Überblick: Transportmöglichkeiten für Kinder

Nightfly.666

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Ich möchte hier meine bisher gesammelten Erfahrungen an Eltern und welche die es noch werden wollen preisgeben. Ich habe verschiedene Transportsysteme für mein Kind und jedes hat verschiedene Stärken und Schwächen, welche ich aufzeigen möchte um bei Euch Fehlkäufe und Frust zu vermeiden. Viel Spaß beim Biken mit Kind!
 

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Re: Überblick: Transportmöglichkeiten für Kinder
Zweirädrige Anhänger, hier: Thule Chariot Sport

Die "Sport"-Version verfügt über Sonnenschutz an der Seite, Bremsen und Federung. Man kann auch ein größeres Rad vorn ranbauen und damit Joggen gehen, ja sogar Kufen für Langlauf gibt es.
zweirädrige Hänger sind die Allrounder, man kann damit einkaufen, allerlei Kram reinladen und das Kind ist wie in einem Überollkäfig gut geschützt. Man kann ihn auch als Kinderwagen benutzen, was sehr nützlich ist, wenn man ohne Rad mobil sein will, währen das Kind schläft. Ein großer Nachteil ist die hohe Kippgefahr, beim einseitigen Überfahren von Hindernissen und schnellen Kurven.
Kinder ab 1 Jahr können mitfahren laut Hersteller. Ich habe eine Hängematte für Babies eingebaut von Thule, damit kann das Kind schon früher rein, der Hersteller lässt dann aber nur Kinderwagenbetrieb zu. Ich habe meine Kleine dennoch in der Babyschale ans Rad gehängt, aber bin sehr umsichtig und langsam gefahren. Mit Verantwortungsbewusstsein und Vorsicht kann man das meiner Meinung nach machen.

***** Alltagstauglichkeit
* Trailtauglichkeit
** Spaßfaktor fürs Kind
* Spaßfaktor für Fahrer
**** Sicherheit
 

Anhänge

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Einrädrige geländegängige Anhänger, hier: Tour-Terrain

Mit dem Tout-Terrain geht der Spaß richtig los im Gelände! Das Kind ist mit 20cm butterweich gefedert und deutlich mehr als der Fahrer. Sehr komfortabel wirkt sich die lange Deichsel aus und dass das Rad Stöße nach schräg hinten aufnimmt und nicht nur nach oben federt. Besser und komfortabler geht es nicht. Meine Tochter ist auf einem leichten Downhill sogar schon eingeschlafen. Theoretisch macht der Hänger fast Alles mit was der Fahrer auch fahren kann. Man muss beachten, dass das Gefährt sehr lang ist und der Anhänger einen kleineren Kurvenradius nachfährt. Und natürlich nicht übertreiben! Man fährt zwar mit angezogener Handbremse, aber man muss immerhin nicht mehr auf Trails verzichten. Dieser Anhänger ist die sicherste Transportmöglichkeit: Er neigt sich mit dem Fahrrad in die Kurve und kann nicht kippen.
Die Qualität ist sehr hoch, es ist alles Wichtige aus Metall und nicht aus Plastik, so wie beim Thule teilweise.
Die Regenabdeckung hält das Kind schön trocken.
Im Alltag macht sich bemerkbar, dass man ihn nicht ohne Fahrrad verwenden kann als Kinderwagen und der Gepäckraum sehr begrenzt ist.
Ich habe die Babyhängematte für den Thule in diesen Anhänger eingebaut und mit Spanngurten befestigt. Das hat super funktioniert. Auch hier der Hinweis: Sicherheit beginnt im Kopf des Fahrers.

* Alltagstauglichkeit
***** Trailtauglichkeit
**** Spaßfaktor fürs Kind
***** Spaßfaktor für Fahrer
***** Sicherheit
 

Anhänge

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Kindersitz hinten, hier: Römer Jockey

Ein Sitz auf dem Fahrrad ist sehr praktisch, wenn man mit Kind und Kegel mit der Bahn reist. Es passt Alles in den Fahrstuhl. Diese Modell schützt den Kopf seitlich etwas. Für das Kind es wenig spannend nur den Rücken des Fahrers vor der Nase zu haben. Mit einem kleinen Rucksack zu fahren geht gerade so.


**** Alltagstauglichkeit
* Trailtauglichkeit
*** Spaßfaktor fürs Kind
*** Spaßfaktor für Fahrer
*** Sicherheit
 

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Kindersitz vorne, hier: Thule Yepp Mini 2

Der Sitz vorne bietet eine Riesengaudi fürs Kind. Meine Tochter liebt es und will nicht mehr in den Hänger. Sie sieht alles aus der Fahrerperspektive und man kann auch bestens mit dem Kind kommunizieren. Es ist jedoch wenig geschützt und der Schwerpunkt des Fahrrads ist sehr ungünstig. Ihr habt 10 kg auf dem Lenker, entsprechend ist die Gefahr des Überkippens, wenn es steil wird oder man zu stark vorne bremst. Ich fahre meistens sehr langsam und umsichtig damit und meistens mit den Fingern an der Bremse. Auf den Trail kann man zwar, aber viel mehr als doppelte Schrittgeschwindigkeit fahre ich da nicht. Es taugt eher um seinem Kind mal zu zeigen, was ein Trail ist, als jetzt wirklich ambitioniert zu fahren.

***** Alltagstauglichkeit
** Trailtauglichkeit
***** Spaßfaktor fürs Kind
**** Spaßfaktor für Fahrer
* Sicherheit
 

Anhänge

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Wirst Du für diese Übersicht auch noch evtl. die unterschiedlichen Typen von Lastenrädern berücksichtigen? Ein Lastenrad ist ein super Transportsystem, und ich würde das tausendmal im Vgl. zu einen Anhänger für den Kindertransport vorziehen.
Die Kinder lieben es meistens auch sehr, ähnlich zum Erlebnis mit den Front-Kindersitz.
Aber auch eher ein Transportsystem für den Alltag, weniger dem Trail...

Übrigens würde ich einen Anhänger auch nie ***** Sterne für Sicherheit bescheinigen, im Alltag im Straßenverkehr sitzen die Kinder sehr weit unten (in den Abgasen oder aufgewirbelten Wasser bei schlechten Wetter) und ja, die Dinger können deshalb auch mal übersehen werden.
Außerdem ist das Kind sehr entkoppelt vom Biker/in, so fällt einen oft erst nach einigen Km Fahrt auf wenn z.B. Nachwuchs im Anhänger in eine ungünstige Position beim Schlaf gerutscht ist.
 
Wir sind ebenfalls mit dem Tout Terrain gestartet und verwenden seit diesem Jahr einen Kids Ride Shotgun ohne Rückenlehne. Meine Tochter liebt es und den Anhänger brauchen wir seither nicht mehr. Wir fahren damit alles: den Weg zum Kindergarten, kleine Touren auf Asphalt, Runden im Wald und auch liftgestützte Flow Trails. Steil ist für sie kein Problem, aber Wurzeln oder sonstiges grobes Gelände mag sie noch nicht so gern. Den Sommer haben wir in Kärnten verbracht, und der Flow Country Trail in Bad Kleinkirchheim war dafür einfach perfekt.
 
Wir sind damals beim ersten Kind mit einem Croozer 737 gestartet, den wir günstig von Bekannten bekommen haben. Dieser war noch ungefedert, also eher nur für Asphalt geeignet.
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Beim zweiten Kind sind wir dann auf einen 2-Sitzer Thule Cab gewechselt.
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Der Vorteil eines Anhängers ist klar die Bequemlichkeit fürs Kind. Es kann schlafen, essen, trinken, Toniebox hören und ist vom Wetter und der Sonne geschützt.
Außerdem passt gerade beim Cab ziemlich viel in den Kofferraum, was bei einem Familienausflug mit 2 Kindern oder auch beim Einkaufen ein weiterer großer Vorteil ist.
Zusätzlich kann man den Anhänger abhängen und als Kinderwagen nutzen, was ebenfalls oft sehr praktisch war (schlafendes Kind).

