AC Gelenksprengung Tossy 3

Oder aber dem Prozess einfach Zeit lassen.
Ist ja nicht wie ne Schürfwunde etc
Ich saß nach 6 Wochen auch wieder auf Zwift, und hab nen Tag vor der Entfernung der platte ne Rtf gefahren.
Ob sinnvoll oder nicht …..🤷‍♂️
Aber deine Antwort
Kam doch sehr pauschaliert rüber.
Wen dem nicht so war, SORRY 🍺
Das kann ja jeder selbst entscheiden.
Ich hab ja versucht zu erklären, warum ich kein Bock auf ne unnötige Pause habe. Geht ja anderen vielleicht auch so und leider sind viele Ärzte nicht sehr an der schnellstmöglichen Fitness interessiert sondern halt an der OP und postoperativ schonen schonen schonen (übertrieben gesagt).
Das ist eher pauschal, ja, meine Ärzte waren da auch relativ klar, dass man eine lange Rad(Rollen)Pause medizinisch betrachtet nicht machen muss; wenn man den Arm natürlich nicht belastet.
Ob man will ist ja ein anderes Thema.
Bei mir waren es 6 oder 7 Tage nach OP auf der Rolle; das hat mir schon gereicht ohne Bewegung 🤷🏼‍♂️🤣
 

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Re: AC Gelenksprengung Tossy 3
Hallo zusammen

Als stiller Mitleser möchte ich meine Erfahrung mit euch teilen bezüglich einer AC-Gelenksprengung (Tossy 3).

Zu mir: männlich, 34 Jahre alt, sportlich aktiv.

Ich wurde im Juli 2025 mit dem Twin TightRope-Verfahren operiert, die OP verlief erfolgreich. Bereits am Tag nach der Operation habe ich mit Physiotherapie begonnen. Zusätzlich trug ich für sechs Wochen einen Gilchrist-Verband. Durch die Ruhigstellung kam es zu einer leichten Verkürzung der Bizepssehne, was ich jedoch mit Physiotherapie und gezieltem Training gut in den Griff bekommen habe. Besonders hilfreich war für mich ein Seilzug für den Türrahmen, den ich jedem für die Rehabilitation empfehlen kann.
Ich hatte glücklicherweise ab dem ersten Tag nach der OP kaum Schmerzen und war nicht auf Schmerzmittel angewiesen. Anfangs habe ich mich stark an meinem Körpergefühl orientiert und so viel gemacht, wie sich richtig angefühlt hat. Rückblickend würde ich aber sagen: Gerade am Anfang ist weniger mehr. Man ist oft übermotiviert und belastet die Muskulatur zu früh zu stark.

Von Juli bis Mitte/Ende Januar, also rund sechs Monate post OP, hatte ich keinerlei Beschwerden und eine vollständige Beweglichkeit in alle Richtungen.

Nach etwa sechs Monaten ist mir dann im Spiegel ein erneuter Hochstand des Schlüsselbeins aufgefallen, allerdings nicht so ausgeprägt wie direkt nach dem Unfall. Bei einer Selbstuntersuchung habe ich festgestellt, dass die Clavicula nur im entspannten Zustand (hängende Arme) leicht hochsteht und beim Draufdrücken nicht stark nach oben zurückfedert. Hebe ich beide Arme auf 90 Grad an, sind beide Seiten symmetrisch und die Clavicula wirkt absolut stabil.
Trotzdem habe ich zur Sicherheit einen Röntgentermin vereinbart, da man sich gedanklich doch viele Fragen stellt – vor allem, wenn zuvor alles stabil war.
Nach dem Röntgen bestätigte mir der Arzt einen erneuten Hochstand von etwa 1 cm. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass das System stabil ist und keine Instabilität vorliegt.

Auf meine Frage nach der Ursache konnte er keine eindeutige Antwort geben. Mögliche Erklärungen waren:
Lockerung oder Versagen des Fadensystems (TightRope)
Unzureichende Vernarbung der Bänder
Oder eine Kombination aus beidem.

Das AC-Gelenk selbst wirkte bei der Untersuchung stabil.

