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Keine legalen Trails, viel Frust: Die MTB-Realität im Deister – eine Bestandsaufnahme

Ich finde es einfach nur schade. Ich wohne direkt am Deister und „war“ jede Woche auf den legalen Strecken unterwegs. Klar kenne ich auch die illegalen und bin sie auch schonmal gefahren. Ehrlich gesagt bin ich aber am liebsten die legalen Gefahren da die „illegalen“ schon teilweise sehr rücksichtslos durch Teile vom Deister führen. Da kann ich teilweise den Ärger schon verstehen. Aber es gibt auch viele Strecken die direkt am Hauptweg entlang laufen und da stört es wohl wirklich niemanden. Ob jetzt mit Motor oder ohne spielt doch keine Rolle im Deister… da verwundern mich eher die Rentner die meinen ohne Helm mit ihrem E-City Rad durch den Deister fahren zu müssen. Im großen und Ganzen kommen doch alle (Wanderer, Radfahrer etc.) sehr gut klar miteinander. Schade das die Fronten jetzt so verhärtet sind das es nicht weitergeht…
 
Das hat nicht Strava geschafft, sondern deren Nutzer, die ihre Touren dort einstellen, Kom's anlegen und das Ganze dann auf öffentlich stellen um anderen zu zeigen, wie toll sie sind.
Man könnte auch alles auf "privat" stellen....
Private Touren werden in den Heatmaps auch eingestellt. Ausmachen ist Trumpf!
 
Auf jeden Fall ist es auch in den Kommentaren hier wieder geil, dass direkt Fahrradfahrende von Fahrradfahrenden als Problem identifiziert sind. Schade, dass ihr es nicht selber merkt...
E-Bike Hass hat vermutlich inzwischen eine ICD Nummer im Bereich der psychischen Erkrankungen. Egal, was ist, irgendwas mit Fahrrad, Schuld sind sie prinzipiell immer...
Für den Rest allen Übels vermutlich irgendwelche Ausländer.
 
Das Problem sind nicht einmal eine Hand voll Personen, die auf Grund ihrer Position dem gesamten Sport einen Riegel vor die Tür schieben.
Ihre Argumentation mit Falschinformationen stützen und immer wieder auf Vorschläge, Kompromisse und Entgegenkommen des Vereins scheißt.
Die gleichen Personen die jahrelange Arbeit zunichte machen und es nicht raffen, dass sie die Situation dadurch noch schlimmer machen.
 
Der Artikel ist relativ schwammig geschrieben. Im Prinzip geht es doch darum, dass der neue Revierförster Jens Palandt nicht mehr möchte, dass die illegalen und auch die offiziellen Trails genutzt werden. Stattdessen werden neue Trails in Waldwegnähe "erarbeitet". Warum tut man das, wenn doch bereits Trails bestehen? Das Problem der immer neuen illegalen Trails würde dann doch auch nicht kleiner. Die Stoßrichtung ist klar: Er möchte das Biken maximal uninteressant machen und faktisch verbieten, was die meisten hier unter Biken verstehen. Er kann mit diesem neuen Projekt nach außen behaupten, dass er ja Optionen angeboten habe, die aber leider, leider von den Bikern nicht angenommen wurden und damit den schwarzen Peter den Deisterfreunden zuschieben. Vorgeschoben werden - wie immer - berechtigte Interessen Dritter und Umweltschutz.

Ich möchte das mal aus einer anderen - politischen - Perspektive betrachten.
Nach meinen Recherchen gehört das Umweltdezernat, in dem auch der für den Deister zuständige Revierförster (z. B. Jens Palandt) eingebunden ist, zur Verwaltung der Region Hannover. Diese wiederum untersteht dem Regionspräsidium der Region Hannover, dem Steffen Krach vorsitzt. Letzterer nimmt sich von März bis Oktober 2026 eine Auszeit, um sich für ein anderes Amt zu bewerben. In dieser Zeit wird ihn Jens Palandt vetreten. Die Deisterfreunde haben also einen mächtigen Widersacher. Krach ist bei der SPD, Palandt ein Grüner.
Aktuell scheint kein Windkraftwerk im Deister (Wald) zu stehen oder geplant zu sein. Wer weiß, vielleicht ändert sich das in naher Zukunft.
https://gruene-wunstorf.com/klima/jens-palandt-gruener-umweltdezernent/
 
