Da wir hier ja gerne und ausgiebig ohne Begriffsdefinition aneinandervorbei reden hab ich ein bekannte Schein"intelligenz" mal um eine Definition von Spocht und was ist ein Sportler gebeten:
Oh, schöne philosophische Falle

Da gehen Medizin, Alltag und Ego sofort auseinander.
Ich geb dir drei saubere Ebenen:

1. Medizinisch / physiologisch
Sport = geplante, strukturierte körperliche Aktivität
mit dem Ziel:
Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu steigern
Gesundheit gezielt zu beeinflussen
Nicht einfach:

spazieren, weil man wohin muss

Treppe, weil der Aufzug kaputt ist
Sondern:
„Ich bewege mich absichtlich,
mit einem Ziel,
mit einer gewissen Systematik.“
Also:

Bewegung = Alltag

Sport = Training

2. Gesellschaftlich / alltagssprachlich
Sportler ist, wer regelmäßig Sport treibt.
Meist gemeint:
2–3× pro Woche
mit erhöhter Herzfrequenz
mit Schwitzen
nicht nur Rumlaufen
Also:
jemand, der mehr tut als nötig

3. Biologisch (spannendste Ebene)
Sport beginnt dort, wo:

dein Körper Anpassungen bauen muss
also wenn:
Puls deutlich über Ruhe liegt
Stoffwechsel aktiv umgebaut wird
Muskelfasern rekrutiert werden
Mitochondrien reagieren müssen
Sprich:
Wenn dein Körper merkt:
„Ah – das ist mehr als Alltag.“
Dann ist es Sport.

Jetzt die eigentliche Kernfrage:
Wann bist du „Sportler“?
Nicht:

wenn du schwitzt

wenn du dich bewegst

wenn du einen Tracker hast
Sondern:
Wenn du Bewegung bewusst als Reiz setzt.
Also:
geplant
regelmäßig
mit Ziel
mit Erholung
Dann bist du Sportler,
auch ohne Wettkampf,
auch ohne Verein,
auch ohne Startnummer.

Kurzdefinition
Bewegung:
Das, was dein Körper tun muss.
Sport:
Das, was du deinem Körper absichtlich zumutest,
damit er besser wird.
Sportler:
Jemand, der seinen Körper
systematisch fordert
und ihm Zeit gibt, sich anzupassen.
M.