UCI sagt ja: 32 Zoll-Laufräder im World Cup erlaubt

Genau das gleiche war mMn auch bei den ersten 29" der Fall. Die waren einfach furchtbar träge.
Das änderte sich aber irgendwie mit der Zeit. Wahrscheinlich mit den neuen Geos.
Meine Erfahrung war anders.
Die Kritiker prophezeiten, dass 29-Zoll-Bikes in Kurven nie gut zurechtkämen. Deshalb erhielten die ersten Modelle steilere Steuerrohrwinkel und einen größeren Gabelvorlauf, um den Nachlauf im Vergleich zu 26-Zoll-Bikes beizubehalten. 29-Zoll-Bikes waren sofort besser, aber um das zu bemerken, musste man sie tatsächlich fahren. Nach meinem Wechsel auf 29 Zoll wurde ich vom langsamen Fahrer auf flüssigen, technischen Singletrails zum unschlagbaren Fahrer. Ich fuhr Anstiege hinauf, die sonst niemand in der nationalen Szene schaffte.
In den 20 Jahren seither sind die Bikes deutlich länger und träger geworden. Von XC-Bikes wird nicht mehr erwartet, dass sie wendig sind; jetzt kommt es vor allem auf Stabilität in rauen Abfahrten an. Aber 29 Zoll waren darin von Anfang an besser als 26 Zoll, und zwar schon bei den ersten Modellen, die 2002 auf den Markt kamen. Früher verlor ich in Abfahrten Zeit, und (als die UCI 2004 29-Zoll-Rennen erlaubte) konnte ich plötzlich mit den Fahrern um mich herum mithalten.
 
Das subjektiv erlebte Trägheitsgefühl kommt aber vielleicht auch daher, wieviel Kraft man in kritischen Situationen am Lenker aufwenden muss. Geht's lockerer, dann ist man auch gefühlt agiler unterwegs.

Und dabei kommt dann klar das Gewicht der Laufräder mit ins Spiel. Auch bei dem, wie gut oder schwerlich das schnelle Beschleunigen des Bikes abläuft.

Für 29" gab es so mit der Zeit sehr leichte Carbonlaufräder, früher nur Alu in deutlich schwerer. Das macht schon einen erheblichen erfahrbaren Unterschied bei der Trägheit aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das subjektiv erlebte Trägheitsgefühl kommt aber vielleicht auch daher, wieviel Kraft man in kritischen Situationen am Lenker aufwenden muss. Geht's lockerer, dann ist man auch gefühlt agiler unterwegs.

Und dabei kommt dann klar das Gewicht der Laufräder mit ins Spiel. Auch bei dem, wie gut oder schwerlich das schnelle Beschleunigen des Bikes abläuft.

Für 29" gab es so mit der Zeit sehr leichte Carbonlaufräder, früher nur Alu in deutlich schwerer. Das macht schon einen erheblichen erfahrbaren Unterschied aus.
Tatsächlich reagieren Menschen sehr sensibel auf Unterschiede.

Allerdings schlagen sich nicht alle diese Unterschiede auf der Stoppuhr nieder.

Der gemessene Vorteil des geringeren Rollwiderstands größerer Räder (in Watt) ist größer als der Leistungsverlust durch die 500 Gramm zusätzliche Masse, aus der wir beispielsweise von 10 auf 25 km/h beschleunigen.
Wenn wir das subjektive Empfinden außer Acht lassen und uns auf die Physik beschränken, wird es schwieriger, Sonderfälle zu finden, in denen kleinere Räder besser sind.

Mein Eindruck ist, dass größere Räder vor allem bei künstlichen Hindernissen Schwierigkeiten haben. Dazu gehören Absprünge, enge Rampenkanten bei Dirtjumps, Sprünge, wiederholte Anliegerkurven usw.
 
its happening...

