Rahmen bauen

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Hallo ich wollte meinen Vater beauftragen mir einen downhill Rahmen zu bauen .




Wäre so etwas möglich ?


hat das schon jemand von euch gemacht ?


gibt es irgendwo anleitungen ?
 
habt ihr die maschinen dafür?
kennt ihr euch mit metallbearbeitung aus?

ich würde meinen ersten rahmen erstmal aus stahl schweißen.
 
Na ja, was willst du jetzt hören? Klar geht das. Schließlich zaubern die Hersteller der Downhillrahmen auch nicht. Fraglich dürfte im Normalhaushalt sein, ob entsprechende Werkzeuge vorhanden sind und noch mehr, ob die entsprechenden Maschinenbaukenntnisse vorhanden sind um eine ordentliche Kinematik und Geometrie hinzubekommen. Sind Kenntnisse und Werkzeug vorhanden bleibt nur noch das Problem der Materialbeschaffung (wo kauft der Laie einen guten Rohrsatz günstig?), dann kann es los gehen...
Aber auch dann bliebe es aus meiner Sicht immer noch fraglich ob es sich in irgendeiner Form lohnen würde. Rechnet man die Zeit für die Konstruktion, Materialbeschaffung und Herstellung zu den Materialkosten dazu, ist es wahrscheinlich eine Ecke günstiger einfach einen guten Serienrahmen zu kaufen. Wer sowas rein aus Basteltrieb angeht fragt nicht nach dem Geld...

Ciao,
StefanT
 
uiuiui

den fragen nach solltest du es lieber lassen.

Du brauchst kenntnisse in:
Geometrie
Konstruktion
Materialkunde
Metallverarbeitung
3D Cad wäre auch net schlecht

dann
Geometrie und den Rahmen ausehn festlegen.
Das Material aussuchen. Bei Reset Racing kann man
rohre für den Rahmenbau kaufen. (Sind nich mal so teuer)
Das Fertigungsverfahren auswählen.
etc...

Dann die Festigkeit nachweisen .... ein kleines bischen TM eben.

Dabei die Federwege, Elemente berücksichtigen und
nach langem fluchen ein paar misserfolgen wird dann irgendwann ein fertiger Rahmen da sein.
Den kannst du dann zum lackieren schiken und schon hast du ein eigenen Downhiller.

Ich habs versucht ... hatte aber schon ein DH bike.
Vieleicht versuch ichs nochmal wenn ich wieder mehr Zeit habe.

gruß Basti
 
Ein Rahmen zu Schweißen ist nicht sehr einfach da die Rohre recht dünn sind. Du willst ja auch einen konkurenzfähigen Rahmen bauen. Ich würde sagen das dieser teil nur ein Drittel ist. Die andren zwei Drittel sind gehirnschmalz. Nicht um sonst bezahlen firmen Jungs wie Peter Denk.

Grad beim DH Rahmen ist der Hinterbau sehr zu durchdenken da er ja den Antriebseinflüssen der Kette wiederstehn muss gleichzeitig sensibel ansprechen soll beim bremsen nicht stempeln darf und am besten 5000mm lang sein solte... oder du nimmst gleich was inovatives Zahnriemenantrieb oder ne Speedhub im Rahmen.... ach tob dich aus sei aber vorsichtig wenn der Rahmen bricht brichts du dir auch was.
 
ich empfehle dir das erstmal in cad vorzuzeichnen, damit du schonmal maße hast die du verwenden kannst. das hinterbausystem wird das schwerste, am besten einen eingelenker bauen dann wird das nicht so kompliziert.
 
Am Ende baut er noch Luftschlösser. Fragt sich bloß, wer sich die Mühe macht, bei den Rahmenpreisen einen eigenen Rahmen zu verpfuschen, der am Ende sowieso nicht passt, weil er an jeder Stelle genormt sein soll, wenn nachher handelsübliche Bauteile passen sollen. Da haben schon etablierte Rahmenbauer manchmal ihre Genauigkeitsprobleme ...
 
Klar gehn tut das schon, einen Rahmen selber zubauen. Es gibt da aber viel zu Bedenken, welches Material nehme ich dafür und wie Beschaffe ich es, Geometrie etc. wurde schon angesprochen, du brauchst ne Rahmenlehre, Freihand zusammen bruzeln is nich, die sehr genau ist, Kenntniss von Steifigkeit, Emodul..........
 
für das geld was du in die entwicklung, fertigung und das material steckst kannst dir schon was schönes (und erprobtes kaufen) - und das hällt dann auch! auch wenn dein vater sich im metallbau auskennst (kommt drauf an was er da macht?!),die jahrelange erfahrung der große firmen kann man (er) sich nicht in ganz kurzer zeit beibringen
 
Am Ende baut er noch Luftschlösser. Fragt sich bloß, wer sich die Mühe macht, bei den Rahmenpreisen einen eigenen Rahmen zu verpfuschen, der am Ende sowieso nicht passt, weil er an jeder Stelle genormt sein soll, wenn nachher handelsübliche Bauteile passen sollen. Da haben schon etablierte Rahmenbauer manchmal ihre Genauigkeitsprobleme ...

