Bock auf Biken – der MTB-News Podcast: NRW-Trailverbot droht! Mit Sonja Schreiter/DIMB

Bislang kommt aus der Bike-Communitie nur das Argument "wir wollen auf Single-Trails fahren, weil es uns da mehr Spaß macht".
Die Gegenseite argumentiert aber mit Naturschutz, weniger Konflikten zwischen den Freizeitnutzern sowie gewerblichen Nutzern und Haftungsfragen.
wenn ich sehe, was bei uns in den Wäldern jedes Jahr bei der "Ernte" von Harvestern an Natur zerstört wird, der braucht mir mit dem Argument Naturschutz in Verbindung mit den 3 Trails im Wald aber nicht kommen...
 
Problem was ich sehe, ist, dass die Gruppe der MTBler auch sehr inhomogen ist. Von E-Bike-Enduro bis Hardtail-MTB aus den 90ern ist halt alles dabei und damit auch unterschiedliche Wünsche und Vorstellungen, wie man sich gerne in Wald und Flur erholt.
Ich sehe mich da als "Waldradwanderer", der mit Bio-Hardtail oder Bio-Fully gerne auch auf "natürlich befestigten" Wegen schmalerer Art, aber gemütlich unterwegs ist, nirgends repräsentiert. Nein, ich möchte nicht nur Gravel-Forstautobahnen entlangfahren, und nein, ich möchte mich nicht auf einen angelegten Trail oder Bikepark verweisen lassen, wo ich neben Jugendlichen einen Rundtrail entlangheizen soll. Das geht für mich völlig an der Motivation, mich in der Natur aufzuhalten, vorbei.
Vlt solltest du dich weniger auf die unterschiede und mehr auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren,
dann ist das problem das du siehst vlt plötzlich viel kleiner.
Keine "untergruppe" der Mountainbiker hat lust nur Gravel-Forstautobahnen entlang zu fahren, oder sich in den bikepark verweisen zu lassen.
 
wenn ich sehe, was bei uns in den Wäldern jedes Jahr bei der "Ernte" von Harvestern an Natur zerstört wird, der braucht mir mit dem Argument Naturschutz in Verbindung mit den 3 Trails im Wald aber nicht kommen...
Das stimmt natürlich. Aber da geht es um handfesten wirtschaftlichen Nutzen - und der hat fast immer Vorrang.
Siehe auch Österreich. Dort ist es ja viel restriktiver als in Deutschland, da ist das Radfahren im Wald grundsätzlich verboten, auch auf Forststraßen. Trails werden im Hinblick auf Naturschutz abgelehnt. Die gibt es legal nur in touristischen Hotspots. Gleichzeitig gibt es dort über 7000 km Skipisten, die teilweise mit brutalen Methoden in die Alpenlandschaft planiert werden, dazu Teiche für die Schneekanonen, Lifttrassen.

Es geht also um wirtschaftliche Interessen. Wenn die Bike-Communitie nachweisen könnten, dass flächendeckende Trails harte Währung bringen. Wenn sie das nicht kann, werden die Argumente der anderen Interessensgruppen schlagend.

https://fotos.rennrad-news.de/p/452719
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bringst keine Fakten sondern Unwahrheiten, ob aus Unwissenheit oder Polemik sei dahingestellt.
Dein Niveau.
1. MTB verursacht mehr Erosion als Wandern - wissenschaftliche Belege:
Wie gesagt: https://www.dimb.de/fachberatung/mountainbike-fakten/#erosion_und_wegschaeden
Da geht es um Wege in den Bergen, nicht um Mountainbikes. Aber im Ergebnis wird festgestellt, das Wanderer Wegeschäden verursachen.
"Our study shows that on-trail use by hikers and mountain bikers have relatively limited effects in terms of trail widening and deepening. However, the effects are variable: where trails cross wet areas, such as mires, bogs or other plant communities with poor drainage, more trail degradation is to be expected with increased use from both hikers and mountain bikers."
Daraus jetzt abzuleiten, das MTBs mehr Schaden anrichten, ist gewagt.
"Conclusion
By moving beyond outcome-based measures of trail degradation, this study examined rainfall–runoff–sediment relationships on hiking and mountain biking trails in a subtropical country park in Hong Kong using a process-oriented field monitoring approach. Linear mixed-effects models demonstrated that both 15-day cumulative rainfall and maximum daily rainfall were significant predictors of surface runoff and sediment yield, with maximum daily rainfall providing stronger explanatory power for runoff "

Auch da sehe ich nicht, das Radfahren die Wege stärker schädigt, als Wandern. Im Ergebnis belasten natürlich beide Arten einen Weg.
2. Untersuchungen zu Konflikten mit Bikern:
https://www.dimb.de/fachberatung/mountainbike-fakten/#soziale_vertraeglichkeit

Bodenerosion, Störung der Wildtiere, Vegetationsverlust: dafür werden Mountainbiker verantwortlich gemacht. Doch sind wirklich allein die Mountainbiker an all dem Schuld? Und was ist mit den Wanderern? Ein Überblick des wissenschaftlichen Forschungsstands.
https://wildrecreation.com/2019/05/05/ist-mountainbiken-umweltschaedlicher-als-wandern/
Zitat: "Dennoch ist zu sehen, dass sich Mountainbiken und Wandern nicht allzu sehr voneinander unterscheidet."

Danke für Links, die meine Darstellung sehr gut untermauern.
 
wenn ich sehe, was bei uns in den Wäldern jedes Jahr bei der "Ernte" von Harvestern an Natur zerstört wird, der braucht mir mit dem Argument Naturschutz in Verbindung mit den 3 Trails im Wald aber nicht kommen...
Das sehe ich genauso.
20210606_143339 (1).jpg
 
Danke für Links, die meine Darstellung sehr gut untermauern.
Das dachte ich mir auch :lol:

Der letzte Link zu schreibt zu Wildtieren:
"Sie reagieren deshalb auf Wanderer insgesamt zwölf Minuten und gerade einmal zwei auf Mountainbiker. Nur in sechs Prozent der Fälle flüchten Tiere vor Mountainbikern, dagegen in 60 Prozent vor Wanderern. "

Irgendwie hat @walter1988 da recht viele Belege für das geliefert, was er eigentlich widerlegen wollte.
 
Das dachte ich mir auch :lol:

Der letzte Link zu schreibt zu Wildtieren:
"Sie reagieren deshalb auf Wanderer insgesamt zwölf Minuten und gerade einmal zwei auf Mountainbiker. Nur in sechs Prozent der Fälle flüchten Tiere vor Mountainbikern, dagegen in 60 Prozent vor Wanderern. "

Irgendwie hat @walter1988 da recht viele Belege für das geliefert, was er eigentlich widerlegen wollte.
du sollst das doch nicht alles lesen, sondern nur in ehrfurcht erstarren vor den vielen links, die er postet ;)
 
Das dachte ich mir auch :lol:
du sollst das doch nicht alles lesen, sondern nur in ehrfurcht erstarren vor den vielen links, die er postet ;)
Mit selektiver Wahrnehmung und Ignoranz reüssierst nur in gleichgerichteten Zirkeln. 😄 So lässt sich das Gesetz nicht aufhalten...
Danke für Links, die meine Darstellung sehr gut untermauern.
LOL ... Mit dem Rosinenpicken, Studien vom Thomas Froitzheim (ADFC), uralten Studien von 1994 und 1997 kommst nicht weit. Weder von der Quantität noch Qualität ist das mit der Situation von heute ansatzweise vergleichbar. Insgesamt haben die MTBs einen höheren Impact als die Wanderer. Das ist das Fazit aus meinen verlinkten Studien.
Und zusätzlich zum Wandern kommen neue Trails dazu. Hast überhaupt schon mal selber einen Trail angelegt? Instand gehalten? Dann wüsstet auch, dass die viel Pflege und Arbeit bedürfen.

