Lustige Diskussion - sogar zu Weihnachten gehts weiter
Bei 32" handelt es sich zunächst nicht um eine "Innovation" - es ist lediglich eine versuchte Optimierung eines Konzeptes in eine bestimmte Richtung. Bekannt ist das längst und auch 36" Bikes gibt es, die nach heutigen Erkenntnissen eine Art Obergrenze für normal große Fahrer definieren, bzw wäre 36“bereits eindeutig too much - also wird „immer größer“ ein Ende finden, oder hat es bereits erreicht.
So wie das bei einem Multi-Objective-Optimierungsproblem üblich ist, gehen Verbesserungen in einer Dimension fast zwangsläufig zu Lasten anderer Eigenschaften.
So sind Stabilität und Trägheit nur andere Namen für das gleiche Verhalten - in engen Kurven nicht gerne gesehen, auf langen geraden high Speed Abfahrten und im Downhill höchst willkommen.
Was besser ist, hängt nur davon ab, was man möchte. Und es hängt natürlich davon ab, wie groß und schwer man selbst ist und auf welchen Strecken man sich bewegt. Gebaute Strecken berücksichtigen das Rad, Naturtrails und Pfade waren schon längst vor den Rädern da.
Ein weiterer recht bekannter Begriff bei der Optimierung nennt sich "NP - hard". Übersetzt bedeutet das, dass man um z.B. das optimale Bike und die optimale Laufradgröße für sich zu finden, man alle möglichen Kombinationen ausprobieren müsste. Deswegen versucht man sich einem Optimum immer zu nähern. Es könnte aber immer eine Kombination geben, die noch besser ist.
Ich habe das für mich bereits mit 26, 27.5 und 29" auf verschiedensten Rädern durch und mein neues "altes" Bike liegt schon in Einzelteilen vor mir. Ein Mullet. Es wäre eigentlich ein Full 27.5er geworden, allerdings ist bereits hier die Verfügbarkeit von Vorderreifen auf den ersten Blick eingeschränkt. Ich mag das Überrollverhalten eines 29" Vorderrades, der Fokus liegt aber auf einem maximal wendigen, verspielten und leichten Bike (Beschleunigung, Tragepassagen). Lieber Stolperbiken als Max Speed und auch meistens ohne Fullface unterwegs.
Und 29" am Vorderrad ist "nett" - der absolute Gamechanger war aber die erste Fox36 mit Grip2 und 160mm am Vorderrad - "wie auf Schienen", dachte ich mir damals (Steifigkeit, Ansprechverhalten und Federweg).
Schlussendlich geht es mir aber nur um folgendes und da spielen Optimierungen im untersten einstelligen Prozentbereich bei der Abfahrtsgeschwindigkeit eine viel kleinere Rolle als man denkt - genau genommen denke ich bei einer Tour gar nicht über meine Laufradgröße nach:
Und damit einen guten Rutsch ganz egal auf welcher Laufradgröße.