Kommt halt immer auf deine Bedürfnisse an. Du hast jetzt Bikepark und Enduro Tour geschrieben.
Für Bikepark würde ich eher einen separaten Brust- und Rückenprotektor nehmen. Brauchst du da wirklich so viel zu trinken? Hochwärts geht es per Lift und Wasser gibt es so gut wie immer vor Ort, was du in eine Rahmenflasche machen kannst. 3-4 mal kannst du locker runter, bevor du nachfüllen musst und essen wirst du auch mal. Und mehr als zehnmal runter fahren auch eher wenige an einem Tag.
Ich nutze dafür den
ION Arcon Pro HD, der hat vorne wie hinten Level 2 und deckt sehr viel Fläche ab. Zusätzlich habe ich auch noch die
EVOC Protector Jacket Pro (Brust und Schulter Level 1, Rücken Level 2), hier ist aber die abgedeckte Fläche hinten etwas geringer und es wird sehr schwitzig, weil man das direkt als Kleidung trägt. Die
ION kann man innen tragen und auch den Gurt beim Uphill seitlich öffnen.
Als Hipback habe ich den
EVOC Hip Pack Pro 3, der ist auf dem
ION Protektor voll beladen mit 3 Liter Blase schon leicht am rutschen. Werde mir einen kleinen Clip 3d-drucken und mit Kabelbinder am Protektor anbringen. In den werde ich die Schlaufe des Hipback einhängen. Aufpassen, falls du dich dafür interessiert: nur bei den "Pro" Modellen ist der Gurt vorne besser, sonst wird der einfache Gurt genutzt.
Für Touren kannst du auch einen Protektorenrucksack nehmen. Ich nutze da den
EVOC FR Enduro Blackline 16, da rutscht nichts wenn du die Gurte richtig einstellst. Auch kannst du für ca. 30€ auf Level 2 aufrüsten (
ebay SAS-TEC SC-1-FB2 und den zurechtschneiden).
Auch beides in Kombination ist möglich, also z.B. die
ION Arcon HD und darüber noch den Protektorrucksack.
Kannst aber auch den recht langen Beitrag
hier durchlesen.
Und grundsätzlich - du hast es ja schon angesprochen - man nimmt häufig zu viel mit.
Essentiell sind bei mir:
- Am Rad
- Werkzeug (milkit hassle'off - gibt es gerade für 45€ bei BD)
- Minipumpe wie die Lezyne Pocketdrive CNC, am hassle'off befestigt
- große Wasserflasche (ca. 900ml)
- Am Körper (Rucksack oder Hip Pack)
- Versichertenkarte, paar Scheine
- Smartphone (mit kontaktlos bezahlen)
- TipTop Tubeless Flickzeug in Zip Beutel, plus aufgewickeltes Panzertape
- 3 Reifenheber
- Erstehilfe Kit (Vaude medium, plus Desinfektionsspray und Rettungsdecke - passt da alles rein)
- AXS Ersatzakku, CR2032 Knopfzelle
- Schlauch (bei der Heimrunde kann ich den auch weglassen, sind nur paar km zu schieben)
- paar Riegel
- zweite Wasserflasche (650 ml geht z.B. seitlich in den Hip Pack) oder Trinkblase im Rucksack
Knieschoner habe ich immer an, je nach Wetter ggfs. Windjacke oder Regenjacke dabei, kannst auch außerhalb verstauen, genauso wie die Schoner. Licht ist nur bei Bedarf dabei. Heißt, für kleine Runden reicht die Hip Pack über Protektor, bei längeren Runden dann Protektorenrucksack.
Nebenbei bin ich mir nicht ganz sicher, was du eigentlich mit Enduro Tour meinst. Enduro ist eigentlich eine Renndisziplin, bei der auch der Uphill Bestandteil des Wettbewerbs ist, du wird also nicht wieder hochgebracht und es zählt nicht nur die Abfahrt. Ich denke daher, du meinst mit einem als Enduro aufgebauten Fahrrad Touren fahren wobei das eher in Richtung All-Mountain bzw. Trails als Disziplin geht, also du einfach selbst auch bergauf fährst und Trails wieder bergab.