@"Aber da geht es um handfesten wirtschaftlichen Nutzen - und der hat fast immer Vorrang."
Nein, hat er nicht. Er ist maximal gleichgestellt.
Du hast nicht verstanden, dass es hier um Politik geht, welche Lobby sich durchsetzen kann, und da sind handfeste wirtschaftliche Interessen immer ein starkes Argument.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vlt solltest du dich weniger auf die unterschiede und mehr auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren,
dann ist das problem das du siehst vlt plötzlich viel kleiner.
Keine "untergruppe" der Mountainbiker hat lust nur Gravel-Forstautobahnen entlang zu fahren, oder sich in den bikepark verweisen zu lassen.
Ne, leider werden die Probleme dann auch nicht kleiner, auch wenn es ein ehrenwertes Bestreben ist. Wir MTBler sollten uns aber mit den anderen nicht-kommerziellen Waldnutzern solidarisieren. Denn im Prinzip wird bei Wanderern der gleiche Trend einsetzen und viele sind beides.
Es geht überall darum, die Besucherströme auf wenige ausgebaute Wege zu lenken. Prominente Beispiele hier in der Region: Siebengebirge, Nationalpark Eifel. Es ist zum Heulen, wenn man eine topographische Wanderkarte von 2000 und aktuell nebeneinander legt und mal das Wegeangebot vergleicht. Und das liegt nicht daran, dass schlechtere Wege der besseren Lesbarkeit wegen rausgenommen werden. Das liegt daran, dass man vor Ort solche Wege sperrt, indem man z.B. meterhoch Reisig u.a. aufschüttet, oder Schilder aufstellt o.ä. In der Region um den Tagebau Hambach könnte man im Wald neben der Grube ein Knöllchen kriegen, weil auf Trail gefahren, während 100 m weiter der gleiche Wald von RWE abgebaggert wird. Tut mir leid, aber da stimmt grundsätzlich was nicht.
Der Trend geht langfristig dahin, dass der Mensch gefälligst in Stadt und Freizeitpark zu bleiben hat und die Natur nur noch von wenigen "Berechtigten" und "Befugten" genutzt wird. Völlig egal, ob MTB, Gravel oder Wanderer, man fängt aber erstmal mit der kleineren Gruppe an.
 
Pass auf, die Rudelmafia liest mit
Unter Rudelmafia kann man auch die Batzen/Blasenbildung von 5-10 mürrischen Fussgängern empfinden. Mit Vorliebe am Sonntag um 13:30, also zwischen Mittagessen und Kaffekränzchen. Rücksicht natürlich immer und freundlich bleiben, klar. Aber, ist es so schwierig für manchen Fussgänger einen halben Schritt zur Seite zu gehen. Das ist ein Vorgang von 10/15sec. "Schwächerer" hin oder her.
Meine Erfahrung mit 1/2 Fussgängern auf dem Trail: ich gucke mir eine passende Haltestelle aus um die Fussgänger vorbei zu lassen. Oft treten die bereits eigenständig etwas zur Seite. Man grüßt freundlich mit ein paar freundlichen Worten und jeder ist zufrieden. Zäh wird es leider immer wenn man auf eine personenstarke Gruppe auffährt, von hinten. Gibt verschiedene Möglichkeiten (Klingeln,, ansprechen, Freilauf, Schaltgeräusch, etc.) um auf sich aufmerksam zu machen. Häufig wählt man leider immer die falsche für manche Zeitgenossen.
 
