Stoll P32 im ersten Test: So fährt sich das 32"-Mountainbike

Also wenn hier schon alle auf die Zukunft wetten, dann wette ich auf das leichte MTB, das schon bald dem Gravel Trend folgen wird.

Der Markt ist in gewissem Maße zyklisch.

Mensch braucht immer etwas neues. Nicht jeder, aber viele.


Im Wald treffe ich überhaupt keine Gravelbiker/innen. Dafür aber in der Innsbrucker Innenstadt. Dort hat das Gravelbike das Stadtrad ersetzt.

Was bei uns boomt, ist Rennrad, Rennrad und noch mal Rennrad. Frauenanteil locker 50% und das ist der springende Punkt, warum Rennrad vermutlich beständig sein wird.


Diese ganze Diskussion um 32" ist doch auch nur der hoffnungslose Versuch, das alte Marketingkonzept a'la Fortschritt durch Technik zu reiten. Das wird aber nicht mehr funktionieren, weil der Markt technologisch völlig gesättigt ist. Da wird nicht mehr viel kommen; jede Wette, dass es keine Gamechanger mehr geben wird.

Kluges Marketing hat längst umgesattelt. Siehe oben: Frauen in den Sport gezogen, Markt wächst um 50%.


Die für viele unangenehme Wahrheit ist, dass der Mountainbike Sport relativ "komplex" ist. Für den Menschen von heute ist das nicht mehr so attraktiv.


Vor Jahren hab ich mal geschrieben, dass das Rennrad den großen Vorteil hat, dass man es ungewaschen mit in die Wohnung nehmen kann. :lol:
 
Schwierig mit den Prognosen, vor allem in die Zukunft. Was könnte den dauerhaft stabil bleiben?
  • Bei Biobikes der Umstand, dass die Muskelleistung sehr begrenzt ist. Deshalb ist alles, was hindert und Kraft kostet, erst einmal falsch. Das Rennrad ist klar extrem in diese Richtung entwickelt und das Konzept hat seit Jahrzehnten Bestand. Es wird mit Material und Komponenten weiterentwickelt. Flops waren daher Bio-Fatbikes, Bio-Cruiser und der ganze schwere und schwerfällige Kram.
  • Problem beim Rennrad: Unergonomisch im Alltag und nicht wirklich als Verkehrsmittel brauchbar. Das wurde mit Gravel etwas abgemildert und ist zusätzlich gerade Mode.
  • Also wenn reines Rennrad und nackter Graveler nicht alltagstauglich genug sind, muss man etwas Kompromisse eingehen und Radschützer, normale Lenker, Gepäckträger, Licht und dazu passende Geo einsetzen. Und schon landen wir beim Trekkingrad, die es in sehr guter Ausstattung gibt. Das Konzept hat einfach Bestand, weil es eben dadurch ein alltagstaugliches Verkehrsmittel wird und trotzdem noch genügend leicht und leichtgängig sich fährt (Muskelleistung!). Es ist die das am meisten verkaufte Radsegment und daran orientieren sich auch die Masse der Pedelecs.
  • Alltagstaugliche Fully-MTBs fahren sich ganz ausgezeichnet in der Stadt, weil viele Radwege - oder was dafür gehalten wird - irgendwas S0/S1 sind. D.h. da läuft das Fully besser als ein ungefedertes Trekkingrad oder gar Rennrad, weil die sich totrumpeln und nur von sehr aktiven - fast akrobatischen - Fahrern schnell bewegt werden können. Aber das Fully darf eben keine Extremkonstruktion sein, sondern ergonomisch eher Nähe Trekkingrad. Und bei den MTB-Reifen kann zu den leichtlaufende gegriffen werden, da Schlammwüsten in der Stadt selten. Wären die Radwege optimal, wäre ein MTB-Fully in der Stadt ziemlich sinnlos.
Und dann kommt eben alles andere als Spielzeug aller Art. Das ist irgendwelchen Moden unterworfen, die nicht vorhersagbar sind. Aber es ist eben nur Spielzeug. Was davon nicht alltagstauglich ist, wird auch immer Nische bleiben. Wozu gehört jetzt 32"?
 
