Rohloff Nabe -- Alles rund um die "Cola" Dose !!! - Teil 2

Ich möchte mal meine Erfahrungen mit älteren Shimano Hollowtech 2 Kurbeln in Kombination mit Getriebenabe ohne Kettenspanner teilen. Als ich das Rad gebraucht gekauft habe war eine SLX Kurbel montiert. Hier war es so, das an einem Punkt der Kurbelumdrehnung die Kette sehr stramm war, auf der um 180° gedrehten Position war sie ok (1cm nach oben und 1cm nach unten = 2cm spiel) Damit die Kette sauber läuft war ein recht großes Spiel nötig und die Kette war sehr locker. Der Vorbesitzer meinte das sei normal bei Shimanokurbeln. Mir hatte das so nicht gefallen und so hab ich eine schwarze XT Kurbel montiert. Hier war der schlechte Rundlauf auch noch leicht spürbar, aber deutlich weniger. So bin ich dann lange gefahren. Hab dann mal eine andere Kurbel montiert, auch eine XT aber in silber. Diese hatte einen schlechteren Rundlauf als die schwarze XT, aber lange nicht so schlimm wie die SLX. Habe dann letztens eine LX Kurbel verbaut, und die war genau so schlimm wie die SLX vom Anfang. Ich habe heute mal die Kurbeln in einem anderen Rahmen gegengecheckt. Auch ist hier ein anderes Innenlager verbaut. Ich habe mehrere Tests gemacht um das Innenlager oder den Rahmen auszuschließen und die LX und SLX sind einfach krumm, ob nun die Welle oder der Spider kann ich nicht sagen. Das Kettenblatt eiert um ein paar mm. Dies reicht aus, das die Kettenspannung stark schwankt. Keine der 4 Kurbeln läuft wirklich gerade.
Ist das normal und Kurbeln eiern immer leicht sodass die Kettenspannung schwankt?
Bei Kettenschaltung ist dies wohl kaum zu bemerken, da es durch das Schaltwerk ausgeglichen wird.
Die LX und die schwarze XT Kurbeln habe ich neu gekauft. Ich bin nicht gestürzt und auch kein Kraftprotz der Kurbeln verbiegt.
Ich vermute das die Fertigungstoleranzen bei LX oder SLX höher sind und dies bei Kettenschaltung noch funktioniert, hierfür sind sie ja auch konstruiert, bei Nabenschaltung jedoch grenzwertig wird.
Gemeint sind FC-M600, FC-M780, FC-M770 und FC-M580, also Kurbeln mit 104mm Kettenblättern.

Dass Kettenblätter nie 100% mittig sitzen, weißt du? Hatte jedenfalles noch nie eine unrunde Kurbel.

Etwas Spiel gibt das Ketteblatt immer her. Kurbel drehen bis die Kette maximal gespannt ist, Kettenblattschrauben handfest lösen, Kette zusammendrücken, Kettenblattschrauben festdrehen. Damit hat man schon meistens das gröbste rauszentriert.
 
Wie soll das funktionieren? Die Muttern geben die Führung vor und zentrieren das Blatt korrekt zu den Löchern im Spider. Das Kettenblatt wird dann mit den Schrauben auf den Spider geklemmt. Ich hab das sauber ausgerichtet und dann langsam über kreuz festgezogen. Damit sollte das Kettenblatt in der richtigen Position sitzen.
Hab auch das Kettenblatt gecheckt auf einer Glasplatte, da liegt es plan auf. Den Rundlauf der Kurbeln habe ich ohne Kettenblatt kontrolliert. 2 der Kurbeln sind arg krumm, eine ist gut, eine ist ok. Andere Kurbeln habe ich jetzt nicht ausprobiert, dann müsste ich vierkant aus der Kiste kramen.
 
Ok, es hat einen kleinen Effekt. Hab jetzt die gute Kurbel montiert und bei der hat die Kette je nach Kurbelstellung vieleicht ein paar millimeter Spiel nach oben Unterschied. Hab jetzt etwas rumprobiert und mit deiner Methode und nun ist sie recht gleichmäßig. Guter Tip :daumen: Ich bezweifle jedoch das das bei der schlechten Kurbel soweit funktioniert hätte. Da war wie gesagt je nach Kurbelstellung viel zu stramm zu 2 cm Spiel.

edit: die gute XT Kurbel eiert auch nicht. die SLX und die LX eiern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann schon sein, dass die Kurbel vermackt ist. Aber auch Kettenblätter sind nie 100% rund. Da reicht ein halber Millimeter und die Kette läuft unrund. Ist auch nicht weiter schlimm. Manchmal hilft es auch, das KB zu drehen und auszuprobieren was passt.
 
Etwas Spiel gibt das Ketteblatt immer her. Kurbel drehen bis die Kette maximal gespannt ist, Kettenblattschrauben handfest lösen, Kette zusammendrücken, Kettenblattschrauben festdrehen. Damit hat man schon meistens das gröbste rauszentriert.
:daumen:
Ansonsten für Ketten und Riemen: Nur 0,1 - 0,2mm Radachse nach hinten schieben verändert die Spannung krass. Deshalb reagiert das so empfindlich auf kleine Fehler im Rundlauf des Kettenblatts.
 
die gute XT Kurbel eiert auch nicht.
ich hab 2 XT-Kurbeln die auch "eiern". Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es Kurbel oder Kettenblatt ist.
"Krumm" im Sinne von verbogen wird die Kurbel nicht sein, das halte ich für ausgeschlossen. Es ist eher eine unzureichende Zentrierung des Kettenblattes.
Wenn man sich an die alten Biopace-Kettenblätter zurückerinnert könnte aber durchaus auch ein bewusster Unrundlauf vorgesehen sein - gemäß dem Motto "it's not a bug, it's a feature!"...

Am Gates-Rad fällt das übrigends kaum ins Gewicht, die Riemenspannung ist deutlich "toleranter" als ne Kette. Da hatte ich erst XT (bis zum Bruch der Kurbel) und inzwischen LX. Alles Hollowtech 2.
 
(....) Da hatte ich erst XT (bis zum Bruch der Kurbel) (...) Hollowtech 2.
Ach guck an 🤣
Sohn hat das mit einer Deore geschafft ... 😳
https://www.mtb-news.de/forum/t/shimano-deore-welle-gebrochen-kommt-das-oefters-vor.1002167/

Das Forum war sich allerdings wahrheitswidrig sicher, dass das Lager unter Wasser stand (waere mir ja beim Auseinandernehmen entgegen gelaufen, dem war aber nicht so) und forderte eine Ablaufbohrung, schoener Fall von Groupthink
 
Naja, ganz so übel sah es bei mir nicht aus - der Bruch ist doch eher an einer etwas nachvollziehbareren Stelle:
1781276371763.png


Mann muss faiererweise dazu sagen, dass die Kurbel zu diesem Zeitpunkt bereits >>50tkm auf dem Buckel hatte. Die lief anfangs auf dem 3x9 MTB, Anschaffung so ca. 2004 rum, und ist dann irgendwann ins Gates-Rad umgezogen, dort etwa 30tkm mit ner Alfine gelaufen, und weitere ~20tkm mit ner Rohloff. Dann fingen nervige Knack-Geräusche an.... Defekt wurde 2024 festgestellt, d.h. da liegen auch ~20 Jahre quasi Dauerbelastung zu Grunde.
Die Welle ist wie man sieht in Ordnung, das Lager wurde grob geschätzt 3-4 mal getauscht...
 
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