MTB-Verkäufe sinken: Warum verkümmert das Mountainbike?

Unsere kleine Community hier im Forum ist doch dabei völlig irrelevant.🤷‍♂️
Kaum jemand der E-Biker da draußen, sieht sein Fahrrad als Hobby oder Sportgerät.
Eher als praktisches Fortbewegungsmittel für die Kurzstrecke oder den sonntäglichen Ausflug.
Absolut auf den Punkt gebracht :daumen:. Genau das wurde mir in meinem Umfeld bestätigt. Mag sein, dass in den Gebirgsregionen der eine oder andere Crack über Wurzeln und Steine ballert, obwohl die in Bikeparks bzw. Parknähe, wo die Topografie geeignet wäre, auch nicht wie Sand am Meer auftauchen. Wenn ich kurz im Gedächtnis überschlage, sind das doch ein paar Länder, die ich besuchen durfte, aber das Bild ist überall identisch.
Wir müssen uns definitiv von der Vorstellung lösen, dass beide Gruppen die gleichen Strecken mit der gleichen Absicht befahren.
Deswegen verstehe ich dieses gegenseitige Gebashe hier im Forum noch viel weniger.🙄
Das habe ich mir tatsächlich auch schon gefragt. Der eine oder andere Erklärungsansatz ging schon der Frage nach, ob wir vom gleichen Typus sprechen; leider reicht ein falsches Wort oder eine nicht ganz genehme Ansicht, um wieder in den Steinzeitmodus zu wechseln...
 
Hast du auch was mit Federweg und vernünftigen Reifen gebaut?
Natürlich (aber nur bis 150mm), vielleicht so ein Dutzend, auch wenn es nicht meine bevorzugte Bikeart ist, auch nie wird. Der Reifen ist immer ein Kompromiss, und wer nicht gerade Enduro- oder DH-Klasse fahren will und auch alle HM selbst tritt, muss abwärts auch mit etwas mehr FW sauber fahren. Aber die Jungs mit diesen Bikes unten kennen keine Angst, die sind schon hart drauf, haben ein ausserordentlich gutes Körpergefühl, einer war auch mal im Kader bei den Schispringern, einer bei den Turnern, da habe ich großen Respekt.

Ein Bike muss gut aufwärts und abwärts gehen ;). Abwärts geht immer... da gibt´s hier im RV ein paar U17 und 19er-Kids, die fahren Dir womöglich mit dem Hardtail um die Ohren oder bleiben zumindest dran (das meine ich nicht als Witz), und wenn man sauber fährt, kannst Du auch mit 120mm ordentlich was anstellen, wenn Du nicht grad 90 Kg hast ;). Schau mal ein aktuelles XC-Rennen an...

Eine Federgabel hat m. E. an einer Gravelgurke nichts zu suchen ;)

Sand_FM1001_2.jpg
Sand_FM1001.JPG
Fab.jpg
Christine.jpg
 
Absolut auf den Punkt gebracht :daumen:. Genau das wurde mir in meinem Umfeld bestätigt. Mag sein, dass in den Gebirgsregionen der eine oder andere Crack über Wurzeln und Steine ballert, obwohl die in Bikeparks bzw. Parknähe, wo die Topografie geeignet wäre, auch nicht wie Sand am Meer auftauchen. Wenn ich kurz im Gedächtnis überschlage, sind das doch ein paar Länder, die ich besuchen durfte, aber das Bild ist überall identisch.
Wir müssen uns definitiv von der Vorstellung lösen, dass beide Gruppen die gleichen Strecken mit der gleichen Absicht befahren.
Es war ja auch vor dem EMTB so, dass viele "mountainbikes" nicht zum Mountainbiken gekauft und genutzt wurden.
Daher spielen die Gesellen die sich ein MTB oder EMTB als alltags und Trekkingrad kaufen mmn keine Rolle wenn es um die Zukunft des Mountainbikens geht.

Es ist dabei auch vollkommen egal ob sie mit einem EMTB oder einem MTB nicht Mountainbiken. Sie sind so oder so keine Mountainbiker.
 
.......
- die nachrückenden Biker die vom Dirtjump, Street, Trial etc. kommen sind fahrtechnisch unglaublich gut. Warum sollten die mit dem Ebike genauso "Biken" wie wir das aktuell machen.
........
Nachrückende Biker?
Und die dann auch noch aus den Segmenten Dirt, Street, Trail?

Deine Glaskugel hat eine Fehlfunktion.

