Woom Off Air 4 Kinder-MTB im Test: 20 Zoll-Fahrspaß für 1000 €?

Also mal ganz faktenbasiert gesprochen ist es wenn man sich die Perzentilen ansieht doch so, dass bei Jungen mit 8 Jahren über 50% mehr als 25 kg wiegen. Verstehe daher deine 23 kg auch nicht ganz.

Und bei einer Größenangabe von bis 135 cm muss man dann schon mit Kindern bis 35 kg in relevanter Zahl rechnen, auch wenn da mancher dann schon auf die 9 Jahre zugeht.

Aber das nur zu den kg. Meine Tochter hatte bei ihrem 16“ keine Probleme mit der Bremskraft sondern der Vorteil beim 20“ mit Scheibenbremsen war eher das dosieren. Und da war mein Eindruck, dass ihr das dann auch mit 12 oder 13 kg deutlich leichter fiel. Und bei ihr wurden es nur Scheibenbremsen weil die Räder die einen frühen Wechsel auf 20“ ermöglichen einfach solche harten, nicht weil ich überzeugt war es zu brauchen.
 
Ohne (unnötige) Federgabel und mit völlig ausreichenden V-Brakes wären da 2kg weniger drin, davon dürfte das Kind dann doch meist mehr haben...

Ja, die unnötige Federgabel und völlig ausreichende V-Brakes... Wer von euch fährt sowas freiwillig ohne Federelemente und mit V-Brakes?






Wer keine Federgabel braucht, kann eh das WoomOff nehmen, sprich, bei genauerem Hinsehen gibt es das Bike auch ohne.
 
Da glaube ich gern, dass du viele Räder siehst, die einfach nicht kindgerecht sind.
Das schöne ist ja, dass es die Kids gar nicht so sehr stört. Nicht jede Familie hat das Geld (oder ist willens), um 1000,- EUR für ein Woom Off (oder vergleichbar) auszugeben. Die Kids fahren mit dem, was sie haben und haben trotzdem Spaß dabei. Und das ist die Hauptsache!

beim Bremsen (V-Brake) hingeflogen, weil er die noch nicht ausreichend modulieren konnte
Ich persönlich kann mit Scheibenbremsen besser modulieren als mit V-Brakes und würde das auch für meine Kids so unterschreiben. Aber das ist am Ende natürlich auch eine Frage der Gewöhnung.
der Vorteil beim 20“ mit Scheibenbremsen war eher das dosieren
Denke ich auch.

relativ schwere Räder von der „Marke, die auch Papa fährt“
Gerne auch Papa mit Kashima und Trickstuff vs. günstiges, ungewartetes Decathlon-Bike beim Nachwuchs.
Man muss dabei aber auch sehen, dass viele Kids erst mal für sich erkunden müssen, wie viel Spaß sie an der Sache haben und ob sie dabei bleiben. Wenn ich nicht wüßte, ob die Kids nachhaltig Spaß mit dem MTB haben, dann würde ich mich auch schwer tun 1.000,- EUR für ein Kinderfahrrad auszugeben.

Ok, aber da müssen die das Rad vermutlich nicht den Berg hochstrampeln…
Korrekt, im Bikepark ist Lift angesagt - da spielt das Gewicht eine untergeordnete Rolle.
Aber auch sonst sehe ich andere (z. B. von @dino113 genannte) Faktoren, die mehr Einfluss auf die Bergauf-Performance haben als ein paar Gramm bei der Bremse einzusparen.
Empfehlungen zu gut einstellbaren und leichten Scheibenbremsen hatte ich ja oben schon mal verlinkt. Wir haben gerade am 24" die SRAM G2 verbaut (Bremse 530 Gramm + Scheiben 270 Gramm; mit 140 mm Scheiben wäre das nur die Hälfte: 130 Gramm). Fahren aber auch MT4/MT5/MT8 - alles gute und leichte Scheibenbremsen.
Man sieht ja z. B. auch bei XC Rennen manche Kids, bei denen offensichtlich keine Kosten und Mühen gescheut wurden, um sehr große Bikes auf minimales Gewicht zu trimmen. Die fahren dann trotzdem mit (leichter) Scheibenbremse und nicht mit V-Brakes, weil man sich offenbar Vorteile davon verspricht.

