Könnte mein Grüppchen gewesen sein.
War meine erste Vollstrecke, ich bin sonst auch so ein Halb- oder Kurzwürstchen. Es entwickelte sich zu einer mittleren Vollkatastrophe. Ich denke, mir einen Hungerast eingfangen zu haben, dazu später mehr.
Wir sind von komplett hinten gestartet, aber das hat mich hier nicht gestört, ich konnte mich ganz gut vorarbeiten, aber hatte ja auch immer den Blick auf die zweite Runde. Zu meiner typischen Pannenstatistik: In Runde 1 zwei Mal meine Power-Gel-Flasche verloren und wieder eingesammelt (hätte ich lassen sollen) und ein Mal verfahren, aber zum Glück nur so 150 Meter, dann standen wir im hüfthohen Gras und haben dann gewendet. Wirklich schlimm war mein Magen. Ich vertrage nämlich Gel besonders in gelöster Form nicht so toll. Das habe ich allerdings erst heute gelernt. Ab etwas Kilometer 35 Brechreiz. Man kennt das ja mit dem tiefen, rythmischen Atmen um seine Inhalte eben in sich zu halten. Das ging dann noch so bis etwa 17.20 Uhr. Die Ernährung war ja von vorn herein mein Sorgenkind, da ich noch nie in den theoretischen 5 Stunden Bereich geracet bin. Später am Tag haben wir während des Grillens noch über osmotische Aktivitäten der Zuckerlösung in meinem Verdauungstrakt diskutiert. Vielleicht sollte man Power Gel nur bedingt verdünnen.
Nun gut, ab da war´s mit Essen vorbei was sich natürlich später noch übelst auswirkte. Die erste Runde habe ich in 2.03 oder so bewältigt, aber auf dem Weg zum Hoherodskopf kam der Schlag. Es ging stetig bergab. Nicht die Strecke, die Verfassung. Ums kurz zu fassen, habe ich die letzten anderthalb Stunden fast nur auf dem kleinen Blatt verbracht. Zum Bergabrollen auch mal was anderes, aber ohne reinzutreten. Gut ne halbe Stunde verloren, und somit eine Zielzeit von 4.41. An alle, die mich in diesem Zustand überholt habe: Ich hab Euch gehasst dafür! Dann anderthalb Stunden in Embryonalstellung auf der Wiese im Schatten verbracht. Mein Teamkollege Matthias hat mich schön betreut und irgendwann im Auto habe ich mich dann wieder gefangen. Über zwei Stunden später ging es mir super und ich bin auch noch 22 km hin und zurück mit dem Rad zum Grillen gefahren. Komischer Körper...
Die Organisation war top, nur haben doch die Verpflegungsstellen überhaupt nicht mit den Angaben auf dem Profil überein gestimmt, oder? Wenn ich das mit der Verpflegung auf den Langstrecken in den Griff bekomme, mache ich so was gern öfter.