Änderung Forstgesetz Hessen

Man sieht hier ganz deutlich, welche Schäden durch Mountainbikes verursacht werden: :rolleyes:
Spuren01.jpg

Wanderweg im Erzgebirge

Quelle: http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?p=7088624#post7088624
 
Das wird heute bzw. morgen im Hessischen Landtag besprochen (http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/7/06027.pdf und http://starweb.hessen.de/cache/DRS/18/4/06044.pdf). Ist zwar im Grunde schon bekannt, aber der Vollständigkeit halber nochmals hochgeladen.

....wobei die Formulierung in der SPD-Anfrage

Der Hessische Landtag kritisiert das fehlende Engagement der Landesregierung, eine dringend notwendige friedenstiftende Lösung bezüglich des bekannten Konflikts zwischen Sportlern, Erholungssuchenden, Forstwirtschaft, dem Naturschutz und den Waldbesitzern zur Nutzung des Waldes herbeizuführen.

nicht so ganz gelungen ist, denn dieser Konflikt findet ja wohl eher online und nicht im Wald statt.
 
....wobei die Formulierung in der SPD-Anfrage

Der Hessische Landtag kritisiert das fehlende Engagement der Landesregierung, eine dringend notwendige friedenstiftende Lösung bezüglich des bekannten Konflikts zwischen Sportlern, Erholungssuchenden, Forstwirtschaft, dem Naturschutz und den Waldbesitzern zur Nutzung des Waldes herbeizuführen.

nicht so ganz gelungen ist, denn dieser Konflikt findet ja wohl eher online und nicht im Wald statt.

Es ist leider immer das Gleiche mit der SPD. Mit einer klaren Position besteht die Gefahr, dass man "klare Kante" zeigt und möglicherweise irgend jemand auf die Füße tritt. Ein SPD-Stadtverordneter hat mir zu verstehen gegeben, dass man auf jeden Fall die Belange der Senioren im Auge hat.
Wie hat der Kabarettist Georg Schramm mal so treffend formuliert:
"Die SPD macht in jede Hose, die man ihr hinhält"

Es zeigen mal wieder die typisch hessischen Verhältnisse, wenn schon die FDP (zumindest teilweise) die Rolle der Opposition einnimmt.:(
 
Wenn man sich mal in sonen Bikepark reintraut scheint die Dichte an Trails doch recht hochsein. Die Wildruhezonen, die Bikeparks der Jäger ;)?

grüße,
Jan
 
Ein SPD-Stadtverordneter hat mir zu verstehen gegeben, dass man auf jeden Fall die Belange der Senioren im Auge hat.
Wenn man sich die Mitgliederstruktur der SPD anschaut, ist das auch nicht verwunderlich. Wanderer gegen Mountainbiker: das scheint ein Generationskonflikt zu sein. Die Forderung nach gegenseitiger Rücksichtnahme und Toleranz wird da von einigen schon als "Zumutung" empfunden...
 
Ein wenig weiteres Öl ins Diskussionsfeuer dieses Themas wirft die dieswöchige Ausgabe des SPIEGEL, mit dem Titel: "Zoff im Unterholz. Mountainbiker erobern die Wälder. sie rasen durchs Dickicht und springen über selbst gebaute Schanzen. Waldbesitzer und Förster sind empört."
Dazu ein Video, das zwei Freerider mit Protektoren + Integralhelm durch den Wald brettert. Mal ehrlich, ist DAS die Mehrheit der Mountainbiker? Ich glaube doch wohl nicht. Hier wird der Eindruck erweckt, grundsätzlich alle Biker würden sich mit Spaten und Schaufel ihren eigenen Bikepark im Forstgelände schaffen. Ich halte das für tendenziös und nicht im Sinne einer ausgewogenen Berichterstattung.
 
Sorry, habe gerade mal vorgeblättert und den Leserbrief von "Elitepartner" zum Spiegelbericht gelesen. Sehr gut geschrieben, unterschreibe ich sofort. Den würde ich direkt an die Spiegelredaktion schicken.
 
