Keine legalen Trails, viel Frust: Die MTB-Realität im Deister – eine Bestandsaufnahme

Für jedes "illegal" müsste es einen Tag Forums-Sperre geben!
Sowas manifestiert sich doch auch in unseren Köpfen.

"Nicht öffentlich" wäre eine Alternative.
Besser TÖW (tatsächlich öffentlicher Weg) als ein Weg/Trail, der mit stillschweigender Duldung regelmäßig befahren wird.
 
alle Fäden, die sich hier mit dem Deister befassen, hinterlassen bei mir einen sehr zwiespältigen Eindruck. Die Menschen dort scheinen schwierig zu sein, anders lässt sich das für mich (der aus einem Ballungsraum mit Mittelgebirge und Wald kommt, wo die Lage nicht so eskaliert ist) nicht erklären. Aber ich mochte auch die Skorpions, Fury in the slaughterhouse und Maschmeyer noch nie. 😉
 
....Wenn das so weitergeht dann steige ich um aufs Dirtbike und baue einen Pumptrack im Garten:confused::ka:Waldwege dann zukünftig nur noch mit dem Gravelbike?

Finde es echt schade so ein Verbot im Deister für den MTB-Sport.
Die meisten nutzen ja vorrangig die bestehenden Trails dort...bin vor Jahren mal dort als Gast gefahren im Rahmen eines Pyga/Cotic-Treffens, schöne Trails hatte man damals schon zum Spaß haben.

Ich sehe aber auch immer öfter illegal angelegte Strecken im Wald wo die Natur und die Rückzugsorte der Waldbewohner zerstört wurden, das möchte ich zukünftig gerne auch verbieten.

Drücke den Deisterfreunden gutes Gelingen, vielleicht findet sich noch eine Kompromiss für alle Beteiligten..
 
Ein sehr hoher Anteil der angesprochenen "illegalen Trails" sind Wege die seit mehr als 20 Jahren existieren und von Radfahrern, Wanderern und Reitern verwendet werden. Das sind so ziemlich die Punkte, die diese "illegalen Trails" zu TÖW machen.

Die Deisterfreunde haben mit ihrem Projekt mehr als eindrucksvoll gezeigt, dass in dem Waldgebiet wo sie die Vereinstrails unterhalten haben, keine weiteren Trails entstanden sind. Daran sollten sich die restlichen Waldbesitzer einmal orientieren und vielleicht über den Tellerrand hinausblicken und den Bedarf erkennen.

Es wäre eine absolute Win-Win-Situation für die Besitzer einen kleinen Anteil der bestehenden Wege (Trails) mit dem Verein abzustimmen, ein Schild davor zu setzen mit einem Haftungsausschluss, Benimmregeln (Rücksichtnahme, usw.) und einem QR Code für Spenden an den Besitzer/Verein. Gleichzeitig kümmert sich der Verein und die Nutzer darum, dass nicht noch mehr gebaut wird.

Die ganze Region profitiert von den Besuchern des Deisters. Und das sind nun einmal auch viele Mountainbiker. Das kann man allein daran erkennen, wie viele Räder vor den Gasthäusern und Hütten im Deister stehen. Nicht ohne Grund ist z.B. die Mooshütte ein Unterstützer des Vereins.

Früher wurden wir mit den Skateboards aus der Stadt gejagt und heute stehen gefühlt an jeder zweiten Ecke kleine Skateparks...Man kann nur hoffen.

just my 2 cents
 
Mein Vorschlag, angelehnt an frühere Usenet Regeln:
„Je länger eine Diskussion dauert, desto größer die Wahrscheinlichkeit das jemand ein KI Bild platziert. Derjenige hat automatisch verloren und jede weitere Diskussion ist sinnlos.“
Und ich dachte schon, es käme jetzt ein Vorschlag, der die Trails rettet 🤦
Ein sehr hoher Anteil der angesprochenen "illegalen Trails" sind Wege die seit mehr als 20 Jahren existieren und von Radfahrern, Wanderern und Reitern verwendet werden. Das sind so ziemlich die Punkte, die diese "illegalen Trails" zu TÖW machen.

