MTB-Verkäufe sinken: Warum verkümmert das Mountainbike?

Ich möchte nicht in die gleiche Kerbe schlagen, aber darauf hinweisen, dass die paar Leute hier im Forum das MTB nicht retten werden.
Da könnt ihr euch die Köpfe heiß diskutieren wie ihr wollt.
Der MTB Markt läuft außerhalb dieses Forums nur noch in eine Richtung.
Und da hat das muskelbetriebene MTB nunmal ausgedient.
Jede Familie außerhalb dieser Blase hat mittlerweile mindestens ein E in der Garage.
Und wenn ein neues Rad dazu kommt, wird das auch wieder ein E.
Die schiere Masse an MTB‘s waren ja nie die high end Maschinen, sondern das Rad, was stabil, praktisch und optisch passend war.
Eben ein MTB, das Mama, Papa und den Kindern Freude bereitet hat.
Und bis das E kam, blieb das auch so.
Mittlerweile ist aber das E (ob MTB oder Lastenträger oder was auch immer) viel praktischer im Alltag und ersetzt eben nach und nach das normale MTB.
Unsere kleine Community hier im Forum ist doch dabei völlig irrelevant.🤷‍♂️
Kaum jemand der E-Biker da draußen, sieht sein Fahrrad als Hobby oder Sportgerät.
Eher als praktisches Fortbewegungsmittel für die Kurzstrecke oder den sonntäglichen Ausflug.
Deswegen verstehe ich dieses gegenseitige Gebashe hier im Forum noch viel weniger.🙄
Gruß,
Oppa
 
Bei den "Light-E-Bikes" geht es nicht um's Gewicht, sondern darum, Motor und Akku möglichst gut zu verstecken.
Mir geht's in erster Linie ums Gewicht und ihn zu "verstecken" - verstecken aber vor meinen Augen, nicht vor deinen...

Nichtsdestotrotz hoffe ich jedoch, und dies völlig aus Eigeninteresse, dass es auch weiterhin das MTB ohne Motor geben wird.
 
Ich kann den Gedanken das einfach zu extrapolieren nachvollziehen. Vlt kommt es ja so. Aber ich halte es ehr für unwahrscheinlich.
zum einen gab es auch vor 10 Jahren schon Motoren mit 75Nm während wir heute bei einigen Fullpower Systemen noch bei 85Nm sind.
Außerdem verlangsamt sich die Entwicklung natürlicherweise wenn ein Produkt eine gewisse reife erreicht. Bei Autos z.b. hat sich die Motorleistung in den letzten 10 Jahren auch nicht verdoppelt.

Zudem haben wir weiterhin eine 25kmh grenze. Auch mit der Leistung der heutigen Motoren sich diese bergauf erreichen. Es gibt also einen Punkt an dem mehr Leistung keinen wirklichen Mehrwert mehr bringt.

Ich halte es für wahrscheinlicher das ein Hersteller, der in 10 Jahren vor der Entscheidung steht einen 3,5kg Motor mit 200nm oder einen 2kg Motor mit 120nm zu bauen, den leichteren mit weniger Leistung wählen wird.
Sofern bis dahin nicht eh strengere vorgaben für e-Bikes gelten. Das ist ja bereits jetzt Thema.
Beim Blick in die Zukunft dürfen wir nicht davon ausgehen, das unsere aktuelle Vorstellungen von "Mountainbiken" in Zukunft die gleiche ist. (vor 15 Jahren hatte auch keiner auf dem Schirm das 2026 fast nur noch mit Emotor geradelt wird)

-technische Neuerungen schaffen immer Nutzungsmöglichkeiten die viele von uns nicht sehen

-bergauf fahren ist mit dem Motorlosen Rad nicht kreativ zu gestalten. Es sei denn man hat sowohl überdurchschnittliche Fahrtechnische, krafttechnische und auch konditionelle Fähigkeiten

- das Ebike schafft inzwischen die Möglichkeiten auch im Uphill technische Herausforderungen zu meistern.

- aktuell nutzen die meisten Ebiker ihr Rad wie sie es vom motorlosen Rad gewohnt sind. Lange auf der Forststraße bergauf fahren und anschließend einen spaßigen Trail bergab.

- Durch das Ebike hat man den "langweiligen Part" einfach nur kürzer gestaltet.

- Warum versucht man nicht eine technisch schwierige Strecke im Trialstil bergauf zu absolvieren und dann den Trail bergab zu fahren.

- das würde doch noch mehr "Spaß" bedeuten

- die nachrückenden Biker die vom Dirtjump, Street, Trial etc. kommen sind fahrtechnisch unglaublich gut. Warum sollten die mit dem Ebike genauso "Biken" wie wir das aktuell machen.

- die haben gar nicht mehr die Hemmschwelle im Kopf das Anstiege "anstrengend" sind. Die sehen wahrscheinlich auch gar keinen Bedarf schneller wie 25km/h bergauf zu fahren. Egal wie schnell ein Ebike fahren könnte. Eine Forststraße möglichst schnell zu befahren macht ja nicht mal bergab Spaß.
Die werden selbstverständlich versuchen ihre Skills auch im Uphill zu nutzen.