Studien vom Thomas Froitzheim (ADFC)
Apropos ADFC: https://nrw.adfc.de/pressemitteilun...-verschaerfung-des-landesforstgesetz-kritisch
Das ist das Fazit aus meinen verlinkten Studien.
Wo genau steht das? Gerne zitieren!
Und wie alt das Thema ist - hier von 2001
Sagt der, der mit Fäden argumentiert, die von 2001 bis 2006 wahnsinnige 39 Beiträge wert waren.
Und zusätzlich zum Wandern kommen neue Trails dazu
Beim Wandern kommen auch ständig neue Wege dazu.
Hast überhaupt schon mal selber einen Trail angelegt? Instand gehalten? Dann wüsstet auch, dass die viel Pflege und Arbeit bedürfen.
Ja, das kann ich guten Gewissens von mir behaupten. Tatsächlich. (Hat mit dem Thema natürlich nix zu tun).
Du hast nicht verstanden, dass es hier um Politik geht, welche Lobby sich durchsetzen kann, und da sind handfeste wirtschaftliche Interessen immer ein starkes Argument.
Auch Politik sollte sich nicht über die eigenen Gesetze hinwegsetzen. Erholung und Forstwirtschaft sind per Gesetz gleichberechtigte Interessen im Wald.


"20.05.2026 Der Bund Deutscher Forstleute NRW sieht die Diskussion um die geplante Novelle des Landesforstgesetzes mit wachsender Sorge."
 
Lasst uns alle Cabrios und Mopeds kaufen und sinnlos durch die Gegend fahren.
Mal sehen wie das Wild darauf reagiert - und was das für Folgen für Krankenkasse hat...
 
Mit selektiver Wahrnehmung und Ignoranz reüssierst nur in gleichgerichteten Zirkeln. 😄 So lässt sich das Gesetz nicht aufhalten...
achtung, richtig edgy takes:

#1 in der kommentarsektion unter nem artikel auf nem stark mtb-geprägten medium befinde ich mich mich in einem "gleichgerichteten zirkel" (für gen z+: er meint ne bubble);

#2 das gesetz lässt sich auch nicht durch haarspalterei und besserwisserei in ebendieser kommentarsektion aufhalten;

#3 niemand, nichtmal du, kannst mich zwingen das problem, die beteiligten, dich, mich selbst, die drohende gefahr der illegalen sportaktivität, den aufstieg der rechten, die müllermilchwerbung mit den geißens oder sonst irgendeinen aspekt des kontemporären zusammenlebens ernst zu nehmen und / oder ausgerechnet genau hier und jetzt eine sachliche debatte darüber zu führen :aetsch:
 
Zuletzt bearbeitet:
...... das wird natürlich nicht passieren, weil die Biker seit jeher den Waldbesitzern, Jägern und Wanderern ein Dorn im Auge waren, die wollen alle raushaben.
Da hast Du nicht ganz unrecht. Haben aktuell eine unschöne Situation auf einem Singletrail im Bikerevier. Ein Bikeverein hat mit dem Staatsforst verschiedenes abgesprochen und vertraglich festgelegt, also legalisiert.
Seit wenigen Wochen wird ein von mir mit Vorliebe gefahrener Singletrail immer wieder mit Großästen und noch handhabbaren Stämmen belegt. Diese, auch Wanderer gefährdenden, Hindernisse werden von "mehreren Helfern" aktiv öfters "aufgeräumt". Wenige Tage später trifft man wieder auf diesen künstlichen Windbruch.
Mich beschleicht schon immer ein etwas ungutes Gefühl bei gelegentlicher "Handarbeit". Wer will schon mit einem Schiessprügel tragenden, verklemmten Menschen Bekanntschaft machen ....
 
Zuletzt bearbeitet:
@uralte Studien
Sagt der, der mit Fäden argumentiert, die von 2001 bis 2006 wahnsinnige 39 Beiträge wert waren.

Der Beitrag zeigt, dass die Konflikte zwischen Bikern und Wanderern schon viel länger bestehen als viele behaupten -und das, als es noch deutlich weniger Biker gab. Kernaussage: Selbst bei weniger Bikern gab es schon Konflikte. Die haben tendenziell eher zugenommen, wie meine Links zu den weiteren Beiträgen zeigen, die du natürlich untern Tisch fallen gelassen hast.

Deine Studien aber, die bei relativ geringem Bikeraufkommmen und ohne E-MTBs nur geringe Schäden durch Bikes ergeben, zeigen natürlich nicht wie es heute aussieht mit weit potenteren MTBs und E-MTBs.
Also: Mitdenken bei der Argumentation hilft 😉

@"Hast überhaupt schon mal selber einen Trail angelegt? Instand gehalten?"
Ja, das kann ich guten Gewissens von mir behaupten. Tatsächlich.
Aha, dann solltest eh wissen, wie schnell das Biken die Trails erodiert. Deutlich mehr als durch Wandern Wege abgenutzt werden.
Auch Politik sollte sich nicht über die eigenen Gesetze hinwegsetzen. Erholung und Forstwirtschaft sind per Gesetz gleichberechtigte Interessen im Wald.
Mühselig, wenn du noch immer nicht verstanden hast, dass die Erholung auch durch das neue Gesetz nicht eingeschränkt würde. Du kannst nach wie vor wandern.

Ich mach hier den Advocatus Diaboli um zu zeigen, was an den hier hervorgebrachten Argumenten sicher nicht funktioniert. Die Vertreter der Gegenseite haben noch ganz andere Mittel, um ihre Position zu unterstützen.
 
Da hast Du nicht ganz unrecht. Haben aktuell eine unschöne Situation auf einem Singletrail im Bikerevier. Ein Bikeverein hat mit dem Staatsforst verschiedenes abgesprochen und vertraglich festgelegt, also legalisiert.
Seit wenigen Wochen wird ein von mir mit Vorliebe gefahrener Singletrail immer wieder mit Großästen und noch handhabbaren Stämmen belegt. Diese, auch Wanderer gefährdenden, Hindernisse werden von "mehreren Helfern" aktiv öfters "aufgeräumt". Wenige Tage später trifft man wieder auf diesen künstlichen Windbruch.
Mich beschleicht schon immer ein etwas ungutes Gefühl bei gelegentlicher "Handarbeit". Wer will schon mit einem Schiessprügel tragendem verklemmten Menschen Bekanntschaft machen ....
ich kenne alles. Leute, die auf uns mit Prügel zugelaufen sind, Nagelbretter, Krähenfuß, blockierte Wege...
 
Unter Rudelmafia kann man auch die Batzen/Blasenbildung von 5-10 mürrischen Fussgängern empfinden. Mit Vorliebe am Sonntag um 13:30, also zwischen Mittagessen und Kaffekränzchen. Rücksicht natürlich immer und freundlich bleiben, klar. Aber, ist es so schwierig für manchen Fussgänger einen halben Schritt zur Seite zu gehen. Das ist ein Vorgang von 10/15sec. "Schwächerer" hin oder her.
Meine Erfahrung mit 1/2 Fussgängern auf dem Trail: ich gucke mir eine passende Haltestelle aus um die Fussgänger vorbei zu lassen. Oft treten die bereits eigenständig etwas zur Seite. Man grüßt freundlich mit ein paar freundlichen Worten und jeder ist zufrieden. Zäh wird es leider immer wenn man auf eine personenstarke Gruppe auffährt, von hinten. Gibt verschiedene Möglichkeiten (Klingeln,, ansprechen, Freilauf, Schaltgeräusch, etc.) um auf sich aufmerksam zu machen. Häufig wählt man leider immer die falsche für manche Zeitgenossen.
es war eine anspielung auf einen kommentar beim bike des jahres 2025. Gemeint ist das mtb-news Stahl Rudel.
 