Die Deisterfreunde haben mit ihrem Projekt mehr als eindrucksvoll gezeigt, dass in dem Waldgebiet wo sie die Vereinstrails unterhalten haben, keine weiteren Trails entstanden sind. Daran sollten sich die restlichen Waldbesitzer einmal orientieren und vielleicht über den Tellerrand hinausblicken und den Bedarf erkennen.

Es wäre eine absolute Win-Win-Situation für die Besitzer einen kleinen Anteil der bestehenden Wege (Trails) mit dem Verein abzustimmen, ein Schild davor zu setzen mit einem Haftungsausschluss, Benimmregeln (Rücksichtnahme, usw.) und einem QR Code für Spenden an den Besitzer/Verein. Gleichzeitig kümmert sich der Verein und die Nutzer darum, dass nicht noch mehr gebaut wird.

Die ganze Region profitiert von den Besuchern des Deisters. Und das sind nun einmal auch viele Mountainbiker. Das kann man allein daran erkennen, wie viele Räder vor den Gasthäusern und Hütten im Deister stehen. Nicht ohne Grund ist z.B. die Mooshütte ein Unterstützer des Vereins.

Früher wurden wir mit den Skateboards aus der Stadt gejagt und heute stehen gefühlt an jeder zweiten Ecke kleine Skateparks...Man kann nur hoffen.

just my 2 cents
Zack! Vielen Dank für ganz konkrete Impulse 💪
Das Skatepark-Thema passt auch, im Sinne von kultureller Akzeptanz auf Gesellschafts- und Verwaltungsebene.

Beim Thema Nutzungsdruck nur begrenzt, weil man Skateparks, Pumptracks, Dirtparks in jedes Gewerbegebiet oder unter Brücken ballern kann, oder wo eben Brachen sind. Bis auf Versiegelungsthemen sind wohl auch die Umweltbehörden raus.
Da aber der Wald nicht automatisch mitwächst, ist die Herausforderung noch größer.

Vermutlich kann man aber, wie du beschrieben hast, Spielräume erst mal besser ausschöpfen.
 

Diese Brachen sind oft ökologisch deutlich wertvoller als so manch Wald in DE.... Ich glaube du hast einfach ein etwas verklärtes Bild vom deutschen Wald.

Bei der ganzen MTB vs Wald bzw. Natur Diskussion geht es zu 90% um das Wild, welches von den MTBs gestört wird und dann "dem Wald" schadet.
Was den Wald aber viel mehr schadet, und zwar schon länger als es MTBs überhaupt gibt, sind zu hohe Wilddichten. Für einen Politiker ist es wohl besser und einfacher die MTBler als Sündenbock darzustellen als zu fordern mehr Tiere im Wald zu töten, auch wenn dem Wald damit wesentlich mehr geholfen wäre.
 
Diese Brachen sind oft ökologisch deutlich wertvoller als so manch Wald in DE.... Ich glaube du hast einfach ein etwas verklärtes Bild vom deutschen Wald.

Bei der ganzen MTB vs Wald bzw. Natur Diskussion geht es zu 90% um das Wild, welches von den MTBs gestört wird und dann "dem Wald" schadet.
Was den Wald aber viel mehr schadet, und zwar schon länger als es MTBs überhaupt gibt, sind zu hohe Wilddichten. Für einen Politiker ist es wohl besser und einfacher die MTBler als Sündenbock darzustellen als zu fordern mehr Tiere im Wald zu töten, auch wenn dem Wald damit wesentlich mehr geholfen wäre.
Unser Wald hat mit Natur nichts zu tun und Tiere würden alles selbst regeln, wenn man sie lassen würde.
Aber ne halbe Millon Hobbymörder möchten gerne was abknallen und deshalb wird dafür gesorgt, daß die Viecher sich ordentlich vermehren.
Das eigentliche Problem ist und bleibt der Eingriff des Menschen.
Wenn man eine Lüge allerdings oft genug wiederholt, wird sie im Kopf zur Wahrheit.
So funktioniert Propaganda von Lobbyisten. Und leider fallen immer noch die meisten Menschen drauf rein. 😉
 
Aber ne halbe Millon Hobbymörder möchten gerne was abknallen und deshalb wird dafür gesorgt, daß die Viecher sich ordentlich vermehren.
Ist es nicht eher so, dass die Jäger in den letzten Jahren die Abschussquoten teilweise nicht erfüllen konnten bzw. sich trotz Jagd z.B. die Wildschweine extrem vermehrt haben?
 