Für mich bleiben dennoch offene Fragen:

Haben die Bänder ausreichend Narbengewebe gebildet? Könnten sie gerissen sein? Falls dem so wäre, würde aktuell alles am TightRope-System hängen – was vermutlich mit Schmerzen und Instabilität einhergehen würde, was bei mir aber nicht der Fall ist.
Der Arzt hat mir eine mögliche Zweitoperation mit körpereigener Sehne vorgeschlagen. Für mich persönlich kommt das aktuell nicht infrage. Stattdessen möchte ich durch gezielten Muskelaufbau, insbesondere von Deltamuskel und Trapez, die leichte Stufe optisch etwas ausgleichen.

Auf meine Anfrage bezüglich eines MRT meinte der Arzt, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt keinen zusätzlichen Nutzen bringen würde. Ich persönlich würde dennoch gerne genauer wissen, wie die Situation im Inneren aussieht, und werde mir daher eine Zweitmeinung sowie eine ausführlichere Untersuchung einholen.

Trotz allem bin ich froh, dass ich schmerzfrei bin und eine volle Beweglichkeit habe. Was geblieben ist, ist ein leichtes Druck- bzw. Spannungsgefühl, das jedoch schon direkt nach der OP vorhanden war und sich mit der Zeit etwas verbessert hat.
Mit dem leichten Hochstand muss ich wohl leben.
Eine AC-Gelenksprengung ist definitiv eine sehr mühsame Verletzung. Und leider gibt es aktuell keine Behandlung, die garantiert, dass am Ende alles wieder exakt wie vorher wird
 
Nach stundenlangem Mitlesen teile ich auch mal meine Erfahrungen:

Mich hat es am 19.04 auch vom Bock geschmissen: RW4

Wurde am 23.4 direkt operiert: Tight Rope und die Bänder wurden auch wieder alle geflickt. (Offene Reposition und CC-Rekonstruktion durch Minar-System, AC-Gelenkszugurtung mittels PDS sowie AC-Bindenaht)

Vom Arzt und Orthophäden bei der Nachkontrolle kamen leider keine Infos und fühle mich ein stückweit allein gelassen. Im Arztbrief steht, dass in den ersten 6 Wochen keine aktive Bewegung über 90° erlaubt ist. Ruhigstellung ist gar nicht erwähnt.

Physio habe ich nach 10 Tagen gestartet mit Fokus die Bewegung zurückzuholen. Also viel mit einem Besenstil den Arm passiv heben. Mein Physio fährt den Ansatz, schmerzadaptiert soweit wie möglich zu gehen. Daher wurde dann auch direkt die Schlinge wegrationalisiert.

4 Wochen nach der OP kann ich den Arm aktiv ca. 80° Heben. Passiv geht deutlich weiter, wobei sich aktuell noch der Schultergürtel komplett mitbewegt. Würde vermuten, dass ich so auf 100-120° komme. Letzte Woche wurden mir auch 2kg Hanteln zum Seitheben in die Hand gedrückt. Hier komm ich aktuell so auf 70°. Abends hat sich die Schulter ein bisschen gemeldet, am nächsten Tag war aber wieder alles fein.

Beschwerden habe ich aktuell keine, außer eine eingerostete Schulter am Morgen. Nach Rücksprache mit dem Physio wäre sogar leichtes Joggen möglich. Der Hochstand ist aktuell deutlich geringer als auf der nicht-operierten Seite.

Bin gespannt, wie es weiter geht. Habe allerdings ein bisschen die Befürchtung, dass ich schon viel zu weit bin und die Beschwerden nachträglich kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@wuzz
Interessanter Verlauf.
Ich hatte im April bei rockwood5 auch dieses OP Verfahren, aber Regime ärztlich deutlich strenger und auch so kommuniziert:
  • 3 Wochen Orthese ganztägig
  • dann 3 Wochen nur nachts
  • Physio ab 1 Tag postop (bereits im KH)
  • 8 Wochen nur bis max. 90 Grad
  • anfangs passiv, dann assistiv, zunehmend aktiv
  • kein Kontaktsport 3 Monate
  • 3 Monate max 5kg heben
  • draußen Radfahren im Sinne von Sport erst nach 3 Monaten erlaubt, ebenso Laufen
Radrennen ab Monat 5.

