Velouri[A]n Steel: Warum ich meinem Madonna untreu werde

Du würdest einfach ohne Kette fahren? 😉
Mich frustriert selbst immer, dass ich nicht die 'Geräuschtoleranz' manch anderer mein Eigen nenne.
Verstehe die Suche nur zu gut.
Würde definitiv aber auch im nächsten Schritt einmal komplett aufs bewährte 1x11 umbauen und ehrlich gesagt vor Schritt Verzweiflung das Ding zurück zum Hersteller senden.

...bei sowas ist natürlich ein lokaler Hersteller stets von Vorteil.
 
Ich meinte wenn es ohne Kette weg ist sehe ich eher das Schaltwerk bzw. den Antrieb als Grund und nicht den Rahmen. Und nein, ich möchte nicht ohne Kette fahren, würde nur versuchen dem Geräusch sehr schnell auf den Grund zu gehen.
 
Vielleicht ist es ja die Kette. Das hätte keiner auf der Rechnung. Schaltwerk kann ich bald testen, denn ich bekomme eins von den hier Beteiligten. Wenn es dann bei mir auch knackt, wissen wir endlich bescheid.
 
Ich meinte wenn es ohne Kette weg ist sehe ich eher das Schaltwerk bzw. den Antrieb als Grund und nicht den Rahmen.
Die Idee dahinter ist, dass mit Zug auf der Kette andere Kräfte auf die Lager wirken als ohne.

Ich habe heute mal alles auseinandergenommen. Die Sicherungsringe waren alle dort, wo sie sein sollen.

Das Einzige, was mir aufgefallen ist: Ein Lager am Gelenk zwischen Sitz- und Kettenstrebe auf der Antriebsseite sitzt recht locker, ich kann es mit den Fingern rein- und rausschieben. Wenn es einmal drin ist, kann ich allerdings kein Spiel spüren. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Problem sein könnte, aber es ist vermutlich genau die Stelle, an der die Antriebskräfte am ehesten wirken.

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Ich finde den Vergleich der Lagersitze zwischen Even Flow und Madonna weiterhin spannend. Schon beim Ausbau hat man gemerkt, dass die Lagersitze beim Velouria etwas großzügiger sind als beim RAAW. Beim RAAW hatte ich einmal den Fall, dass sich ein Lager im eingebauten Zustand gar nicht drehen konnte, während beim Even Flow eines jetzt eher locker sitzt.

Toleranzen scheinen also durchaus ein Thema zu sein. LAST wirbt ja damit, die Lagersitze selbst zu fräsen. Wobei mir auch nicht ganz klar ist, was sie da anders machen können als die Hersteller in Taiwan.

Vielleicht ist es ja die Kette.
Die Kette habe ich bereits gegen eine neue getauscht und auch mit leicht längerer bzw. kürzerer Länge getestet.
 
Das Einzige, was mir aufgefallen ist: Ein Lager am Gelenk zwischen Sitz- und Kettenstrebe auf der Antriebsseite sitzt recht locker, ich kann es mit den Fingern rein- und rausschieben.

Also normal sollte man Lager nicht mit den Fingern ein bzw auspressen können. Das kann bei entsprechenden Kräften durchaus das Knacken hervorrufen. Ich hatte auch mal ein Lager das aufgrund einer minimalst zu großen Passung ähnliche Probleme gemacht hat, ich habs dann mit Loctile Füge Welle eingesetzt , welches ja genau für diesen Zweck gedacht ist. Nachteil dabei..man bekommt es nur mit erhöhtem Aufwand wieder raus. Seitdem ist ruhe...wobei ich auch keinen zusätzlichen Sprengring am Lagersitz hatte
 
Also normal sollte man Lager nicht mit den Fingern ein bzw auspressen können. Das kann bei entsprechenden Kräften durchaus das Knacken hervorrufen. Ich hatte auch mal ein Lager das aufgrund einer minimalst zu großen Passung ähnliche Probleme gemacht hat, ich habs dann mit Loctile Füge Welle eingesetzt , welches ja genau für diesen Zweck gedacht ist. Nachteil dabei..man bekommt es nur mit erhöhtem Aufwand wieder raus. Seitdem ist ruhe...wobei ich auch keinen zusätzlichen Sprengring am Lagersitz hatte
Ich habe mir jetzt mal Loctite 641 bestellt. Wenn der Lagersitz tatsächlich das Problem ist, würde mir Velouria wohl neue Kettenstreben schicken. Zum Testen sollte der Kleber aber erst einmal helfen.