Um bezüglich der flächendeckend nicht vorhandenen Konflikte nicht immer wieder den Pressesprecher des Ministeriums zu zitieren, zitiere ich zur Abwechslung mal den geschäftsführender Direktor der hessischen Waldbesitzer Herrn Christian R., welcher am 25.04.2012 ebenfalls über das mediale Rumstapfen der hessische Umweltministerin im Forstamt Königstein berichtet hat und dazu u.a. schreibt:
"Gegenüber der großen Zahl der Mountainbiker und Radfahrer, die im Wald auf den festen Wegen bleiben, bereitet die kleine Minderheit der Downhillbiker Jägern, Naturschutzer und Förstern zunehmend ernsthafte Probleme."
Man beachte, dass es hier nur um ein bestimmtes, begrenztes und seit Jahren problematisches Gebiet geht und von Konflikten mit anderen Waldbesuchern keine Rede ist. http://cms-20.de/hesswald.de/2012/04/mountainbiking-im-wald/


Habe dabei noch diesen Artikel entdeckt, den ich noch nicht kannte: http://cms-20.de/hesswald.de/2012/08/schutz-des-waldes-hat-vorrang/
(Fazit: Es sind immer die anderen Schuld. Die angegebene Autorin (?) ist übrigens bloß Mitarbeiterin der Geschäftsführung)


Und nach der bisherigen Zensur von Kommentaren ist jetzt erstaunlicherweise endlich mal einer freigeschaltet!

 
das finde ich ist eine harte nummer:
zitat:„Der Waldbesitzerverband und die SDW bedauern die emotionale Debatte um das Mountainbiken im Wald. Sie fordern die Deutsche Mountainbike Initiative auf, Mitglieder und Mountainbiker nicht weiter durch falsche Informationen und weit überzogene Darstellungen angeblicher Folgen des Gesetzentwurfs der Landesregierung aufzubringen. Wer den Mountainbikern einredet, der Gesetzentwurf bedeute das Ende des Mountainbikesports im Wald‘, schafft eine emotional aufgeladene Situation, in der eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Problem kaum noch möglich ist. Mit der angezettelten „Wutbiker-Kampagne“ demonstriert die Deutsche Mountainbike initiative nicht nur unsportliches Verhalten, sondern nimmt dabei in Kauf, dass Mountainbiker Rechte anderer geradezu sprichwörtlich über den Haufen fahren."

nach wie vor bleibt man die antwort schuldig, wie in zukunft trails ausgewiesen werden sollen, wie das ganze von statten gehen soll. auch auf direkte nachfrage, worin die erleichterung für die ausweisung von trails bestehen soll, erhält man nur ausweichende antworten.
 
was, kennt ihr die DMBI nicht?? ;-)
der FessenHorst und wildbesatzerverbund wundern sich über die zugegeben teilweise heftigen reaktionen (aber wer hat denn hier wem den haufen auf den tisch gemacht?) versuchen den spieß umzudrehen und uns MTB-fahrer als unsachlich und unkonstruktiv hinzustellen. das wird nicht funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
was, kennt ihr die DMBI nicht?? ;-)
der FessenHorst und wildbesatzerverbund wundern sich über die zugegeben teilweise heftigen reaktionen (aber wer hat den hier wem den haufen auf den tisch gemacht?) versuchen den spies umzudrehen und uns MTB-fahrer als unsachlich und unkonstruktiv hinzustellen. das wird nicht funktionieren.