Aktuell 5. Woche postop.
Noch kein Rollentraining erlaubt, Beweglichkeit schon gut, Physio sehr zufrieden
Laut Orthopäde OP Resultat sehr gut (Rö Kontrolle), kein Hochstand
Weitgehend schmerzfrei
Bin brav, 3 tgl. Übungen zur Mobilisierung gemäß Physio
Keine Hanteln!
Passiv geht >90 Grad
selbst bleibe ich aktiv aber streng <90!
Spazieren + Wandern tgl.
Nächste Woche Termine mit Operateur, Orthopäde und Betriebsarzt
 
@wuzz
Interessanter Verlauf.
Ich hatte im April bei rockwood5 auch dieses OP Verfahren, aber Regime ärztlich deutlich strenger und auch so kommuniziert:
  • 3 Wochen Orthese ganztägig
  • dann 3 Wochen nur nachts
  • Physio ab 1 Tag postop (bereits im KH)
  • 8 Wochen nur bis max. 90 Grad
  • anfangs passiv, dann assistiv, zunehmend aktiv
  • kein Kontaktsport 3 Monate
  • 3 Monate max 5kg heben
  • draußen Radfahren im Sinne von Sport erst nach 3 Monaten erlaubt, ebenso Laufen
Radrennen ab Monat 5.

Aktuell 5. Woche postop.
Noch kein Rollentraining erlaubt, Beweglichkeit schon gut, Physio sehr zufrieden
Laut Orthopäde OP Resultat sehr gut (Rö Kontrolle), kein Hochstand
Weitgehend schmerzfrei
Bin brav, 3 tgl. Übungen zur Mobilisierung gemäß Physio
Keine Hanteln!
Passiv geht >90 Grad
selbst bleibe ich aktiv aber streng <90!
Spazieren + Wandern tgl.
Nächste Woche Termine mit Operateur, Orthopäde und Betriebsarzt
da ich am Tag 6 auf der Rolle war (RW5 und Schulterdach gebrochen), wie begründen die Ärzte dass keine Rolle fahren? Meine Ärzte (3) haben alle gesagt: du darfst dich nicht abstützen und mit Fäden drin halt nicht schwitzen. Ansonsten kannst du dich wegsemmeln was die Psyche hergbit
Hast du gefragt nach Seilzügen? Hantel hab ich auch nicht gemacht trotz 100 Jahre Eisen biegen
 
Zuletzt bearbeitet:
da ich am Tag 6 auf der Rolle war (RW5 und Schulterdach gebrochen), wie begründen die Ärzte das keine Rolle fahren? Meine Ärzte (3) haben alle gesagt: du darfst dich nicht abstützen und mit Fäden drin halt nicht schwitzen. Ansonsten kannst du dich wegsemmeln was die Psyche hergbit
Hast du gefragt nach Seilzügen? Hantel hab ich auch nicht gemacht trotz 100 Jahre Eisen biegen
O-Ton vom Physio: "Schauen, was die Schulter hergibt und wie sie reagiert." Leichtes Rudern funktioniert schon ganz gut.

Das beißt sich allerdings komplett mit der Aussage vom Orthopäden: "Krafttraining erst nach 6 Wochen."
 
O-Ton vom Physio: "Schauen, was die Schulter hergibt und wie sie reagiert." Leichtes Rudern funktioniert schon ganz gut.

Das beißt sich allerdings komplett mit der Aussage vom Orthopäden: "Krafttraining erst nach 6 Wochen."
ich habe den operierenden Doc und die Orthos gefragt (befreundet, also kein cover your ass statement) und die meinten, sie wüssten es nicht. Wichtigst: keine Stützbewegungen (natürlich), Hanteln schwierig und eben die Winkel, die besprochen sind.
Bei Bizeps und Trizepszug sinds fast 0 Grad. Habe natürlich mit nix angefangen und dann minimal gesteigert. Nach 6 Wochen Physio schönere Arme denn ever :lol:
und nen Klimmzug am letzen Tag bei der KG
 
wie begründen die Ärzte dass keine Rolle fahren? Meine Ärzte (3) haben alle gesagt: du darfst dich nicht abstützen und mit Fäden drin halt nicht schwitzen.
Wegen Wundheilung und auf Rolle auch Gefahr des ungewollten Abstützens und "Sturz".
Mein Orthopäde ist übrigens selbst aktiver Radsportler.
Er warnte auch davor, weil wenn es schief geht (Re-OP) dann dauert es richtig lange.

