Scheinwerfer und Dynamo anbringen?

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Hallo,

einen Nabendynamo kann man wohl an jedem Fahrrad montieren (Notfalls einen neues Laufrad kaufen), den Rückscheinwerfer kann man an die hinteren Streben montieren.

Kann man auch an jedem Rahmen einen Frontscheinwerfer anbringen? Mein Trekkingrad hat vorne ein Loch wo man eine Scheinwerferhalterung anschrauben kann. Hat jedes Fahrrad so ein Loch?


Danke für die Hilfe
 
Bis auf Bahnräder haben alle Fahrräder eine Bohrung in der Gabelkrone. Allerdings habe ich auch Hollandräder gesehen, wo die Scheinwerferhalterung zwischen der Kontermutter und der oberen Steuersatzmutter festgeklemmt wurde.

Hth,

E.:wq​
 
Moin!

Bei jeder konventionellen Rennradgabel gibt es eine Bohrung, an der die vordere Bremse montiert wird. Theoretisch kann man dort einen Halter für den Scheinwerfer zwischenklemmen. Da die Gabelkronen alle unteschiedlich gebaut sind, darauf achten, daß dann die Rohrmutter der Bremse noch weit genug auf den Gewindebolzen der Bremse aufgeschraubt wird. Im Handel sind mit einiger Suche unterschiedlich lange Rohrmuttern zu bekommen.
Diese Scheinwerferhalterungen sind aber aufgrund von den auftretenden Schwingungen auf Dauer bruchgefährdet. Dies trifft für die geblechten normalen Ausführungen genauso zu wie für die gegossene von B+M, die bei den Lumotec Scheinwerfern im Lieferumfang enthalten sind. Die habe ich alle schon brechen gesehen.
Wenn man aber regelmäßig mal durch Neuteile ersetzt, ist das durchaus vertretbar. Die Halterungen kosten ja nicht viel. Ich habe jedenfalls schon etliche bei Mitfahrern brechen sehen. Dann meist im total unpassenden Moment, wenn man gerade das Durchfahren der Nacht vor sich hat.
In der Randonneurszene, die ja auch des Nachts längere Strecken mit dem Rennrad fährt, hat sich einerseits der Nabendynamo weitgehend durchgesetzt, aber die Lösungen für die Lampenbefestigung sind durchaus sehr individuell.

Mancher hat eine selbstgebaute Halterung direkt am Schnellspanner des Vorderrades, die mir aber bei einem Sturz den Scheinwerfer zu sehr gefährdet. Dann steht man plötzlich ohne Licht da. Der Vorteil ist der, daß bei Austausch des Vorderrades für normale Tagfahrten keine Beleuchtungteile am Rad zurückbleiben.
Ich habe die Scheinwerfer unter dem Syntace Aerolenker mit Kunststoffschellen von Cateye (eigentlich für Rücklichter) befestigt. Wenn sie dort durch eine Sturz getroffen werden sollten, ist auch das Rad massiv beschädigt und man kann eh nicht weiterfahren.
Es gibt auch spezielle Halterungen im Handel , die sich an der Gabelscheide befestigen lassen, wenn diese eine einigermaßen runde Form haben. Sind diese zu flächig, geht es nicht.
Von Riese & Müller (die das u.a. das Birdy anbieten) gibt es eine ganz praktische Halterung, die mit einer Schelle am Lenker in Vorbaunähe befestigt wird und die dann einen kleinen Arm hat, an dem man den Scheinwerfer festschrauben kann. Unter anderem wird die AFAIK auch auf der unten angegebenen Website angeboten.
Der dort auch angebotene E6 Scheinwerfer ist zwar elend teuer, aber aufgrund der Optik des alten Bisy-Scheinwerfers hat der eine tolle Ausleuchtung. Kaum Streulicht und ein dadurch wirklich helles Rechteck auf der Straße. Der damals originale Bizy-Scheinwerfer mit der Optik ist schon seid Jahren nicht mehr im Handel und war mit 16 Euro noch deutlich günstiger.

Wenn Du in der Richtung Überlegungen anstellst, dann schau mal unter www.nabendynamo.de unter "12V Lichtanlage", die dort vorgestellte Doppelscheinwerferanlage an. Bei den in der Regel auf dem Rennrad gefahrenen Geschwindigkeiten ist das durchaus interessant und funktioniert auch mit den Nabendynamos von Shimano.
Wenn Dich die Verkabelung am Rad nicht stören sollte, wäre zu überlegen, ob Du nicht auch ein dynamobetiebenes Rücklicht betreibst. Dann halten die Scheinwerferlampen auch etwas länger.
Bei häufigen Lichteinsatz auf dem Rennrad halten die Halogenlampen durch die höheren Geschwindigkeiten und die eher höhere Spannung, die durch die schnellaufenden Dynamos erzeugt wird, nicht gerade ewig. Wenn der Glaskolben bereits einen dunklen Fleck innen über dem Glühfaden aufweist, leuchtet er mit erheblich verminderter Helligkeit. Dann sind einzelne Windungen des Glühfadens bereits miteinander verschmolzen und bilden Teilkurzschlüsse. Die Nennspannung für den Betrieb der Lampe wird durch den dadurch verminderten elektrischen Widerstand des Glühfadens dann nicht mehr erreicht.

Zum Teil etwas off topic. Ich weiß!

Sam
 
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