In Anbetracht des demografischen Wandels kommt weder von da noch von irgendwo was nach.
Und warum auch, die haben sich schon immer bewusst vom (uncoolen) MTB abgegrenzt! Junge Leute findet man zu dem eher beim Rennrad und beim Gravel.

Das Problem ist, dass der ganze Markt schon aus diesen Gründen weiter schrumpfen wird.

Mountainbiken war schon immer teuer, das EMTB schleppt aber auch noch einen höheren Einstandspreis mit sich rum. Das muss man sich und dann auch in der ganzen Familie? erstmal leisten können. Die Leasinglösung ist zwar ganz nett, aber das müssen die Leute nach anfänglicher Euphorie und Coronapandemie auch erstmal fortsetzen.
Dass das EMTB nun überall in den Bergen auftaucht, hat weniger daher auch weniger mit einem nach Corona anhaltenden Boom zu tun, als eher damit, dass es dies faktisch allen ermöglicht.
Letztlich stellen die Verkaufszahlen daher nur eine Marktverschiebung in einem besorgniserregend schrumpfenden Markt innerhalb einer aussterbenden Käuferschicht dar. An den Hype, Boom und die Absatzzahlen ums MTB zu Zeiten als dieses noch eine Art Lifestyle war, wird das EMTB daher wohl niemals rankommen kommen.
In Anbetracht unsicherer Weltlagen, steigender Lebenshaltungskosten und demografischer Entwicklungen würde mir das Feiern eines vermeintlichen Obsiegen des EMTB mit einer düsteren Vorahnung im Hals stecken bleiben.
 
Warum?
Ist es irgendwie verwerflicher einen Trail bergauf als bergab zu befahren?
Oder ist es nur ok eingeschränkte Fitness mit Motorkraft zu kompensieren?
Aber eingeschränkte Fahrtechnik darf wiederum nicht mit Motorkraft kompensiert werden?

Keiner der drei Punkte, die sind alle ok, und würde ich mit nein beantworten. Ist halt die Frage wieviel Leistung vertretbar/verantwortbar ist. Ich hab da keine Meinugn dazu, kann aber verstehen, dass man das beschrenken/regeln will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es war ja auch vor dem EMTB so, dass viele "mountainbikes" nicht zum Mountainbiken gekauft und genutzt wurden.
Daher spielen die Gesellen die sich ein MTB oder EMTB als alltags und Trekkingrad kaufen mmn keine Rolle wenn es um die Zukunft des Mountainbikens geht.
Da stellt sich dann aber die Frage, wieviele "echte" Bio's-Mountainbiker gibt es in Anbetracht der massiv eingebrochenen Verkaufszahlen -manch einer schreibt von völlig tot- überhaupt noch? Also wenn ein Anteil sowieso nie gekauft werden, um als Mountainbike genutzt zu werden, wer nutzt die dann überhaupt noch zum mountainbiken?
 
Da stellt sich dann aber die Frage, wieviele "echte" Bio's-Mountainbiker gibt es in Anbetracht der massiv eingebrochenen Verkaufszahlen -manch einer schreibt von völlig tot- überhaupt noch? Also wenn ein Anteil sowieso nie gekauft werden, um als Mountainbike genutzt zu werden, wer nutzt die dann überhaupt noch zum mountainbiken?
Na die Hälfte von denen schreibt hier im Thread und die restlichen 7 sind beim Biken.
 
Da stellt sich dann aber die Frage, wieviele "echte" Bio's-Mountainbiker gibt es in Anbetracht der massiv eingebrochenen Verkaufszahlen -manch einer schreibt von völlig tot- überhaupt noch? Also wenn ein Anteil sowieso nie gekauft werden, um als Mountainbike genutzt zu werden, wer nutzt die dann überhaupt noch zum mountainbiken?
Auf meinen Hometrails sind´s etwa 90% ohne Motor, Tendenz leicht fallend. Allgemein sind da viele unterwegs, soll ja ein sog. Hotspot sein. Auf den Isartrail brauchen aber selbst so Luschen wie ich kein E-MTB.
Die meisten Bikes die ich sehe sind in den letzen drei Jahren gekauft worden....vieleicht machen die jetzt grad mal alle eine Kaufpause.
 
Nachrückende Biker?
Und die dann auch noch aus den Segmenten Dirt, Street, Trail?

Deine Glaskugel hat eine Fehlfunktion.