Ich arbeite selbst im Medizinbereich (nicht ärztlich) und sehe oft genug, das Patienten sich nicht an Verhaltensregeln, egal ob postop, Ernährung, Lebensführung etc. halten und dadurch ggf. ihre Genesung / Reha gefährden.
Vertraue hier der Klinik. (Sportorthopädie) und meinem Arzt (s.o.).

Bezüglich der verlorenen Fitness ist dies sicher hart, weil ich zum Unfallzeitpunkt "so fit wie noch nie" (so jedenfalls die PM Daten und Rennergebnisse) war und mein Rennkalender sehr voll war.
Gehen aber davon aus, das meine "Lebenskilometer" diese Pause (wenn ab nächste Woche Rollentraining erlaubt) von ca. 7-8 Wochen ausgleichen werden und bis zum Herbst wieder da bin, wo ich im April war (>4W/kg)
Dafür habe ich einige Beispiele im Verein, sogar in meinem Alter (Ü50).
 
Seit ihr ALLE Profis oder warum müsst ihr SOFORT wieder aufs Rad…?
Ich selbst Tossy 3 Rw5 , op sogar zweimal da tightrope nicht hielt, danach Hakenplatte….!
Kuriert das Ding RICHTIG aus und fängt dann an.
Manchmal glsub ich echt hier sind NUR vollprofis am werk, das Ding ist nicht nur ne Schürfwunde.
Hör auf deinrn Physio und Arzt und NICHT aufs Forum, da das Forum Nichts Mit dir zu tun hat und dich nicht kennt
 
Und bei mir lief es mit T3RW6 halt deutlich anders

  • wer hier fragt hat offensichtlich von den Profies keine guten Antworten bekommen
  • es hat nix mit Profi oder nicht-Profi zu tun, sondern mit dem Bedürfnis die Pause und ihre Folgen kurz zu halten
  • mein Arzt scheint mich ja auch nicht zu kennen 😭
  • deswegen vertraue ich dem Physio mit ich irgendwann 2x/Woche im direkten Ausstausch war
 
Und bei mir lief es mit T3RW6 halt deutlich anders

  • wer hier fragt hat offensichtlich von den Profies keine guten Antworten bekommen
  • es hat nix mit Profi oder nicht-Profi zu tun, sondern mit dem Bedürfnis die Pause und ihre Folgen kurz zu halten
  • mein Arzt scheint mich ja auch nicht zu kennen 😭
  • deswegen vertraue ich dem Physio mit ich irgendwann 2x/Woche im direkten Ausstausch war
Aber dem Forum hier vertrauen….?
 
Seit ihr ALLE Profis oder warum müsst ihr SOFORT wieder aufs Rad…?
Ich selbst Tossy 3 Rw5 , op sogar zweimal da tightrope nicht hielt, danach Hakenplatte….!
Kuriert das Ding RICHTIG aus und fängt dann an.
Manchmal glsub ich echt hier sind NUR vollprofis am werk, das Ding ist nicht nur ne Schürfwunde.
Hör auf deinrn Physio und Arzt und NICHT aufs Forum, da das Forum Nichts Mit dir zu tun hat und dich nicht kennt
Du ziehst leider die völlig falschen Schlüsse aus meiner Sicht. Da hilft auch GROSSBUCHSTABEN nicht.
Ich hatte und habe de facto den perfekten Verlauf. Meine Bänder und Wunden heilen sicher keinen mm schneller als irgendein anderer.
Warum sollte man einen Tag unnötig auf Bewegung verzichten? Bitte erklär mir das?
Hat überhaupt Nix mit Profi usw zu tun.
Und ich habe mich 100% an die Ärzte und Physios gehalten
 
Wegen Wundheilung und auf Rolle auch Gefahr des ungewollten Abstützens und "Sturz".
Mein Orthopäde ist übrigens selbst aktiver Radsportler.
Er warnte auch davor, weil wenn es schief geht (Re-OP) dann dauert es richtig lange.