Ich hab da ja auch mal angefangen und der grund ist echt einfach

aus intresse

da ist ein junger kerl der nicht drogensüchtig ist, omas die handtaschen klaut und sich jedes wochenende von der rennleitung aufgabeln lässt.

Der möchte mit seim Dad ein Projekt starten und anstatt ihn zu unterstüzen und ihr macht ihm das madig.

Klar ist es nicht einfach und er wird Probleme bekommen er wird skizzen machen und dann in den Papierkorb werfen er wird nachts im bett liegen und träumen er wird fluchen er wird sich freuen wenn was klappt den erfolg spüren wenn der Taschenrechner endlich das gewünschte ergebniss auswirft den Frame am Schluss in und auswendig kennen das kann man nicht einfach so kaufen

Und wenn er dann sein Projekt beendet gibt es zwei möglichkeiten

1. er fährt einen Frame wie ihn nur er hat nach seinen wünschen und bedürfnissen gefertig die jungs werden ihn anschauen werden ihn fragen löcheren....

oder

2. er hat einfach erfahrung gesammelt kenntisse gewonnen und sieht jeden MTB rahmen mit andern Augen und weiß wie viel Know how nötig ist um einen guten rahmen zu bauen.


Am besten schaust du mal die websites von Nöll und wiessmann an da kann man auf manchen bildern die Rahmenlehren sehen die die Jungs verwenden.

Noch was: versuch doch erstmal eine Hardtail rahmen zu Bauen.
Am besten kopierst du eine geo von einem Rahmen von dem du weißt das sie dir taugt.
 
Zuletzt bearbeitet:
hm ja ok dann bau ich erstmal einen hardtail rahmen

ist denk ich mal viel leichter xD


und wenns geklappt hat fang ich mit fully rahmen an D
 
Ich weis nicht wie weit du in der ganzen Geometrie von Rahmen bewandert bist, den du musst dir im klaren sein das eine falsche Geometrie den Fahrspass sehr starkt dämpft.

Nimmt dir unbedint ein CAD Programm zu hilfe, denn du wirst den Rahmen sehr oft ändern bevor du anfängst die ersten Rohre zu schweissen. Wenn du (bzw. dein Vater) einfach drauf los schweißt kann das eine sehr Teure angelegenheit werden wenn änderungen ins Spiel kommen. Desweiteren kannst du an CAD Programmen die ganze FEM Analyse durchführen und siehst ohne große Kenntnisse von TM wo schwachstellen liegen. Wenn du per Hand alles ausrechenen möchtest dann kannst du dir schon mal sehr viel Zeit dafür einplanen.

Mal ein paar infos aus der Konstruktion. Bin zwar nicht in der Fahrradkonstruktion tätig aber es lässt sich alles mehr oder weniger übertragen.
-Das Wichtigste, Arbeite genau und Dokumentiere alles (es gibt nicht schlimmeres wenn du dich irgendwann fragst "Warum hab ich das damals so und nicht so gemacht")
- Mach dir ersten Skizzen auf Papier und trag die groben maße ein
-Übertrag die Skizze in ein CAD Model und parametrisier alles (spart dir viel Zeit bei änderungen), hier brauchst du die ganzen Rahmen Geo Kenntnisse und genaue Masse aller Teile
-Wenn dein Modell steht dann kannst du schauen welche Handelsüblichen Rohre verfügbar sind (es wird sehr Teuer wenn du dir etwas spezial anfertigen lassen musst)
-Wenn das Model mit Handelsüblichen Materialien steht kannst du dich zur FEM Analyse bewegen, hier ist vorallem die Dynamische Analyse sehr wichtig
-Falls Bei der Analyse keine Probleme aufgetretten sind kann der Rahmen gebaut werden ansonsten heißt es ändern

TIP: nimm die auftrettenden Kräfte viel höher an, das macht zwar den Rahmen schwerer aber du bist auf der sicheren Seite. Der rahmen wird wahrscheinlich so oder so kein Leichtgewicht aber es ist immer noch besser als das er dir beim Fahren bricht und du dich verletzt und die ganze Arbeit die du dir gemacht hast nur noch Schrott ist.

Die Kentnisse über Steifigkeiten, EModule, Dauerfestigkeiten, etc. sind in den Materialdatenbanken der CAD Programme oft hinterlegt. Sollte das nicht der Fall sein nimm dir ein Metall Tabellenbuch zur Hand. Bei der Werkstof auswahl schaue genau auf das Material und die Ligierung, die haben alle einen genauen Namen.

Es gibt sehr viel Detail über die du stolpern wirst und ich würde an deiner Stelle mich mit jedem ausgibig auseinander setzten. Denn man kann bei der Konstruktion auch kleine Detail schnell bewältigen in dem man Annahmen macht oder Überdimensiniert aber das sind beides keine schönen Lösungen. So kommt man zwar schnell zu einem Ergebins aber wie dies dann aussieht ist fraglich.