Ich habe den Beitrag mal entsprechend (sachlich) kommentiert. Mal sehen, ob das online geht. Falls nicht hier der Text:

Der Beitrag „Schutz des Waldes hat Vorrang“ zeigt auf ein Neues, dass weder der Hessische Waldbesitzerverband, noch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in der Lage (oder gewillt) sind eine sachorientierte Diskussion zur geplanten Neuregelung des Betretungsrechts zu führen.
Da wird den Radfahrern vorgeworfen, dass sie durch Falschinformationen und überzogene Darstellungen die Diskussion emotional aufladen würden.
Dann erklären sie mir bitte doch mal folgenden Sachverhalt:
Mit dem Verweis auf die Anlage illegaler Trails (siehe Bilder), die nach der heutigen Gesetzeslage schon nicht erlaubt sind, wird eine künftige Beschränkung der Radfahrer auf breite Forststraßen begründet. Diese Argumentation ist schlichtweg unlogisch und wurde bisher in keinem Statement durch die Befürworter nachvollziehbar erläutert.
Sie argumentieren weiter, dass Radfahrer flächendeckend neue Wege anlegen würden, die dann von anderen Waldbesuchern als offizielle Wege interpretiert und genutzt werden würden. Dies ist zum einen eine völlig überzogene und realitätsfremde Darstellung, die sich bestenfalls auf einige wenige „Hot-Spots“ in Hessen anwenden lässt. Zum anderen stellt sich auch hier die Frage, wie die geplante Wegebreitenregelung, dies verhindern sollte. Das würde ja den Schluss nahe legen, dass die Breite eines Weges oder Pfades eine Aussage darüber zulässt, ob er legal oder illegal ist. Dieser Logik folgend könnten doch „illegale Biker“ auf die Idee kommen ihre Trails künftig so breit anzulegen, dass sie von einem Auto befahren werden können. Ein ortsunkundiger Radfahrer, Reiter, Kutscher oder Rollstuhlfahrer würde diesen Weg dann als zulässig interpretieren und eine Benutzung des Weges als regelkonform erachten. Spätestens hier wird klar, wie untauglich eine Wegebreitenregelung in der Praxis ist. Sie erzeugt nur mehr Unsicherheit und Konflikte. Aber vielleicht ist das ja das Ziel?!
Von daher wäre es hilfreich, wenn die Befürworter endlich mal ihre tatsächlichen Beweggründe offenlegen und nicht immer den Naturschutz und die Sorge um die Fußgänger anführen würden. Damit machen Sie sich nämlich zunehmend unglaubwürdig.
Wenn es um wirtschaftliche Interessen geht (Schäden durch Radfahrer), lassen diese sich doch bestimmt mit Zahlen unterlegen. Das wäre eine Grundlage auf der man dann kontrovers – aber sachlich – diskutieren könnte.

Wir müssen bei jeder Gelegenheit auf diese Widersprüche in der Argumentation aufmerksam machen. Sie konnten von der Gegenseite bis heute noch nicht ausgeräumt werden.
 
Zumindest bei uns in der Gegend ("Stadtwald") entstehen neue Wege eher durch Spaziergänger u.v.a. durch Hundebesitzer, als durch Radfahrer.
Durch MTBler eigentlich nur, wenn mal wieder ein Baum im Weg liegt und umfahren werden will.
 
@svenos: ich hätte die bodenverdichtung durch massiven harvestereinsatz, sowie die großflächige reduzierung nutzbarer waldfläche durch ständige wegverbreiterungen erwähnt.
damit wird zweifelsohne mehr zerstört, als es alle biker gemeinsam in den letzten zehn jahren getan haben.
das entlarvt die vorgeschobene argumentation von naturschutz, die immer dann ausgepackt wird, wenn es darum geht, uns was reinzuwürgen.
 
@svenos: ich hätte die bodenverdichtung durch massiven harvestereinsatz, sowie die großflächige reduzierung nutzbarer waldfläche durch ständige wegverbreiterungen erwähnt.
damit wird zweifelsohne mehr zerstört, als es alle biker gemeinsam in den letzten zehn jahren getan haben.
das entlarvt die vorgeschobene argumentation von naturschutz, die immer dann ausgepackt wird, wenn es darum geht, uns was reinzuwürgen.

Ich wollte noch etwas "Futter" für andere Kommentatoren übrig lassen :lol:

Also ran an den PC, denen mus der Server platzen!
 