- Dazu kommt das in den meisten Regionen gar keine langen Uphills existieren. Warum nicht gleich neue Up-und DH Trails anlegen.

- Die Technik wird den Fähigkeiten der besten Fahrer folgen. Das war schon immer so.

Ich denke die "Sportorientierten" E-MTB der Zukunft werden eine Art Zwitter aus Trial- und Enduromotorrad sein. Unglaublich Potent Bergauf und Bergab. Primär tretend voran zu bewegen. Dazu die Möglichkeit mit einem Daumengas kurzzeitig ohne zu treten zu beschleunigen um Hindernisse bergauf zu überspringen.
 
Mein bevorzugtes Sportgerät ist ein Enduro MTB. Wenn ich mit anderen eine gemeinsame Runde fahren kann, und die Wahl habe zwischen Mitfahrern auf E- Enduros, oder XC Bikes, wähle ich zu 99.9% die Enduro Crew. Die gemeinsame Schnittmenge mit ihnen ist viel größer. Wir nutzen größtenteils die selben Teile und die selben Strecken. Dagegen unterscheidet sich mein Rad deutlich stärker vom XC Bike und ich mich von dessen Fahrer.
Wenn hier behauptet wird, Enduro MTB und Enduro E MTB haben nichts gemeinsam, bzw ein Vergleich mit völlig anderen Sportarten herangezogen wird, ist das doch einfach offensichtlich Trollerei. So engstirnig kann doch niemand ernsthaft sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
- Warum versucht man nicht eine technisch schwierige Strecke im Trialstil bergauf zu absolvieren und dann den Trail bergab zu fahren.

- das würde doch noch mehr "Spaß" bedeuten
Da liegst du falsch. Das ist der einzig reizvolle Part für mich am e-mtb.
Und das macht ein mir bekannter e-biker aus der Gegend exakt so. Und er wird nicht der einzige sein.
Was für den gewöhnlichen Bio nur für wenige Meter machbar ist, schafft er über einen kompletten Trail.

Trial ist es wohl noch nicht, aber doch "mehr" als ich leisten könnte.

e-buddy und ich haben hier so einen kleinen "Wettbewerbsanstieg". Ca. 50m, der Einstieg ist kniffelig und später kann man im Steilen wegrutschen. Gepunktet wird nur, wenn man es am Stück schafft.
Es steht so 60/40% für ihn.
 
Lass mich bitte mit deinem Schwachsinn in frieden.
Getroffen
Die Unterstützung durch einen Motor ist da nun kein so gewaltiger Unterschied
Ich stimme Dir in allem zu - außer in diesem Punkt.
Kaum jemand der E-Biker da draußen, sieht sein Fahrrad als Hobby oder Sportgerät.
Eher als praktisches Fortbewegungsmittel für die Kurzstrecke oder den sonntäglichen Ausflug.
Das ist sicher nicht entweder oder, sondern eine riesige Grauzone
 
Ich denke die "Sportorientierten" E-MTB der Zukunft werden eine Art Zwitter aus Trial- und Enduromotorrad sein. Unglaublich Potent Bergauf und Bergab. Primär tretend voran zu bewegen. Dazu die Möglichkeit mit einem Daumengas kurzzeitig ohne zu treten zu beschleunigen um Hindernisse bergauf zu überspringen.

Ich denke (hoffe), dass das nicht passieren wird. Es gibt ja jetz schon EU Initiativen, dass die Leistung praxisorientiert begrenzt wird. Die aktuellen Reglen scheinen auch zuviele Schlupflöcher zu haben...
 
Da liegst du falsch. Das ist der einzig reizvolle Part für mich am e-mtb.
Und das macht ein mir bekannter e-biker aus der Gegend exakt so. Und er wird nicht der einzige sein.
Was für den gewöhnlichen Bio nur für wenige Meter machbar ist, schafft er über einen kompletten Trail.

Trial ist es wohl noch nicht, aber doch "mehr" als ich leisten könnte.

e-buddy und ich haben hier so einen kleinen "Wettbewerbsanstieg". Ca. 50m, der Einstieg ist kniffelig und später kann man im Steilen wegrutschen. Gepunktet wird nur, wenn man es am Stück schafft.
Es steht so 60/40% für ihn.
ähh, sind wir uns da nicht einig?
 
Ach so, mir ist schon klar dass das einige aktuell auch schon machen. Ich denke das der Part in Zukunft ganz essentiell für das sportliche EMtbiken sein wird.
Ich halte es für wahrscheinlicher das das eine ähnliche nische wie das Stolperbiken wird.
Die zeit wird zeigen was wird.

Ich bin mir allerdings sehr sicher das auch in 10 jahren MTBs und EMTBs coexistieren.
 
JETZT hab ich keine weiteren Fragen mehr :D

Impf-Skeptiker
Klima-Skeptiker
Kondensstreifen-Skeptiker
eMTB-Skeptiker
Kannste dir nicht ausdenken, da gewinnt Querfeldeinfahrende ein völlig neue Bedeutung.

Ich bin ja immer noch für die weibliche Form von Luschen: Muschen.
Oder pronounced in english: Maginas
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Und da hat das muskelbetriebene MTB nunmal ausgedient.
Jede Familie außerhalb dieser Blase hat mittlerweile mindestens ein E in der Garage.
Und wenn ein neues Rad dazu kommt, wird das auch wieder ein E.
Ganz so ist es nicht. Klar, es ist auch eine Blase, wenn ich von "meiner" Gruppe oder Kunden spreche, aber die meisten von ihnen wissen gar nicht (und/oder interessieren sich auch nicht dafür), dass es so etwas wie dieses Forum (oder ähnliche) gibt. Und da hat so gut wie keiner ein E-Bike in der Garage. Und das wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern, da bin ich mir sehr (wenn auch nicht zu 100%) sicher. Da sind auch nicht wenige Familien dabei, etwa eine mit 5 Kindern, die Kids sind Handballer, Fußballer, Leichtathleten, Bikes stehen genug herum, kein Fahrzeug hat einen Motor (naja, bis auf die Vespa der großen Tochter ;)). Mama und Papa sind Ausdauersportler (haupts. auf dem Bike).
Gibt aber noch viele andere Beispiele.

Auch nicht zu vergessen die unzähligen Aufbauten, die hier im Forum selten erwähnt werden.
Da gibt es Leute, die bauen ein oder zwei für sich, und dann noch welche für ihre Bikekumpel auf, da kommen Dutzende, wenn nicht Hunderte Bikes zusammen (allein im Kopf zusammengerechnet komme ich auf die Schnelle auf 70, 80 Bikes, aber ich lese da eher sporadisch mit). Würde ich auch nicht alle zu der besagten Bubble zählen. Und - die tauchen natürlich in keiner Statistik auf. Klar, Tausende sind das sicherlich nicht, aber auch nicht nichts.
Ich wiederhole: ich kann hier in meiner Ecke im westlichsten Teil unseres Bananenstaates eher einen sanften Aufwärtstrend für Mountainbikes erkennen, und ich betreue einige Umsteiger:innen.
Hier nur ein paar Beispiele, hätte auch noch mal so viele Hardtails hinstellen können.

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Ganz so ist es nicht. Klar, es ist auch eine Blase, wenn ich von "meiner" Gruppe oder Kunden spreche, aber die meisten von ihnen wissen gar nicht (und/oder interessieren sich auch nicht dafür), dass es so etwas wie dieses Forum (oder ähnliche) gibt. Und da hat so gut wie keiner ein E-Bike in der Garage. Und das wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern, da bin ich mir sehr (wenn auch nicht zu 100%) sicher. Da sind auch nicht wenige Familien dabei, etwa eine mit 5 Kindern, die Kids sind Handballer, Fußballer, Leichtathleten, Bikes stehen genug herum, kein Fahrzeug hat einen Motor (naja, bis auf die Vespa der großen Tochter ;)). Mama und Papa sind Ausdauersportler (haupts. auf dem Bike).
Gibt aber noch viele andere Beispiele.

Auch nicht zu vergessen die unzähligen Aufbauten, die hier im Forum selten erwähnt werden.
Da gibt es Leute, die bauen ein oder zwei für sich, und dann noch welche für ihre Bikekumpel auf, da kommen Dutzende, wenn nicht Hunderte Bikes zusammen (allein im Kopf zusammengerechnet komme ich auf die Schnelle auf 70, 80 Bikes, aber ich lese da eher sporadisch mit). Würde ich auch nicht alle zu der besagten Bubble zählen. Und - die tauchen natürlich in keiner Statistik auf. Klar, Tausende sind das sicherlich nicht, aber auch nicht nichts.
Ich wiederhole: ich kann hier in meiner Ecke im westlichsten Teil unseres Bananenstaates eher einen sanften Aufwärtstrend für Mountainbikes erkennen, und ich betreue einige Umsteiger:innen.
Hier nur ein paar Beispiele, hätte auch noch mal so viele Hardtails hinstellen können.

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Schöne Gravel Fullies. :)

Hast du auch was mit Federweg und vernünftigen Reifen gebaut?
 
Schöne Gravel Fullies. :)

Hast du auch was mit Federweg und vernünftigen Reifen gebaut?

Deshalb hab ich Dich heut früh in dem Vergleich genannt....war garnicht bös gemeint, weil Du so schockiert warst...denke einfach Du fährst halt mehr so bergab, Enduro...
...auf besagtem Enduro-Rundkurs würden Dir halt auch so Gravel Fullys mit Tonzone drauf dauernd im Weg rumstehen. 🍻
 
Ich denke (hoffe), dass das nicht passieren wird. Es gibt ja jetz schon EU Initiativen, dass die Leistung praxisorientiert begrenzt wird. Die aktuellen Reglen scheinen auch zuviele Schlupflöcher zu haben...
Warum?
Ist es irgendwie verwerflicher einen Trail bergauf als bergab zu befahren?
Oder ist es nur ok eingeschränkte Fitness mit Motorkraft zu kompensieren?
Aber eingeschränkte Fahrtechnik darf wiederum nicht mit Motorkraft kompensiert werden?
 
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