Drei neue Trails in Stuttgart: Ende des „wilden Bikens“ in Benztown?

Drei neue Trails in Stuttgart: Ende des „wilden Bikens“ in Benztown?

Im Stuttgarter Stadtwald wurden unlängst drei Trails offiziell für Mountainbiker legalisiert – wie die Stuttgarter Nachrichten berichteten, wurden offiziell drei Strecken freigegeben. Dafür sollen die illegalen Trails in der Umgebung geschlossen werden.

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Drei neue Trails in Stuttgart: Ende des „wilden Bikens“ in Benztown?

Was sagt ihr zu der Legalisierung der Trails in Stuttgart?
 
Der Zug ist leider schon abgefahren. Stichwort: Ghettos, Reservate, Bezahlschrankengebiete, Ressorts und MTB Modell 2.0.
Sehe ich nicht so. Selbst in Österreich, wo erst mal gar nichts erlaubt ist, fahren die Einheimischen. Die wissen halt, wo sie fahren können, und wo nicht, weil sie sonst erwischt werden. Natürlich ist das kein schöner Zustand, aber wenn "die Politik" sich nicht bewegt, bleibt halt und "illegal" fahren. Sieht man ja auch in Stuttgart: Nix Ghetto, nix Bezahlschranke, einfach fahren, auch da, wo die Obrigkeit es nicht will.
 
Sieht man ja auch in Stuttgart: Nix Ghetto, nix Bezahlschranke, einfach fahren, auch da, wo die Obrigkeit es nicht will.
Oder überhaupt in ganz Baden-Württemberg. Kontrollen finden praktisch keine statt. Ein paar Wanderer motzen mal oder gucken grimmig, ansonsten funktioniert das "illegale" Befahren von Singletrails problemlos und stressfrei. Wenn es erlaubt wäre, wäre es trotzdem schöner.

Etwas anders verhält es sich, wenn im Wald gebaut wird. Da wird der Forst eher aktiv.
 
Oder überhaupt in ganz Baden-Württemberg. Kontrollen finden praktisch keine statt. Ein paar Wanderer motzen mal oder gucken grimmig, ansonsten funktioniert das "illegale" Befahren von Singletrails problemlos und stressfrei. Wenn es erlaubt wäre, wäre es trotzdem schöner.

Etwas anders verhält es sich, wenn im Wald gebaut wird. Da wird der Forst eher aktiv.
Wenn gebaut wird! Welche guten Trails sind denn nicht "gebaut" ?
 
Oder überhaupt in ganz Baden-Württemberg. Kontrollen finden praktisch keine statt. Ein paar Wanderer motzen mal oder gucken grimmig, ansonsten funktioniert das "illegale" Befahren von Singletrails problemlos und stressfrei. Wenn es erlaubt wäre, wäre es trotzdem schöner.

Etwas anders verhält es sich, wenn im Wald gebaut wird. Da wird der Forst eher aktiv.
Stimmt so nicht, bei uns funktioniert es sei einiger Zeit nicht mehr problemlos und stressfrei.
 
ich bin ein wenig verwirrt ob der Diskussion

Aber so aus Esslinger Perspektive, der auch öfter auf Stuttgarter Gemarkung unterwegs ist: Es gibt viele trails, es wird gefahren, ich bins zufrieden

Es wird sowieso regelmäßig gebaut und gebuddelt, auch in Ecken, wo ich mir das aus mehreren Gründen nicht wünschen würde. Auch zur zeit des "bikefriedens" wurde das gemacht

Also zum Aufruf "Jetzt die Schaufel in die Hand!!!!111"
Bitte bitte nicht noch mehr
 
ich bin ein wenig verwirrt ob der Diskussion

Aber so aus Esslinger Perspektive, der auch öfter auf Stuttgarter Gemarkung unterwegs ist: Es gibt viele trails, es wird gefahren, ich bins zufrieden

Es wird sowieso regelmäßig gebaut und gebuddelt, auch in Ecken, wo ich mir das aus mehreren Gründen nicht wünschen würde. Auch zur zeit des "bikefriedens" wurde das gemacht

Also zum Aufruf "Jetzt die Schaufel in die Hand!!!!111"
Bitte bitte nicht noch mehr
Wieso verwirrt ? Was verwirrt dich?

"Es gibt viele trails, es wird gefahren, ich bins zufrieden"
ESNOS 1.0 war gut, stimmt.

"Es wird sowieso regelmäßig gebaut und gebuddelt, auch in Ecken,.."
Ja , weil man über die Vereine nicht alle erreichen kann und viele mit dem reduzierten Angebot nicht zufrieden sind.

"Also zum Aufruf "Jetzt die Schaufel in die Hand!!!!111" Bitte bitte nicht noch mehr"
Du musst eventuell nochmals nachlesen was ich geschrieben habe!
 
Es mag schon sein, dass gefahren wird oder trotz der Verbote und Androhungen weiter gefahren wird.

Nichts desto trotz nehmen die Verbote, Streckensperrungen und Überwachungen bzw Kontrollen vor Ort, zumindest an Brennpunkten, zu. Dann gibt es darüber wieder Berichte, Aufregung und Anfeindungen (die pösen Biker). Und die Grundstimmung gegenüber MTB wird weiter schlechter.

Und bei vielen die das wissen, fährt eine gewisse Angst oder ungutes Gefühl mit, weil man ja weiß, dass es verboten, nicht erlaubt, unerwünscht ist und man sich ja doch und grundsätzlich an Vorschriften halten möchte.
 
Wenn gebaut wird! Welche guten Trails sind denn nicht "gebaut" ?
Bei uns gibt es gute Trails die nicht gebaut sind.
Kommt natürlich darauf an was man als gut bezeichnet.
Steil, hackelig, reichlich Steine und Wurzeln. Man kann sich hier locker zu Tode stützen auch ohne gebaute Kasperlsprünge.
 
Bei uns gibt es gute Trails die nicht gebaut sind.
Kommt natürlich darauf an was man als gut bezeichnet.
Steil, hackelig, reichlich Steine und Wurzeln. Man kann sich hier locker zu Tode stützen auch ohne gebaute Kasperlsprünge.
Ok , "Kasperlsprünge" da weiß ich jetzt Bescheid. Wir sind da sehr weit auseinander.
 
Bei uns gibt es gute Trails die nicht gebaut sind.
Kommt natürlich darauf an was man als gut bezeichnet.
Steil, hackelig, reichlich Steine und Wurzeln. Man kann sich hier locker zu Tode stützen auch ohne gebaute Kasperlsprünge.
warst du mal in Stuttgart Biken? hier geht es auch eher um naturbelassene Trails und Bauen bedeutet im weiten Sinne mal nen Anlieger oder auch ein kleines Gap. Hauptsächlich geht es um die Pflege der bestehenden Trails, Entwässerungsmaßnahmen etc.
Es gibt zwar lokale Spots bei denen Kids massive Sprünge bauen, aber die werden im Regelmäßigen Abstand wieder eingerissen. Das würde ich aber auch nicht als die Hauptszene der Biker in S bezeichnen
 
Nichts desto trotz nehmen die Verbote, Streckensperrungen und Überwachungen bzw Kontrollen vor Ort, zumindest an Brennpunkten, zu.
Ich bin gespannt wie sich das in Stuttgart entwickelt. Habt ihr regelmäßig das Ordnungsamt am Trailexit stehen? Ich kenne das, bin aber nie erwischt worden. Ich habe aber auch festgestellt, dass die Kontrollen eher sporadisch sind, gerne mal Samstags bei schönem Wetter oder dienstag/Mittwochs abends wenn die Feierabendrunden starten. Mein Eindruckt von meiner after work Runde: Die Kontrollen finden selten statt, da die Kapazitäten nicht da und die Finanzen knapp sind.

Kurz gefasst: Wenn im Sommer alle im Park grillen und WM ist, wird wahrscheinlich gar nicht mehr kontrolliert
 
Ich bin gespannt wie sich das in Stuttgart entwickelt. Habt ihr regelmäßig das Ordnungsamt am Trailexit stehen? Ich kenne das, bin aber nie erwischt worden. Ich habe aber auch festgestellt, dass die Kontrollen eher sporadisch sind, gerne mal Samstags bei schönem Wetter oder dienstag/Mittwochs abends wenn die Feierabendrunden starten. Mein Eindruckt von meiner after work Runde: Die Kontrollen finden selten statt, da die Kapazitäten nicht da und die Finanzen knapp sind.

Kurz gefasst: Wenn im Sommer alle im Park grillen und WM ist, wird wahrscheinlich gar nicht mehr kontrolliert
im Moment sind mir keine Kontrollen bekannt, aber Sperrungen oder "versehentliches" Zulegen durch den Forst
 
Ich bin gespannt wie sich das in Stuttgart entwickelt. Habt ihr regelmäßig das Ordnungsamt am Trailexit stehen? Ich kenne das, bin aber nie erwischt worden. Ich habe aber auch festgestellt, dass die Kontrollen eher sporadisch sind, gerne mal Samstags bei schönem Wetter oder dienstag/Mittwochs abends wenn die Feierabendrunden starten.
Sehe ich auch so.
Wenn man sich das Leben leichter machen will, dann fährt man am besten Außerhalb der Stoßzeiten.

So gesehen wäre es fast am "Sinnvollsten" wenn man in den Abendstunden der Nacht fährt . Dann wäre man voll auf der sicheren Illegalitäts Seite ;-).
Mein Eindruckt von meiner after work Runde: Die Kontrollen finden selten statt, da die Kapazitäten nicht da und die Finanzen knapp sind.
Das denke ich mir auch und hoffe (weiter) darauf.
 
warst du mal in Stuttgart Biken? hier geht es auch eher um naturbelassene Trails und Bauen bedeutet im weiten Sinne mal nen Anlieger oder auch ein kleines Gap. Hauptsächlich geht es um die Pflege der bestehenden Trails, Entwässerungsmaßnahmen etc.
Es gibt zwar lokale Spots bei denen Kids massive Sprünge bauen, aber die werden im Regelmäßigen Abstand wieder eingerissen. Das würde ich aber auch nicht als die Hauptszene der Biker in S bezeichnen
Ja war ich, ist schon eine Ecke her und ich habe sogar an den Underground Supergeheim Rennen teilgenommen.
 
Welche guten Trails sind denn nicht "gebaut" ?
Ich meine damit die naturbelassenen Wanderwege am Albtrauf. Die sind natürlich auch irgendwann mal gebaut worden.
Aber nicht extra und ausschließlich fürs Mountainbiken und ohne irgendwelche Schanzen, Holzrampen, große Anlieger, Sprünge.... Dafür gibt es ja Bikeparks.

Und diese naturbelassenen Trails fahren sich sehr spaßig.
 
Naturbelassen...das is nüschte "natur"belassen
Zumindest kein Brechsand, keine anderen Fremdmaterialien, keine Schanzen, Northshores, Drahtgeflechte oder sonstwas eingebracht. Der ursprünglich vorhandene Boden samt Steinen, Wurzeln... bildet den Weg.

Muss man jetzt echt darüber streiten?
Ich denke es weiß hier jeder, was gemeint ist und wo die Unterschiede zu "gebaut" sind.

Und ich habe oben ja geschrieben, dass auch diese Wege irgendwann mal gebaut/angelegt wurden und nicht gottgegeben sind.
 
Zumindest kein Brechsand, keine anderen Fremdmaterialien, keine Schanzen, Northshores, Drahtgeflechte oder sonstwas eingebracht. Der ursprünglich vorhandene Boden samt Steinen, Wurzeln... bildet den Weg.

Muss man jetzt echt darüber streiten?
Ich denke es weiß hier jeder, was gemeint ist und wo die Unterschiede zu "gebaut" sind.

Und ich habe oben ja geschrieben, dass auch diese Wege irgendwann mal gebaut/angelegt wurden und nicht gottgegeben sind.
Ja, muss man. Weil es komplett egal ist, wie der Weg aussieht. Eins meiner liebsten Trailstücke ist ein "naturbelassener" Weg mit "naturbelassenen" Anliegern. In welche Schublade stecken wir den? Und wie schnell darf man drauf fahren? Und wieviele?

Mir geht es auf den Keks, dass da überhaupt differenziert wird und ständig das trennende hervorgehoben wird.
Du siehst deinen Bedarf und findest den legitim. Anderen sprichst du den ab und verstehst nicht, dass du damit anderen das Recht einräumst, deinen Bedarf zu negieren.
 
Du siehst deinen Bedarf und findest den legitim. Anderen sprichst du den ab und verstehst nicht, dass du damit anderen das Recht einräumst, deinen Bedarf zu negieren
Ja, weil "individueller Bedarf" nicht automatisch einen Anspruch auf "Bekommen" bedeutet.

Es ist ein großer Unterschied, ob man auf Wegen fährt, die es bereits gibt (warum und durch wen auch immer), oder ob man neue in den Wald gräbt.
Ebenso ist es ein Unterschied, ob man einfordert, auf bereits vorhandenen Wegen fahren zu dürfen, oder verlangt, neue bauen zu dürfen.
Da gibt es zunächst mal kein "Recht" darauf, das tun zu dürfen.
Gleiches gilt für das Bauen von irgendwelchen Schanzen, Anliegern etc.

Und das geht nicht nur den Mountainbikern so. Für alle anderen Sportarten, die spezielle Voraussetzungen erfordern, können deren Betreiber auch nicht einfach wo es ihnen gefällt, eine dafür geeignete "Sportstätte" bauen.

Da ich aber weiß, dass eine Diskussion darüber hier im Forum zu nichts führt, bin ich hier raus.
 
Verstehe ich es richtig: Nix passieren= es geht nichts voran?👀
Glaub mir, @Ev1denz, es ist in Stuttgart absolut von Vorteil, wenn nichts vorangeht!

Denn das offizielle Angebot, falls es jemals kommt, wird definitiv nicht besser sein als das Paradies, das wir jetzt gerade haben, sondern ein mehr oder weniger guter oder eben auch ziemlich fauler Kompromiss. Aber es wird auf jeden Fall ein Kompromiss. So ist das nun mal in einer Demokratie, wo man versucht, verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen.

Wenn wir den aktuellen Status Quo erhalten, quasi aussitzen können, ist das die bestmögliche Lösung!
Und ich schreibe bewusst nicht "beste Lösung", denn die beste auch allgemein wünschenswerte Lösung wäre eine bedarfsgerechte Lösung mit offiziellen Strecken, offizieller Trailpflege etc.

Nur wie bedarfsgrecht eine offizielle Lösung unter den Stuttgarter Umständen werden kann, kann man ja schon angesichts des aktuellen Plans (Kennst Du?) ahnen und die dort vorgesehenen Trails werden sicherlich nicht alle durch den Prozess kommen.

=> Deshalb definitiv gut für uns, wenn es damit noch länger dauert und ja: nix passiert!
Verstehst Du, was ich meine? Siehst Du das anders? Wie siehst Du es?
 
viele mit dem reduzierten Angebot nicht zufrieden
Was bitte ist denn an den aktuell in Stuttgart vorhandenen Trails ein "reduziertes Angebot"???
Nur weil vor Deiner Haustür kein Bikepark im Wald ist? Vielleicht muss man da auch mal seine Erwartungen an die gesellschaftlich wünschenswerte Realität anpassen?

Und es gibt definitiv keinen gesellschaftlichen Konsens, aber auch keine realistischen gesetzlichen Rahmenbedingungen für lauter Bikepark-Strecken im Wald. Was daher ja auch im Konzept angestrebt wird, sind "naturnahe" Trails unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Die Riesen-Einbauten, die wir ja aktuell sogar noch haben, passen dazu nicht.

Einmal mehr fühle ich mich darin bestätigt, ...
...dass die bestehenden Stuttgarter Trails in ihrer Vielzahl und Vielfalt der Bike-Community gar nicht bekannt sind. Vielleicht ist das aber auch ganz gut so...
...die Bike-Community den Hals eh nicht voll genug kriegen wird, was UNB& Co ahnen und deshalb blockieren (wobei Blockade auch in deren Interesse definitiv der falsche Weg ist, denn mit offiziellen Angeboten könnte man wenigstens lenken).
 
Zuletzt bearbeitet:
Was bitte ist denn an den aktuell in Stuttgart vorhandenen Trails ein "reduziertes Angebot"???
Nur weil vor Deiner Haustür kein Bikepark im Wald ist? Vielleicht muss man da auch mal seine Erwartungen an die gesellschaftlich wünschenswerte Realität anpassen?

Und es gibt definitiv keinen gesellschaftlichen Konsens, aber auch keine realistischen gesetzlichen Rahmenbedingungen für lauter Bikepark-Strecken im Wald. Was daher ja auch im Konzept angestrebt wird, sind "naturnahe" Trails unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Die Riesen-Einbauten, die wir ja aktuell sogar noch haben, passen dazu nicht.
Einmal mehr fühle ich mich darin bestätigt, ...
...dass die bestehenden Stuttgarter Trails in ihrer Vielzahl und Vielfalt der Bike-Community gar nicht bekannt sind. Vielleicht ist das aber auch ganz gut so...
...die Bike-Community den Hals eh nicht voll genug kriegen wird, was UNB& Co ahnen und deshalb blockieren (wobei Blockade auch in deren Interesse definitiv der falsche Weg ist, denn mit offiziellen Angeboten könnte man wenigstens lenken).
Ich kenne nicht alle Trails, aber viele 👋... und es wird gerade weniger ,da zugelegter.
Die Nachfrage ist heute eine andere 🤔 der Mix macht es und dazu gehören definitiv auch Kicker, Anlieger (s.Arizonatrail) . Aber es ist eben nicht ausreichend, da es ab einer gewissen Größe (>=50 cm bzw. Kniehoch) abgerissen wird. Bau doch mal am KB2 einen Table oder Kicker ein der etwas höher ist (gut dafür ist der Talk nicht 100% geeignet) aber msl theoretisch. Zack isser wrg. Wie beim Arizona-Trail auch! Wie will man damit eine Lenkungsfunktion erreichen? Naturbelassene Trails (die es im Wortsinne nicht gibt) reichen vielen nicht aus , mir auch nicht. Der Mix machts.
Der Zustand aktuell mag moch gut sein, Nichtsdestotrotz ist man dem Konzept mit der Verschiebung in den Rücken gefallen. Und der jetzige von dir als besserer Zustand dargestellte in 2 Jahren immer noch so bestehen wird ist noch offen. Es wird eh seit es bekannt wurde, nicht mehr daran geglaubt
 
der Mix macht es und dazu gehören definitiv auch Kicker, Anlieger
Stimmt.
Naturbelassene Trails [...] reichen vielen nicht aus , mir auch nicht.
Stimmt auch.

Was du ignorierst, ist, dass du bei den Einbauten illegal arbeitest. Du bist auf fremden Gelände, ganz ohne Erlaubnis, um dort überhaupt Bike zu fahren zu dürfen, unterwegs. Du hast keinerlei Rechte, dort irgendwas zu machen oder zu verändern. Wenn die Obrigkeit keine Lenkung (durch attraktive Trails) will, kannst du entweder die Sache akzeptieren, oder den Behördenweg nehmen (der in diesem Fall nicht zielführend ist, siehe die Verzögerungstaktik der Behörden). Wenn die Behörden "nur" größere Bauten abreißen, ist das ja auch schon ein Entgegenkommen. Sie könnten genauso den ganzen Trail zerstören. Oder massiv in Kontrollen investieren. Ist aber nicht so, ihr schein sonst relativ ungestört fahren zu können (laut @Hockdrik ).

Es gibt viele Biker, die kein attraktives Gelände vor der Haustüre haben, und deswegen entweder lange Anfahrten (mehrere Stunden im Auto) für eine Tagestour in Kauf nehmen, oder attraktive Trails nur im Urlaub finden. Keiner von denen hat ein Anrecht auf attraktive Trails vor der Haustür.

Es klingt vielleicht blöd, aber du solltest froh sein, dass es ein benutzbares Angebot gibt, wenn auch illegal und (für manche) wenig attraktiv. @Hockdrik hat es hier ausreichend genau erklärt, warum der jetzige Stand relativ gut ist (gemessen an der tatsächlichen rechtlichen Situation). Vielleicht würde es dir helfen, in Threads zu schauen, wo es um Österreich geht. "Besitzstörungsklage" --> 750 € - und das auf der Forstautobahn.
 
Du weißt aber schon, dass:
1) im offiziellen Freizeitkonzept kein einziger Trail vorgesehen ist, der so große Einbauten hat oder bekommen sollte, wie Du sie für notwendig zu erachten scheinst, oder?
2) es Einbauten mit genau diesem Kaliber auf bestehenden, inoffiziellen Trails (und in den Dirtparks) gibt? Nicht zugelegt, nicht abgerissen.