Ich will aber auch niemanden davon überzeugen, dass es nicht ohne Scheibenbremse geht. Doch, klar geht das! (Aber: Im Bikepark sind die nicht so geil.)
Wer von euch fährt sowas freiwillig ohne Federelemente und mit V-Brakes?
Genau das!
Ich möchte klarstellen, dass manche Aussagen hier ("Federgabel ist in der Gewichtsklasse Quatsch!", "Scheibenbremsen braucht kein Kind!", "Felgenbremsen sind besser!") so pauschal nicht zutreffen. Es gibt genügend Kids, für die sowohl eine Federgabel, für manche auch ein Fully und für viele die Scheibenbremse sinnvoll sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das schöne ist ja, dass es die Kids gar nicht so sehr stört. Nicht jede Familie hat das Geld (oder ist willens), um 1000,- EUR für ein Woom Off (oder vergleichbar) auszugeben. Die Kids fahren mit dem, was sie haben und haben trotzdem Spaß dabei. Und das ist die Hauptsache!


Ich persönlich kann mit Scheibenbremsen besser modulieren als mit V-Brakes und würde das auch für meine Kids so unterschreiben. Aber das ist am Ende natürlich auch eine Frage der Gewöhnung.

Denke ich auch.


Gerne auch Papa mit Kashima und Trickstuff vs. günstiges, ungewartetes Decathlon-Bike beim Nachwuchs.
Man muss dabei aber auch sehen, dass viele Kids erst mal für sich erkunden müssen, wie viel Spaß sie an der Sache haben und ob sie dabei bleiben. Wenn ich nicht wüßte, ob die Kids nachhaltig Spaß mit dem MTB haben, dann würde ich mich auch schwer tun 1.000,- EUR für ein Kinderfahrrad auszugeben.


Korrekt, im Bikepark ist Lift angesagt - da spielt das Gewicht eine untergeordnete Rolle.
Aber auch sonst sehe ich andere (z. B. von @dino113 genannte) Faktoren, die mehr Einfluss auf die Bergauf-Performance haben als ein paar Gramm bei der Bremse einzusparen.
Empfehlungen zu gut einstellbaren und leichten Scheibenbremsen hatte ich ja oben schon mal verlinkt. Wir haben gerade am 24" die SRAM G2 verbaut (Bremse 530 Gramm + Scheiben 270 Gramm; mit 140 mm Scheiben wäre das nur die Hälfte: 130 Gramm).
Man sieht ja z. B. auch bei XC Rennen manche Kids, bei denen offensichtlich keine Kosten und Mühen gescheut wurden, um sehr große Bikes auf minimales Gewicht zu trimmen. Die fahren dann trotzdem mit (leichter) Scheibenbremse und nicht mit V-Brakes, weil man sich offenbar Vorteile davon verspricht.

Ich will aber auch niemanden davon überzeugen, dass es nicht ohne Scheibenbremse geht. Doch, klar geht das! (Aber: Im Bikepark sind die nicht so geil.)

Genau das!
Ich möchte klarstellen, dass manche Aussagen hier (Federgabel ist in der Gewichtsklasse Quatsch! Scheibenbremsen braucht kein Kind!) so pauschal nicht zutreffen. Es gibt genügend Kids, für die sowohl eine Federgabel, für manche auch ein Fully und für viele die Scheibenbremse sinnvoll sind.
Ich finde die oft negativen Hinweise auf den hohen Preis bei Kinderrädern immer etwas merkwürdig.

Entscheidend ist für mich bei der kurzen Nutzungsdauer, was ich nach Wiederverkauf wirklich gezahlt habe. Das war bei unseren kleinen Wooms (1, 2, 3) i.was zwischen -10€ (=Gewinn) und 40€.
Das Vpace max20 haben wir nach einem Jahr für 40 € weniger verkauft.
Ich bezweifle, das die günstigeren Räder und dann meistens schlechteren und schwereren Räder in dieser Kostenbetrachtung nur annähernd so gut abschneiden.

Bei uns steht jetzt ein Max24 an. Da rechne ich beim Neukauf mit 300€ "Kosten" für den Wertverlust bei 2 Jahren Nutzung.
Ergo: Es juckt mich nicht wirklich, dass das Rad einen Verkaufspreis von 1500€ hat.

Was ich daran schade und traurig finde und das auch in unserer MTB-Kids-Gruppe beobachte: Eltern die nicht in der Lage sind das initiale Investment zu tätigen oder es nicht tun, weil sie es nicht besser wissen, zahlen am Ende deutlich mehr und haben dazu noch das schlechtere Produkt.