Ich arbeite selbst im Medizinbereich (nicht ärztlich) und sehe oft genug, das Patienten sich nicht an Verhaltensregeln, egal ob postop, Ernährung, Lebensführung etc. halten und dadurch ggf. ihre Genesung / Reha gefährden.
Vertraue hier der Klinik. (Sportorthopädie) und meinem Arzt (s.o.).

Bezüglich der verlorenen Fitness ist dies sicher hart, weil ich zum Unfallzeitpunkt "so fit wie noch nie" (so jedenfalls die PM Daten und Rennergebnisse) war und mein Rennkalender sehr voll war.
Gehen aber davon aus, das meine "Lebenskilometer" diese Pause (wenn ab nächste Woche Rollentraining erlaubt) von ca. 7-8 Wochen ausgleichen werden und bis zum Herbst wieder da bin, wo ich im April war (>4W/kg)
Dafür habe ich einige Beispiele im Verein, sogar in meinem Alter (Ü50).
Ok. Wundheilung hatten wir ja auch. Da hieß es bis Fäden raus nicht Schwitzen wegen Infektion. Ansonsten ölt man ja auch wie doof im Sommer. Da hätte ich direkt gefragt und es gab für mich Modell Homo S keinen medizinischen Grund aus Wundheilungssicht.
Das abstützen ist eh klar, aber hast du deswegen im Stehen geschlafen? Scherz!!! Also auch kein Grund.
Ich hatte auch auf eigenes Risiko den Gilchrist im KKH gelassen. Das war evtl unvernünftig/dumm, aber auch kein Problem. Der Körper scheint zu wissen, das mal besser nicht zu machen.
 
Du ziehst leider die völlig falschen Schlüsse aus meiner Sicht. Da hilft auch GROSSBUCHSTABEN nicht.
Ich hatte und habe de facto den perfekten Verlauf. Meine Bänder und Wunden heilen sicher keinen mm schneller als irgendein anderer.
Warum sollte man einen Tag unnötig auf Bewegung verzichten? Bitte erklär mir das?
Hat überhaupt Nix mit Profi usw zu tun.
Und ich habe mich 100% an die Ärzte und Physios gehalten
Ich wollte dich auch nicht angreifen, Sorry….
Aber ich finde es immer gewagt , Tips zu geben bei sowas
 
Und eh das kommt: es geht nicht und 0,0 um Recht usw
Es geht darum, dass man je nach individuellen Gusto evtl. Input für seine Gespräche mit den Fachleuten für dann seine/Ihre individuelle Entscheidung und Wiederfittung bekommt; da, wie man hier liest, das medizinische Personal mMn leider oftmals nicht „wie bin ich schnellstmöglich wieder fit“ ersrbeitet sondern wie macht die spezifische Verletzung den wenigsten Ärger. Das finde ich ist nur ein kleiner Teil des Ganzen und „meiner“ Anforderung an die Docs und Physios. Und wem das reicht, alles top. Ich finde das für mich Zeitverschwendung

@MrDartmoor hab quasi geantwortet ohne deinen Beitrag gesehen zu haben 🙈👍🏻
 
Wegen Wundheilung und auf Rolle auch Gefahr des ungewollten Abstützens und "Sturz".
Mein Orthopäde ist übrigens selbst aktiver Radsportler.
Er warnte auch davor, weil wenn es schief geht (Re-OP) dann dauert es richtig lange.

Ich arbeite selbst im Medizinbereich (nicht ärztlich) und sehe oft genug, das Patienten sich nicht an Verhaltensregeln, egal ob postop, Ernährung, Lebensführung etc. halten und dadurch ggf. ihre Genesung / Reha gefährden.
Vertraue hier der Klinik. (Sportorthopädie) und meinem Arzt (s.o.).

