Wenn man sich im Wald allerdings auf "Trails" bewegt, die von Fußgängern nur fußbreit gespurt/angelegt sind und im Verlauf ständig modifiziert werden, z.B. um umgestürzte Bäume, wird man schnell feststellen, wie überraschend genial die agile veraltete Geometrie eines angeblich unfahrbaren 26er XC-Bikes da heute noch funktioniert.
Mit dem 29er fällt mir immer auf, dass es so einige Stellen gibt, wo ich mit dem 26er ohne Überlegen durchwuseln konnte. Seien es zwei eng versetzte Buchenstangen oder eine Grabendurchfahrt, welche mit dem 26er noch als direkte Durchfahrt funktionierte, muss ich mit dem 29er nun schon leicht schräg ansetzen. Das 32er füllt dann das Grabenprofil wahrscheinlich aus.
Keine Frage, das 29er ist schon Dank komfortabler (Carbon-)Rahmenkonstruktionen, modernen Federelementen und breiteren Reifen Klasse, würde ich auch nicht mehr hergeben, es bleiben oder fallen aber eben immer wieder die obigen Punkte auf. Mit dem 32er könnte es sicherlich bei einigen Situationen im Wald noch enger werden. Auf "Selbstbeschränkung" des eigentlichen Möglichen habe ich aber wenig Lust.
Ein auf ständige Selektion angelegter XC-Racetrack ist sicher was ganz anderes als der XC-Alltag im nächsten Wald. Genauso, wie laaaaaaaaange erste Gänge für die Rennstrecke beim Sportauto oder -motorrad im alltäglichen Stadtverkehr so richtiger Mist sind! Das ein 32er daher der Weisheit letzter Schluss ist....?