Es sieht mir so aus, als wenn die "Waldvereinigungen" eine Strategie festgelegt haben: zu beaupten, dass der DIMB die Unwahrheit verbreitet.

Folgender Mailverkehr mit Hr. von Eisenhart Rothe, Landesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Hessen e.V. zur Kenntniss (persönliche Daten habe ich anonymisiert). Ihr müsst von unten nach oben lesen:

-------- Original-Nachricht --------
Betreff: Re: Ihre Webseitenmeldung zum neuen Hessischen Waldgesetz
Datum: Wed, 05 Sep 2012 21:54:49 +0200
Von: Micha555
An: Christoph von Eisenhart Rothe

Sehr geehrter Herr von Eisenhart Rothe,

herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort!

Entschuldigen Sie bitte, dass ich nach 10 Tagen ohne Reaktion nachfrage. Es war mir nicht klar, dass Sie nur ehrenamtlich tätig sind. Im übrigen ist der DIMB ein eingetragener Verein, der von seinen Mitgliedern finanziert wird und nicht von der Fahrradindustrie. Ich weiß nicht, wie sie dazu kommen zu denken, dass dort nicht auch ehrenamtliche Arbeit geleistet wird....für Menschen!

Zu meiner Person: ich bin 47 Jahre alt, fahre seit mehreren Jahren Mountainbike und Rennrad, bin aber oft auch als Wanderer unterwegs. Ich bin verheiratet und habe drei Kinder und wohne im hessisch bayerischen Grenzgebiet.

Zu dem Text: Ihre Behauptung, dass der DIMB Falschinformationen verbreitet, ist aber sehr weit hergeholt. Der von Ihnen aus der Unterschriftenliste zitierte Text steht so wörtlich im Entwurf
(§ 15 Abs. 2). Fakt ist doch, dass mit dem neuen Forstgesetz zunächst eine massive Einschränkung verbunden ist, da heute alle Wege und Straßen benutzt werden dürfen (§24 Abs. 4 "Radfahren, Fahren mit Kutschen und Krankenfahrstühlen und Reiten ist nur auf Wegen und Straßen gestattet."). Da ist ja wohl die Einschränkung auf Wege, "die ganzjährig mit zweispurigen, nicht geländegängigen Fahrzeugen befahrbar sind." eine massive Einschränkung. Da sehen Sie keinen Widerspruch? Interessante Sichtweise!

Für mich ist daher die Behauptung auf ihrer Webseite schlich unwahr und mehr als unredlich!

Die von Ihnen angeführte Möglichkeit, dedizierte Radstrecken auszuweisen besteht ja heute auch schon, sonst würde es die von Ihnen angeführten MTB Strecken gar nicht geben. Wo ist also der Mehrwert im neuen Entwurf?

Insgesamt muss ich leider feststellen, dass Ihre Argumentationskette nicht schlüssig ist.

Geradezu unverschämt ist es, dem DIMB zu unterstellen in irgendeiner Form von den Umsätzen der Fahrradindustrie zu profitieren. Ist es nicht so, dass gerade die Waldnutzung und Ausbeutung inzwischen ein Milliardengeschäft darstellt?

Mit freundlichen Grüßen
XXX



-------- Original-Nachricht --------
Betreff: Re: Ihre Webseitenmeldung zum neuen Hessischen Waldgesetz
Von: Christoph von Eisenhart Rothe
An: micha555
Datum: 05.09.2012 19:25
Sehr geehrter Herr XXX,

Sie sind mir ja ein freundlicher Biker. Da schreiben Sie eine e-mail, stellen sich nicht mal vor, und mosern dann noch, dass Sie nicht prompt eine Antwort bekommen. Wir arbeiten weitgehend ehrenamtlich für den Wald, im Gegensatz zur DIMB, der Lobbyorganisation der Fahrradhändler und der Mountainbikerindustrie.