Bezüglich der verlorenen Fitness ist dies sicher hart, weil ich zum Unfallzeitpunkt "so fit wie noch nie" (so jedenfalls die PM Daten und Rennergebnisse) war und mein Rennkalender sehr voll war.
Gehen aber davon aus, das meine "Lebenskilometer" diese Pause (wenn ab nächste Woche Rollentraining erlaubt) von ca. 7-8 Wochen ausgleichen werden und bis zum Herbst wieder da bin, wo ich im April war (>4W/kg)
Dafür habe ich einige Beispiele im Verein, sogar in meinem Alter (Ü50).
Hatte lustiger damals Weise nen Rennsturz, bin heute auch ü50. Am Ende der Reha der Test war besser als vorm Rennen 🙈 trotzdem ist Rolle 💩
Rennen und richtiges Gelände hatte ich auch länger gemieden aber erste Draußenfahrt vom Doc erlaubt nach 6 Wochen (Fully, Arm baumelnd, Feldwege ohne Hindernisse); ähnlich spannend wie Rolle vor Fototapete (hatte damals keinen Smarttrainer und nur DVB-T)
 
@Schnitzelfreund
Freue mich, das es so gut bei Dir lief.
Aber ein einzelner Bericht hat keine medizinische Evidenz.
Vielleicht war es einfach Glück?
Wenn es schief gegangen wäre?

Die Spannweite der Verläufe ist groß. Nicht nur hier im Thread. Und die Empfehlungen der Operateure sind auch nicht identisch.
Das Op Verfahren selbst ist auch noch recht "neu" und Langzeitgebnisse sind wenig bekannt (so mein Arzt). Dazu gibt es Variationen der Durchführung (tight rope, dogbone, verschiedene Hersteller Fremdmaterial).

Etwas erschreckend finde ich, das Patienten ohne definierten Entlassungsplan und Empfehlungen nach Hause geschickt werden. Ich arbeite selbst im Bereich med. Management, Dokumentation und QM.
Für Physiotherapeuten ist es auch schwierig oder gar nicht zulässig, rein nach Interpretation des unvollständigen Arztbriefes oder eigener Einschätzung/ Willkür zu therapieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Muss auch gestehen, dass ich als GKV-Patient (Anfang 30) nach so einer Erfahrung ein stückweit resigniere. Man wird gefühlt nach einem 90 Sekunden-Gespräch mit einem mehr als übersichtlichen Arztbrief entlassen. Danach beginnt als Neupatient die Suche nach einem Orthopäden zur Nachkontrolle. Dort wird man, wie an der Wursttheke, durchgeschleust und weiß immer noch nicht, was Sache ist. Von weiteren Nachsorgeterminen war gar nicht erst die Rede. Also schenkt man dem Physio sein ganzes Vertrauen, befragt KI oder liest hier eben im Forum mit.
 
@Schnitzelfreund
Freue mich, das es so gut bei Dir lief.
Aber ein einzelner Bericht hat keine medizinische Evidenz.
Vielleicht war es einfach Glück?
Wenn es schief gegangen wäre?

Die Spannweite der Verläufe ist groß. Nicht nur hier im Thread. Und die Empfehlungen der Operateure sind auch nicht identisch.
Das Op Verfahren selbst ist auch noch recht "neu" und Langzeitgebnisse sind wenig bekannt (so mein Arzt). Dazu gibt es Variationen der Durchführung (tight rope, dogbone, verschiedene Hersteller Fremdmaterial).