Aber ne halbe Millon Hobbymörder möchten gerne was abknallen und deshalb wird dafür gesorgt, daß die Viecher sich ordentlich vermehren.
Bin auch kein Fan, aber ganz so ist es auch nicht. Wir haben uns in D darauf eingelassen, die Top-Raubtiere zu vertreiben. Dann braucht man halt mehr Jäger, um diesen Eingriff in die Natur auszubalancieren. Da die Jäger aber (viel) Pacht zahlen, wollen die Ihre Entnahmen, um das teure Hobby zu finanzieren. Also wird zugefüttert. Auch das ist noch verkürzt dargestellt.

  • Rehe leben eigentlich in halboffenen Landschaften, der Rehbestand ist hoch.
  • Beim Rotwild sieht anders aus, der Bestand ist tendenziell gefährdet, aber durch Vereinzelung und die daraus entstehendene genetischen Probleme.
  • Füchse sind klassische Kulturfolger. Die hängen da ab, wo man opportun was abstauben kann. Nicht bös gemeint, ich mag die.
  • Hasen und Kaninchen sind auch keine großen Waldfans, die mögen den Waldrand oder Felder lieber.
  • Igel stehen auf Hecken und so, wo man sich gut verstecken kann.
  • Der Waldkauz mag Wälder, aber eben eher keine Forste.
  • Wildschweine leben gerne im Wald, sind aber zu clever, um nicht unsere Felder und Gärten zu plündern.

Wenn ich mir die Brachen, die zuletzt entstanden sind, anschaue, machen die einen guten Eindruck, da (bei uns) vielerorts die Flächen stark verbuschen. Das ist gut, daraus entsteht ein natürlicherer Wald, ein Forst eher nicht.
 
Diese Brachen sind oft ökologisch deutlich wertvoller als so manch Wald in DE....
Aus der Sicht ist jede unbebaute Fläche wertvoll, aber weil ein Wald eben auch Habitat für Waldtiere ist, haben wir hier spezifische Herausforderungen, die auch meist als legitimes Argument oder auch Vorwand genutzt werden. Daher sind jetzt Brachen-Diskussionen kontraproduktiv und helfen der Sache nicht weiter,
Ich glaube du hast einfach ein etwas verklärtes Bild vom deutschen Wald.
Siehe oben, kontraproduktive Diskussion + Glauben ist nicht Wissen.
Bei der ganzen MTB vs Wald bzw. Natur Diskussion geht es zu 90% um das Wild, welches von den MTBs gestört wird und dann "dem Wald" schadet.
There it is! Hier belastbare Gegenargumente zu finden bringt die Sache weiter 💪
Was den Wald aber viel mehr schadet, und zwar schon länger als es MTBs überhaupt gibt, sind zu hohe Wilddichten. Für einen Politiker ist es wohl besser und einfacher die MTBler als Sündenbock darzustellen als zu fordern mehr Tiere im Wald zu töten, auch wenn dem Wald damit wesentlich mehr geholfen wäre.
😖 Whataboutism und Sündenböcke sind leider selten eine gute Strategie für Gegenargumente…

https://www.bundeswaldinventur.de/vierte-bundeswaldinventur-2022/waldland-deutschland

Der Wald wird größer, nicht viel, aber dennoch. Man sollte auch darauf achten, dass wir hier überwiegend von Forsten sprechen und nicht von Wäldern.
Wichtig wäre, das wald und Forst da wächst, wo der Nutzungsdruck wächst.
Unser Wald hat mit Natur nichts zu tun und Tiere würden alles selbst regeln, wenn man sie lassen würde.
Aber ne halbe Millon Hobbymörder möchten gerne was abknallen und deshalb wird dafür gesorgt, daß die Viecher sich ordentlich vermehren.
Bin ich bei dir, aber sich mit allen anzulegen, bringt einen nicht näher ans Ziel, sondern erzeugt nur Nebenschauplätze. Legale Trails durchsetzen, und dann die Jagd- und Waldwirtschaft mal hinterfragen 👍

Was ich inzwischen in diversen BIs gelernt habe: Kritikpunkte verinnerlichen, und alles darauf konzentrieren, diese zu adressieren. Auf keinen Fall Energie verschwenden mit Nebenschauplätzen.

Hier Topthemen:
  • Illegale Trails
  • Nutzungsdruck
Wenn das konstruktiv adressiert wird, gibt es Chancen

1769444237046.gif
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier belastbare Gegenargumente zu finden
--> https://www.mtb-news.de/forum/t/zuk...mo-am-20-12-in-hannover.1004006/post-20213500
--> https://www.deisterfreun.de/fakten-...d vermeintliche Konflikte unter Nutzergruppen

Is ja nicht so, dass dir das nicht schon längst zur Verfügung stand
bringt die Sache weiter 💪
Und genau das ist der Trugschluss bzw. Wunschdenken.

- Stadt gibt Studie in Auftrag, Studie sagt "MTB im Wald is nicht nur nicht schlecht, sondern hat in bestimmten Punkten sogar vorteile", Stadt ignoriert Studie und jeden der die Studie erwähnt.

- Revierförster der Jahrelang gegen MTBler war und dann die drei Strecken im Pilotprojekt mehr oder weniger vor die Nase gesetzt bekommen hat, hat sich in seiner Arbeit von der Realität einholen lassen und spricht sich absolut für die Strecken aus. Stadt ignoriert auch das.

Stattdessen werden irgendwelche Strava Heatmaps von uralten Wanderwegen herangezogen als "Beweis" für dutzende von MTBlern gebuddelte Strecken.
 
Aus der Sicht ist jede unbebaute Fläche wertvoll, aber weil ein Wald eben auch Habitat für Waldtiere ist, haben wir hier spezifische Herausforderungen, die auch meist als legitimes Argument oder auch Vorwand genutzt werden. Daher sind jetzt Brachen-Diskussionen kontraproduktiv und helfen der Sache nicht weiter,

Ich habe versucht dir deutlich zu machen, dass es einiges an Fachwissen zu den Bereichen gibt, zu denen du dich äußerst - in diesem Fall geht es um Waldökologie und Forstwirtschaft....und dass du ganz offensichtlich von beidem wenig Ahnung hast. Da bringt es auch nichts sachlich zu argumentieren.
Vielleicht solltest du dich einfach mal ein bisschen in die Materie einlesen, wenn es dich tatsächlich interessiert.
 
Ich habe versucht dir deutlich zu machen, dass es einiges an Fachwissen zu den Bereichen gibt, zu denen du dich äußerst
Oh, interessant! Schiess los 🙏
und dass du ganz offensichtlich von beidem wenig Ahnung hast. Da bringt es auch nichts sachlich zu argumentieren.
Ach, jetzt bin ich Schuld, das wir dein Fachwissen nicht erleben dürfen? Da sind wir wieder bei den Nebenschauplätzen 😂 Arme Deister-Trails…
Vielleicht solltest du dich einfach mal ein bisschen in die Materie einlesen, wenn es dich tatsächlich interessiert.
Ich glaube, jeder hier würde von deinem Wissen profitieren. Was hält dich auf? Ach, ich wars ja 😔
--> https://www.mtb-news.de/forum/t/zuk...mo-am-20-12-in-hannover.1004006/post-20213500
--> https://www.deisterfreun.de/fakten-statt-bauchgefuehl#:~:text=Umweltverträglichkeit und vermeintliche Konflikte unter Nutzergruppen

Is ja nicht so, dass dir das nicht schon längst zur Verfügung stand

Und genau das ist der Trugschluss bzw. Wunschdenken.

- Stadt gibt Studie in Auftrag, Studie sagt "MTB im Wald is nicht nur nicht schlecht, sondern hat in bestimmten Punkten sogar vorteile", Stadt ignoriert Studie und jeden der die Studie erwähnt.

- Revierförster der Jahrelang gegen MTBler war und dann die drei Strecken im Pilotprojekt mehr oder weniger vor die Nase gesetzt bekommen hat, hat sich in seiner Arbeit von der Realität einholen lassen und spricht sich absolut für die Strecken aus. Stadt ignoriert auch das.

Stattdessen werden irgendwelche Strava Heatmaps von uralten Wanderwegen herangezogen als "Beweis" für dutzende von MTBlern gebuddelte Strecken.
Ich kann ehrlich gesagt nur sagen, weiter machen, die Vorwürfe ernst nehmen und adressieren, Argumente gibts ja offensichtlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück