Reibring- und Belagsbreite, radiale Sattelausrichtung

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Bin bisher Shimano und Magura Bremsen mit diversen Scheiben gefahren, und hab mich mit dem Thema ehrlich gesagt über 20 Jahre nicht befasst. Einfach den Sattel auf den zur Scheibegröße passenden Adapter gespaxt und fertig. Hat immer gepasst soweit.
Jetzt fahr ich ne Direttissima, mit Hope +23mm Adaptern, und 203mm TRP Scheiben, die RS01 fast ein Jahr, und für den 2. LR-Satz gerade zwei neue RS05.
Bei denen ist mir nun aufgefallen, daß an der Scheibe außen ein deutlicher Rand stehen bleibt, die Beläge innen aber schon deutlich über die Speichen fahren.
Das gefällt mir nicht und ich will das anpassen.
Nun die Frage an die Bremsen Nerds hier, wir sollte denn die perfekte radiale Ausrichtung der Beläge am Reibring aussehen?
Soll an der Scheibe außen ein kleiner Rand stehen bleiben, oder sollen die Beläge minimal überstehen?
Soll der Reibring breiter sein als die Beläge?
Wenn ja, soll eine Seite der Scheibe Randfrei sein, oder die Beläge mittig am Reibring, so daß beiderseits ein Rand bleibt?
So aus dem Bauch raus würde ich versuchen, die Beläge möglichst so auszurichten, dass sie mit dem Außendurchmesser der Scheibe abschließen und an der Scheibe außen kein Rand stehen bleibt.
Was meint der Schwarm dazu?

Belagshöhe DRT ca. 13.9mm
TRP RS01 Reibring ca. 13 8...15,3mm (außen sägezahnförmig)
TRP RS05 Reibring ca. 14,9mm
Galfer Shark Reibring ca. 12,7...15.0mm (außen wellenförmig)
 
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Die Beläge dürfen auf keinen Fall oben überstehen - weil sie dann irgendwann zusammenstoßen - und auf den Speichen sollten sie auch nicht schleifen. Mitte Reibring ist eine gute Position für die Beläge.
 
Beläge sollen nicht über den reibring hinaus stehen. Also auch nicht die speichen berühren.
Thats it, meiner Meinung nach.
 
Beläge sollen nicht über den reibring hinaus stehen. Also auch nicht die speichen berühren.
Thats it, meiner Meinung nach.
jupp, eigentlich plausibel. Wobei es ja auch durchaus Designs gibt, bei denen der Reibring innen nicht rund ist, und der Übergang zu den Speichen fließend. Da kannst das gar nicht so genau eingrenzen.
Bei der Magura Storm HC, z.B. wird der Reibring von innen zwischen den Speichen schmaler, da stehen die Beläge auf alle Fälle über.
Denke es sind ja auch immer irgendwelche Wellen, Sägezahnformen oder sonstwelche Ausbuchtungen an den Scheiben, die den Belag 'abhobeln' sollen auch an den Rändern, wo eben keine Löcher/Schlitze mehr sind. Innen macht das bei den Maguras halt der lange Sichelförmige Übergang zu den Speichen.
Gerad mal bei meiner HR Bremse geschaut, und da geht sich das z.B. mit der Shark so aus, dass ich mit etwas Spacern komplett mit der Innenkante der Beläge von den Speichen weg komme, und Außen immer noch die Wellen leicht überstehen.
Muss mal paar Passscheiben/Spacer besorgen...
 
Einfach mal ne passende rostfreie Unterlagsscheibe probieren, reicht meist. Vorallem wenn der nicht genutzte Bereich so groß ist.
 
TRP RS01 Reibring ca. 13 8...15,3mm (außen sägezahnförmig)
Denke es sind ja auch immer irgendwelche Wellen, Sägezahnformen oder sonstwelche Ausbuchtungen an den Scheiben, die den Belag 'abhobeln' sollen auch an den Rändern, wo eben keine Löcher/Schlitze mehr sind.
Die Idee hinter der Sägezahnform bei den TRP RS01 würde mich auch interessieren. Ich fahre die Scheiben aktuell an der Intend Trinity, also mit Code-Belägen. Am inneren Rand des Reibrings bleibt bei mir etwa ein Millimeter ungenutzt, während die Sägezähne vollständig abgeschliffen sind.

Näher bekomme ich den Bremssattel aber auch nicht an die Scheibe, weil sonst die Sägezähne am Sattel schleifen würden. Das habe ich testweise probiert, indem ich die 1,8 mm dicken Distanzscheiben von Intend durch 1,0 mm starke Beilagscheiben ersetzt habe.

Wäre daher interessant zu wissen, ob das tatsächlich so gedacht ist, dass die Sägezähne auch vom Bremsbelag überdeckt werden, oder ob die TRP-Bremssättel dafür einfach mehr Freiraum bieten.
 
Ich kann aus der echten Welt berichten das wenn die Scheibe minimal zu klein ist für den Adapter und die Bremsbeläge einen Rand obdn bilden:

Sinkt die Bremskraft immer weiter, bis man etwas machen muss. Also die Beläge raus und den Rand per Hand abschleifen. Ist keine gute Kombination .
 
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Die Idee hinter der Sägezahnform bei den TRP RS01 würde mich auch interessieren. Ich fahre die Scheiben aktuell an der Intend Trinity, also mit Code-Belägen. Am inneren Rand des Reibrings bleibt bei mir etwa ein Millimeter ungenutzt, während die Sägezähne vollständig abgeschliffen sind.
So wird es wohl richtig sein, so ähnlich wie bei allen 'Wave-Scheiben'.

Das soll wohl die Gradbildung an den Belägen verhindern. Jede dieser Wellen stellt dann praktisch den äusseren Rand der Scheibe dar, und so sollte dann auch der Bremssattel einjustiert werden.
 
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Beläge sollen nicht über den reibring hinaus stehen. Also auch nicht die speichen berühren.
Thats it, meiner Meinung nach.
So sehe ich es auch. Zu breiter Reibring - sch...egal. Zu schmal, egal ob innen oder außen - ungünstig.

Hier gibt's eine Erklärung von Intend, warum ihre Scheiben einen relativ schmalen Reibring aufweisen. Soviel ich sonst von ihnen halte, die überzeugt mich nicht so ganz:
 
Bin die Storm HC mit Shimano 4K Bremsen gefahren, meist mit den Saint Sinter Belägen. Das lief ziemlich gut, sowohl Beläge als auch Scheiben sind recht plan geblieben.

An das gute, annähernd riefenfreie Tragbild, dass meine TRP RS01 mit Galfer lila haben kommt aber bisher nix ran.

Hier mal Bilder meiner Scheiben.
20260510_195739.jpg

Interessanter Weise ist der Reibring breiter abgeschliffen als die Reibkuchenbreite der Beläge. Der Sattel steht wohl nicht ganz exakt tangential.

Das hier wäre vermutlich die 'perfekte' Ausrichtung. Die 'Sägezähne' außen minimal überstehend, und Belag schließt innen mit dem Reibring ab.
(in der innersten Bohrung sieht man gerade noch die Belagsunterkante)
20260510_195950.jpg


Vermutlich aber alles eh wurscht. Je mehr ich mich damit befasse frag ich mich, ob man in das Thema überhaupt Zeit investieren sollte.
Weil am Ende bremst es deswegen vermutlich ja eh keinen Deut besser.
Was ich aber vor habe, ist, die PM Aufnahmen am Rahmen und an der Gabel mal plan und winklig abzuschleifen. Bei der Aktion kann ich dann ja die Adapter mal etwas anheben.
 
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