Ich weiß gar nicht wo das Problem liegt. Der Text der Unterschriftenaktion der DIMB (Lobbyverband der Fahrradhändler und der Mountainbikerindustrie) ist folgender:

Die hessische Landesregierung möchte das Mountainbiken massiv einschränken! Der Entwurf des Hessischen Waldgesetzes vom 25.06.2012 sieht vor, dass Radfahrer nur noch feste Wege befahren dürfen, die ganzjährig mit zweispurigen, nicht geländegängigen Fahrzeugen befahrbar sind. Damit wären alle Singletrails und naturnahen Wege tabu! …

Sehen Sie und genau hier liegt die Fehlinformation, denn das Gesetz sieht eben genau das Gegenteil vor.

Schauen Sie bitte in §15 (5) des Gesetzesentwurfs in Zusammenhang mit §16 Abs. 4 und §17. Draus geht hervor, dass eben extra für bestimmte Nutzergruppen, seien es Reiter, Wanderer oder eben auch Mountainbiker bestimmte Wege extra und exklusiv ausgewiesen werden können. Ziel ist daher eine Entmischung des Nutzerverkehrs und damit auch eine extra Ausweisung von Trails und dergleichen. Diese Trails für Mountainbiker dürfen dann auch nur von diesen benutzt werden, neben den sonst üblichen befestigten Waldwegen. Das bisherige Nutzen solcher Trails war illegal. Mit dem neuen Gesetz werden also für die Mountainbiker zusätzliche legale Wege freigegeben, wie es beispielsweise im Odenwald pilotprojektartig hervorragend funktioniert. Ich finde das ist ein deutliches Plus für alle die radsportbegeistert sind.

Wo sehen Sie hier einen Widerspruch zu dem was Sie unten von uns zitieren? Das Agieren mit dieser Unterschriftenliste und auch auf der Homepage der DIMB ist daher unredlich, das dort Geschriebene entspricht nicht dem Gesetzesentwurf.

Die DIMB betont immer wieder, dass ein ganz großer Teil der Mountainbiker sich an Recht und Gesetz hält. Ich verstehe daher nicht, dass ein ganzer Verband sich nun für die engagiert und vor die stellt, die sich eben nicht an die rechtliche Lage halten. Ich habe noch nie erlebt, dass man soviel Aufwand für schwarze Schafe betreibt und damit alle anständigen Radfahrer mit in die Illegalität zieht.

Vielleicht besteht aber bei den Verantwortlichen auch die Angst, das Spielfeld Wald könnte zu sehr eingeschränkt werden. Das würde natürlich massiv auf die Absatzzahlen für Mountainbikes drücken. Und bekanntlich werden in diesem Bereich inzwischen Milliarden umgesetzt. Die Gier ist halt überall. Bedauerlich nur, dass sich viele anständige Radfahrer das Gesetz nicht wie Sie angesehen haben und sich dazu in Rückfragen informierten.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph v. Eisenhart Rothe
Landesgeschäftsführer der
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Landesverband Hessen e.V.
Rathausstraße 56
65203 Wiesbaden
Tel.: XXX
Fax: XXX



Von: Micha555
Gesendet: Freitag, 17. August 2012 00:47
An: ch.v.eisenhart
Betreff: Re: Ihre Webseitenmeldung zum neuen Hessischen Waldgesetz



Guten Abend,

ich finde es sehr bedauerlich, dass Sie erst auf Ihrer Webseite offenbar nicht belegbare Behauptungen aufstellen und es dann noch nicht einmal für nötig befinden, auf höfliche Anfragen diesbezüglich zu reagieren.

Mit freundlichen Grüßen
xxx



-------- Original-Nachricht --------
Betreff: Ihre Webseitenmeldung zum neuen Hessischen Waldgesetz
Von: micha555
An: ch.v.eisenhart
Datum: 08.08.2012 11:42
Guten Tag Herr Christoph v. Eisenhart Rothe, sehr geehrte Damen und Herren,

ich versuche mir gerade ein Bild bzgl. des geplanten neuen Waldgesetzes in Hessen zu machen.
In diesem Zusammenhang habe ich auf der Webseite der "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald- Landesverband Hessen" unter "Neues Waldgesetz für Hessen sorgt für heiße Diskussion" die nachfolgende Bemerkung gefunden:

" Leider sind hierzu viele Falschinformationen im Raum (die teilweise auch bewusst von Seiten der Mountainbikerlobby verbreitet wurden), weshalb wir hier an dieser Stelle den Gesetzestext ins Netz stellen. Bitte beachten Sie an dieser Stelle auch, dass der Text der Unterschriftenaktion der DIMB e.V. nicht mit dem Text des Gesetzes übereinstimmt. Es wird absichtlich verschwiegen, dass das Gesetz extra die Ausweisung von Trails für Mountainbiker vorsieht."
Ich habe daraufhin den vom DIMB veröffentlichten Gesetzes-Vorschlag und den von Ihnen bereitgestellten Text verglichen und kann keine Unterschiede feststellen. Können Sie mir bitte mitteilen, wo der DIMB Text sich von der offiziellen Vorlage unterscheidet?
Ferner habe ich auch nach mehrfacher Durchsicht des Gesetzesvorschlags keinen Passus gefunden, der "extra die Ausweisung von Trails für Mountainbiker" vorsieht. Können Sie mir bitte sagen, auf welches Teil des Gesetzes Sie Ihre Aussage stützen?

Herzlichen Dank
micha555

 
Zuletzt bearbeitet:
der text dieses herren ist gesprochen wie geschrieben immer der gleiche.... mir hat er aber noch vorgeworfen, ich wäre ein lobbyist der dimb. da musste ich am telefon auch mal laut lachen und nicht nur schmunzeln.
 
Schauen Sie bitte in §15 (5) des Gesetzesentwurfs in Zusammenhang mit §16 Abs. 4 und §17. Draus geht hervor, dass eben extra für bestimmte Nutzergruppen, seien es Reiter, Wanderer oder eben auch Mountainbiker bestimmte Wege extra und exklusiv ausgewiesen werden können.
Toll erstmal verbieten und dann in 1,2,... Jahren (oder auch nie) wieder häppchenwiese erlauben.
Und dann das ganze als Fortschritt hinstellen.
 
Noch eine Anmerkung zu der Behauptung: "Der Waldbesitzerverband und die SDW bedauern die emotionale Debatte um das Mountainbiken im Wald."
Dieser Waldbesitzerverband – allen voran Herr Michael v.d.T. – sind wirklich eine Paradebeispiel für erfolgreiche Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit, das muss man ihnen echt lassen. Dieses 'Gutmenschentun' und die Scheinheiligkeit und Heuchelei dieser Herren sind kaum auszuhalten.

So wird z.B. hier und hier u.a. von einer Podiumsdiskussion zwischen den Waldbesitzern und Gruppen, wie Mountainbikern, Joggern, Wanderern, Reitern und Geocachern berichtet. Hört sich alles super an, kein normaler Mensch wird diese Veranstaltung weiter hinterfragen und ein positives Bild dieses Verbandes abspeichern. (Die Veranstaltung ist übrigens auch hinsichtlich anderer Themen noch ganz interessant (z.B. 'Energiewende'))

Dann sollte man sich mal diesen Bericht aus dem Publikum durchlesen:
"… Eingeschossen haben sich die Beteiligten vor Allem auf die Mountainbiker. …. Daneben eine Fotomontage eines Mountainbikers, der über eine ängstliche Wildkatze springt. Da wurden ordentlich plakativ Ängste geschürt, …"

Der Waldbesitzerverband bedauert also die emotionale Debatte um das Mountainbiken im Wald?!? So, so…
(Die Geocacher wurden tatsächlich zu dieser Veranstaltung eingeladen, aber wurden auch Mountainbiker eingeladen? Und wer ist denn dieser "Vertreter irgendeines Stadtwaldes" der da als Mountainbiker sprach???)

Der SDW-Hessen ist ja schon vor längerem durch seine unsachliche Art und Unterstellungen aufgefallen #1774. Aber was dieser Herr v.E.R in dem Schriftverkehr im vorangehenden Eintrag von sich gibt, übertrifft selbst das noch …
Der Herr hat offenbar schon seit vielen Jahre mit Radfahrern ein Problem, denn bereits im Jahre 2006 hat er im Rahmen der Neufassung des hessischen Naturschutzgesetzes behauptet, dass "ein großes Konfliktpotential zwischen Radfahrern (insbesondere querfeldein) und anderen Interessengruppen" besteht (ULA-AV-048-T4.pdf, §7 S. 34 bzw. -246-).

 
http://www.fdp-eberstadt.de/node/7

"Fortschritt oder Irrweg - Welche Regeln braucht der Wald?"

Mittwoch, 19.9.2012 um 19:30 Uhr
im Haus der Vereine, Oberstraße 16, 64297 DA-Eberstadt

Podiumsgäste:

ADFC Darmstadt e.V., Annelie von Arnim, Vorsitzende.
BUND Hessen, Rolf Strojec, Fachsprecher Freizeit-Sport-Tourismus.
FDP-Hessen, Leif Blum, MdL.
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Christoph von Eisenhart Rothe, Landesgeschäftsführer.
Vereinigung d. Freizeitreiter u.-fahrer in Deutschland, Hans-Joachim Kohring, Vorstand, Themengebiet Reitrecht.
Allgemeiner Sportclub Darmstadt, Till Lufft, Vorsitzender.

Das Hessische Waldgesetz soll novelliert werden. Der Gesetzentwurf ist heftig umstritten.

Ein Kernpunkt der Kritik ist das Zugangsrecht zum Wald, das im vorliegenden Entwurf verschärft werden soll. Personengruppen wie zum Beispiel Biker, Reiter und Geocacher sehen in den geplanten Änderungen eine drastische Einschränkung ihrer Nutzungsmöglichkeiten. Waldbesitzer und Wanderer begrüßen die Veränderung als längst überfällig.

Die Meinungsbildung ist komplex und noch nicht abgeschlossen. Die FDP möchte mit ihrer Podiumsdiskussion Argumente hörbar machen und zu einer sachlichen Diskussion des Themas beitragen.

Wir laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein, an unserer Diskussion teilzunehmen und zur Meinungsbildung beizutragen.

Es wurde hier schon mal gepostet, sorry fürs wiederholen.
Der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist mit Christoph von Eisenhart Rothe bei dieser Veranstaltung vertreten.

ray
 
Dieser Waldbesitzerverband – allen voran Herr Michael v.d.T. – sind wirklich eine Paradebeispiel für erfolgreiche Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit, das muss man ihnen echt lassen
Wobei ihnen die CDU-FDP Landespolitik auch stark behilflich ist, indem sie sich so brav hinter diese adligen Herren stellen, als ob die auch die Interessen des Staates und der Kommunen als die größten Waldbesitzer in Hessen (76%) vertreten. Stattdessen vertreten sie nur die PRIVATEN Waldbesitzer, also maximal 24% - weit weniger in der Realität, weil die kleinen Waldbesitzer (Durchschnittsgröße je Waldbesitz: 3ha) kaum alle Mitglied in diesem feinen Verband sein werden. Deswegen ist allein der Name Waldbesitzerverband anmaßend. Von diesen kleinen Wald-Parzellen wird die Hälfte von Hessen Forst mitbetreut, und ein erheblicher Anteil vermutlich gar nicht bewirtschaftet sein. Zum Vergleich: ein Eigenjagdrecht gibt's erst ab 75ha. Dafür dass sie also eigentlich nur die eigenen Interessen als jagdliebende Großwaldbesitzer vertreten, hauen die adligen Herren ganz schön auf die Pauke - die Chuzpe muss man erst mal haben!
 
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