UCI sagt ja: 32 Zoll-Laufräder im World Cup erlaubt

Besser ist, dass ich mit meinem Downcountrybike die Trails vor meiner Haustür und mit meinem Endurobike die Bikeparks schneller fahren kann. Mir fehlt vollkommen das nostalgische Bedürfnis nach rustikalem 26er Wuzelgeballer.
👍
Mit fehlt das mehr oder weniger regelmäßige "Over The Bar"®, das "Steigende Pony"® und das Hängenbleiben® an relativ kleinen Hindernissen (mit anschließendem OTB) von früher auch nicht so richtig. Bin aber auch mittlerweile ü50, da fliegt man nicht mehr so gerne ungewollt.
 
Besser ist, dass ich mit meinem Downcountrybike die Trails vor meiner Haustür und mit meinem Endurobike die Bikeparks schneller fahren kann. Mir fehlt vollkommen das nostalgische Bedürfnis nach rustikalem 26er Wuzelgeballer.

Mich hat lang und flach nicht schneller gemacht. Es hat die gleiche Geschwindihgkeit nur vereinfacht.
Technische Drops sind jetzt wesentlich schwerer und manche Dinge bin ich seit 10 Jahren nicht mehr gefahren, weils mit lang flach nicht geht.
Bin aber bei lang und flach geblieben, auch wenn es doch sehr einschränkt, weils besser bergauf geht….und ich nimmer alles runter fahren muß ;)

G.:)
 
Da ich eh noch ausschließlich beim MTB mit 26" unterwegs bin, kann mir 32" egal sein. So ein Rad würde ich wahrscheinlich eh nicht mehr in den Kofferraum bekommen.
 
Mich hat lang und flach nicht schneller gemacht. Es hat die gleiche Geschwindihgkeit nur vereinfacht.

Und das hat nicht dazu geführt, dass du schneller fahren konntest? Die Entwicklung hat dazu geführt, dass ein Sturz erst bei höherer Geschwindigkeit erfolgt, z.B über grobe Wurzeln oder auf dem sehr steilen Trail. Ich bin beim Umstieg von 27,5 auf 29 mit deutlich mehr Reach und Radstand z.B. sogar auf einem sehr verwinkelten Segment mit Wurzeln schneller geworden.
 
Da ich eh noch ausschließlich beim MTB mit 26" unterwegs bin, kann mir 32" egal sein. So ein Rad würde ich wahrscheinlich eh nicht mehr in den Kofferraum bekommen.
Nicht nur das, sondern auch auf keinen gängigen Heckträger.
Technisch eventuell schon noch, aber StVo-konform nicht mehr da die Möhre dann seitlich li +re übersteht und das hat die Rennleitung nicht so gern.
 
Und das hat nicht dazu geführt, dass du schneller fahren konntest? Die Entwicklung hat dazu geführt, dass ein Sturz erst bei höherer Geschwindigkeit erfolgt, z.B über grobe Wurzeln oder auf dem sehr steilen Trail. Ich bin beim Umstieg von 27,5 auf 29 mit deutlich mehr Reach und Radstand z.B. sogar auf einem sehr verwinkelten Segment mit Wurzeln schneller geworden.

Nein, bin mehr der Typ der sich durch die Trails gepumpt hat….aich die verblockten. Haben ja genug davon im Fichtelgebirge.
Wenn man eine Trail auf Sicht fährt, irgendwo im Urlaub zum ersten Mal, dann ist man schon erstmal schneller mit weniger Kraftaufwand.
Hatte mal einen 1min Testrail wo ich verschiedene Reifen und Dämpfer immer gestestet hab. Ein schneller Trail auf Waldboden, mit nur Wurzeln und und schnellen, aber richtigen Kurven. Mit Lang und Flach bin ich da nie unter 1min gekommen, was bei 450er Reach mit Rollerreifen immer drin war. Ist halt net so handlich beim Rumwerfen.
Aber egal, Lang und Flach hat mittlerweile auch bei mir mehr Vorteile, wobei flach sich ja in der Realität mehr in Grenzen hält.

Edit: Fahre ja mittlerwele ja sogar ein 29er Vorderrad ;)

G.:)
 
Wenn man sich im Wald allerdings auf "Trails" bewegt, die von Fußgängern nur fußbreit gespurt/angelegt sind und im Verlauf ständig modifiziert werden, z.B. um umgestürzte Bäume, wird man schnell feststellen, wie überraschend genial die agile veraltete Geometrie eines angeblich unfahrbaren 26er XC-Bikes da heute noch funktioniert.

Mit dem 29er fällt mir immer auf, dass es so einige Stellen gibt, wo ich mit dem 26er ohne Überlegen durchwuseln konnte. Seien es zwei eng versetzte Buchenstangen oder eine Grabendurchfahrt, welche mit dem 26er noch als direkte Durchfahrt funktionierte, muss ich mit dem 29er nun schon leicht schräg ansetzen. Das 32er füllt dann das Grabenprofil wahrscheinlich aus.

Keine Frage, das 29er ist schon Dank komfortabler (Carbon-)Rahmenkonstruktionen, modernen Federelementen und breiteren Reifen Klasse, würde ich auch nicht mehr hergeben, es bleiben oder fallen aber eben immer wieder die obigen Punkte auf. Mit dem 32er könnte es sicherlich bei einigen Situationen im Wald noch enger werden. Auf "Selbstbeschränkung" des eigentlichen Möglichen habe ich aber wenig Lust.
Bin ganz deiner Meinung.

Ich liege in der Rahmengröße typischerweise zwischen XL und L, mit der Tendenz zu XL. Bei meinem XC-Bike habe ich beide Größen relativ ausgiebig getestet und mich dann ganz bewusst für Rahmengröße L entschieden. Das war absolut die richtige Entscheidung, das Handling ist einfach nur genial. Ich vermute auch, dass viele über die länger, flacher, tiefer-Indoktrination aus der Industrie in den letzten Jahren schlichtweg vergessen haben, wie geil sich ein kompakteres, handlicheres Bike im überwiegenden Großteil aller Situationen anfühlt. Seit diesem Experiment würde ich wegen des agileren, dynamischeren Handlings immer die kleinere Rahmengröße bevorzugen.

Das ein 32er daher der Weisheit letzter Schluss ist....?
Glaube ich allein schon deshalb nicht, da schon auf 29"-Laufräder viele durchschnittlich große Fahrer vom Pilot zum Passagier degradiert werden. Und 32"-Laufräder werden dieses Problem natürlich noch verstärken. Macht halt schlicht keinen Spaß mehr, wenn das Rad macht was es will und der Fahrer hauptsächlich damit beschäftigt ist, sein sperriges Bike unter Kontrolle zu halten anstatt aktiv die Richtung vorzugeben. Von der Myriade an Probleme, die die für 32"-Laufräder notwendige Rahmengeometrie beim Bike-Fitting verursacht mal ganz zu schweigen.


Nein, alles was ich zu 32"-Laufrädern sehe bestätigt mich bisher in der Meinung, dass wir mit 29"-Laufrädern in ergonomischer Hinsicht für den überwiegenden Großteil aller Fahrer ein funktionales Maximum erreicht haben.
 
das sind für mich alles keine argumente die dagegensprechen. ich komme ja aus der trial fahrtechnik und es war für mich nie von reiz das dafür perfekte rad zu finden und mein leben lang das zu perfektionieren. oder irgend einen sweet spot im leben zu finden um dann zu sagen: das wars jetzt.
ich freu mich jetzt schon auf das komplett andere Fahrverhalten.

das so viele meinen sie müssten ihre fahrtechnik umstellen oder könnten dieses und jenes nicht so gut damit fahren seh ich aus meiner Perspektive komplett positiv.
 
Nein, alles was ich zu 32"-Laufrädern sehe bestätigt mich bisher in der Meinung, dass wir mit 29"-Laufrädern in ergonomischer Hinsicht für den überwiegenden Großteil aller Fahrer ein funktionales Maximum erreicht haben.
Ich stimme dieser Aussage nicht zu und bezweifle, dass Ihre Meinung auf vielen Fakten basiert.

Es ist durchaus möglich, sowohl den Hinterbau als auch den Vorderbau so einzustellen, dass sie mit denen des jeweiligen Lieblings-29"-Bikes übereinstimmen. Sogar der Nachlauf kann identisch eingestellt werden.

Bei 99 % der modernen Bikes in den Größen M/L/XL ist mittlerweile sogar genügend Zehenfreiheit vorhanden, um das Vorderrad näher an das Tretlager zu bringen.

Ergonomie? Sie können ein kompakteres 32"-Bike mit kürzerem Radstand haben als jedes 29"-Bike des Modelljahres 2026, das Sie sonst nach Weihnachten aus dem Laden holen würden. Die Lenkerklemmung wird unter sonst gleichen Bedingungen um 60 mm erhöht, aber es gibt Vorbauten mit negativem Winkel, und Sie können einen Riser-Lenker umdrehen oder einen Lenker speziell für 32"-XC-Bikes entwickeln. Es gibt möglicherweise sogar 32"-Gabeln mit einer in die Gabelkrone integrierten Lenkerklemmung (oder Beleuchtung). Wie niedrig soll Ihr Lenker sein?
 
Lang und Flach hat mittlerweile auch bei mir mehr Vorteile, wobei flach sich ja in der Realität mehr in Grenzen hält.

Lang ja, das machen die großen 29er und der flachere Lenkwinkel, der das VR weiter voraus schickt. Aber die Sitzposition ist ganz ähnlich, zum Teil sogar aufrechter wg. dem steileren Sitzwinkel.

Nur die Stehhaltung ist durch den längeren Reach etwas flacher geworden.
 
Lang ja, das machen die großen 29er und der flachere Lenkwinkel, der das VR weiter voraus schickt. Aber die Sitzposition ist ganz ähnlich, zum Teil sogar aufrechter wg. dem steileren Sitzwinkel.

Nur die Stehhaltung ist durch den längeren Reach etwas flacher geworden.

Ich meinte oben mit flach hält sich in Grenzen, das es nicht tiefer ist. War wohl falsch ausgedrückt.
Durch den 5cm längeren Reach und den doch flacheren Lenkwinkel ist es proportional logischerweise natürlich flacher.

G.:)
 
Glaube ich allein schon deshalb nicht, da schon auf 29"-Laufräder viele durchschnittlich große Fahrer vom Pilot zum Passagier degradiert werden. Und 32"-Laufräder werden dieses Problem natürlich noch verstärken. Macht halt schlicht keinen Spaß mehr, wenn das Rad macht was es will und der Fahrer hauptsächlich damit beschäftigt ist, sein sperriges Bike unter Kontrolle zu halten anstatt aktiv die Richtung vorzugeben.

Ist das so? Um das behaupten zu können muss man schon wirklich sehr (!) viele Mountainbiker und Mountainbikerinnen kennen und die Möglichkeit haben, deren Fahrweise analysieren zu können. Von denen dann ein sehr großer Anteil die von Dir beschriebenen Probleme hat. Und woran machst Du das fest, dass Fahrer vom Piloten zum Passagier degradiert werden? Grundsätzlich? Nur in bestimmten Fahrsituationen? Wenn ja, bei welchen? Usw. usw. ...
 
Mich hat lang und flach nicht schneller gemacht.
Lang, länger, flacher, tiefer, schneller, stacker.

Ich konzentrier mich da auf andere Werte, die mir Geschwindigkeit (= schneller) nicht viel gibt.
Bin aber bei lang und flach geblieben, auch wenn es doch sehr einschränkt, weils besser bergauf geht….:)
Für mich gegört das Berghoch fahren auch dazu. Also nicht nur konditionell, sondern auch die technisch schwierigen Passagen. Es ist zwar schade, dass das immer mehr abhanden kommt, aber mir kann es ja eh auch egal sein. Für mich gehört die körperliche und geistige Anstrengung, das Plagen etc, dazu und möchte es nicht missen.

das so viele meinen sie müssten ihre fahrtechnik umstellen
Ob bmx, Fixie, 26, 650b, 29 odder 32 Zoll, mein Ansatz ist, meine Fahrtechnik zu verbessern.

Ich brauch auch nicht schneller zu fahren, bringt nur ein höheres Risiko. Ich freu mich, wenn ich bestimmte Passagen, sowohl Berg auf als auch Berg ab, schaffe. Gelegentlich fahr oder schiebe ich hoch, und versuche es nocheinmal.
 
Ergonomie? Sie können ein kompakteres 32"-Bike mit kürzerem Radstand haben als jedes 29"-Bike des Modelljahres 2026, das Sie sonst nach Weihnachten aus dem Laden holen würden.
Da ist sie wieder, die Mähr vom kürzeren, kompakteren MTB. Das war bei 650b versus 29 auch so.
Die Laufräder sind nunmal kleiner, ergo ist auch der Radstand als auch die Gesamtlänge kürzer.
 
Da ist sie wieder, die Mähr vom kürzeren, kompakteren MTB. Das war bei 650b versus 29 auch so.
Die Laufräder sind nunmal kleiner, ergo ist auch der Radstand als auch die Gesamtlänge kürzer.
Warum drückst du dich so verbindlich aus, wenn du offensichtlich keine Ahnung von Fahrraddesign hast?
Es gibt bei 29 Zoll Bikes noch Raum für groessere Reifen ohne den Achsen weiter aus einander zu bringen.
 
Ja, und das sieht noch behämmerter aus, wie die ersten 29er Unfälle. Die Geometriedesigner werden schlaflose Nächte haben.
Wo ist eigentlich die Stylepolizei, wenn man sie mal braucht?
 
Lustige Diskussion - sogar zu Weihnachten gehts weiter :D

Bei 32" handelt es sich zunächst nicht um eine "Innovation" - es ist lediglich eine versuchte Optimierung eines Konzeptes in eine bestimmte Richtung. Bekannt ist das längst und auch 36" Bikes gibt es, die nach heutigen Erkenntnissen eine Art Obergrenze für normal große Fahrer definieren, bzw wäre 36“bereits eindeutig too much - also wird „immer größer“ ein Ende finden, oder hat es bereits erreicht.

So wie das bei einem Multi-Objective-Optimierungsproblem üblich ist, gehen Verbesserungen in einer Dimension fast zwangsläufig zu Lasten anderer Eigenschaften.
So sind Stabilität und Trägheit nur andere Namen für das gleiche Verhalten - in engen Kurven nicht gerne gesehen, auf langen geraden high Speed Abfahrten und im Downhill höchst willkommen.

Was besser ist, hängt nur davon ab, was man möchte. Und es hängt natürlich davon ab, wie groß und schwer man selbst ist und auf welchen Strecken man sich bewegt. Gebaute Strecken berücksichtigen das Rad, Naturtrails und Pfade waren schon längst vor den Rädern da.

Ein weiterer recht bekannter Begriff bei der Optimierung nennt sich "NP - hard". Übersetzt bedeutet das, dass man um z.B. das optimale Bike und die optimale Laufradgröße für sich zu finden, man alle möglichen Kombinationen ausprobieren müsste. Deswegen versucht man sich einem Optimum immer zu nähern. Es könnte aber immer eine Kombination geben, die noch besser ist.

Ich habe das für mich bereits mit 26, 27.5 und 29" auf verschiedensten Rädern durch und mein neues "altes" Bike liegt schon in Einzelteilen vor mir. Ein Mullet. Es wäre eigentlich ein Full 27.5er geworden, allerdings ist bereits hier die Verfügbarkeit von Vorderreifen auf den ersten Blick eingeschränkt. Ich mag das Überrollverhalten eines 29" Vorderrades, der Fokus liegt aber auf einem maximal wendigen, verspielten und leichten Bike (Beschleunigung, Tragepassagen). Lieber Stolperbiken als Max Speed und auch meistens ohne Fullface unterwegs.
Und 29" am Vorderrad ist "nett" - der absolute Gamechanger war aber die erste Fox36 mit Grip2 und 160mm am Vorderrad - "wie auf Schienen", dachte ich mir damals (Steifigkeit, Ansprechverhalten und Federweg).

Schlussendlich geht es mir aber nur um folgendes und da spielen Optimierungen im untersten einstelligen Prozentbereich bei der Abfahrtsgeschwindigkeit eine viel kleinere Rolle als man denkt - genau genommen denke ich bei einer Tour gar nicht über meine Laufradgröße nach:

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Und damit einen guten Rutsch ganz egal auf welcher Laufradgröße.
 
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Mag sein, aber die Physik lässt sich nicht überwinden.
Ergo 32 Zoll kann nicht kürzer oder kompakter sein als ein 26 Zoll, 650b oder 29 Zoll MTB.
Muss es auch nicht sein. Kürz wie moeglich 29 Zoll was nie versucht, und gerade 29 Zoll Bikes sind 10-15 cm laenger als im Anfang. 32 Zoll kann viel kürzer sein als heutige 29 Zoll, also in Groesse L/XL.
 
Muss es auch nicht sein. Kürz wie moeglich 29 Zoll was nie versucht, und gerade 29 Zoll Bikes sind 10-15 cm laenger als im Anfang. 32 Zoll kann viel kürzer sein als heutige 29 Zoll, also in Groesse L/XL.
Mein kurzes Experiment mit nach aktuellem Stand immer noch "kleinen" 27.5" Laufrädern und kurzem Radstand von 111 cm hat mir verdeutlicht, dass andere mit der Laufradgröße zusammenhängende Parameter wie Nachlauf und/oder schlicht die Gesamtlänge auf das Fahrverhalten offensichtlich einen ebenso merklichen Einfluss nehmen. Auch etwa mit kompakten Trekkingrädern lässt sich trotz vergleichbarer Radstände nicht das agile Lenkverhalten eines 26 Zöllers erreichen.
 
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