Das hat nicht Strava geschafft, sondern deren Nutzer, die ihre Touren dort einstellen, Kom's anlegen und das Ganze dann auf öffentlich stellen um anderen zu zeigen, wie toll sie sind.
Man könnte auch alles auf "privat" stellen....
Das habe ich gemeint - unter anderem... Das Geschäftsmodell von Strava ist aber, dass möglichst viel los ist. Ob da alles so "privat" bleibt wie die Nutzer das wollen? In die Heatmap kommt auch jede Fahrt, egal ob privat oder öffentlich. Das reicht schon um Waldbesitzern und Institutionen zu zeigen, wie viel, wo lost ist.
 
Das habe ich gemeint - unter anderem... Das Geschäftsmodell von Strava ist aber, dass möglichst viel los ist. Ob da alles so "privat" bleibt wie die Nutzer das wollen? In die Heatmap kommt auch jede Fahrt, egal ob privat oder öffentlich. Das reicht schon um Waldbesitzern und Institutionen zu zeigen, wie viel, wo lost ist.
Kann man die Übertragung in die Heatmap nicht unterbinden?
Bin kein Strava-Experte, ich dachte aber das es da auch irgendetwas gibt.

Edit:

Google sagt:

Schritte zum Deaktivieren der Heatmap-Übertragung:
  • Aktivitäten-Privatsphäre: Setzen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Touren auf „Nur du“ oder „Abonnenten“. Aktivitäten mit diesen Einstellungen werden automatisch aus der (wöchentlichen) Heatmap ausgeschlossen.
  • Kartensichtbarkeit (Datenschutz): Nutzen Sie die Funktion „Kartensichtbarkeit bearbeiten“ (in den Einstellungen), um bestimmte Bereiche (z. B. Ihr Zuhause) oder die Karte komplett auszublenden.
  • Gesamte Datennutzung: Sie können in Ihren Privatsphäre-Einstellungen die Nutzung Ihrer Aktivitäten für die aggregierte Heatmap generell untersagen
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Dosis macht das Gift. Mofas raus aus dem Wald für geringeren Nutzungsdruck und scheinbar vorher gelungener Selbstregulierung.

Anhang anzeigen 2306711


Wo war denn die gelungene Selbstregulierung der Motorlosen MTBs vor den Ebikes?
Hier mal ein Beispiel:
Die 2-Meter-Regel für Mountainbiker in Baden-Württemberg, die das Befahren von Waldwegen unter 2 Meter Breite verbietet, besteht seit 1995 und ist in §37.3 des Landeswaldgesetzes verankert.

Meiner Meinung waren um 1995 relativ wenig Ebikes in den Wäldern unterwegs meinst du nicht?
Schlussfolgern wir daraus das die Motorlosen MTBs daran schuld sind das es diese Einschränkung gibt? oder?

Aber Hauptsache wieder irgendeine Anti Ebike Boomer Hetze in die Tastatur rotzen...

Ich stehe dem Ebike (und vor allem Menschen die ihr Gefährt nicht unter Kontrolle haben) auch in einigen Punkten Kritisch gegenüber, aber irgendwann ist ja auch mal gut.
 
Fussball ist hier "Breitensport", Handball vielleicht auch noch. Aber dann hört es schon auf.

Wobei mir die Definition von "Breitensport" laut WIkipedia tatsächlich überrascht:
Unter Breitensport verstehe man „jegliche sportliche Tätigkeit, die nicht „wettkampfmäßig“ betrieben wird“
So hätte ich das tatsächlich für mich noch nie Definiert. Ich habe es für mich immer als Sportart die die "breite Masse" ausübt, verstanden.