Wünsche dir viel Erfolg bei diesem Projekt und hoffentlich verlierst du nicht auf halber Strecke die Lust, denn bis du etwas Physisches in den Händen hälst wir eine Menge Zeit vergehen.

mfg
weezy
 
siehst du und schon hilft dir jemand.


den hinterbau würde ich aus vierkant rohren machen die sind einfacher auf winkelgenauigkeit zu schneiden auch die übergänge sind einfacher zu machen als bei rundmaterial.
 
und schau dich mal um, es gibt nicht nur vollgefederte downhiller. es gibt hardtails mit ´ner entsprechenden geometrie um eine dicke forke mit reichlich federweg einzubauen. es muß nicht immer fully sein. die können dir als modell dienen.
 
mach dir mal noch eine Liste für Norm-Größen/Abstände.

Gibt es die Möglichkeit sich erst an einem sehr billigen Material auszutoben?

Vielleicht auch mal einen kaputten Rahmen kaufen und wieder fertig schweißen, bzw. sinnlose Querstreben einschweißen, um etwas Routine zu bekommen.

Was ganz wichtiges noch, du solltest nicht auf den Rahmen angewiesen sein, also ein fertiges Bike schon haben bzw. Geld für einen Rahmen aus dem Laden sollten vorhanden sein, nicht das du beim Mißlingen den Sommer ohne Radel verbringen mußt.

Schreib doch mal, wie es weitergeht bzw. was aus dem Projekt dann geworden ist!

Ansonsten dann mal toi toi toi und gutes gelingen! :daumen:

@Brill: Schön geschrieben dein Beitrag da oben!
 
Grundsätzlich ist es einfacher und billiger (und manchmal auch sicherer!!)einen Rahmen zu kaufen. Aber selbst wenn da hinterher nur ein Haufen verbruzzelter Rohre heraus kommt, dann hat es doch schon eine Menge Erkenntnisse gebracht, für die andere ein Leben lang brauchen. Ich würde Dir empfehlen einmal beim Verlag der die Tour (Rennradzeitung) herausbringt nachfragen, ob Du noch das Sonderheft über Rahmen bekommen kannst. Das hat Hans Christian Smolik geschrieben. dort findest Du schon eine ganze Menge gut lesbarer Informationen über Material und Verarbeitung. Es ist zwar schon etwas älter und hauptsächlich über Rennräder, aber sehr kompakt und ohne Fremdwörterbuch zu verstehen.
Ansonsten googel mal nach Smolik, er ist ein netter Typ und wird Dir bestimmt antworten. Ich wünsch Dir viel Spass und halt uns mal auf dem laufenden, was aus dem Projekt wird:)
 
kannst ja mal in meinem fotoalbum schauen und im thread `wir braten uns einen singlespeed` oder so geometriedaten gibt es zu hauf auf den herstellerseiten einfach mal abschauen wie so eine zeichnung aussehen kann und dann selber mal skizzieren cad brauchste nicht zwingend hilft bloß sehr da man nicht so viel radieren muss wenn man was anpassen will
 
Hi,

wie schon öfter geschrieben, Tob dich am besten ein wenig in ner CAD Software aus, wenn man damit umgehen kann is das allgemein schonmal viel Wert ;).

Großartige (Dauer-)Festigkeitsberechnungen würde ich nicht unbedingt vornehmen. Für das notwendige know-how solltest du schon ne höhere Ausbildung (Ing.) in dem Bereich haben oder jemanden der praktische Erfahrung hat und dir dabei zur Hand geht (90% der Arbeit macht ;)). Solltest du ne CAD Software benutzen die FEM bzw. dynamische Festigkeitsanalysen zur verfügung stellt verlass dich nicht auf die Zahlenwerte die rauskommen. Korrekte Lastannahmen sind (gerade wenns dynamisch wird) ein Problem. Bei Fahrradrahmen sollte man sich um die Vernetzung auch ein paar Gedanken machen, die Automesher vieler Pakete bauen da oft Murks, was man natürlich ohne den theretischen Hintergrund nicht bemerkt. Die bunten Bildchen mit den Spannungsverteilungen sind mit äußerster vorsicht zu genießen (Wertlos) wenn man nicht weiss welche Spannungen man gerade angezeigt bekommt, welche Konsequenzen diese haben und wie der Rahmen vernetzt wurde.
Setz dich mit jemandem in Verbindung der schon Rahmen gebaut hat (Thread wurde oben verlinkt, die Forensuche gibt auch einiges her), in der Regel sind die alle furchtbar nett und hilfsbereit :). Irgendjemand der 10 Rahmen gebaut hat ist in den meisten Fällen mehr Wert als nen Ingenieur ohne Bike-brutzel-Erfahrung (der solltes zwar auch können, nur steht dann wenns bei 0 losgeht Aufwand und Ergebnis in keinem Verhältnis mehr) ;).
Am Anfang am besten erstmal gut kopieren, ggf. mit Detailverbesserungen.

grüße
Jan
 
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