Cycling Cities: Fahrrad-Dokumentarfilm jetzt kostenlos auf YouTube

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Re: Cycling Cities: Fahrrad-Dokumentarfilm jetzt kostenlos auf YouTube
Eine äußerst sehenswerte Dokumentation zu einem hochspannenden Thema. Bei der Wahl meiner früheren Studienorte hatte ich großes Glück, was die Fahrradtauglichkeit betrifft – Oldenburg und Münster sind dafür gute Beispiele. Aus eigener Erfahrung kenne ich allerdings auch Städte, in denen Radfahren sich lebensgefährlich anfühlt. Insgesamt besteht hier noch erheblicher Nachholbedarf, um diese Form der Mobilität wirklich voranzubringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
die Möglichkeit schaffen kein Auto benutzen zu müssen, sollte das Ziel sein :)

eine Frage bleibt mir aber bei den Vorzeigestädten :
wie ist die Ausnutzung des Systems in der schlechten Jahreszeit (Nov.Dez.Jan.Feb.) ?
denn wenn ich grade hier bei Eisglätte den mangelhaften Winterdienst auf den Rad-Fußwegen sehe, ist das alleinige Radfahren für den täglich Bedarf eher Idealistentum.
 
die Möglichkeit schaffen kein Auto benutzen zu müssen, sollte das Ziel sein :)

eine Frage bleibt mir aber bei den Vorzeigestädten :
wie ist die Ausnutzung des Systems in der schlechten Jahreszeit (Nov.Dez.Jan.Feb.) ?
denn wenn ich grade hier bei Eisglätte den mangelhaften Winterdienst auf den Rad-Fußwegen sehe, ist das alleinige Radfahren für den täglich Bedarf eher Idealistentum.
Alle von dir genannten "Vorzeigestädte" liegen ja eher im Bereich in dem es im Winter tendenziell nass als eisig ist.
Selbst im süddeutschen Raum kann man ja ca. 10,5 Monate im Jahr relativ gut radfahren.

Wenn wirklich Eis / Schnee liegt wird´s tatsächlich überall schwierig
 
Eine äußerst sehenswerte Dokumentation zu einem hochspannenden Thema. Bei der Wahl meiner früheren Studienorte hatte ich großes Glück, was die Fahrradtauglichkeit betrifft – Oldenburg und Münster sind dafür gute Beispiele. Aus eigener Erfahrung kenne ich allerdings auch Städte, in denen Radfahren sich lebensgefährlich anfühlt. Insgesamt besteht hier noch erheblicher Nachholbedarf, um diese Form der Mobilität wirklich voranzubringen.
Münster hatte recht früh erkannt, dass die Promenade und Fahrradstraßen eine feine Sache sind. Mit dem Status war man dann aber meiner Meinung nach auch lange sehr zufrieden und hat sich drauf ausgeruht. Für eine gelungene Verkehrswende sehe ich auch dort noch einen ganz weiten Weg.
Wenn man mal die Geschwindigkeit der Veränderung betrachtet und Münster mit Paris oder Kopenhagen vergleicht, passt das Klischee vom sturen Münsterländer schon ganz gut.
 
Zum Thema Radfahren im Winter gibt es hier noch einen interessanten Beitrag:
NotJustBikes
Bzgl Dänemark habe ich gehört, dass dort in einigen Städten ebenfalls die Rad- und Fußwege Priorität bei der Schneeräumung haben und die PKW Spuren nachrangig sind. In Holland war ich einmal in einer Kleinstadt im Winter bei 2-stelligen Minusgraden unterwegs, die Radspuren waren gut frequentiert.

Dort, wo das Fahrrad als Verkehrsmittel nachhaltig ernst genommen wird, funktioniert das durchaus auch bei schlechtem Wetter und im Winter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Münster hatte recht früh erkannt, dass die Promenade und Fahrradstraßen eine feine Sache sind. Mit dem Status war man dann aber meiner Meinung nach auch lange sehr zufrieden und hat sich drauf ausgeruht. Für eine gelungene Verkehrswende sehe ich auch dort noch einen ganz weiten Weg.
Wenn man mal die Geschwindigkeit der Veränderung betrachtet und Münster mit Paris oder Kopenhagen vergleicht, passt das Klischee vom sturen Münsterländer schon ganz gut.