Meiner Erfahrung nach ist der Mtb-Sport in Deutschland im Inoffizielln (bzw. im kriminalisierten Bereich) besser aufgehoben.
Ich habe selbst mitbekommen, was der Versuch einer Legalisierung für eine Zumutung, mit ungewissem Ausgang, bedeutet. Als ehemaliges WORCA (Whistler Trailorganisation) Mitglied, weiß ich, dass es theoretisch anders möglich wäre.
Leider habe ich auch keine guten Erfahrungen mit legalisierten Trails gemacht. Aktuelles Beispiel aus dem Würmtal bei München: Hier wurde mit Hilfe der DIMB ein nettes kleines Trailnetz mit teils etwas anspruchsvolleren Sektionen zu einem langweiligen Familienpark umgebaut. Dazu wurde tonnenweise Erde in den Wald gekippt um jede auch nur ein kleines bisschen anspruchsvolle Kurve in einen uninspiriert geshapten Anlieger umzuwandeln.
Ich verstehe die Probleme die Trailwildwuchs verursacht, aber die aktuellen Lösungen und Legalisierungsmöglichkeiten sind nicht akzeptierbar.
Der Skisport müsste klar machen, dass es anders geht. Wie viele Trails sind eine Skipiste umgerechnet? Wie viele Trails ist ein 2,5m breiter, bis in 8m Tiefe zwiebelförmig verdichteter Forstweg umgerechnet? Das Wald Privatbesitz sein kann verstehe ich ja sowieso nicht, aber das ist ein anderes Thema. Viel Spaß da draußen, mit Rad und Schippe allen Mountainbiker*innen!
 
Ein weiteres Problem ist, dass Verschärfungen solcher Art immer nur weiter verschärft, aber niemals zurückgenommen werden, egal welche Regierung nachfolgt. Es sei denn, es wird von irgendeinem Verwaltungsgericht gekippt.
Und leider sieht man auch, dass der Staat bei solchen Kleinigkeiten nicht in der Lage ist, seine Gesetze auch durchzusetzen, bis auf ein paar Exempel, die hin und wieder mal statuiert werden, wenn jemand z.B. seine Fotodrone im Naturschutzgebiet steigen lässt und die Videos dann auf youtube hochlädt. Ich komme hier mit dem Rad täglich an Stellen im Wald vorbei, wo regelmäßig Sperrmüll und Bauschutt abgeladen wird. Nach ein paar Tagen hats der Bauhof weggeräumt (oder der Jagdpächter) und wenige Tage später liegt wieder alles rum, z.T. komplette Ladeneinrichtungen, Reifenstapel, die eigentlich nur von kommerziellen Betrieben stammen können. Hunde soll man im Naturschutzgebiet anleinen, machen aber die wenigsten. Bürgersteig ist für Fußgänger da, man wird aber vom Lastenfahrrad aus dem Weg geklingelt, das drei Kinder zum Kindergarten bringt (wenn überhaupt geklingelt wird). Interessiert alles keinen. Das ist schon merkwürdig. Aber ich schweife ab und entschuldige mich direkt für den Exkurs.
Wenn die Regelung kommt, brauche ich dann leider auch ein E-Bike. Sonst holt mich selbst der dickste Jagdpächter bergauf noch ein.
 
Leider habe ich auch keine guten Erfahrungen mit legalisierten Trails gemacht. Aktuelles Beispiel aus dem Würmtal bei München: Hier wurde mit Hilfe der DIMB ein nettes kleines Trailnetz mit teils etwas anspruchsvolleren Sektionen zu einem langweiligen Familienpark umgebaut.
Andere, ich zum Beispiel, finde die besagten Würmtrails eine tolle Entwicklung. Jetzt nur noch viel mehr davon.

Toller informativer Podcast, viele Kommentare hier lassen aber tief blicken und zeigen auch auf wieso es so schwierig ist etwas gemeinsam zu erreichen. Gut dass ich aus dem echten Leben, weiß dass die meisten Mountainbiker*innen keine verbitterten IBC User sind, sonst hätte ich gar keine Hoffnung mehr.
 
Zurück