In Anbetracht des demografischen Wandels kommt weder von da noch von irgendwo was nach.
Und warum auch, die haben sich schon immer bewusst vom (uncoolen) MTB abgegrenzt! Junge Leute findet man zu dem eher beim Rennrad und beim Gravel.
weiß ja nicht wo du wohnst. Bei uns in der Gegend gibt's ziemlich viel Nachwuchs auf dem MTB. Die Kids fahren Pumptrack, Bikepark und buddeln Sprünge im Wald. Auf die Idee in Lycra Gravel zu fahren kommt da niemand.
Mein Neffe ist 13 und fährt mir jetzt schon um die Ohren.
 
Ja da gibt es doch seit gefühlt hundert Jahren immer wieder Umfragen, wo genau diese Nutzung abgefragt wird. Ein Körnchen Wahrheit wird schon drin stecken, zB:

https://enduro-mtb.com/leserumfrage-2025/
Was hilft denn eine Umfrage zur Mountainbikenutzung unter Lesern des Enduro-Magazins?
Da sagen die Ergebnisse ja nur aus, dass über die Hälfte dieser Mountainbikesportler am liebsten Enduro fährt.

Würde man es bspw. schaffen, die Leser aller regionalen Tageszeitungen zur Teilnahme zu bringen, würde sicherlich ein deutlich anderes Ergebnis herauskommen (und genau das wäre mal interessant).

Denn die immer wieder aufgeführten 15 Millionen Deutsche, die Mountainbike fahren, sind garantiert keine 15 Millionen Mountainbikesportler.

Alleine in meinem 3-Familienhaus werden von insgesamt 10 Mountainbikes nur 3 zum Mountainbikesport genutzt. Und diese auch nur von einer Person. Die restlichen 7 fahren zur Schule, zur Arbeit, zum See....
 
Ganz so ist es nicht. Klar, es ist auch eine Blase, wenn ich von "meiner" Gruppe oder Kunden spreche, aber die meisten von ihnen wissen gar nicht (und/oder interessieren sich auch nicht dafür), dass es so etwas wie dieses Forum (oder ähnliche) gibt. Und da hat so gut wie keiner ein E-Bike in der Garage. Und das wird sich in den nächsten Jahren auch nicht ändern, da bin ich mir sehr (wenn auch nicht zu 100%) sicher. Da sind auch nicht wenige Familien dabei, etwa eine mit 5 Kindern, die Kids sind Handballer, Fußballer, Leichtathleten, Bikes stehen genug herum, kein Fahrzeug hat einen Motor (naja, bis auf die Vespa der großen Tochter ;)). Mama und Papa sind Ausdauersportler (haupts. auf dem Bike).
Gibt aber noch viele andere Beispiele.

Auch nicht zu vergessen die unzähligen Aufbauten, die hier im Forum selten erwähnt werden.
Da gibt es Leute, die bauen ein oder zwei für sich, und dann noch welche für ihre Bikekumpel auf, da kommen Dutzende, wenn nicht Hunderte Bikes zusammen (allein im Kopf zusammengerechnet komme ich auf die Schnelle auf 70, 80 Bikes, aber ich lese da eher sporadisch mit). Würde ich auch nicht alle zu der besagten Bubble zählen. Und - die tauchen natürlich in keiner Statistik auf. Klar, Tausende sind das sicherlich nicht, aber auch nicht nichts.
Ich wiederhole: ich kann hier in meiner Ecke im westlichsten Teil unseres Bananenstaates eher einen sanften Aufwärtstrend für Mountainbikes erkennen, und ich betreue einige Umsteiger:innen.
Hier nur ein paar Beispiele, hätte auch noch mal so viele Hardtails hinstellen können.

Anhang anzeigen 2310489Anhang anzeigen 2310490
Natürlich werden auch noch MTB´s ohne Motor verkauft.
Das wird nur regional stark schwanken.
Aber wie du auch schon anmerktest, das ist deine Blase und die 7-Köpfige supersportliche Familie bildet nunmal nicht die durchschnittliche Familie ab.

Es braucht doch nur jeder mal, losgelöst von seiner Radfahrerblase, seinen Bekanntenkreis durchforsten.
Wieviele haben in der letzten Zeit ein neues MTB gekauft?
Und wieviele davon waren ohne Motor?
Ich für meinen Teil kenne, trotz eines wirklich breit gestreuten Bekanntenkreises, nur eine einzige Person mit einem neuerworbenen MTB ohne Motor.
Dafür aber bestimmt 30 Leute die sich ein E-MTB gekauft oder geleast haben.
Lustigerweise auch noch alles Männer.
Frauen kenne ich exakt 3 die sich ein neues muskelbetriebenes Rad gekauft haben. Aber alles Gravelräder.
Männer mit Gravel ohne E ungefähr 20.
Ich gehe davon aus, dass es bei vielen hier ähnlich aussehen wird.

Mittlerweile sind auch aus den kleinen Radläden hier die normalen MTB´s komplett verschwunden.
Absolut keine Nachfrage mehr da.
Klar, wir sind zwar ziemlich mittig und doch am Arsch der Welt, aber das bildet schon die Entwicklung in der Provinz ab. 🤷‍♂️

@Maffin_
für die Verkaufszahlen ist es ja recht Wurst, ob das MTB / E-MTB zum Pendeln, zum Posen oder tatsächlich zum Radfahren genutzt wird.
 
Da stellt sich dann aber die Frage, wieviele "echte" Bio's-Mountainbiker gibt es in Anbetracht der massiv eingebrochenen Verkaufszahlen -manch einer schreibt von völlig tot- überhaupt noch? Also wenn ein Anteil sowieso nie gekauft werden, um als Mountainbike genutzt zu werden, wer nutzt die dann überhaupt noch zum mountainbiken?
Ich vermute das ein nicht unerheblicher teil der veränderung in den verkaufszahlen um die es im ursprünglichen artikel ging daher kommt, dass die Gruppe der Trekking biker jetzt ehr ein EMTB kauft anstatt wie früher ein MTB.

Leider gibt die Statistik diese Differenzierung nicht her. Hier wäre es interessant zu sehen wie sich die verkaufszahlen von MTB marken entwickeln die sich in erster Linie an Enthusiasten richten. Aber selbst daraus kann man im aktuellen Markt Umfeld nicht allzu viel ableiten.

Die sorge das normale MTB könnte verschwinden ist mmn so oder so unbegründet. Es wird immer irgendjemanden geben der Rahmen ohne motor anbietet solange es leute gibt die diese kaufen. evtl wird die auswahl oder die markenvielfalt kleiner.
 
@Maffin_
für die Verkaufszahlen ist es ja recht Wurst, ob das MTB / E-MTB zum Pendeln, zum Posen oder tatsächlich zum Radfahren genutzt wird.
Nicht wenn wir über die Zukunft des Mountainbikens diskutieren.
Die hängt in erster Linie daran ob und wie viele Menschen es gibt die dieses Hobby ausüben. Das lässt sich halt einfach nicht aus den verkaufszahlen ableiten.
 
50

wir haben ca. 450hm bis zum Trail zu treten. In Talnähe gibt es nix bis wenig. Es sei denn du nimmst dein PKW um die ersten 150hm schon mal zu überwinden.
In was für nem Loch wohnst Du? 😉 wenn ich erst mal 450hm hoch müsste, hät ich schon lang ein E-MTB...ich fahr runter zu den Trail, Isarhochufer...sind ganze 50hm oder weniger. Mit viel hoch und runter am Ufer entlang kommst da auf 600hm auf 45km.
 
In was für nem Loch wohnst Du? 😉 wenn ich erst mal 450hm hoch müsste, hät ich schon lang ein E-MTB...ich fahr runter zu den Trail, Isarhochufer...sind ganze 50hm oder weniger. Mit viel hoch und runter am Ufer entlang kommst da auf 600hm auf 45km.
Na Du weißt doch, wie das bei mir von der Haustüre weg ist.
Bis Du am Abtrauf oben bist, hast Du 7-12 Km und 400-500 Hm hinter Dir.
Dann ist die erste Abfahrt möglich.
Willst Du öfter runter, summiert es sich.
Ein Kumpel von mir wohnt oben, direkt am Albtrauf. Der startet mit Singletrails und muss sich zum Abschluss seiner Touren wieder nach oben quälen.
Rate mal, mit was der seit 3 Jahren fährt :D
 
Es war ja auch vor dem EMTB so, dass viele "mountainbikes" nicht zum Mountainbiken gekauft und genutzt wurden.
Daher spielen die Gesellen die sich ein MTB oder EMTB als alltags und Trekkingrad kaufen mmn keine Rolle wenn es um die Zukunft des Mountainbikens geht.

Es ist dabei auch vollkommen egal ob sie mit einem EMTB oder einem MTB nicht Mountainbiken. Sie sind so oder so keine Mountainbiker.
Ich bin alt genug um die Geschichte des MTB aus den Anfängen zu kennen, und wir haben uns ein MTB zum Zweck der Geländefahrt gekauft. Dass sich das mit der Zeit etwas ausdünnt und ändert; ok, lässt sich kaum vermeiden. Beim modernen eBiker hingegen ist der Reiz über Stock und Stein zu fahren, sicher nicht so ausgeprägt, wenn nicht sogar inexistent. Beide gleichzustellen, sehe ich jetzt weniger.

Sonst sehe ich das wie @Downhillrider, Park und Pumptrack werden durchaus genutzt (den Biker im Wald sehe schon weniger. Wenn, dann ersetzt durch Gravel). Was aber spürbar zugenommen hat, sind die Renner, diese erleben eine Renaissance.
weiß ja nicht wo du wohnst. Bei uns in der Gegend gibt's ziemlich viel Nachwuchs auf dem MTB. Die Kids fahren Pumptrack, Bikepark und buddeln Sprünge im Wald. Auf die Idee in Lycra Gravel zu fahren kommt da niemand.
Mein Neffe ist 13 und fährt mir jetzt schon um die Ohren.
 
Mittlerweile sind auch aus den kleinen Radläden hier die normalen MTB´s komplett verschwunden.
Ist hier in Vorarlberg noch nicht ganz so, ein paar "echte" Bikes stehen schon noch bei diversen Händlern (welche aber definitiv weniger wurden). Der einzige, der "no E-Bikes" auf seinem Firmenschild stehen hat, bin dann wohl wirklich ich (vielleicht sogar im ganzen Land?). Was aber wirklich gut funktioniert, denn wenn sich schliesslich andere Händler nicht mehr die Mühe machen, oder keine Lust mehr haben, whatever, sich mit "richtigen" Radln und deren Piloten:innen auseinanderzusetzen, bauen sie selbst auf oder landen bei mir. Und so wenig wie gesagt sind das gar nicht.
Für mich allein ist das mittlerweile too much, und jemanden einstellen wollte ich nicht; habe nun reduziert, arbeite vielleicht noch 15 - max. 20 Stunden/Woche, die restliche Zeit bin ich in den Bergen ;).

Eine Neueröffnung hier in der Nähe habe ich mitbekommen, der sich auf Retro-Rennvelos spezialisiert hat, etwas anderes macht er nicht. EPU. Tolle Idee, hoffe er macht´s recht lange!

Interessant ist aber trotzdem, dass Firmen wie Kraftstoff oder Simplon Insolvenz anmeldeten, obwohl diese hauptsächlich Stromgurken angeboten haben. Teilw. haben sie zwar wieder den Betrieb aufgenommen, aber massiv reduziert, Leute entlassen.
Andere große Firmen, denen es nicht wirklich gut geht (trotz großem Stromportfolio), kennen wir auch alle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ihr von 450 Hm redet. Tja, das ist hier schon eine andere Welt, wir haben bis auf das Rheintal und den Kanton Thurgau quasi nur Berge. Sind viele 3.000er dabei, auch noch höhere, wenn man will. Arlberg, Montafon, Paznauntal, Graubünden, Glarus, Flumser Berge, Walensee etc, alles einen Katzensprung entfernt. Ohne Transportfahrzeug, einfach von der Haustüre weg kann man 900 - 2.000 Hm ohne viel nachdenken machen, mehrere Dutzend Touren sind ganz easy möglich.

Bildschirmfoto 2026-01-29 um 17.05.05.png
 
Leider gibt die Statistik diese Differenzierung nicht her. Hier wäre es interessant zu sehen wie sich die verkaufszahlen von MTB marken entwickeln die sich in erster Linie an Enthusiasten richten. Aber selbst daraus kann man im aktuellen Markt Umfeld nicht allzu viel ableiten.
Das was es gibt, ist bestenfalls eine solche Aussage:

Mountainbike ist tot, Emtbs sind ebenfalls auf dem Weg ins Nichts. Rennräder/Gravelbikes haben in D mittlerweile den doppelten Absatz wie Mountainbikes (ohne E). Das geht jetzt noch 2-3 Jahre, dann ist das auch vorbei. Das Einzige was die Industrie Überwasser hält sind die ganzen City/Trekking/Touren Fahrräder mit und ohne Motor.

