Zeigt her eure Enduros

Martin das ist die logische Schlussfolgerung.
Wenn ich mein Cockpit 30-50mm verkürzen muss, ist mein Reach oder meine Sitzposition 30-50mm zu lang. Also ist der Rahmen zu groß respektive zu lang.
Und wie gesagt, ist ja für die Leute die lieber längere Rahmen fahren wollen mit kürzeren oder negativen Cockpit kein Problem.
Jedem das Seine.
50mm Vorbau fährst nur wenn's Heck zu kurz ist weil du eben Druck auf dem Vorderrad brauchst. Wenn du zb von 35mm auf 15mm Vorbau wechselst, sitzt du am Ende etwas aufrechter, hast aber andere Position auf dem Rad und anderes Lenkgefühl, hab ich zb am Nucleon gemacht, deswegen hat ich aber noch lange nicht die falsche Rahmengröße. Anders auf dem Rad zu stehen ist manchmal einfach den Versuch wert für manch einen. Danach stellt man evtl (wie bei so nen sehr extremen Setup wie beim Madonna) fest, das man andere Präferenzen hat was die Front angeht. Sowas baust aber sicher nicht weil du die falsche Größe gekauft hast

Oder wäre das jetzt deine Erklärung das Reece Wilson zb dieses Setup fährt...nur aufgrund weil er bei Nicolai falsche Größe geordert hat, oder auch bei Trek da schon falsche gefahren ist
 
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Dennoch liegt ihr offensichtlich falsch, jeder Hersteller empfiehlt eher eine Nummer (Rahmen) kleiner zunehmen, wenn man zwischen zwei Größen steckt unabhängig von Präferenzen.
Was Hersteller empfehlen und was tatsächlich gut funktioniert sind aber auch oft verschiedene Welten. Siehe z.B. Kettenlinien Emfpehlungen hier wird von der Industrien viel "undifferenzierter Quatsch" Emfpohlen, oder Luftdruckempfehlungen an Fahrwerken.

Grundsätzlich bin ich ja auch bei dir, dass es jeder so machen möge wie es ihm passt. Dennoch finde ich Aussagen wie obige schwierig.
 
Dennoch liegt ihr offensichtlich falsch, jeder Hersteller empfiehlt eher eine Nummer (Rahmen) kleiner zunehmen, wenn man zwischen zwei Größen steckt unabhängig von Präferenzen.

Vor 15 Jahren wurden Leuten um 180cm herum auch noch Enduro/Freeride Rahmen mit 400-420mm Reach und 50mm Vorbau von den Herstellern empfohlen.
Lagen die damals falsch?
Liegen sie vielleicht jetzt auch noch falsch?
 
Am Ende natürlich auch individuell aber glaub oft ist die Industrie einfach zu festgefahren, oder eben auch der Anwender
naja was heißt festgefahren... Erstens müssen Firmen vorrätige Ware managen (also an die Kunden bringen), die man meist ein, zwei Jahre vor Release erworben hat. Das heißt, Firmen werden sich hüten, ihre vorrätigen Bikes mit Neuentwicklungen / Trends obsolet zu machen. Zweitens können Bikefirmen für gewöhnlich nur mit dem arbeiten, was ihnen Subunternehmen bieten. Wenn kein großer Kompoentenhersteller so einen Vorbau anbietet, oder wenn kein Rahmenhersteller passende Rahmen für sowas fertigt, dann kann man als Bikemarke sowas einfach nicht verwirklichen. Und drittens geb ich dir Recht, für die "Anwender" wäre es schon eine krass harte Umgewöhnung von aktuellen Bikes zu sowas. Da machen wohl die wenigsten mit. Man braucht sich nur mal anzuschauen, wie Produkte, die etwas anders sind als der Status Quo, im News Bereich auseinandergerissen werden. Drum sollte man froh sein, dass es kleine, progressive Bikeschmieden gibt, die solche nischigen Kundenwünsche bedienen können. Negativ ist da nur, dass das kostet... Da wäre es natürlich immer schön, wenn der breite Markt die eigenen Vorstellungen bedient.
 
naja was heißt festgefahren... Erstens müssen Firmen vorrätige Ware managen (also an die Kunden bringen), die man meist ein, zwei Jahre vor Release erworben hat. Das heißt, Firmen werden sich hüten, ihre vorrätigen Bikes mit Neuentwicklungen / Trends obsolet zu machen. Zweitens können Bikefirmen für gewöhnlich nur mit dem arbeiten, was ihnen Subunternehmen bieten. Wenn kein großer Kompoentenhersteller so einen Vorbau anbietet, oder wenn kein Rahmenhersteller passende Rahmen für sowas fertigt, dann kann man als Bikemarke sowas einfach nicht verwirklichen. Und drittens geb ich dir Recht, für die "Anwender" wäre es schon eine krass harte Umgewöhnung von aktuellen Bikes zu sowas. Da machen wohl die wenigsten mit. Man braucht sich nur mal anzuschauen, wie Produkte, die etwas anders sind als der Status Quo, im News Bereich auseinandergerissen werden. Drum sollte man froh sein, dass es kleine, progressive Bikeschmieden gibt, die solche nischigen Kundenwünsche bedienen können. Negativ ist da nur, dass das kostet... Da wäre es natürlich immer schön, wenn der breite Markt die eigenen Vorstellungen bedient.
Hab da Mal spannenden Podcast gehietbwo es darum ging, warum Bikes sich immer nur wenige Grad und Millimeter in eine Richtung bewegen. Der Grund war aus Industriesicht einfach, man traut sich nicht den Kunden zu viel neues auf einmal hinzustellen. Lustig war das man Testbikes schon viel weiter entwickelt hat, diese aber nicht auf dem Markt bringt (obwohl man überzeugt davon ist) weil der Markt bzw Kunde nicht reif dafür ist.

Aber wie du sagst, wir können froh sein kleine Schmieden zu haben, die sich nicht an Normen halten müssen oder allen gefallen weil sie Masse loswerden wollen
 
Bronson mit seinem BMB Raised Reverse Stem ist ja sehr von seinen Vorbauten überzeugt und der Ansicht daß er zu den meisten modernen Enduros selbst mit kurzen Kettenstreben auch ein Gewinn darstellt. Reece Wilson hat ihn ja bekanntlich an seinem Nicolai E-Bike getestet und war auch nach anfänglicher Skepsis sehr angetan davon. Er hat aber auch deutlich gemacht daß aus seiner Sicht dieser Vorbau bei eher zu großen Rahmen mit besonders langen Kettenstreben gut funktioniert. Was ich mir auch gut so vorstellen kann. Bronson selbst meint der Vorbau würde auch mit "normal" großen Enduros und kurzen Kettenstreben funktionieren, aber da habe ich meine Zweifel. Nunja, zumindest bei meinem verschlimmbesserten ´13er Commencal Supreme L mit 420er Reach räumt selbst Bronson ein daß dort sein Vorbau wohl eher keinen Sinn machen würde.. :lol:
 
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Nur gab es eben vor 15 Jahren keine Rahmen mit >500mm Reach.

Wenn dir aber ein Rahmen X mit z.B. 50mm Vorbau zu lang ist und du auf 0mm oder negativ zurückbauen musst, damit es endlich passt und geil ist, dann hättest ja gleich ein Rahmen mit kürzerem Reach nehmen können. Sehe da ehrlich gesagt keine Grundlage für Diskussionen.

Natürlich hat man Präferenzen, aber das ist ja eben nicht die Norm.

Da geht's nicht um die Länge alleine, sondern auch um das Lenkverhalten. Oder willst du behaupten ein 50mm Vorbau und ein 30mm Vorbau fahren sich gleich?

Du berücksichtigst nur die Hälfte aber wirfst anderen mehr oder weniger vor, dass sie keine Ahnung hätten.
 
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Es gab mal eine (5-heilige?!)Serie von Grinsekater mit dem Frankenstein-Bike.
Da passen meines Erachtens solche Diskussionen aber so was von perfekt hin. 👍🏼
Macht mal weiter mit Bildern. Ist in meine Augen HIER interessanter.

Sorry, habe gerade kein Bild, welches hier rein darf parat.




Sascha
 
Da irrst du dich.

Weder ist der Kontext
50mm vs 30mm Vorbau noch habe ich behauptet das eine wäre besser als das andere.
Ich sagte lediglich wer einen 0mm/negativ Vorbau fahren muss, hätte auch gleich ein kürzeren Rahmen nehmen können.

Und nur weil eine Minderheit anderer Meinung ist, spiegelt oder repräsentiert das eben nicht die Norm.

Ich selbst fahre auch lieber viel Reach und eher kürzere Vorbau/Lenker Kombinationen.
Deswegen wird sich aber 0mm/negativ noch lange nicht durchsetzen oder gar die Norm.
Was heißt denn fahren muss? Das einfach was mit Fahreigenschaften zu tuen.
Ein Fahrrad besteht auch nicht nur aus Reach, lenkwinkel, Sitzwinkel, Radstand...da spielen so viel Faktoren, weswegen natürlich so ein Setup auch nicht an jeden Rad funktioniert. Du kannst halt einfach nicht sagen das jemand sein Rad nicht passt nur weil er solch ein Setup fährt, zumal die Sitzposition ja auch variabel ist, sei es Vorbaulänge/Höhe, Rise vom Lenker, Sattelposition....

Wenn du und ich gleich groß sind, gleiche Rad und gleiche Größe fahren, du 35mm Vorbau, ich 10/15mm...dann hab ich die falsche Rahmengröße und du nicht ?! Merkst selber oder ?
 
Ich sagte lediglich wer einen 0mm/negativ Vorbau fahren muss, hätte auch gleich ein kürzeren Rahmen nehmen können.
Bei mir ist das eher so, dass ich den längeren Rahmen nehme, um den kurzen Vorbau fahren zu können.
Aus Sicht der Fahrradindustrie war bzw. ist die Vorbaulänge immer nur ein Mittel zur Größenanpassung gewesen. Hinzu kommt, dass man zusätzlich einfach die Lenkerhöhe billig und reversibel mit Spacern auf dem Gabelschaft für den Kunden anpassen kann, so dass "ontop"-Vorbauten also kürzer als ca. 35 mm gar nicht in Betracht gezogen werden. So passt das halt für den Großteil der Kundschaft, mit der dann auch das Geld verdient wird.
Die Vorbaulänge aus fahrdynamischer Sicht zu betrachten ist halt ein anderer Ansatz bzw. dann auch ein neuer Fixpunkt, für den entsprechend die Rahmenlänge ausgesucht wird.
Ich fahre die 15 mm Vorbauten jetzt schon ein paar Jahre und ein 25 mm Vorbau fühlt sich für mich persönlich inzwischen gerade noch ok an, alles darüber hinaus kommt nicht mehr in Frage.
 
davon abgesehen gehe mit der eigentlichen intention der aussage mit.

edit: ich gehe mit der Aussage mit, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, was passt. Schon alleine der Fakt, dass man bei gleicher Größe unterschiedliche Bein- und Oberkörper-, sowie Armlängen haben kann sollte ja Argument genug sein, dass eine Rahmengröße bei zwei gleich großen Menschen durchaus bei einem passen und beim anderen nicht passen könnte.

Ich stecke zwischen M und L und tendiere grundsätzlich zu L aufgrund eher kürzerer Beine, dafür der Rest eben verhältnismäßig lang.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Aus Sicht der Fahrradindustrie war bzw. ist die Vorbaulänge immer nur ein Mittel zur Größenanpassung gewesen.
Da stimme ich nur bedingt zu. Ein langer Vorbau stabilisiert z. Bsp. auch.

Generell: Die Bikes haben sich abfahrtslastig entwickelt und da ergibt ein kurzer Vorbau mit viel Stack bzw. langem Reach Sinn, weil das schlicht die Sicherheit erhöht bzw. OTB-Situationen reduziert. Daher heißt kurzer Vorbau nicht automatisch, dass das Bike zu groß ist. Evtl. muss man die agilere Front dann mit nem 800er Lenker „kompensieren“. Wobei so ein breiter Lenker dann wieder andere Nachteile mitsichbringt, zumindest aus meiner Sicht.
 
jeder Hersteller empfiehlt eher eine Nummer (Rahmen) kleiner zunehmen, wenn man zwischen zwei Größen steckt unabhängig von Präferenzen.

Ich sagte lediglich wer einen 0mm/negativ Vorbau fahren muss, hätte auch gleich ein kürzeren Rahmen nehmen können.
Finde diese Aussgen zu einfach und oberflächlich. Es gibt einige Aspekte die einspielen, wer sich damit beschäftigt, wird nicht zu deinen Aussagen kommen.

Deswegen wird sich aber 0mm/negativ noch lange nicht durchsetzen oder gar die Norm.
Was alles mal nicht die Norm war und heute ist, wied eine lange Aufzählung.
 
🤣🤣🤣🤣
95% der Hersteller und Fahrer irren sich, aber Orby weiß es natürlich besser.
Einfach und oberflächlich ist höchstens die Diskussion.
Die Aussge, wenn zwischen den Größen stehst, nimm eher das kleinere, ist schon lange überholt.
Wie kommst darauf dass sich 95% nicht irren? Kannst die Zahl irgendwie belegen, wie sich 95% der Fahrer entscheiden?
 
Back to topic.


IMG_0393.jpeg
 
Na vielleicht weil 95% der Hersteller und Fahrer keine 0mm/negativ Vorbauten verbauen und oder fahren?
Nur so eine Feststellung.
Und wieso muss das richtig sein Vielleicht kann es sogar besser sein. Wenige kennen die 0 Vorbauten, kaum jemand hat es probiert.
Deswegen der Meinung sei, zu viel Reach gewählt, muss nicht korrekt sein.
 
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