Da ich als Radfahrer auch andere Städte kenne, in denen der Radverkehr überhaupt nicht funktioniert und man sich jedes Mal glücklich schätzen muss, unversehrt anzukommen, ist das folgende Kritik auf hohem Niveau. Münster hat viel Verbesserungspotenzial. Leider sind viele Politiker der Meinung, dass mit etwas roter Farbe auf bestehenden Straßen bereits genug getan sei. Die wirklich problematischen Stellen, an denen es immer wieder zu Unfällen kommt, werden hingegen ignoriert oder nicht grundlegend verändert.

Ich fahre täglich auf dem Weg zur Arbeit an einer solchen Stelle vorbei und hatte dort bereits mehrere brenzlige Situationen, obwohl ich aufmerksam und vorausschauend unterwegs bin. Oft sehe ich dabei nicht einmal die Autos als größte Gefahr, sondern andere Radfahrer: Geisterfahrer auf der falschen Seite, Menschen mit Kopfhörern, die völlig von der Außenwelt abgeschirmt sind und entsprechend nicht reagieren, sowie Muttis mit Lastenrädern, die auf engsten Radwegen ohne Vorwarnung überholen müssen. Erst kürzlich ist direkt vor mir eine ältere Frau dadurch schwer gestürzt – die Fahrerin des Lastenrads hat es nicht einmal bemerkt und ist einfach weitergefahren.

Aber wie gesagt: Das ist Meckern auf hohem Niveau. Münster bietet im Vergleich zu vielen anderen Städten bereits deutlich bessere Bedingungen für Radfahrer.
 
Großartiger Bericht!
Aber wie hat er das mit dem wilden Zelten in Holland hingekriegt? 😅
 
Zum Thema Radfahren im Winter gibt es hier noch einen interessanten Beitrag:
NotJustBikes
Bzgl Dänemark habe ich gehört, dass dort in einigen Städten ebenfalls die Rad- und Fußwege Priorität bei der Schneeräumung haben und die PKW Spuren nachrangig sind. In Holland war ich einmal in einer Kleinstadt im Winter bei 2-stelligen Minusgraden unterwegs, die Radspuren waren gut frequentiert.

Dort, wo das Fahrrad als Verkehrsmittel nachhaltig ernst genommen wird, funktioniert das durchaus auch bei schlechtem Wetter und im Winter.
Da kann man hier nur von Träumen, bin vorhin selbst hier im Pott mehr gerutscht als gefahren, gut sind nur 4km aber außer die Hauptstraßen war da nichts geräumt oder gestreut, an einem Samstag zu den Feiertagen kein Problem, aber zu normalen Verkehrszeiten möchte ich unter solchen Bedingungen auch nicht fahren.
 
die Möglichkeit schaffen kein Auto benutzen zu müssen, sollte das Ziel sein :)

eine Frage bleibt mir aber bei den Vorzeigestädten :
wie ist die Ausnutzung des Systems in der schlechten Jahreszeit (Nov.Dez.Jan.Feb.) ?
denn wenn ich grade hier bei Eisglätte den mangelhaften Winterdienst auf den Rad-Fußwegen sehe, ist das alleinige Radfahren für den täglich Bedarf eher Idealistentum.
Wobei es auch da Ausnahmen gibt. Wenn ich mich da an die MdRzA Bilder von @Milan0 erinnere, da wurde auf die Radwege Priorität gelegt (Raum Nürnberg). Es geht also, wenn der kommunale Wille da ist. Bei mir (FFB) war es genau umgekehrt, sobald es schneite gingen Radweg und Felder in eine weiße Masse über und ich konnte nichtmal mehr sehen, wo der Weg lang geht.

Dass es da Aufholbedarf gibt und dass in D der Radverkehr nicht an erster Stelle steht, ist aber kein Geheimnis. Trotz allem werden bei uns hier immer mehr Radspuren eingezeichnet, wo für richtige Radwege kein Platz ist. Es ist zwar kein großes Tempo, aber es geht voran.
 