WD40 an besagtes Lager und schauen ob sich das Geräusch ändert.
Bin mir nicht sicher, ob WD40 oder Fett da wirklich helfen. Das würde durch mögliche Bewegung wahrscheinlich schnell wieder verdrängt.
 
Das würde durch mögliche Bewegung wahrscheinlich schnell wieder verdrängt.
Logisch aber das Geräusch ändert sich definitiv. Wenn es das tut, dann weißt du endlich was es ist. Ich hab das auch schon mehrfach bei Knack-/Knarzgeräuschen gemacht; zuletzt bei einer Gabelkrone, wo ich nicht hätte gedacht, dass die knarzt. Mit WD40 war das kurzfristig weg bzw. hörte sich dann anders an.
 
Tatsächlich hatte ich an meinem G16 ebenfalls Probleme mit der Maßhaltigkeit der Lagersitze und das war auch die Ursache für ein Knacken. Ich habe die Lager dann mit Fügekleber eingeklebt. Das hat sehrr gut funktioniert. Nur war mein Rahmen ein Gebrauchtkauf und du hast auf deinen Gewährleistung. Die sollten das tauschen.

Und ich find's lustig, dass die Probleme trotz neuer Fertigungsverfahren immer die gleichen bleiben.

An meinem S16 ist übrigens alles tutti. :)
 
  • Hinterrad (anderes Modell)
  • Kassette (gleiches Modell)
  • Schaltwerk (gleiches Modell)
  • Kette (gleiches Modell)
  • Kurbel, Kettenblatt und Tretlager (andere Modelle)
  • Pedale (anderes Modell)
  • Dämpfer (anderes Modell)
  • Steckachse (anderes Modell)
  • Gabel inkl. Verschraubung zur VR-Achse
  • Steuersatz
  • Kralle / Klemmung
  • Lenker / Vorbau

Die Tiefen der Rahmenresonanz sind unergründlich.

Ansonsten viel Erfolg bei der Fehlerbehebung 👍🏻
 
Mal ein kurzes Update: Nachdem ich alles wieder zusammengebaut hatte, war das Geräusch zunächst weg, kam dann aber nach etwa 1–2 Stunden Fahren langsam wieder zurück.

Ich habe danach nochmal Schritt für Schritt getestet. Zuerst habe ich das verdächtige, etwas lose Lager hinten auf der Antriebsseite erneut ausgebaut, viel Fett eingebracht und wieder eingesetzt. Das hat aber keinen Unterschied gemacht, das Geräusch war sofort wieder da. Danach die Achse vom Rocker-Link raus, ebenfalls ohne Effekt.

Dann habe ich die Achse vom Hauptdrehpunkt ausgebaut, ordentlich gefettet und wieder montiert, und das Geräusch war wieder deutlich besser. Nächster Versuch: Achse erneut raus und komplett trocken eingebaut. Damit wurde das Geräusch deutlich stärker, aus dem eher „runden“ Klopfen wurde ein lautes Knarzen.

Inzwischen habe ich dort auch die Lager ausgebaut. Das linke lässt sich ähnlich wie hinten mit Fingerkraft einsetzen und herausnehmen, das rechte sitzt deutlich strammer.

Wenn das Fett auf der Achse einen so klaren Einfluss hat, ist der Lagersitz vielleicht nicht das Thema vielleicht eher ein Thema bei der Passung zwischen Achse und Lagerinnenring oder eventuell in der Bohrung der Kettenstrebe.

Ich habe das auch vermessen: Achse, Lagerinnenring und Spacer wirken sehr passgenau, alles im Bereich von etwa 0,02–0,05 mm, wobei da meine Messungenauigkeit schon mit drin ist.

Auffällig ist allerdings die Bohrung der Kettenstrebe auf der Antriebsseite, die ist etwa 0,1–0,2 mm größer. Auf der anderen Seite gibt es diese Abweichung praktisch nicht.

So wie ich es verstehe, sollte die Kettenstrebe über die Klemmung fixiert werden. Wenn diese Klemmung aber nicht ausreicht, könnte sich dort durchaus etwas bewegen.

Leider fällt mir im Moment kein sauberer Test ein, um das eindeutig zu prüfen. Im Prinzip bräuchte man einen extrem dünnen Shim, um das Spiel auszugleichen.

Ich hatte auch mal ein Lager das aufgrund einer minimalst zu großen Passung ähnliche Probleme gemacht hat, ich habs dann mit Loctile Füge Welle eingesetzt , welches ja genau für diesen Zweck gedacht ist. Nachteil dabei..man bekommt es nur mit erhöhtem Aufwand wieder raus.
Auch wenn die Symptomatik aktuell nicht mehr ganz so stark auf die Lagersitze hindeutet, hätte ich Loctite 641 zur Hand. Welchen Loctite verwendest du genau?

Laut Datenblatt braucht der 641 zum Lösen etwa 250 °C, im Internet liest man aber, dass es oft auch mit deutlich weniger geht. Hast du ein mit Loctite eingesetztes Lager schon einmal wieder ausgebaut?
 
Also ich hab Loctile 638 Verwendet..das wurde mir so empfohlen. Hab dann einen Satz neue Enduro Bearings verwendet welche komplett mit Fett gefüllt sind. Bei mir war allerdings auch kein Hauptlager betroffen. Ich würde an deiner Stelle die Lager trocken einpressen und die Achsen entsprechend gut gefettet mit etwas mittelfestem Loctile plus entsprechenden Drehmoment wieder zusammenbauen. Und dann ab in den Wald...
 
Ja, ich befürchte, der Rahmen muss zu Velouria.

Ich wollte mir die Arbeit, das ganze Rad abzubauen und den Rahmen zu verschicken, nicht umsonst machen.

Der Zusammenhang mit den Antriebskräften hat mich anfangs eher in Richtung anderer Komponenten geführt, deshalb habe ich zuerst dort alles durchprobiert. Erst danach bin ich an den Rahmen gegangen, wobei selbst da der Antrieb noch nicht ganz ausgeschlossen war.

Erst die aktuellen Tests am Hauptdrehpunkt zeigen jetzt ziemlich direkt in Richtung Rahmen, auch wenn ich mir noch nicht ganz sicher bin, wie belastbar meine Beobachtungen sind.

Die bestellten Enduro-Bearings werde ich noch testen, aber danach bin ich mit meinen Möglichkeiten vermutlich am Ende.
 
Der Lagertausch geht eigentlich ziemlich flott. Ich würde erstmal nur die zwei am Hauptdrehpunkt machen, das ist in ein paar Minuten erledigt.

Für mich ist das Ganze aber auch so eine Mischung aus Frust und Jagdtrieb. Ich war früher mal Programmierer und mache das auch jetzt noch hobbymäßig, daher kenne ich das ganz gut: Man grenzt ein Problem immer weiter ein. Das kann mühsam sein, aber auch ziemlich befriedigend, wenn man es dann endlich gefunden hat.

Wenn es ums Zerlegen und wieder Aufbauen geht vermisse ich schon die extern verlegten Züge vom Madonna. Bremsen entlüften und das Schaltwerk neu einstellen, nur weil man alles abbauen muss, summiert sich halt doch.

Noch eine interessante Beobachtung aus den Experimenten: Die andere Kurbel, die ich probiert habe, hatte 165 mm statt der 170 mm, die ich davor und auch auf meinen anderen Bikes fahre. Ich war überrascht, wie deutlich man den Unterschied spürt.