Der Nachteil ist klar die Breite und das Gewicht.
Mit 2 Kindern und Gepäck hat man schnell 60-70kg erreicht, die man zusätzlich ziehen muss.
Ohne E geht da fast nichts mehr (zumindest bei mir).


Als der Große dann selber gefahren ist kam ein MacRide, also der Urvater aller Shotgun und Konsorten.
Die Kleine wollte nicht wieder in den Anhänger, sondern immer auf den blauen Sitz.
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Damit sind wir auch alles gefahren (vom Weg zur Eisdiele bis zur Rubin in Klino), und auf die Motorunterstützung konnte dann auch endlich wieder verzichtet werden.
Eigentlich bin ich fast 2 Jahre lang nicht mehr alleine ohne mein "Trainingsgewicht" unterwegs gewesen.
Vorteil MacRide: Unheimlicher Spaß für die Kinder, sie sitzen "sicher und geborgen" zwischen den Armen, man wird permanent zugeblubbert und das Radfahren macht auch für den Tretenden wieder mehr Spaß.

Nachteil: Es ist kein Spaß wenn das Kind einschläft... Einen Berg runterfahren, während man mit einem Arm das Kind festhält, und mit der anderen Hand versucht zu verzögern ist kein Erlebnis, das ich öfters haben will.
Außerdem ist ein Dropperpost quasi Pflicht, da man nicht mehr nach vorne vom Sattel rutschen kann.

Fazit:
Für längere Touren, Tagesausflüge usw. würde ich immer den Hänger bevorzugen.
Wenn man eine schöne Zeit mit seinem Kind verbringen will, den MacRide.
 
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Wir sind mit dem Single Trailer und Hängematte gestartet. Auch einfache Strecken in den Dolomiten (z.B. Seiser Alm). Der Passagier ist meistens tief und fest eingeschlafen 😊

Seit er alleine sitzen kann gehört ein Queridoo zum Fuhrpark.
Der Vorteil eines Anhängers ist klar die Bequemlichkeit fürs Kind. Es kann schlafen, essen, trinken, Toniebox hören und ist vom Wetter und der Sonne geschützt.
Außerdem passt gerade beim Cab ziemlich viel in den Kofferraum, was bei einem Familienausflug mit 2 Kindern oder auch beim Einkaufen ein weiterer großer Vorteil ist.
Zusätzlich kann man den Anhänger abhängen und als Kinderwagen nutzen, was ebenfalls oft sehr praktisch war
+1

Mit 2 1/2 kam dann der Shotgun dazu, das absolute Highlight 👍 Habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie @Motopola mit dem MacRide

Vorteil MacRide: Unheimlicher Spaß für die Kinder, sie sitzen "sicher und geborgen" zwischen den Armen, man wird permanent zugeblubbert und das Radfahren macht auch für den Tretenden wieder mehr Spaß.

Nachteil: Es ist kein Spaß wenn das Kind einschläft... Einen Berg runterfahren, während man mit einem Arm das Kind festhält, und mit der anderen Hand versucht zu verzögern ist kein Erlebnis, das ich öfters haben will.
Außerdem ist ein Dropperpost quasi Pflicht, da man nicht mehr nach vorne vom Sattel rutschen kann.

Fazit:
Für längere Touren, Tagesausflüge usw. würde ich immer den Hänger bevorzugen.
Wenn man eine schöne Zeit mit seinem Kind verbringen will, den MacRide.

Ja, einschlafen 😂 Genau so passiert auf der Family Line in Plan de Gralba. Passagier wurde immer stiller, ich frage noch „alles klar? Bist Du müde?“ „alles klar, bin nicht müde“ und schwups 😴 musste ich einhändig bremsend und lenkend zurück nach Wolkenstein. Anderen Arm um den Bauch vom Passagier, so dass der Kopf in der Ellenbogenbeuge liegen konnte. Zum Glück ist die Strecke nicht steil, hat sich aber ganz schön gezogen. Passagier saß durch die Fußschlaufen aber relativ sicher, ich hatte nie die Befürchtung dass er vom Sattel rutschen würde.
 
Schön dass hier noch mehr Leute ihre Erfahrungen schreiben. Ich freue mich schon, wenn sie reif ist für den ShotGun :).

Wirst Du für diese Übersicht auch noch evtl. die unterschiedlichen Typen von Lastenrädern berücksichtigen? Ein Lastenrad ist ein super Transportsystem, und ich würde das tausendmal im Vgl. zu einen Anhänger für den Kindertransport vorziehen.
Die Kinder lieben es meistens auch sehr, ähnlich zum Erlebnis mit den Front-Kindersitz.
Aber auch eher ein Transportsystem für den Alltag, weniger dem Trail...

Übrigens würde ich einen Anhänger auch nie ***** Sterne für Sicherheit bescheinigen, im Alltag im Straßenverkehr sitzen die Kinder sehr weit unten (in den Abgasen oder aufgewirbelten Wasser bei schlechten Wetter) und ja, die Dinger können deshalb auch mal übersehen werden.
Außerdem ist das Kind sehr entkoppelt vom Biker/in, so fällt einen oft erst nach einigen Km Fahrt auf wenn z.B. Nachwuchs im Anhänger in eine ungünstige Position beim Schlaf gerutscht ist.
Danke für Dein Feedback. Da ich kein Lastenrad habe, kann ich es nicht testen. Aber schreibe doch gerne Du wie Deine Erfahrungen und Bewertungen sind. Ich selbst habe mich für Anhänger und Kindersitze entschieden, wegen der Flexibilität.
 
Danke für Dein Feedback. Da ich kein Lastenrad habe, kann ich es nicht testen. Aber schreibe doch gerne Du wie Deine Erfahrungen und Bewertungen sind. Ich selbst habe mich für Anhänger und Kindersitze entschieden, wegen der Flexibilität.
liegt schon etwas zurück, wir waren früher oft in Kopenhagen und waren verwundert und angetan von den schon vor 20 Jahren vielen Lastenrädern im Stadtverkehr, und hatten uns dann vor 15 Jahren mit den ersten Kind ein Nihola Family aufwändig besorgt. Das hatte vorne zwei lenkbare Räder, ist so vom Fahren her weder schnell noch elegant, aber die heute eindeutige etablierten "Vorderlader" Lastenräder im Long-John-style waren damals noch exotischer.
So oder so, man kam sich anfangs damit selbst in einer Großstadt wie München vor als wäre man ein Außerirdischer. Die Leute haben allesamt die Köpfe gedreht oder wollten gar Fotos machen, vorallem wenn dann zwei Kinder und der Hund mit transportiert worden sind. Echt unangenehm... Mittlerweile ist das gottseidank ja nix außergewöhnliches im Stadtbild mehr.

Ich probiere mal eine Wertung wie hier im Thread üblich:

**** Alltagstauglichkeit
Halt etwas sperrig zum im Hinterhof oder am Gehsteig parken oder schnell mal zu wenden und eigentlich nicht transportfähig mit Zug oder Auto, ansonsten ein prima Alltagsrad weil für den Kindertransport und auch Einkaufen prädestiniert.
Leider teuer, aber guter Wiederverkaufswert wenn die Kinder in ein paar Jahren nicht mehr mitfahren.

* Trailtauglichkeit
Nix fürs Gelände. Am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass Longtails mit Kindersitzen hinten ala Xtracycle oder Yuba noch halbwegs gut auf dem Trail zu nutzen sind.

***** Spaßfaktor fürs Kind
Vorallem bei Vorderlader Lastenräder super, die Kids haben eine tolle Sitzposition, sehen alles und man kann sich prima während der Fahrt mit den Kindern unterhalten

**** Spaßfaktor für Fahrer
Je nach Machart, moderne Lastenräder sind aufgrund E-Unterstützung schnell und laufen durch den langen Radstand sehr ruhig damit trotz Länge und Gewicht sehr einfach zu fahren.