Screenshot_20260103-074435_Samsung Internet.jpg


ja auch in Deutschland geht es sinnvoll vorran 🙄
(ein Hauptdurchgangsstrasse fertiggestellt 2022)
 
jupp, bei uns auf Dorfe aber nicht am Wochenende oder wärend der Schulferien 🙄

bei der Infrastruktur und deren Pflege befinden wird uns hier bei uns in den 1950er Jahren.

im Winter sind die Radwege matsche oder glatt,
im Sommer machen dir Wildwuchs und Glasscherben zu schaffen.

läuft :)

es leben in D aber auch nur 30 Prozent der Bevölkerung ausserhalb der Ballungsräume, also .... ;)
 
Toller Film, habe ihn in meinem Bekanntenkreis direkt mal mit allen geteilt, weil es auch hier in der Stadt leider Leute gibt die die 100 Meter zum Bäcker mit dem Auto fahren....das Auto wird von denen hauptsächlich dafür verwendet...
 
Wobei es auch da Ausnahmen gibt. Wenn ich mich da an die MdRzA Bilder von @Milan0 erinnere, da wurde auf die Radwege Priorität gelegt (Raum Nürnberg). Es geht also, wenn der kommunale Wille da ist. Bei mir (FFB) war es genau umgekehrt, sobald es schneite gingen Radweg und Felder in eine weiße Masse über und ich konnte nichtmal mehr sehen, wo der Weg lang geht.

Dass es da Aufholbedarf gibt und dass in D der Radverkehr nicht an erster Stelle steht, ist aber kein Geheimnis. Trotz allem werden bei uns hier immer mehr Radspuren eingezeichnet, wo für richtige Radwege kein Platz ist. Es ist zwar kein großes Tempo, aber es geht voran.
Ja. Ist aber eher wie das gallische Dorf. Überall wird nicht geräumt, gestreut, gefegt? Nein fast überall nur nicht hier.
Habe es sonst woanders auch nicht mitbekommen. Trotz dieser hervorragenden Arbeit benutzen die wenigsten hier das Fahrrad. Vorallem im Alltag. Im Sommer sind die Radwege hier von den Rennradlern aus Nürnberg übersät, im Winter bin ich meistens sehr alleine unterwegs.
Werde von Nachbarn hier auch gefragt was ich im Winter mache, wenn ich sage dass ich mit dem Rad pendle. Die sind dann auch immer ganz erstaunt, dass die Radwege geräumt werden. Das bekommen die aus ihrer Autofahrerbrille nicht mit. Wie gesagt Infrastruktur ist da und super gepflegt. Benutzt wird es trotzdem nicht, wiel das Auto hier die Nachteile nicht hat.
Daheim auf dem Grundstück kann sich hier jeder mindestens 2-3 Autos hinstellen und vor den Einkaufsmöglichkeiten sind genug Parkplätze immer frei. Da wird dann auch für ein Glas Schokocreme 400m zum Supermarkt mit dem Auto gefahren. Leider kein Einzelfall oder Seltenheit hier ...

Mal paar Bilder wie es hier ist:
Hier ist der Radweg schon geräumt, während die Seitenstraße im Regelfall nicht mal mehr täglich geräumt wird
1767431398172.png


Man beachte den Straßenbelag Fahrbahn Auto zu Radweg an der Landkreisgrenze ;)
1767431455271.png


Da war vorher eine Ampel um über die Bundesstraße zu kommen. Wurde eine eigene Brücke NUR für Fußgänger und Radfahrer gebaut
1767431523223.png


geräumt und gestreut
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1767431563298.png


Im Herbst werden die Blätter hier 2-3x wöchentlich vom Radweg geräumt. Ist ja sonst rutschig.
1x waren Scherben mit auf einem geteerten Flurbereinigungsweg gelegen. Ist eine Hauptpendelachse für Radfahrer in die nächste Stadt. 1 Mail an den zuständigen Bauhof. 1h später Antwort mit "Danke für den Hinweis, er schickt gleich einen Mitarbeiter raus" und zack auf dem Heimweg keine Scherben mehr da.

Es gibt hier stellenweise Beleuchtung an den Radwegen und an Kreisverkehren extra Unterführungen um den Radweg baulich vom Autoverkehr zu trennen.
Zum Beispiel für Rechtsabbiegen vom Radweg. Ja das Links ist ein reiner Radweg
1767431829963.png


Autos sind hier verboten
1767431858999.png


1767432262605.png

Mittlerweile haben sie halt einfach das Schild "Kein Winterdienst" entfernt und räumen weiter fleißig das Stück Weg.

Ich habe aber meinen Arbeitsplatz gewechselt und pendel jetzt nicht mehr auf solch tollen Wegen mutterseelenallein.
 