Ich verstehe daher nicht, warum ausgerechnet Du das Scheitern bzw. die Verschiebung der offiziellen Lösung betrauerst.

Die inoffiziellen Trails mit den großen Einbauten, werden übrigens spätestens dann eingestampft, wenn die offiziellen Trails legal sind. So zumindest der Plan. Ein Grund mehr die Verschiebung zu feiern, statt zu bedauern.

Fazit:
  • das Angebot ist aktuell besser
  • die Lenkung ist aktuell eigentlich auch besser (soweit die inoffiziellen Trails bekannt sind)

Was genau verstehst oder glaubst Du daran nicht? 🙂

Ich kenne nicht alle Trails, aber viele 👋... und es wird gerade weniger ,da zugelegter.
Zugelegt sind aktuell… vielleicht 2-4?! (Allerdings hatte keiner davon große Einbauten…) Selbst diese zugelegten Trails sind teils schon wieder geräumt, überbaut oder mit neuen Ausgängen 🙄 versehen. Parallel sind mind. zweimal so viele neue Trails bzw. Varianten entstanden.

Und Du redest von einem reduzierten Angebot? Wo genau? 😃

Bau doch mal am KB2 einen Table oder Kicker ein der etwas höher ist (gut dafür ist der Talk nicht 100% geeignet) aber msl theoretisch. Zack isser wrg.
Jau, weil ich ihn persönlich abreißen würde. Lies mal den Trailpaten-Vertrag durch. Und man wäre ja auch total bescheuert, wenn man einen der „geöffneten“ Trails mit so einem Quatsch riskieren würde. Zumal es in der Nachbarschaft die von Dir so vermissten großen Kicker gibt.

Wie beim Arizona-Trail auch! Wie will man damit eine Lenkungsfunktion erreichen?
Du brauchst >50cm Kicker für die Lenkungswirkung? Come on! Kann das sein, dass Du da eine leicht verschobene Wahrnehmung aus Deiner Bubble heraus hast? So ein Lenkungskonzept will die 80% Massen lenken, keine 5% Nischen.

Mal abgesehen davon, ist es bekannt und bei der Stadt adressiert, dass das aktuelle, jetzt verschobene Konzept bestimmte Bedarfe in bestimmten Ecken gar nicht abdeckt. Von daher gebe ich Dir recht, dass es einen besseren Mix geben muss, aber das von Dir betrauerte Konzept enthält den eben gar nicht. Die inoffizielle Wirklichkeit hingegen schon.

Naturbelassene Trails (die es im Wortsinne nicht gibt) reichen vielen nicht aus , mir auch nicht.
Siehe oben. Wer mehr will, muss dann leider in den Dirt- oder Bikepark. Oder sich an den aktuell existierenden, inoffiziellen Trails erfreuen, solange es noch geht. 😉

Der Zustand aktuell mag moch gut sein,
„Mag“… 😅 er ist definitiv gut!

Nichtsdestotrotz ist man dem Konzept mit der Verschiebung in den Rücken gefallen.
Da gebe ich Dir zu 100% recht!

Und der jetzige von dir als besserer Zustand dargestellte in 2 Jahren immer noch so bestehen wird ist noch offen.
Weiß ich auch nicht, ist aber immerhin so vereinbart und hält jetzt - weitestgehend - schon einige Jahre: Angebote vor Verbote!

Aber ich kann Dir verraten, wie Du Deine Befürchtungen selbsterfüllend herbeiführen kannst: Mit Schaufel und Hacke in den Wald ziehen und neue Linien und Einbauten anlegen. Damit bringst Du den Forst direkt oder indirekt unter Handlungsdruck und schon hast Du Dein reduziertes Angebot. 👍

Es wird eh seit es bekannt wurde, nicht mehr daran geglaubt
Woran? An den aktuell guten Zustand?
Wie oben schon geschrieben:
Gerade auch die, die nicht (mehr) an das Freizeitkonzept glauben, sollten sich über die Verschiebung freuen und ihren Beitrag dazu leisten, dass der aktuelle Status Quo möglichst lange erhalten bleibt.

So, mehr und besser kann ich das leider nicht erklären. 🙃
 
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