Fotos
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He remembers 29" bikes arriving in 2011???
Ich kann mich daran erinnern, dass im Jahr 2014 diese tollen 29er immer noch nicht vernünftig funktioniert haben. Beim ersten Herumrollen mit einem Scott Scale hatte ich einen so üblen BarFlop, dass es mich fast hingelegt hat. Andere Räder hatten diese Macke auch und auch noch weitere Macken. Der Fahrradverkäufer wusste, wass passiert ist. In den MTB-Foren kannte den BarFlop natürlich niemand.Die Fahrradfachzeitschriften haben es besser garnicht erwähnt und der gemeine Fahrtechniklegastheniker bekommt davon sowieso nichts mit. Die Radlhersteller sind mit den Problem nicht zurechtgekommen und sind dann plötzlich mit 27,5" hier aufgeschlagen. Du als unerfahrener Fahrradanfäger, der sich erst seit Ende letzen Jahres für MTB interessiert, kannst dich an diese gruseligen Räder selbstverständlich nicht erinnern.
 
Gary Fisher and Nishiki had ranges of 29" bikes from the 2002 season.
Meh. They might have been around in the early 2000's but it took the industry another solid one-and-a-half decades to come up with the first halfway decent 29er models. They only started cracking the code around ten years ago.

None of this matters, though, because the UCI will eventually realize that 32"-wheeled bikes facilitate an unfair advantage for taller riders and ban them from competition. There's no reason why the same reasoning that made it necessary to ban anything larger than 622mm in road and gravel wouldn't apply to XC mtb.
 
Ich kann mich daran erinnern, dass im Jahr 2014 diese tollen 29er immer noch nicht vernünftig funktioniert haben. Beim ersten Herumrollen mit einem Scott Scale hatte ich einen so üblen BarFlop, dass es mich fast hingelegt hat. Andere Räder hatten diese Macke auch und auch noch weitere Macken. Der Fahrradverkäufer wusste, wass passiert ist. In den MTB-Foren kannte den BarFlop natürlich niemand.Die Fahrradfachzeitschriften haben es besser garnicht erwähnt und der gemeine Fahrtechniklegastheniker bekommt davon sowieso nichts mit. Die Radlhersteller sind mit den Problem nicht zurechtgekommen und sind dann plötzlich mit 27,5" hier aufgeschlagen. Du als unerfahrener Fahrradanfäger, der sich erst seit Ende letzen Jahres für MTB interessiert, kannst dich an diese gruseligen Räder selbstverständlich nicht erinnern.
Weltcup-Podiumsplätze kamen 2008. Und das mit einer sehr kleinen Frau.

Die Annahme, dass 29-Zoll-Räder nicht funktionierten, scheint subjektiv.

Als 29-Zoll-Räder aufkamen, galten sie als zu langsam für Kurven, und das, bevor sie überhaupt jemand ausprobiert hatte.

Das Fahrverhalten hat sich seitdem deutlich verschlechtert. Vintage-29-Zoll-Räder gelten als nervös zu fahren, aber zu ihrer Zeit waren sie solide. Meiner Erfahrung nach waren sie in allem schneller, da ich jahrelang die einzige Rennfahrerin in meinem Land auf 29-Zoll-Rädern war. Ich fuhr Anstiege hoch, die alle anderen schieben mussten. Bergab konnte ich mithalten, wo ich mit 26-Zoll-Rädern Zeit verlor. In Kurven schloss ich Lücken oder vergrößerte sie. Auf engen Singletrails fand ich keinen Fahrer, der mit mir mithalten konnte. Und ich bin ziemlich groß, nicht nur für eine Europäerin.

Der Rollwiderstand spielte keine große Rolle, da ich mit Reifen von WTB, IRC und Bontrager fuhr, nicht mit Schwalbe, Maxxis, Continental und Michelin – den Firmen, die 29-Zoll-Reifen ablehnten und ihr Geld nicht verschwenden wollten.

Wir erleben oft Geschichtsrevisionismus in der Politik, aber auch im Sport. Diejenigen, die erst spät auf den Zug aufgesprungen sind, behaupten, die ersten 29-Zoll-Räder seien schlecht gewesen. Teste doch mal ein 2002er (der allererste Versuch) 29-Zoll-Rad gegen ein 26-Zoll-Rad aus demselben Jahr. Fahre eine anspruchsvolle Runde. Lose Anstiege, viele Kurven, technisch anspruchsvolle Abfahrten. Stoppe die Zeit.

Die meisten Menschen sind vor 2008 oder sogar 2010 noch nie ein 29-Zoll-Rad gefahren und haben daher möglicherweise eine verzerrte Erinnerung an die tatsächlichen Vorteile der ersten Modelle. Besonders größere Fahrer waren durch die kleineren Laufräder benachteiligt. Vielleicht haben die großen Marken sich bei der Entwicklung von 27,5-Zoll-Rädern deshalb so sehr angestrengt, weil ihr Ego durch die bloße Existenz von 29 Zoll so gekränkt war.

Selbst 2013/14 wollte eine große Marke wie Giant nicht wirklich etwas Positives über 29 Zoll sagen. Sie boten es zwar an, empfahlen es aber nicht. Es war wohl eher etwas für die Unvernünftigen, die darauf bestanden – ein Geschäft, das sie sich nicht entgehen lassen wollten. Cube Bikes brachte sein erstes 29-Zoll-Modell erst 2012 auf den Markt. Bereits 2004 fuhr und bestritt ich Rennen mit meinem Cube 29" XL-Prototyp. Von mir entworfen, in Taiwan geschweißt und von Cube im eigenen Werk fertiggestellt. Mit diesem Fahrrad habe ich fast alle meine Rennsiege errungen. Hauptsächlich bei Herbst-/Winterrennen, da mich Allergien und Asthma ab 2003 leider in den Sommern außer Gefecht setzten.
 
Meh. They might have been around in the early 2000's but it took the industry another solid one-and-a-half decades to come up with the first halfway decent 29er models. They only started cracking the code around ten years ago.

None of this matters, though, because the UCI will eventually realize that 32"-wheeled bikes facilitate an unfair advantage for taller riders and ban them from competition. There's no reason why the same reasoning that made it necessary to ban anything larger than 622mm in road and gravel wouldn't apply to XC mtb.
29" wheels were immediately better, in my experience, and nothing about the Fishers was meaningfully worse than contemporary 26" bikes.
If you go and ride a 2002 Fisher today, it will seem dreadful, but then go and try a 2002 Trek or whatever bike. That is the perspective easily overlooked in these discussions.
 
Besser noch drei weitere Laufradstandards statt einer Federung. Denn das wäre ja nun wirklich nicht mehr rational physikalisch begründbar.
 
Cameron Jones, der Vorjahressieger, ist grob 1h langsamer auf dem gleichen Scott "nur" 10. beim Unbound 200 geworden.

Und das überragende Siegerrad bei Unbound war das von einigen Foristen als langweilig bezeichnete neue Specialiced Crux 5.

Alles also beim alten: weder 28" noch 32" stellen den heiligen Gral dar, sondern was der entsprechende Fahrer auf diesem und jenem Untergrund draus macht.
 
Auf einem Hollandrad wird auch Pogacar die Tour nicht gewinnen.
Wenn nur Hobbyletten mitfahren, vielleicht doch.
Aber die Mär hält sich seit Jahrzehnten: mit dem neuesten Kram wird man schneller/besser als vorher.
Irgendwann braucht man in der Trikottasche mehrere Sätze Bremsbeläge und einen Torx. Weil man permanent bremsen muss, um nicht zu verglühen.
Positiver Nebeneffekt: der Kampf gegen Doping ist gewonnen. Es bringt einfach nichts mehr, die Leistung zu steigern.
 
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