Klar, die Sitzhöhe muss man etwas anpassen, aber selbst dann hat sich das Treten bergauf anders angefühlt. Mit meinen 87 cm Schrittlänge war mir das fast schon etwas zu „eng“. Bergab hat sich der kompaktere Stand dafür richtig gut angefühlt.

Hätte nicht gedacht, dass 5 mm so einen Unterschied machen.
 
Schick den Rahmen zurück... die sollen den überprüfen... Junge du hast da 4000EUR (!) für einen Rahmen hingelatzt der scheinbar kaputt ist.

Und sag denen dann gleich mal sie sollen ihr KI Übersetzungstool entweder updaten. Es sei denn sie wollen weiter für Lacher in DE sorgen.

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Soweit ich es verstanden habe ist es nur eine Person (Antonio), der sich gerade im Urlaub (Bikepacking) befindet. Ich verstehe, dass @The-Ninth da erst einmal probieren will. Ich kann aber aus Erfahrung bei Transition sagen, dass man irgendwann doch mal daran denken sollte, das ganze Probieren zu lassen und den Rahmen zurück zu schicken.
 
Ich kann verstehen, dass Schrauben am Bike Spaß macht – mir geht’s genauso, das gehört einfach dazu.

Aber in dem Fall:
  • Der Rahmen ist nagelneu – den hätte ich direkt reklamiert und zurückgeschickt.
  • Maximal hätte ich 1–2 Stunden selbst geschaut, mehr aber auch nicht.
Ich bin übrigens genau über deinen Beitrag darauf aufmerksam geworden, weil ich selbst überlegt habe, mir ein neues Bike aufzubauen.
  • Geometrie gecheckt, Rahmen sogar schon im Warenkorb gehabt
  • War kurz davor zu bestellen 😅
Nachdem ich das Ganze hier bei dir verfolgt habe, hat mich das ehrlich gesagt abgeschreckt.

Ich habe mich jetzt dagegen entschieden und bleibe bei meinem aktuellen Setup bzw. habe mich für etwas anderes entschieden.
Finde ich insgesamt auch keine gute Werbung für die Brand.
 
Sehr ärgerlich, aber es hilft ja nichts. Wenn du den Rahmen schon einschickst, dann sollen die alle Lagerpunkte überprüfen, nicht nur das fragliche Hauptlager. Wenn du Lager per Hand raus und rein schieben kannst, das klingt nicht so gesund. Bei einem neuen Rahmen in der Preisklasse würde ich auf keinen Fall irgendwas einkleben - und würde es auch nicht akzeptieren, falls der Hersteller das tut.
 
Soweit ich es verstanden habe ist es nur eine Person (Antonio), der sich gerade im Urlaub (Bikepacking) befindet.
Ganz ehrlich, würde man so eine Gnade auch bei Herstellern wie Cube oder Canyon anwenden?
Mir währe es vollkommen egal ob das jetzt eine Person ist. Und da hilft auch nicht, dass man den Vornamen oder seine bikepacking Tour aufgrund von Instagram und co kennt.
Solange man nicht persönlich bekannt ist,liegt schlicht und ergreifend ein geschäftliches Verhältnis vor.
Und wer 4000€ für einen Rahmen aufruft muss auch entsprechend liefern bzw nachbessern
 
Gerade bei Canyon und Co würde ich erst mal versuchen es selbst zu regeln, weil ich da keinen direkten AP habe. Bei einer kleinen Bude ist man doch eher geneigt, gleich mal den Kontakt zu suchen.

Es ist ja auch so, das man hofft, dass es eine schnelle Lösung gibt ohne erst mal Monate auf das Rad verzichten zu müssen.
 
schnelle lösung? der erste post zum knacken war am 8.3.

und der urlaub eines ansprechpartners kann nicht ursächlich für nicht vorhandene erreichbarkeit sein.
ich finds schon interessant wie leidensfähig bzw. nachsichtig hier manche sind nur weil man da irgend einen random dude (am besten irgendwas ein südländischer name) hat, dem man 4.000€ überweist aber dann alles hinnimmt weil ja kleine butze und total hipp.
 
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