Und in dem Sinne, glaube ich müssen wir uns mal "ehrlich-machen", dass "Mountainbiken" im Sinne wie es hier in der Forum-Blase viele verstehen (mich einbegriffen), faktisch einfach nicht als Sportart "die die breite Masse" ausübt, zu bezeichnen ist. Wir sind Sportartmäßig eine Randerscheinung.

Google (KI) sagt folgendes:

1769151401726.png


Das würde ich jetzt auch weiterhin nur als anekdotische Evidenz bezeichnen, aber wo sind wir da einzusortieren? Als Nische der Nische "Radfahren"...

Ja es gibt viele die ein Fahrrad besitzen, welches sich als (e)MTB bezeichnen lässt. Aber ein Bruchteil der Besitzer fährt das Rad so wie wir es hier im Forum beschreiben würden. 80-90% fahren die Räder zum Einkaufen, "zur Eisdiele", zur Kita, usw. Ist auch alles in Ordnung, kein Problem. Es ist halt einfach kein "Mountainbiken" für mich (und wahrscheinliche viele Andere hier auch).

Klar dürfen wir grundsätzlich Forderungen (nach mehr Angeboten, mehr genehmigten Strecken, usw.) stellen, aber MTB ist im Vergleich zu sehr sehr vielen anderen Sportarten nicht in der Breite der Gesellschaft angekommen oder auch nur akzeptiert. Da schwingt für die meisten immer etwas "anarchistisches"/"sich nicht an Regeln haltendes" mit. Wir sitzen schlicht nicht am längeren Teil des Hebels.

Da ist einfach kein Interesse (und wenn man ehrlich ist auch keine wirkliche, auf gesellschaftlicher Tragweite vorhandene Notwendigkeit) der Politik vorhanden, darauf ernstzunehmend einzugehen.

Und natürlich kann ich selbst unter diesen Vorzeichen nicht verstehen warum nun ein bestehendes Angebot aufgekündigt wurde. Der Plan der Region Hannover ist selbstverständlich ein "Lippenbekenntniss". Aber kennen wir von der Politik überhaupt noch was anderes? Ich jedenfalls nicht. Es wird ausschließlich so "politik gemacht" dass hinterher gesagt werden kann: "Wir haben ja was gemacht", und formal ist das auch meistens Richtig, praktisch hat das nur seltenst eine Relevanz.

Von daher wird weiter gefahren! Kepp the rubberside down! Bikes are FUN!
 
3 Trails sind für das riesige Einzugsgebiet das der Deister hat ein Witz!
Solange das keine Behörden, Förster etc verstehen braucht man gar nicht weiter zu diskutieren.
Für mehr Geld wäre ein weitertbestehen wohl gegangen?
Allein da sieht man doch wie absurd das ganze ist.
Es geht nie um die Natur (laut Behörde), das ist schlichtweg gelogen.
Und der Förster der kooperiert hat war zufrieden und hatte keine unerlaubten Trails.

Gescheitert ist nicht das Projekt der legalen Trails, sondern das Verständnis und der Blick über den eigenen Horizont der Menschen die das Projekt so ins Wasser fallen lassen statt es voran zutreiben.

Und das sie nicht verstehen dass sie sich damit die Möglichkeit genommen haben teil zu haben und ihre Interressen zu vertreten, denn weder Biker, noch inoffizielle trails werden verschwinden.....
 
Da ist einfach kein Interesse (und wenn man ehrlich ist auch keine wirkliche, auf gesellschaftlicher Tragweite vorhandene Notwendigkeit) der Politik vorhanden, darauf ernstzunehmend einzugehen.
Da unterschlägst du aber zwei wesentliche Punkte.
1) Die von dir genannten Sportarten setzen eine explizite Infrastruktur voraus: Sportplätze, Turnhallen, Schwimmbäder etc. Das ist beim Radfahren erstmal nicht nötig.
2) Viele dieser Sportarten sind Mannschaftssportarten. Die funktionieren eben nur im Verein.
Es gibt einfach sehr viele Radfahrer, die das eben tun, ohne in einem Verein Mitglied zu sein und daher in keiner Statistik auftauchen. Da hat es der DTB, DHB, DBB etc. sehr viel einfacher.

