nicht optimal, da das Gefühl am Hebel meiner Erfahrung nach eher sanft ist (manche sagen sogar schwammig?). Evtl. wäre Magura eine Option oder eben teurere Down-Hill Zangen...oder ggf. auf andere Beläge/Scheiben wechseln und Bremse nochmal richtig warten/einstellen.
 
Also wir haben gerade vor kurzem beim Kollege am Spark 750 sowie an nem EBike auf die XT Bremsen und passende Scheiben umgerüstet. Sind beide nun mehr als zufrieden und keinerlei Probleme . Gibt ja gut Angebot für das Set ...

Man muss halt auch schauen was zb an den Hinterbau wegen Größe ans Bike passt.
 
Was waren da vorher für Bremsen verbaut? Derzeit komme ich mit den Basic Shimano Bremsen gut zurecht. Man sagte ja auch hier, dass XT/SLX keinen so dramatischen Unterschied zur Erstausrüstung brächten. Und für ein 25 kg Pedelec gelten vielleicht auch andere Ansprüche, wobei 14 kg oder 25 kg Fahrrad bei 90 kg Fahrrer Zuladung vielleicht dann doch nicht so ins "Gewicht" fallen!?
 
Was waren da vorher für Bremsen verbaut? Derzeit komme ich mit den Basic Shimano Bremsen gut zurecht.

Am dem Spark (glaube waren es BR-M506 laut INet), brachte es eigentlich nicht so viel (war es eher haben wollen auch um zu komplettieren, aber bisschen Standfester im Trail).
Aber an dem EBike merkt man es die Fahrerin schon, da diese und auch mit den neuen Rotoren Standfester sind.
Was vorher da verbaut war, kann ich nicht mal mehr sagen, war jedenfalls noch ne günstigere Shimano als die Deore.
 
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