Endura MT500 Advanced-Jacke im Test: Schottland-Know How gegen Schietwetter

Das Problem bei günstigeren Hardshell Jacken - Ja, 350€ sind günstig im Vergleich zu teuren 3-lagigen - ist die Belastbarkeit der Membran. Oftmals sind diese Membranen nur bedingt rucksacktauglich. Ob das für den jeweiligen Anwendungszweck erforderlich ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden aber die Info gehört meiner Meinung nach schon in den Artikel.

Lösen sich die Lagen der Membran einmal, kannst du die Jacke quasi weg werfen. Nach ein paar Griffen ins Klo, fahre ich eine 14 Jahre Salewa Gore-Pro und die tut was sie soll. Ist wasserfest, rucksacktauglich und hat bisher noch jeden der unzähligen Stürzen überlebt.

Just my 2 cents.
 
Ja ist leider wirklich so…
Die Membran muss zum Anwendungsfall passen und dann führt bei Rucksackanwendung nichts an einer 3L Jacke in der Kategorie Gore Pro (oder vergleichbar) vorbei.
Meine alte Gore Pro hatte ich jetzt nach fast 14 Jahren intensiven Gebrauch bei regelmäßigem Trekking Touren mit 20Kg Rucksack (hauptsächlich Skandinavien) sowie beim Klettern, jetzt durch eine Mountain Equipment ersetzt.

Die Argumentation mit, hält so nicht lange dicht, kann ich für Gore Pro nicht unterschreiben.
Oft werden die falschen Jacken für den Anwendungsbereich genutzt (Stichwort Rucksack … und da reicht schon der regelmäßige Uni-Rucksack) und/oder falsch gepflegt.
 
oder man wird unzufrieden, weil die Schultern mit Rucksack halt nass werden vergisst dabei aber, dass erstens der Druck steigt, und zweitens einfach die Gurte vollgesaugt sind und dann mit dem Gewicht dran "auf die Wassersäule drücken".

Dass DWR an den Stellen natürlich auch schnell abgerieben ist ist auch klar.

Die Endura Singletrack Jacke wurde früher damit beworben "Rucksack-kompatible" Schulterpartien zu haben. Funktionierte. Das war glaub ich einfach eine zweite,richtig dichte/dicke Schicht.
An den Schultern verzichte ich auch gern auf Atmungsaktivität für absolute Dichtheit.
 
Hallo,

ich habe seit über 10 Jahren eine Regenhose von Gore und die ist immer noch wasserdicht.
Ich habe sie nie gewaschen, sondern nur in der Dusche saubergemacht, quasi nur Handwäsche.

Ich habe auch seit einigen Jahren den MT500 Regenanzug von Endura, der ist immer im Rucksack in einem von außen zugänglichem Fach.
Und auch der wird nur mit Handwäsche saubergemacht und ich musste den bisher nicht neu imprägnieren.

So teure Sachen muss man pflegen, dann halten sie ewig.

Aber wo ist der Unterschied zum MT500 Advanced?

MfG
Maik
 
Oftmals sind diese Membranen nur bedingt rucksacktauglich.
Genau genommen ist es nicht die Membran, die den Rucksack aushalten soll, sondern die daraufliegende Außenschicht.
Diese äußere Lage gibt es in verschiedenen Festigkeiten, z. B. 40D oder 80D. Je höher der Zahlenwert, desto robuster der Oberstoff.

Ein Beispiel dafür gibt es im folgenden Jackentest, wo diese Werte mit angegeben werden:
https://www.outdoor-magazin.com/outdoorbekleidung/regenjacken-test-1/
 
Würde es nicht nur an der Qualität vom Oberstoff abhängig machen.
Meines Wissens gibt es auch unterschiede in der Robustheit der Membran an sich und wie empfindlich sie gegen Druck und Reibung ist.
Entsprechend würde ich dann schon die Kombination aus allen 3 Lagen im Laminat als entscheidend ansehen.

Aber Natürlich hat der Oberstoff einen sehr entscheidenden Einfluss und es wird wohl auch nicht die "robuste" Membran mit dem dünnsten Oberstoff kombiniert werden.
Somit kann man bei einer robusten Schulterpartie wahrscheinlich auch ehr von Rucksacktauglich ausgehen ...

Gilt aber wohl nur für 3L Laminat... bei 2L Jacken nützt ein robuster Oberstoff dann auch wenig
 
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