Etwas erschreckend finde ich, das Patienten ohne definierten Entlassungsplan und Empfehlungen nach Hause geschickt werden. Ich arbeite selbst im Bereich med. Management, Dokumentation und QM.
Für Physiotherapeuten ist es auch schwierig oder gar nicht zulässig, rein nach Interpretation des unvollständigen Arztbriefes oder eigener Einschätzung/ Willkür zu therapieren.
Es gab ja für Rolle fahren und Seil ziehen keinerlei Medizinische (so meine Ärzte medizinisch sind) Begründung, dies nicht zu tun. Daher kann ich das tatsächlich bei anderen nicht nachvollziehen, warum mir meine Docs das auch so klar gesagt haben (waren 3 verschiedene).
Und ich habe natürlich null Anspruch auf irgendeine Evidenz. Aber es gab halt keine evidenten Gründe, es nicht zu tun.
Wunde musste sauber sein und bleiben, OP „aus dem Körper“, keine Winkel/auf Stützen. Und dann war theoretisch Vollgas auf der Rolle erlaubt.
Hat sich auch völlig normal angefühlt, waren ja dann auch ca 10 Tage Pause zwischen Rennen, Sturz, einrollen und belasten.
Hab früher viel Eisen gebogen und bin bei 12-15h Sport die Woche, dh habe ich den Aufbau natürlich sehr bewusst gemacht und kannte meine Werte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Muss auch gestehen, dass ich als GKV-Patient (Anfang 30) nach so einer Erfahrung ein stückweit resigniere. Man wird gefühlt nach einem 90 Sekunden-Gespräch mit einem mehr als übersichtlichen Arztbrief entlassen. Danach beginnt als Neupatient die Suche nach einem Orthopäden zur Nachkontrolle. Dort wird man, wie an der Wursttheke, durchgeschleust und weiß immer noch nicht, was Sache ist. Von weiteren Nachsorgeterminen war gar nicht erst die Rede. Also schenkt man dem Physio sein ganzes Vertrauen, befragt KI oder liest hier eben im Forum mit.
Genau das ist ja meine Meinung. Reparatur bringt Kohle, Rest good bye, good luck.
Zum Kotzen wenn man keinen Zugriff auf medizinische Kompetenz hat, bei Orthopädischen Sachen besser 2 🤣 und idealer Weise Sportkollegen.

Eh klar: Jeder ist anders. Und auch jeder hat für die Reha ein anderes Körpergefühl und Basiskonstitution.

Wenn die Op gut verläuft kann es für mein laienhaftes Wissen einfach nicht sein, dass einer 6 Wochen Pause muss und einer nach 6 Tagen mit Puls 100 auf der Rolle sitzt bzw sitzen darf.

Das kann einfach nicht sein. Wenn das ein Risiko ist und eine bewusste Entscheidung, dann was anderes (wie bei mir mit dem nicht nutzen des Rotz-Gilchrist).
Aber Rolle war erlaubt und das Seilziehen dann auch nicht verboten, solange die Winkel stimmen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir die letzten Seiten durchgelesen und behaupte jetzt mal ganz unbescheiden, dass wir zur Sorte Patienten gehören, die sich bewegen wollen und uns so von vielen Menschen unterscheiden (ich habe genügend negative Beispiele in meiner eigenen Familie und Verwandtschaft!).

Ich hatte leider in den letzten Jahren auch das Vergnügen von OP`s und Physio gehabt. Und ein roter Faden, der sich durch alle Gespräche mit Ärzten und Physio zog, war der, dass - O-Ton letzte Physio -, 95% der Patienten die Verantwortung an das medizinische Personal delegieren und schlicht nichts Eigenes zur Genesung beitragen. "Ich gehe jetzt jede Woche für 20min. in die Physio und es wird nicht besser". Dass die Übungen Hausaufgaben sind, wird schlicht unter den Tisch gekehrt oder nicht wahrgenommen. Schuld sind immer die anderen und das Übungen halt teils unangenehm sind, wird nicht akzeptiert.

Ich hatte bei der letzten OP im Aufwachraum einen fantastischen Blick auf die Berge des Alpenbike-Parks Chur. Als mich die anwesende Ärztin fragte, wie es mir geht, sagte ich, es geht; ich wäre bei diesem Wetter lieber dort auf dem Rad. Die ist fast ausgeflippt, "Das ist das richtige Mindset..!!"

Was ich im Forum auch schon erwähnt habe, in der Orthopädie Chur haben die meisten Mediziner selber einen Knall. Biken, Klettern, Trailrunning, Tiefschneefahren - Erfahrung mit entsprechenden Verletzungen, eigenen und die der Patienten und dadurch ein anderes Verständnis für den Drang, gleich weitermachen zu wollen.

Fazit für mich: Auf den eigenen Körper hören und auch schlicht das Glück, die richtigen Mediziner um sich zu haben - das ist definitiv Gold wert und hilft ungemein die richtige Balance zu finden.

Allen Betroffenen alles Gute für die Genesung... :daumen:.
 
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