Also wenn hier schon alle auf die Zukunft wetten, dann wette ich auf das leichte MTB, das schon bald dem Gravel Trend folgen wird.
Was man sieht und wahrscheinlich vom Graveltrend beeinflusst ist: Carbon Hochprofilfelgen/Aerofelgen am Mtb. Dazu Gravelreifen wie der Pathfinder am Mtb bei Rennen.

Rennrad ist durch breite Reifen und Mtb Technologie irre alltagstauglich geworden - mit Gravel kommt noch eine entspannte Geo dazu.
 
Hab's mal andersherum gelesen: Gravel wird irgendwann in MTB integriert. Ist eigentlich auch egal wie, die Unterschiede werden doch immer geringer.
Gravelbikes werden hier auch überwiegend zum Pendeln verwendet. Oder E-Bikes. Das typische Trekkingbike oder Stadtbike findet man doch kaum noch.
 
Was man sieht und wahrscheinlich vom Graveltrend beeinflusst ist: Carbon Hochprofilfelgen/Aerofelgen am Mtb. Dazu Gravelreifen wie der Pathfinder am Mtb bei Rennen.

Rennrad ist durch breite Reifen und Mtb Technologie irre alltagstauglich geworden - mit Gravel kommt noch eine entspannte Geo dazu.
32-Zoll-Laufräder sorgen für längst überfällige Verbesserungen an Gravel-Bikes. Sie waren schon immer Cyclocross-Räder (Straßenräder) mit etwas mehr Reifenfreiheit und wollten ausdrücklich NICHT geländetauglich oder komfortabel sein.
 
Große Menschen - definitiv. Aber warum sollten Racer profitieren?
Sollte sich dann 32“ durchsetzen, und die Fahrer die Strecken einfacher und sicherer herunterkommen, werden einfach die Strecken härter und schwieriger.
Wenn ich so sehe wie Sina Frei ihr 29er in Nove Mesto in die Abfahrten prügelt bin ich mir nicht so sicher ob sie trotz der für sie sehr großen Laufräder so gut fährt oder eher wegen der überproportional großen Laufräder ...

Wobei ich in der Abfahrt gar nicht mehr so viel Potential sehe. Traktion und maximaler Vortrieb egal wo und wann ist meiner Meinung nach das Thema.

Ich habe mir ein paar Racerecaps von Nove Mesto der letzten 10 Jahre angesehen.
Es ist unglaublich wie sehr sich der Sport durchs Material verändert hat.

Beim Sprint am Start zuckt die Federung keinen Millimeter auf der anschließend Wiesenpassage scheinen die Fahrer fast schon zu schweben. 2022 wahr das im Vergleich noch eine hoppelnde Herde Hasen.

Bergauf sitzen die auf den übelsten Wurzelpassagen völlig stoisch auf den Rädern und drücken irre Wattzahlen in die Pedale und Flight Attendant regelt die Traktion.

Bergab ist sowieso der Wahnsinn.

Ich denke XC Räder werden

  • 32Zoll Laufräder
  • noch bessere elektronische Fahrwerke
  • lange Kettenstreben
  • kürzeren Reach
  • null/negativ Vorbauten
  • super niedrigen Stack
  • noch flachere Lenkwinkel
bekommen

Aber der/die Durchschnittsbiker/in wird mit solchen Bikes nicht viel anfangen können.
 
Wobei ich in der Abfahrt gar nicht mehr so viel Potential sehe. Traktion und maximaler Vortrieb egal wo und wann ist meiner Meinung nach das Thema.


Erster Versuch mit einem solchen Fahrrad.
8 Sekunden schneller auf einer 3 Minuten und 33 Sekunden langen Strecke.

Nach nur 2 Tagen Testphase war alles noch nicht perfekt eingestellt und der Reifen ist noch nicht ganz bereit dafür.
 
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