Canyon -keine Ahnung, ob die in Deutschland die meisten Bio-MTB verkaufen.: Sparte E-Bike wird ausgebaut. Die großen, bekannten Hersteller: Spezialiced, Trek -whatever-, wären noch relevant. Schaut man auf die Komponenten-Hersteller, geht Shimano ebenfalls in Richtung E-Bike. U.a. Motorenbau, Bremsen werden mit dme Zusatz -E- versehen, aktuelle DH-Gruppe/Bremse ist nicht in Sicht; warum wohl? Die Gesamtverkaufszahlen geben ebenfalls nichts mehr her. Nimmt man also deine Trekking-These hinzu, was bleibt dann noch übrig?

Meine Hypothese: 80-90% ehemaliger Bios-MTBler haben sich ein E-MTB gekauft oder fahren Gravel. Der Rest, der auch hier lautstarken Minderheit, ist eben genau das: eine abnehmende Minderheit. Wird zwar nicht gänzlich untergehen -es gibt bestimmt immer noch Briefmarkensammler und Modelleisenbahn-Sammler aber relevant sind die nicht mehr und werden es für den Gesamtmarkt/Verkauf auch nicht mehr. Kleine Klitschen und en paar Nieschenhersteller werden bleiben. Thats it.
 
Wenn ihr von 450 Hm redet. Tja, das ist hier schon eine andere Welt, wir haben bis auf das Rheintal und den Kanton Thurgau quasi nur Berge. Sind viele 3.000er dabei, auch noch höhere, wenn man will. Arlberg, Montafon, Paznauntal, Graubünden, Glarus, Flumser Berge, Walensee etc, alles einen Katzensprung entfernt. Ohne Transportfahrzeug, einfach von der Haustüre weg kann man 900 - 2.000 Hm ohne viel nachdenken machen, mehrere Dutzend Touren sind ganz easy möglich.

Anhang anzeigen 2310614
Wobei es ja rein von den Zahlen her egal ist, ob ich 2000 Hm mit einem Anstieg oder mit 3 oder 4 einsammle.
Entsprechend die Tiefenmeter.

Natürlich sind bei euch, nach meiner Erfahrung, viele Anstiege deutlich steiler, als bei mir am Albtrauf.
Ob die Abfahrten anspruchsvoller und damit anstrengender sind, kommt auch auf die gewählten Trails an.

Meine Touren bewegen sich im Bereich 800 bis 1300 Hm und 35 - 55 Km bei 2,5 bis 4 h.
Gelegentlich von allem mehr.

Würde ich in Vorarlberg/in den Alpen wohnen, mit gleichem Zeit und Lust-Budget, wären meine Touren aber kaum anders.
Und ich hätte das E nicht erst seit 7 Monaten.
 
Ich bin alt genug um die Geschichte des MTB aus den Anfängen zu kennen, und wir haben uns ein MTB zum Zweck der Geländefahrt gekauft. Dass sich das mit der Zeit etwas ausdünnt und ändert; ok, lässt sich kaum vermeiden. Beim modernen eBiker hingegen ist der Reiz über Stock und Stein zu fahren, sicher nicht so ausgeprägt, wenn nicht sogar inexistent. Beide gleichzustellen, sehe ich jetzt weniger.
Sorry aber das ergibt überhaupt keinen sinn. Es klingt als würdest du auf die eine Seite Mountainbiker ohne Motor, und auf die andere Seite alle stellen die aus welchem Grund auch immer und zu welchem zweck auch immer ein E-Bike fahren. Egal ob auf Trails oder ausschließlich zum Bäcker.

Der vergleich ist doch totaler quatsch.

Sonst sehe ich das wie @Downhillrider, Park und Pumptrack werden durchaus genutzt (den Biker im Wald sehe schon weniger. Wenn, dann ersetzt durch Gravel). Was aber spürbar zugenommen hat, sind die Renner, diese erleben eine Renaissance.
Ich weiß jetzt nicht genau was du mit "dem Biker im Wald" meinst.
Ich gehe da biken wo es gute Trails gibt und da trifft man nicht weniger MTBler als vor 5 Jahren. Ehr mehr.

In den Urlaubsdestinationen und Bikeparks die ich regelmäßig besuche ist das deutlicher zu sehen. In Reschen ist jedes Jahr etwas mehr los und Finale Ligure hat sich seit meinem ersten besuch dort vor ca. 7 Jahren extrem gewandelt. mehr shuttles mehr trails mehr besucher.

Von daher kann ich deinen Eindruck überhaupt nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich ist das aber auch Lokal sehr unterschiedlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück