Neuer Laufradsatz - Enduro

Ich habe dort übrigens mal angefragt, was genau dieser LRS in Full 29" (FR541 und DEG) mit 15x110 und 12x148 und Shimano MS wiegen würde und das als Antwort erhalten, falls das von Interesse ist:

Das kam mir allerdings etwas viel vor daher habe ich nochmal nachgefragt aber keine Antwort mehr bekommen.

Laut Anzeige sind dort Champion Speichen verbaut, also 2mm Glattspeichen. Bei einem Speichengerüst von 64 Speichen in 29" bekommt man auf diese Weise locker 480g allein für´s Speichengerüst zusammen. Ich weiß jetzt nicht ob dort Alu oder Messingnippel verbaut sind, ist aber auch noch mal ein gewichtstreibender Faktor.
Kannste also grob zusammensetzen:
FR541 in 29" ~ 610g
DT Swiss 350 Boost DEG Nabenset ~ 480g
Speichengerüst + Nippel ~ 500g
... macht in Summe ca. 2200g. Ganz so unrealistisch finde ich die Gewichtsangabe der Seite nicht.
Geht natürlich schon einiges leichter, wenn man beim Speichengerüst belastungsgerechten Mix aus konifizierten Speichen einsetzt, da geht´s schon mal locker 150g runter....
 
Naja gut, ein Gewichtstreiber beim Alutech-Aufbau sind die billigen 2,0er Champion-Speichen, die sonst ja auch keiner verwendet außer in absoluten Billiglaufradsätzen. Davon gibts auch noch 8 mehr als typischerweise in DT-Systemlaufradsätzen, und die Messingnippel machen's auch nicht leichter.
 
Naja gut, ein Gewichtstreiber beim Alutech-Aufbau sind die billigen 2,0er Champion-Speichen, die sonst ja auch keiner verwendet außer in absoluten Billiglaufradsätzen. Davon gibts auch noch 8 mehr als typischerweise in DT-Systemlaufradsätzen, und die Messingnippel machen's auch nicht leichter.
Was heißt denn hier billig? Sind die einfach nur schwer oder auch nicht gut? :D weil wenn ich richtig sehe sind die Speichen ungefähr 0,9g schwerer als Competition 2.0-1.8 also insgesamt ist der ganze Satz dann etwa 58g schwerer...ich glaub das kann ich noch verkraften.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was heißt denn hier billig? Sind die einfach nur schwer oder auch nicht gut? :D weil wenn ich richtig sehe sind die Speichen ungefähr 0,9g schwerer als Competition 2.0-1.8 also insgesamt ist der ganze Satz dann etwa 58g schwerer...ich glaub das kann ich noch verkraften.

Der Unterschied von Speichen liegt nicht zwangsweise in ihrem Gewicht, was aber auch eine Rolle spielt, sondern auch in ihren physikalischen Eigenschaften. Glattspeichen sind zwar "robust", aber nicht sonderlich elastisch. Speichen müssen in Laufrädern, vor allem in MTB´s, recht viel zyklische Kraft aufnehmen, die auch über Kompression und Verformung der Felge entsteht. Die Speichen werden also sehr häufig be und entlastet. Unelastische Speichen ermüden bei so etwas schneller und brechen demzufolge schneller. Wer also weiß, dass seine Nutzung recht intensiv für´s Material ausfällt sollte lieber elastischere Speichen nehmen anstatt diese starren Dinger.
Ich muss zugeben ich verstehe diese Konfiguration von Alutech nicht. Da sind sie schon so "Aggressiv" und nutzen echt wertiges Material mit FR541 Felgen und DT 350 (DEG) Naben, mindern dann aber den Gesamtwert indem sie die günstigsten Speichen verbauen und damit eigentlich der zu erwartenden Anwendung zuwider handeln. Irgendwie sinnfrei...
VG
 
Hätte es nicht schöner formulieren können. :D


Ich persönlich würde auch nicht Competition komplett verbauen, sondern das ganze mit noch dünneren Speichen kombinieren, wenn ich nicht sogar gleich Revos/Comp Race nehmen würde. Das macht dann nochmal bissl mehr aus.

Und es ging ja auch nicht darum, ob man ein paar Gramm merkt, sondern wo bei dem LRS die über 2,2 kg herkommen. Gegenüber 28 Comp Race sind es 152g, dazu nochmal + 45g für 64 Messing-, statt 56 Alunippel.

Das heißt natürlich alles nicht, dass der LRS Schrott wäre oder Dir nicht taugen könnte, ich habe nur aufgeschlüsselt, wo die Pölsterchen sitzen, und Knusperhexe hat erklärt, wo der technische Nachteil bei nicht konifizierten 2,0er Speichen liegt.
 