***** Sicherheit
Rein vom Gewicht ist auch ein Lastenrad schwieriger zu Bremsen als ein normales Fahrrad mit einer Person, und auch in den Graben fahren sollte man damit besser nicht, ansonsten ist meiner Meinung nach ein Lastenrad aber im Vergleich zu Kinderanhängern deutlich überlegen. Es bremst bei einer Vollbremsung viel besser, ist fahrstabiler als ein Gespann, man wird nicht so leicht übersehen wie es bei einem Kinderanhänger im Straßenverkehr passieren kann und last but not least, für mich auch ein Sicherheits-Thema, man hat die Kinder bei Voderladern perfekt unter Kontrolle.
Hier im Thread wurde schon ein paar mal von den einschlafenden Kindern berichtet, auch meiner Erfahrung nach ein wichtiges Thema. Im Kindersitz sind Kinder mit müden, schlaffen Muskeln und im worst case nach vorne hängenden Kopf o.ä. alles andere als gut aufgehoben. Sowas passiert natürlich auch oft im Anhänger oder Lastenrad. Deshalb wäre es für mich wichtig meine Kinder immerzu sehen zu können, um ggfs. bei schlechter Sitzposition oder Streit, Angst und ähnlichem unverzüglich anhalten und eingreifen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Erfahrung mit Thule Anhänger, Römer (Sitz hinten) und MacRide ist, dass es nicht ein System gibt welches man generell für alles empfehlen kann, sondern alles hat seine Berechtigung und wer viel unterwegs ist wird häufig mehrere Systeme parallel nutzen, wenn man unterschiedliche Dinge unter einen Hut bringen will.

Der MacRide ist optimal wenn es drum geht auf gemäßigten Trails das Kind dabei zu haben, wäre aber nichts was ich bei der Fahrt in den Supermarkt auf dem Trekkingrad ohne Dropper nutzen würde. Der Römer ist für den kurzen Weg von der Kita oder der Fahrt in den Supermarkt praktisch, aber bei längeren Touren nicht unbedingt zu empfehlen wenn die Gefahr besteht, dass das Kind einschlafen könnte. Ein Anhänger ist praktisch wenn man z.B. auf dem Weg in den Tiergarten ist und dort auch einen Wagen benötigt und kann auch im Urlaub den Wagen ersetzen, sodass man nicht mehreres mitnehmen muss.

Gegen ein Lastenrad habe ich mich entschieden, weil ich den täglichen Einkauf eh zu Fuß erledige und bei Ausflügen zu 50% den Umbau zum Wagen nutze. Auch in den Urlaub könnte ich es nicht mitnehmen und bräuchte daher ohnehin einen Anhänger, der dann ja auch bei Wanderungen als Geländegängiger Wagen funktioniert. Für Leute die das Lastenrad regelmäßig zum Einkaufen nutzen oder aber mehrere Kinder im Alltag transportieren wollen aber sicher eine gute Sache.
 
Einrädrige geländegängige Anhänger, hier: Tour-Terrain

Mit dem Tout-Terrain geht der Spaß richtig los im Gelände! Das Kind ist mit 20cm butterweich gefedert und deutlich mehr als der Fahrer. Sehr komfortabel wirkt sich die lange Deichsel aus und dass das Rad Stöße nach schräg hinten aufnimmt und nicht nur nach oben federt. Besser und komfortabler geht es nicht. Meine Tochter ist auf einem leichten Downhill sogar schon eingeschlafen. Theoretisch macht der Hänger fast Alles mit was der Fahrer auch fahren kann. Man muss beachten, dass das Gefährt sehr lang ist und der Anhänger einen kleineren Kurvenradius nachfährt. Und natürlich nicht übertreiben! Man fährt zwar mit angezogener Handbremse, aber man muss immerhin nicht mehr auf Trails verzichten. Dieser Anhänger ist die sicherste Transportmöglichkeit: Er neigt sich mit dem Fahrrad in die Kurve und kann nicht kippen.
Die Qualität ist sehr hoch, es ist alles Wichtige aus Metall und nicht aus Plastik, so wie beim Thule teilweise.
Die Regenabdeckung hält das Kind schön trocken.
Im Alltag macht sich bemerkbar, dass man ihn nicht ohne Fahrrad verwenden kann als Kinderwagen und der Gepäckraum sehr begrenzt ist.
Ich habe die Babyhängematte für den Thule in diesen Anhänger eingebaut und mit Spanngurten befestigt. Das hat super funktioniert. Auch hier der Hinweis: Sicherheit beginnt im Kopf des Fahrers.

