Wir haben in der Familie eine Wohnung in Kaltern. Schon immer wollte ich dort mit dem Rad anreisen, aus organisatorischen Gründen zwei Tage vorher losziehen hat aber mit den Kindern nie geklappt.
Inspiriert von der Tour von
@Mauntnbaiker in einem Tag an den Lago zu fahren, bin ich Sonntag an einem Tag dort runter.
Start um vier in der Früh - oh, es regnet.
Also Regenjacke drüber und los. Nach zwei Kilometern nochmal umgedreht, irgendwie hatte ich in der Aufregung nur einen! Handschuh wieder angezogen, der andere lag noch auf der Treppe...
Um 4:20 dann aber wirklich los und ab wie die
Mehrfach Regenjacke an und aus, zum Glück regnete es nie wirklich stark.
Straight Richtung Süden durchs Oberland. Das Wetter wurde besser, aber es war immer noch recht frisch.
Vorbei am Kochelsee
Den Kesselberg rauf, angesichts der Uhrzeit einfach auf der Straße, was gut lief. Es kamen vielleicht ein Dutzend Autos vorbei in der Zeit.
Runter an den Walchensee.
Durch die Baustelle und weiter nach Süden.
Endlich kam ein wenig die Sonne raus.
Pause zw. Mittenwald und Scharnitz und dann gleich nochmal in Seefeld. Dort hatte ich einen Bäcker/Cafe entdeckt, das geöffnet hatte und hab mich noch eingedeckt.
Abschließend bei Reith steil hinunter ins Inntal.
Am Inn entlang, durch Innsbruck und hinter der Bergisel-Schanze nach Süden. Von nun an nach Süden in die Brennerberge. Grundsätzlich immer rauf, aber mit erstaunlich vielen Gegenanstiegen. Landschaftlich dafür ganz ansprechend. Die Autobahn duckt sich die meiste Zeit an die andere Talseite und kommt erst zum Schluss näher. Die letzten 8 Kilometer dann leider auf der Landstraße zum Pass.
Luegbrücke
Und oben
Anschließend auf der Radroute 1 nach Bozen. Auf dem Abschnitt hatte ich mir ein leichteres Vorankommen erträumt. Es geht zwar bergab, aber das meist geringe Gefälle und der kräftige Gegenwind aus Süden sorgten dafür, dass ich im Regelfall doch noch mitttreten musste. Zudem auch hier noch so mancher Gegenanstieg.
Stärkung in Sterzing.
Immer wieder leckeres Trinkwasser.
Interessante Streckenführung
Bis Kilometer 100 in/nach Bozen.
Nun folgte der Anstieg nach Kaltern, ebenfalls sehr schön angelegt und gut zu fahren, allerdings waren die Körner langsam verbraucht...
Nachdem die Wohnung am oberen Ortsrand von Kaltern liegt, waren nochmal einige Höhenmeter angesagt. Ab Bozen etwa 400.
Ein Glück, dass mich mein Vater dort schon erwartet hat mit einem liebevoll zubereiteten Abendessen.
In Summe eine tolle Erfahrung, aber ich war zum Schluss wirklich platt! Die allerletzten Höhenmeter steil durch die Weinberge von Kaltern musste ich schieben. Um 20:15 war ich da, nach 265km und ca. 3250 Höhenmeter gemäß
Garmin Uhr.
Fazit: kann man machen, muss man aber nicht. Tut schon etwas weh...
Ach ja, die Heimfahrt heute sehr entspannt mit Privat-Taxi, mein Rückfahrt-Ticket hatte ich ja mitgebracht.