Als Nachtrag noch: Der EX 1700 Spline hat ja 2,0-1,8er Speichen, da ist der Gewichtsvorteil natürlich geringer. Aber dafür verbauen sie Straightpullnaben und sparen durch extrem winzige Flansche und Centerlock statt 6-Loch nochmal an den Naben. In der Hinsicht finde ich den LRS von Alutech deutlich besser.
 
ich klinke mich hier mal mit meiner Frage ein:

Ich suche nach einem stabilen Laufradsatz (Mullet) für ein Enduro, das künftig als Zweitbike hauptsächlich im Bikepark bewegt werden soll. Auch größere Drops oder einen nicht optimal gelandeten Sprung sollte schon verkraftet werden. Ich bin kein Profi, der immer perfekt in die Landung kommt und fahre auch keine Rennen auf Zeit.
An meinem Trailbike (das ich überwiegend für alles nutze) bin ich ich vor 2 Jahren auf Carbonlaufräder gewechselt und bin sehr zufrieden, daher hätte ich auch am Zweitbike gerne Carbonlaufräder. Als Nabe würde ich DT Swiss 240/350 DEG bevorzugen, um später evtl. noch das DF-Kit nachrüsten zu können, falls Lust/Bedarf besteht. Welche Felgen und Speichen würdet ihr empfehlen? Oder doch "klassisch" einfach relativ schwere, stabile DT Swiss FR :confused:

Schon mal vielen Dank im Voraus!
 
ich klinke mich hier mal mit meiner Frage ein:

Ich suche nach einem stabilen Laufradsatz (Mullet) für ein Enduro, das künftig als Zweitbike hauptsächlich im Bikepark bewegt werden soll. Auch größere Drops oder einen nicht optimal gelandeten Sprung sollte schon verkraftet werden. Ich bin kein Profi, der immer perfekt in die Landung kommt und fahre auch keine Rennen auf Zeit.
An meinem Trailbike (das ich überwiegend für alles nutze) bin ich ich vor 2 Jahren auf Carbonlaufräder gewechselt und bin sehr zufrieden, daher hätte ich auch am Zweitbike gerne Carbonlaufräder. Als Nabe würde ich DT Swiss 240/350 DEG bevorzugen, um später evtl. noch das DF-Kit nachrüsten zu können, falls Lust/Bedarf besteht. Welche Felgen und Speichen würdet ihr empfehlen? Oder doch "klassisch" einfach relativ schwere, stabile DT Swiss FR :confused:

Schon mal vielen Dank im Voraus!

Recht einfach gefragt: Was für Carbonfelgen fährst du denn bisher schon? Die scheinen ja von der Dimensionierung her gut zu dir zu passen, dann wäre das als Referenz gar nicht so übel zu wissen, was das genau ist.
VG
 
am Trailbike fahre ich die OQUO LTD full-29 (allerdings noch die ältere Version mit 350er Rachet-Nabe, ohne DEG)
 
Huh... na ja gut, das ist dann leider doch nicht so hilfrich, gibt es hier ja zum einen noch unterschiedliche Ausführungen und es ist auch gar nicht mal so einfach hier herauszufinden, was jetzt die genauen Spezifikationen der Felgen selbst sind, man findet immer nur komplette Laufräder dazu. Eher suboptimal als Referenz.
Ok, anders gefragt: Welche Laufräder bist du bisher schon so gefahren? Du sagtest ja, dass du auf Carbon gewechselt bist, heißt, du bist vorher Alu gefahren. Was waren das für Räder und welche Erfahrungen hast du dort sammeln können? Also gab es Defekte? Wenn ja, welche? Und würdest du sagen, dass dein Fahrstil sich in den letzten 2 Jahren verändert hat, oder ist die Anwendung her vergleichbar geblieben?
Vielen Dank
 
Huh... na ja gut, das ist dann leider doch nicht so hilfrich, gibt es hier ja zum einen noch unterschiedliche Ausführungen und es ist auch gar nicht mal so einfach hier herauszufinden, was jetzt die genauen Spezifikationen der Felgen selbst sind, man findet immer nur komplette Laufräder dazu. Eher suboptimal als Referenz.
Ok, anders gefragt: Welche Laufräder bist du bisher schon so gefahren? Du sagtest ja, dass du auf Carbon gewechselt bist, heißt, du bist vorher Alu gefahren. Was waren das für Räder und welche Erfahrungen hast du dort sammeln können? Also gab es Defekte? Wenn ja, welche? Und würdest du sagen, dass dein Fahrstil sich in den letzten 2 Jahren verändert hat, oder ist die Anwendung her vergleichbar geblieben?
Vielen Dank
vorher hatte ich irgendwelche RaceRace ALU (welches Modell kann ich dir leider nicht genau sagen) auf meinem alten Orbea Occam. Vor 2 Jahren habe ich dann auf das Occam Modelljahr 2024 mit den oben erwähnten OQUO LTD gewechselt. Ich finde (subjektiv!), dass das Rad bei gleicher Laufrad- und Rahmengröße einfach agiler ist und meine Lenkimpulse besser umsetzt. Vielleicht auch nur Einbildung, aber ich wüsste nicht, wie ich es besser beschreiben sollte. Das Hinterrad hatte auch einen leichten Schlag und lief unrund, nachdem ich ein paar Sprünge gecased habe.
 
Hmmm, tut mir leid, aber ich kann dich einfach sehr schlecht ob deiner Anwendungshärte einordnen, da die genannten Laufräder alle zu unspezifisch oder mir unbekannt sind, so dass ich keine Schlussfolgerungen ziehen kann, wie viel Materialpuffer bei dir nun angebracht ist. Aber wenn du sagst, dass der ein oder andere härtere Einschlag schon stattfindet, dann würde ich dir schon mal keinen absoluten Leichtbau empfehlen. (Bitte anerkennenden Applaus für diese professionelle Weitsicht! .... Danke! (Es ist wahrlich nicht leicht so gut in etwas zu sein.) Wo waren wir? Ach ja...)

Es wäre für dich bestimmt möglich bzw. sinnvoll, eine Art belastungsgerechte Kombination zu wählen. Also leichteres VR und stabileres HR, um dementsprechende Handlings als auch Belastungsvorteile zu genießen. Wäre jetzt natürlich die Frage wo du hier geeignetes Material her bekommst um so eine Kombination ordentlich nutzen zu können.
Generell Hersteller mit unterschiedlich starken Felgentypen wären Newmen, Duke aber zum Beispiel auch DT Swiss oder auch WeAreOne.
Aber sind alle davon gleich sinnvoll?
Tjaa... wohl eher nicht. Ich hadere hier echt ein bisschen mit diesen Abstufungen, was 2 Sachen bedeuten kann:
1. mein Zaudern bzgl. der teilweise recht großen Gewichtssprünge zwischen den einzelnen Felgen (ca. 100g zwischen Front zu Rear Felge) ist gut begründete Skepsis und die meisten Hersteller fahren hier eine unnötige Spartaktik, indem sie kleinere Zwischenschritte auslassen, um eben nicht noch mehr Diversität im Felgenprogramm bieten zu müssen
2. mein Zaudern bzgl. der teilweise recht großen Gewichtssprünge zwischen den einzelnen Felgen (ca. 100g zwischen Front zu Rear Felge) ist übermäßig konservativ und wird noch empirisch widerlegt werden, so dass jeder sich ne Knopf an die Backe freuen kann, welcher sich getraut hat diese Kombination zu wählen, anstatt "auf Nummer sicher" zu gehen.

Beispiele für Felgenkombinationen, die für dich möglich wären(denke ich)?

Bei
Newmen: Phase30 Light (330g) + Phase30 Base (430g)
Duke CrazyJack SLS5 (ca. 365g) + FuryJack SLS5 (ca. 420g)
DT Swiss XRC 310 (ca. 375g) + XMC 320 (ca. 475g)

Was WeAreOne anbelangt, so bin ich mir ehrlich gesagt unsicher, welche Felgenkombination hier wirklich in Frage kommen könnte, spielen die ja nicht nur in Sachen Gewicht, sondern auch in der Maulweite herum, weshalb die leichtere Frontfelge sogar nur auf 28mm Maulweite kommen würde, was ein bisschen anachronistisch wirkt. Anstonsten wären es aber vor allen die Triad Felgen, die für dich wohl in Frage kämen und tjoa, die sind nun mittlerweile bei ca. 530-545g angekommen.

Ich will das hier gar nicht zu sehr in die Länge ziehen. Ich denke nicht, dass du auf diese Kombinationen festgelegt bist! Es ist nur eine Option, die du wählen könntest. Allerdings überlagern hier noch einige Faktoren die Empfehlung, da mir zum einen wie gesagt noch das Gefühl für deine tatsächliche Belastungsgröße fehlt und zum anderen bin ich auch noch nicht so ganz sicher, wie gut oder schlecht diese teilweise recht großen Gewichtssprünge zwischen den Felgenkombinationen für die jeweilige Anwendung ausfällt.
Vielleicht meldet sich ja noch der ein oder andere zu Wort, der bessere Beispiele hat
Vg
Hexe
 
Danke Dir trotzdem vielmals. Ich werde mich mal im Newman Sortiment umsehen. Die Varianten Light, base und strong bieten wohl alle Möglichkeiten, die man so braucht ;-)
 
Danke Dir trotzdem vielmals. Ich werde mich mal im Newman Sortiment umsehen. Die Varianten Light, base und strong bieten wohl alle Möglichkeiten, die man so braucht ;-)
Kann bald feedback geben - selbe Anforderungen wie bei dir.

Unsere Wahl viel auf Newmen base hinten/light vorne Felgen mit Erase J-bend Naben aufgebaut bei 60kg Fahrergewicht.

Falls die light Felge vorne nicht halten sollte was ich nicht glaube, tauschen wir im Defektfall über das Crash replacement unseres Laufradbauers auf eine base Felge.
 
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