* Alltagstauglichkeit
***** Trailtauglichkeit
**** Spaßfaktor fürs Kind
***** Spaßfaktor für Fahrer
***** Sicherheit
Ich würde die Alltagstauglichkeit mit 3 Sternen bewerten.
Warum? Weil man damit wirklich fast alle Radverkehrsführungen benutzen kann.

Bei Trail, Spaß für Fahrer und Sicherheit würde ich jeweils einen Stern abziehen.
Warum? Weil es den Tout-Terrain nicht mit einer Kupplung gibt, welche seitlich auf die Hinterachse gekoppelt wird. Diese Kupplungsbauart wie sie bei Bob Yak und Ibex oder auch dem FollowMe System verbaut ist, stellt für mich das Optimum bezüglich reaktionsarmer Kopplung des Anhängers an das Rad dar.

Auch kann man das Gespann stabil und ohne Ständer abstellen.
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Bei Trail, Spaß für Fahrer und Sicherheit würde ich jeweils einen Stern abziehen.
Warum? Weil es den Tout-Terrain nicht mit einer Kupplung gibt, welche seitlich auf die Hinterachse gekoppelt wird. Diese Kupplungsbauart wie sie beim Bob oder auch dem FollowMe System verbaut ist, stellt für mich das Optimum bezüglich reaktionsarmer Kopplung des Anhängers an das Rad dar. Auch kann man das Gespann stabiler und auch ohne Stander abstellen.
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Ich empfinde es genau anders herum: Kupplung an der Achse „rupft“ am Zugrad, Kupplung an der Sattelstütze überhaupt nicht. Erfahrung mit Single Trailer vs. Queridoo, wobei die Kupplung des Qeuridoo ein bißchen Spiel hat weil die „Nase“ aus Vollgummi ist. Daher vermutlich dieses leichte „rupfen“ beim anfahren und bei Lastwechseln.

Trotzdem meine ich dass die Fahreinflüsse bei der Kupplung an der Sattelstütze geringer sind weil die näher an Radmittelpunkt und Körperschwerpunkt ist.
 
Bei Trail, Spaß für Fahrer und Sicherheit würde ich jeweils einen Stern abziehen.
Warum? Weil es den Tout-Terrain nicht mit einer Kupplung gibt, welche seitlich auf die Hinterachse gekoppelt wird. Diese Kupplungsbauart wie sie bei Bob Yak und Ibex oder auch dem FollowMe System verbaut ist, stellt für mich das Optimum bezüglich reaktionsarmer Kopplung des Anhängers an das Rad dar.

Auch kann man das Gespann stabil und ohne Ständer abstellen.
Anhang anzeigen 2256154
Kupplung an der Hinterachse würde am Fully im Gelände nicht gut funktionieren. Da haben sich die Leute von Tout Terrain schon was dabei gedacht.
 
Man sollte beim Shotgun oder ähnlichen Systemen drauf hinweisen das diese Art der Befestigung in Österreich generell nicht zulässig ist.

Wir haben es auch genutzt, wurden aber in einigen Gebieten drauf hingewiesen das dies nicht gestattet ist und wir es demontieren sollen oder ohne kind weiterfahren sollen.

Das wurde hier auch irgendwo thematisiert und in der entsprechenden österreichischen Verordnung steht das Kindersitze nur hinter dem Fahrer montiert sein dürfen.
 
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