Zur Einordnung mal ganz grob:
German Cycling ~150.000
DIMB ~145.000
ADFC ~240.000
DHB ~760.000
DTB ~1.500.000
DBB ~290.00

DIMB+German Cycling+ADFC vertreten zusammen also auch schon rund 540.000 Menschen, also mehr als im Basketball. Wenn sich mehr Radfahrer organisieren würden, dann wäre hier ganz leicht eine relevante Größe erreichbar.
 
Der Artikel ist relativ schwammig geschrieben. Im Prinzip geht es doch darum, dass der neue Revierförster Jens Palandt nicht mehr möchte, dass die illegalen und auch die offiziellen Trails genutzt werden. Stattdessen werden neue Trails in Waldwegnähe "erarbeitet". Warum tut man das, wenn doch bereits Trails bestehen? Das Problem der immer neuen illegalen Trails würde dann doch auch nicht kleiner. Die Stoßrichtung ist klar: Er möchte das Biken maximal uninteressant machen und faktisch verbieten, was die meisten hier unter Biken verstehen. Er kann mit diesem neuen Projekt nach außen behaupten, dass er ja Optionen angeboten habe, die aber leider, leider von den Bikern nicht angenommen wurden und damit den schwarzen Peter den Deisterfreunden zuschieben. Vorgeschoben werden - wie immer - berechtigte Interessen Dritter und Umweltschutz.

Ich möchte das mal aus einer anderen - politischen - Perspektive betrachten.
Nach meinen Recherchen gehört das Umweltdezernat, in dem auch der für den Deister zuständige Revierförster (z. B. Jens Palandt) eingebunden ist, zur Verwaltung der Region Hannover. Diese wiederum untersteht dem Regionspräsidium der Region Hannover, dem Steffen Krach vorsitzt. Letzterer nimmt sich von März bis Oktober 2026 eine Auszeit, um sich für ein anderes Amt zu bewerben. In dieser Zeit wird ihn Jens Palandt vetreten. Die Deisterfreunde haben also einen mächtigen Widersacher. Krach ist bei der SPD, Palandt ein Grüner.
Aktuell scheint kein Windkraftwerk im Deister (Wald) zu stehen oder geplant zu sein. Wer weiß, vielleicht ändert sich das in naher Zukunft.
https://gruene-wunstorf.com/klima/jens-palandt-gruener-umweltdezernent/
Palandt ist kein Revierförster. Ansonsten alles korrekt.


Fussball ist hier "Breitensport", Handball vielleicht auch noch. Aber dann hört es schon auf.

Wobei mir die Definition von "Breitensport" laut WIkipedia tatsächlich überrascht:

So hätte ich das tatsächlich für mich noch nie Definiert. Ich habe es für mich immer als Sportart die die "breite Masse" ausübt, verstanden.

Und in dem Sinne, glaube ich müssen wir uns mal "ehrlich-machen", dass "Mountainbiken" im Sinne wie es hier in der Forum-Blase viele verstehen (mich einbegriffen), faktisch einfach nicht als Sportart "die die breite Masse" ausübt, zu bezeichnen ist. Wir sind Sportartmäßig eine Randerscheinung.

Google (KI) sagt folgendes:

Anhang anzeigen 2307123

Das würde ich jetzt auch weiterhin nur als anekdotische Evidenz bezeichnen, aber wo sind wir da einzusortieren? Als Nische der Nische "Radfahren"...

Ja es gibt viele die ein Fahrrad besitzen, welches sich als (e)MTB bezeichnen lässt. Aber ein Bruchteil der Besitzer fährt das Rad so wie wir es hier im Forum beschreiben würden. 80-90% fahren die Räder zum Einkaufen, "zur Eisdiele", zur Kita, usw. Ist auch alles in Ordnung, kein Problem. Es ist halt einfach kein "Mountainbiken" für mich (und wahrscheinliche viele Andere hier auch).