Und grad bei den kleinsten (5-7) macht es einen riesigen Unterschied ob das Rad 7 oder 12 kg hat.
 
Klar - aber das ist jetzt auch kein 20" Rad mehr, oder?
Und selber hochgetreten ist Deine Tochter da vermutlich auch nicht?

Gut, dann eben was mit 20".




Selber hochtreten? Ist ja eh lieb, aber... Naja, das limitiert in dieser Alterklasse die Familienreichweite für mich zu sehr. Also, 1000-1500hm Touren gehen dann nicht.
Da meine Frau und ich eher aus der Alpinistik kommen, sind wir erst mit Kind zu Bikeparks und (wieder, in der Studienzeit verdienten wir unser Taschengeld dort) auf Schipisten gekommen.
Aber Bergabfahren und Schifahren lernt nunmal schneller und besser mit Nutzung von Aufstiegshilfen.
Wobei wir aber schon auch gerne und oft uns anstrengen. Dann gehen auch gern mal die 1500hm.




Was mir allerdings bei meinem Kind unergründlich bleibt ist:
Bergsteigen (ich rede jetzt nicht von Wandern) - 1500 hm kein Problem.
Schitour: auch kein Problem, soferne Papa Grüffelogeschichten erzählt.
Bike: 10hm und aus ists. :D Ausser am Trail und im Verein...
 
Ich finde die oft negativen Hinweise auf den hohen Preis bei Kinderrädern immer etwas merkwürdig.

Ergo: Es juckt mich nicht wirklich, dass das Rad einen Verkaufspreis von 1500€ hat.
Ja, da sind wir uns hier im Forum alle einig, denke ich.
Aber manch anderen juckt es eben schon - da sind die 1000,- EUR oder 1.500,- EUR einfach nicht da, um sie in einem Bike zu parken. Wäre das teure Rad die besser Wahl? Unbedingt! Aber wenn die Kohle knapp ist, dann geht's halt nicht.
Die Zugänglichkeit zum Mountainbiken - nicht nur für Besserverdiener - ist gerade im Kinder- und Jugendsport ein wichtiger Punkt, den man berücksichtigen sollte.

Eltern die nicht in der Lage sind das initiale Investment zu tätigen oder es nicht tun, weil sie es nicht besser wissen, zahlen am Ende deutlich mehr und haben dazu noch das schlechtere Produkt.
So ist es - nicht nur mit Bikes.
Äußerst treffend in Samuel Mumms Stiefeltheorem beschrieben:
The reason that the rich were so rich, Vimes reasoned, was because they managed to spend less money.

Take boots, for example. He earned thirty-eight dollars a month plus allowances. A really good pair of leather boots cost fifty dollars. But an affordable pair of boots, which were sort of OK for a season or two and then leaked like hell when the cardboard gave out, cost about ten dollars. [...]

But the thing was that good boots lasted for years and years. A man who could afford fifty dollars had a pair of boots that’d still be keeping his feet dry in ten years’ time, while the poor man who could only afford cheap boots would have spent a hundred dollars on boots in the same time and would still have wet feet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Abschließend mein letzter Senf dazu:

Meine Angaben beschränken sich auf MOUNTAINbiken und nicht ein bissi Radfahren. Nicht mal auf im Wald rumkurbeln. Selbst dafür ist das threadbezogene Bike too much. ist aj doch eher schon ein Mountainbike als ein simples Kinderrad, auch wenns ein Woom ist. ;)

Mittlerweile gibt es für alle möglichen und unmöglichen Bereiche des Radfahrens Räder für Kinder. Welche Ausstattung nun für welches Kind ideal ist, weist sich sicher nicht beim ersten Rad. Sehr wohl kann man dann evaluieren bzw die Richtung nach Neigung und Wünschen des Kindes einschlagen.

Zum Preis: Wenn mein Kind gern, gut und viel fährt, bin ich bereit, dem Kind gleich gutes Material wir mir beizustellen. Alles andere wäre gemein.

Zur Nutzungsdauer: Ich kenne viele Freaks, die alle 2 Jahre sich selber ein neues Bike gönnen. Kinderbikes im "Hochpreissegment" haben nach wie vor einen guten Wiederverkaufswert, auch bei Dritt- und Viertnutzung (ausser die meiner Tochter, die sind fertiggelutscht ;-) ). Da ist es nur die Erstinvestition, die gestemmt werden muss. dazu siehe eben oben, letzter Satz im ersten Absatz.