Das ist doch aber nicht in Deutschland, kann doch gar nicht sein :oops:.
Wer soll das bezahlen kommt ja nichts rein von den Autoverweigerer, eine Frechheit ich bezahle Steuern für Sprit und das KFZ und muss auf ungeräumten Straßenfahren >:(.

Wer Sarkasmus findet darf ihn gerne behalten :lol: .
 
1x im Jahr werden hier alle Ehrenamtlichen und Gemeindeangestellten zu einem Abendessen eingeladen. Da bin ich zu den Bauhofmitarbeitern hin und habe mich bedankt. Antwort:
"du hast ja nur 2 Räder, die Autos 4. Die fahren trotzdem sicherer auf Schnee. Und den Radweg da habe ich doch mit meinem Unimog schnell geräumt"
 
Es geht leider auch viel schlechter. Wir waren in Genua in Italien. Außer Rennradlern haben wir in der Stadt überhaupt keinen Fahradfahrer gesehen. Nur an der Strandpromenade gabs mal nen abgetrennten Radweg, ansonsten maximal nen 40 cm. breiten roten Streifen, der dauernd zugeparkt wird. Ansonsten dichtester Autoverkehr. Kann das gerade in den warmen Ländern überhaupt nicht verstehen, gerade in solchen Städten wo es auch kaum möglich ist einen Parkplatz zu finden. Schein aber wohl was Kulterelles zu sein, das man Radfahren nur als Sport wahrnimmt.
 
Es geht leider auch viel schlechter. Wir waren in Genua in Italien. Außer Rennradlern haben wir in der Stadt überhaupt keinen Fahradfahrer gesehen. Nur an der Strandpromenade gabs mal nen abgetrennten Radweg, ansonsten maximal nen 40 cm. breiten roten Streifen, der dauernd zugeparkt wird. Ansonsten dichtester Autoverkehr. Kann das gerade in den warmen Ländern überhaupt nicht verstehen, gerade in solchen Städten wo es auch kaum möglich ist einen Parkplatz zu finden. Schein aber wohl was Kulterelles zu sein, das man Radfahren nur als Sport wahrnimmt.
Natürlich geht es schlechter. Ich habe einige größere Städte mit dem Fahrrad befahren und dann ist das hier in D-land schon ganz gut.
Istanbul ist sicherlich eine der härtesten Städte für Biker, da wollen dich die Taxifahrer bewußt übern Haufen fahren. Das ist reinster Streetfight, Bankok ist praktisch auch reinster Überlebenskampf, Teheran da stirbt man schon von der Luftverschmutzung, usw.
 
Natürlich geht es schlechter. Ich habe einige größere Städte mit dem Fahrrad befahren und dann ist das hier in D-land schon ganz gut.
Istanbul ist sicherlich eine der härtesten Städte für Biker, da wollen dich die Taxifahrer bewußt übern Haufen fahren. Das ist reinster Streetfight, Bankok ist praktisch auch reinster Überlebenskampf, Teheran da stirbt man schon von der Luftverschmutzung, usw.
Ho-Chi-Minh City war mein absoluter Endgegner...
 
Ich hab den ganzen OT-Quatsch mal rausgeschmissen.

Ihr könnt bei Bedarf gern mal im Vorschlag/Testbereich nachfragen, kann euch aber gleich schon sagen, dass an eurer Theorie nix dran ist :o
ja dann sag doch mal hier öffentlich warum unter manchen Advertorials / Werbeanzeigen keine Kommentare erlaubt sind.
Hier durchzuwischen und zu sagen "fragt privat" an finde ich etwas kindisch.
OT war es hier aber dein Kommentar ist wie gesagt m.M.n. Banane
 
ja dann sag doch mal hier öffentlich warum unter manchen Advertorials / Werbeanzeigen keine Kommentare erlaubt sind.
Hier durchzuwischen und zu sagen "fragt privat" an finde ich etwas kindisch.
OT war es hier aber dein Kommentar ist wie gesagt m.M.n. Banane

Ich habe lediglich angeboten, die Diskussion an geeigneter Stelle forzuführen, da is gar nix privat :)

https://www.mtb-news.de/forum/f/vorschlaege-feedback-und-hilfe.17/


Gerne einen Thread eröffnen, da sind auch die Admins eingebunden!

BTT bitte.
 
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