Klar dürfen wir grundsätzlich Forderungen (nach mehr Angeboten, mehr genehmigten Strecken, usw.) stellen, aber MTB ist im Vergleich zu sehr sehr vielen anderen Sportarten nicht in der Breite der Gesellschaft angekommen oder auch nur akzeptiert. Da schwingt für die meisten immer etwas "anarchistisches"/"sich nicht an Regeln haltendes" mit. Wir sitzen schlicht nicht am längeren Teil des Hebels.

Da ist einfach kein Interesse (und wenn man ehrlich ist auch keine wirkliche, auf gesellschaftlicher Tragweite vorhandene Notwendigkeit) der Politik vorhanden, darauf ernstzunehmend einzugehen.

Und natürlich kann ich selbst unter diesen Vorzeichen nicht verstehen warum nun ein bestehendes Angebot aufgekündigt wurde. Der Plan der Region Hannover ist selbstverständlich ein "Lippenbekenntniss". Aber kennen wir von der Politik überhaupt noch was anderes? Ich jedenfalls nicht. Es wird ausschließlich so "politik gemacht" dass hinterher gesagt werden kann: "Wir haben ja was gemacht", und formal ist das auch meistens Richtig, praktisch hat das nur seltenst eine Relevanz.

Von daher wird weiter gefahren! Kepp the rubberside down! Bikes are FUN!
Das Ding ist, das Handball und Fußball verbreitet in Vereinen wahrgenommen wird. Wobei Vereinsmitglied nicht gleich aktives Sporttreiben bedeutet (Vereinshaus… ). Dennoch fließt das einfach in eine Statistik rein, die sich die KI da raussucht.
Bei mtb sind die allerwenigsten in einem Verein organisiert. Mtb und Radfahren allgemein benötigt ja keine spezifische Struktur.

Wandern z.B. ist unglaublich verbreitet und beliebt, aber taucht auch nur nebensächlich auf. Übt man eine Sportart erst aus, wenn sie in einem Verein oder Wettkampf stattfindet?
 
...der neue Revierförster Jens Palandt nicht mehr möchte, dass die illegalen und auch die offiziellen Trails genutzt werden. Stattdessen werden neue Trails in Waldwegnähe "erarbeitet". Warum tut man das, wenn doch bereits Trails bestehen? Das Problem der immer neuen illegalen Trails würde dann doch auch nicht kleiner.

Das wurde bei den Teutofreunden (www.teutofreun.de) auch so gehandhabt. Verein gegründet, illegale Trails muss der Verein "unterbinden" und die 5 legalen Trails verlaufen parallel zu bestehenden Waldwegen. Das Projekt funktioniert super und wird von allen Seiten stark angenommen. Eventuell wird es weitere legale Strecken geben.
So wie du es beschreibst, funktioniert es in 100km Luftlinie in Richtung Münster also sehr gut.
 
Die 2-Meter-Regel für Mountainbiker in Baden-Württemberg, die das Befahren von Waldwegen unter 2 Meter Breite verbietet, besteht seit 1995 und ist in §37.3 des Landeswaldgesetzes verankert.

Meiner Meinung waren um 1995 relativ wenig Ebikes in den Wäldern unterwegs meinst du nicht?
Unbestritten.
Schlussfolgern wir daraus das die Motorlosen MTBs daran schuld sind das es diese Einschränkung gibt?
Hier wurde Beispiele genannt, Wahrnehmungen und Statistiken, dass eBikes es ermöglichen, dieselbe Strecke öfters zu befahren. Auch das Hinkommen/-fahren wird erleichtert.

Und das alles sehen auch die Anderen, die (MTB) Gegner und "fürchten" sich, dass es noch mehr, viel mehr werden. Ergo, noch mehr Konflikte.
 
1) Die von dir genannten Sportarten setzen eine explizite Infrastruktur voraus: Sportplätze, Turnhallen, Schwimmbäder etc. Das ist beim Radfahren erstmal nicht nötig.
Und das ist einer der Knackpunkte.

Würde man sich beim Mountainbiken auf das Befahren vorhandener Wege/schmaler Wanderwege (= Trails) beschränken, gäbe es zwar auch Probleme. Die Diskussionsgrundlage wäre aber eine andere.

Dadurch, dass es aber für viele Mountainbiker anscheinend unverzichtbar ist, über natürliche Gegebenheiten hinaus, Bauwerke und ähnliches im Wald installieren, oder zusätzliche, neue Wege in den Wald fräsen zu müssen, entsteht eben eine ganz andere Problemlage.

Diese o.g. "speziellen" Anforderungen befriedigen Bikeparks und Trail-Center in ähnlicher Form, wie bei anderen Sportarten eben Hallen, Schwimmbäder oder Sportplätze.
Allerdings ist die Bereitschaft vieler Mountainbiker sich auf diese offiziellen Angebote zu beschränken eher gering. (Anfahrt o.ä. sind kein Gegenargument. Damit müssen Skifahrer, MotoCrosser etc. genauso klar kommen.)
Dies sorgt in der Öffentlichkeit bei vielen Menschen für Unverständnis und Ablehnung. Von den Waldbesitzern und Forstbediensteten mal ganz zu schweigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier wurde Beispiele genannt, Wahrnehmungen und Statistiken, dass eBikes es ermöglichen, dieselbe Strecke öfters zu befahren. Auch das Hinkommen/-fahren wird erleichtert.

Und das alles sehen auch die Anderen, die (MTB) Gegner und "fürchten" sich, dass es noch mehr, viel mehr werden. Ergo, noch mehr Konflikte.
Das verstehe ich, aber diese Argumentation wurde ja auch im Miesbach Thread genannt da der Landkreis die 1,5m? Regel anstrebt.

Was uns aber wieder hierzu bringt:


"Die 2-Meter-Regel für Mountainbiker in Baden-Württemberg, die das Befahren von Waldwegen unter 2 Meter Breite verbietet, besteht seit 1995 und ist in §37.3 des Landeswaldgesetzes verankert.

Meiner Meinung waren um 1995 relativ wenig Ebikes in den Wäldern unterwegs."
 
Das wurde bei den Teutofreunden (www.teutofreun.de) auch so gehandhabt. Verein gegründet, illegale Trails muss der Verein "unterbinden" und die 5 legalen Trails verlaufen parallel zu bestehenden Waldwegen. Das Projekt funktioniert super und wird von allen Seiten stark angenommen. Eventuell wird es weitere legale Strecken geben.
So wie du es beschreibst, funktioniert es in 100km Luftlinie in Richtung Münster also sehr gut.
Wir (Teutofreun.de) hätten ggf. auch gerne vorhandene Trails legalisiert. Allerdings, und das sehen die wenigsten, gibt es oft andere Stakeholder die etwas gegen den Verlauf illegaler Trails haben, was oft mindestens aus Naturschutzfachlicher Sicht den Verlauf eines solchen Trails verbietet. Bspw. laufen illegale Trails durch ein Jagdgebiet, durch eine Dickung als Rückzugsgebiete für Wild o.ä.. Es ist also nicht ganz einfach einen "wild" entstandenen Trail zu legalisieren. Vom Rettungskonzept mal ganz zu schweigen. Es ist also oft viel einfacher den Trail neu anzulegen. Das hat bei uns wunderbar geklappt. Bei uns war allerdings auch das Verständnis da, dass die neuen Trails, das abbilden sollen, also vom Charakter her vergleichbar sein müssen, was die alten illegalen Trails konnten. Das ist unserer Trailbaucrew, wie ich finde, großartig gelungen.

Und soweit ich das verstanden habe, ist hier das Problem. Man will ein Trail-Angebot schaffen, dass aus Sicht der MTB Community nicht funktioniert. Ich hoffe, man kann sich hier Verständigen.
 
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