Und wer wegen Leistbarkeit jammert, der soll froh sein, dass nicht Schifahren dazukommt. Das tut wirklich weh, wenns intensiv betrieben wird.
 
Selber hochtreten? Ist ja eh lieb, aber... Naja, das limitiert in dieser Alterklasse die Familienreichweite für mich zu sehr. Also, 1000-1500hm Touren gehen dann nicht.
OK, ich bin beeindruckt (und neidisch auf Euren Wohnort). Und ja, da finde auch eine Federgabel sinnvoll. (Vermutlich kaufst Du mit dem Hintergrund aber auch nicht ausgerechnet ein Woom...)
 
OK, ich bin beeindruckt (und neidisch auf Euren Wohnort). Und ja, da finde auch eine Federgabel sinnvoll. (Vermutlich kaufst Du mit dem Hintergrund aber auch nicht ausgerechnet ein Woom...)

Natürlich ist der Wohnort schon auch mitentscheidend, welches Bike hergehört.
Und ja, die ersten beiden Bikes waren Wooms, die sind dann aber flugs zur Cousine in die Stadt gewandert.
 
Naja, mein Sohn ist mit 2,5 Jahren auf dem 16“er mehrmals beim Bremsen (V-Brake) hingeflogen, weil er die noch nicht ausreichend modulieren konnte - die Bremse war zu stark. Zuwenig Bremswirkung ist aber auch mit 8 Jahren noch kein Problem für ihn (mit V-Brakes).
Es geht ja nicht wirklich um die Bremskraft, sonder vordringlich um die Dosierbarkeit und den Krafteinsatz.

An meinemSinglespeeder fahre ich auch noch eine alte Single Digit und bin jedesmal überrascht wie die greifen, nur halt nicht wirklich dosiert.
 
Meine Angaben beschränken sich auf MOUNTAINbiken und nicht ein bissi Radfahren. Nicht mal auf im Wald rumkurbeln. Selbst dafür ist das threadbezogene Bike too much.
Wobei „im Wald rumkurbeln“ ja auch sehr unterschiedlich aussehen kann. Auf Forstwegen zum See oder Waldcafe radeln geht sicher auch mit einem normalen Kinderrad. Aber selbst bei uns in der „fränkischen Schweiz“ gibt es Stellen die nicht leichter sind als das aus deinen Bildern, nur halt dann oft nur mit 30-40 Tiefenmetern am Stück.

Am Ende muss man eben analysieren was man fahren möchte und wohin sich das Kind entwickeln soll und darauf basierend dann eine Entscheidung treffen. Nicht umsonst gibt es ja im Unterforum für Kinder auch genug Leute die gleich mehrere Räder haben.
 
Am Ende muss man eben analysieren was man fahren möchte und wohin sich das Kind entwickeln soll und darauf basierend dann eine Entscheidung treffen.
💯 Genau das! Die Bikes haben alle ihre Daseinsberechtigung, halt jeweils für unterschiedliche Einsatzszenarien.

Nicht umsonst gibt es ja im Unterforum für Kinder auch genug Leute die gleich mehrere Räder haben.
Was? Wer? 🤪 Skandal! 😉
N+1 lässt grüßen, nicht nur bei den Erwachsenen.
 
Gut, dann eben was mit 20".




Selber hochtreten? Ist ja eh lieb, aber... Naja, das limitiert in dieser Alterklasse die Familienreichweite für mich zu sehr. Also, 1000-1500hm Touren gehen dann nicht.
Da meine Frau und ich eher aus der Alpinistik kommen, sind wir erst mit Kind zu Bikeparks und (wieder, in der Studienzeit verdienten wir unser Taschengeld dort) auf Schipisten gekommen.
Aber Bergabfahren und Schifahren lernt nunmal schneller und besser mit Nutzung von Aufstiegshilfen.
Wobei wir aber schon auch gerne und oft uns anstrengen. Dann gehen auch gern mal die 1500hm.




Was mir allerdings bei meinem Kind unergründlich bleibt ist:
Bergsteigen (ich rede jetzt nicht von Wandern) - 1500 hm kein Problem.
Schitour: auch kein Problem, soferne Papa Grüffelogeschichten erzählt.
Bike: 10hm und aus ists. :D Ausser am Trail und im Verein...
Respekt! Du hast das MTB / Daddy Game durch gespielt.
 
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