Aluminium Fluch oder Segen

JoolstheBear

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Jaja , muss mich mal wieder Übers Alu aufregen nachdem sich mal wieder eines meiner Gewinde (diesmal fürs Steckblech) verabschiedet hat ... Hab erst seit Kurzem nen Alu Bike (vorher nen Begamont mit Stahlrahmen) und habe bis jetzt bestimmt schon 4 oder 5 Gewinde ausgerissen und ab und an mal was verbogen ...

zu meiner "Schrottliste"
-Gewinde für Gepäckträgerbefestigung , fahre unter der woche mim Bike zur arbeit und der Lappi muss mit , dachte es wäre ne gute idee den Träger mit Flügelschrauben zu befestigen , um ihn zum WE Schnell wieder abzunehmen , nach 2 wochen wars ausgelutscht ...
- Diverse Sattelstützen (auch beim Alten) verbogen , immer mal wieder besch... aufgesetzt ... bei meinen Treckingrädern früher is mir das nie passiert ...
-Abziehgewinde an der Kurbel geschrotet , Abzieher ganz reingedreht und wie nen wahnsiniger versucht die Kurbel runterzubekommen , dabei das Gewinde Rausgerissen
- Das Gewinde der linken kurbel um 3 Gänge verhunzt (ok Pedale hält noch) , war nen kleiner Grat , bzw. der anfang des Pedalgewindes war nicht 100%ig geschnitten , geflucht , 3 gewindegänge verhunzt und das Gewinde an der Pedale dann mim Dremel nachgefräst , dann gings ...
- Gestern hat sich mein Schutzblech verselbstständigt , hab kurz das Multitool ausgepackt wieder leicht ! angezogen und das wars dann

Habt ihr auch nen höheren Verschleis seit dem ihr mehr und mehr auf Alu Parts gewechselt habt ? Bin ja schon sehr vorsichtig geworden seit dem aber sobal auch nur nen bissel verkantet wird oder man mal nen bissel zu fest anzieht isses zu spät ...
 
ich stelle mal zwei theorien in den raum. darfst dir die für dich angenehmere als lösung aussuchen :D

1) die "du hast nur schrott" theorie
kaufst du nur billige parts und billiges werkzeug? taugt die qualität nichts der teile die du hast? ist es ZEG großhandelsbilligkram? dann mag das vielleicht ein grund für sein, daß ab und zu mal was kaputt geht
wobei, wenn ich dein bike ansehe: wer bei ebay die billig-massenware von s-crash und bikegigant kauft, braucht sich nicht weiter wundern!

2) die "du bist ein gefühlloser berserker" theorie
bei dem was du alles so zusammenreisst kommen mir ehrlich gesagt gewisse zweifel daß du das richtige feingefühl für so sachen mitbringst! am bike gibt es normal überall anzugsmoment-angaben für die schrauben. die sollte man auch einhalten. wenn man dann nen bremssattel mit nem 1m langen schlüssel anzieht ist klar daß da was reisst. ich hab nur einmal ein gewinde rundgenudelt, das man allerdings wieder nachschneiden konnte ;)
ich würd dir mal dringend die anschaffung eines drehmomentschlüssels empfehlen! und vielleicht nen kurs im schrauben. denn wenn man kurbelgewinde verhunzt dann liegt das in aller regel daran daß man die pedale nicht richtig reinschraubt, schief ansetzt etc. aber nicht am anzugsmoment! und wer schneidet gewinde mit´m dremel nach :eek: :heul:

ich fahre seit jahren aluteile und nix anderes und mir ist wie gesagt erst ein gewinde hops gegangen ;)
 
ich kenne keine Gewinde die sich verabschieden. Es gibt nur Gewinde die verabschiedet werden. Soll heissen: Schrauben falsch ansetzen, Schrauben überziehen, Schrauben trocken einschrauben....

Sorry
 
FLLAAAAMMMEEEEWWWAAARRRRR

Runde 1 .... :D :D :D :D :P

Zu these 1 , der Rahmen is nen ganz normaler 0815 Kinesis 7005er Rahmen (der wird in der Form auch z.b. von Cube verbaut)
Die Kurbel die dabei draufgegangen is , is ne 0815er Shimano FCM-440 , Quasi noch ne "alte Deore" mit 4 Kant und ohne Hollowtech ...
Nun , ich bin immer noch der Meinung das nen Bike nur so gut is wie die Summe seiner Teile ... aber hier mal Kurz ne Teileliste :
Kinesis 7005er Rahmen (22" rahmenhöhe)
Steuersatz (okok NoName aber ordentlich gedichtet und die Lager machen nen Brauchbaren eindruck)
Vuelta Rodi Vision auf normalen DT Swiss 2,0ern in Silber auf Quando Disc Naben (behaupte mal die is baugleich mit der 525er Shimano)
Vorbau Promax (hab ich aus Gewichtsgründen mittlerweile gegen ne tattoo aus nen Bergamont von meinem Händler Getauscht)
Lenker Kalloy , Hat mich noch nie im Stich gelassen
Barends Kalloy/Uno sind mittlerweile gegen andere Kalloys getauscht
Sattelstütze Promax (ok die hab ich auch verhauen und jetzt ne Rock shox MTB drin)
Magura Julie 2004 ... 1400 kilometer noch kein Problem
Suntour XCP 75 LO 2004... Wunderbare Gabel für das Geld
Schwalbe Little Albert Drahtreifen (mittlerweile nen Hi lite Hot drin)
Kurbel FCM 440 (is jetzt ne LX drin halt wegen besagtem Abziehen)
Innenlager (NoName bis jetzt das einzigste WIRKLICHE Billigteil in dem Bike , Hat mich auch genug Ärger gekostet das auszubauen) seit dem nen Deore Octalink
Kasette 9er Deore
Umwerfer Deore
Kette , ka , aber tippe auch ma auf ne Deore 9er
Shifter Deore Rapid Fire
Sattel SR Freccia (habs für nen Billigsattel gehalten , bis ich den gleichen bei Bicycles für 44€ gesehen hab ... genau der gleiche mit Freccia label nur in Lookin Verpackung
Das ganze war relativ gut eingestellt (Schaltung e.t.c.) und is bis jetzt eigentlich ziemlich Problemlos gewesen ...

Das einzigste Ärgernis an dem ganzen bis jetzt war das Innenlager , alles , aber auch wirklich alles andere war und ist an dem Bike Markenware ...

Und wohlgemerkt das ganze für 460€ + Versand .... gut , will auch keine Diskussion über pro und Contra Bikegigant und S-crash vom zaun brechen ... auch klar das die mit ihren UVp´s be********n wos geht , Aber nen vergleichbares Cube hätte bei meinem Stammhändler gut 700€ gekostet ...

zu 2.
Hmm sicher bin ich nich der Schwächste (halt kein 60kg cc jockey) aber so die ein oder andere Schraube hab ich in meinem Leben schon mal angezogen , ok nen Drehmomentschlüssel hab ich nich , aber so ein bissel feingefühl für nach fest kommt ab und meist zieh ich sogar die schrauben eher zu wenig an als zu viel (berümt berüchtigtes "losklappern")


und jetzt kommst du ...
 
ja jetzt komm ich. ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber die anderen beiträge die du heute schon von dir gegeben hast, lassen nicht grade auf nen schrauber-guru und technik-gott schließen, weswegen ich einfach mal von ausgehe, daß rohe gewalt am frühzeitigen tod der teile schuld ist.
 
Sicher kein Schraubergott , und sicher bin ich nich so im Bike Parts thema wie jemand der schon seit 10 jahren nur an MTB high end Parts schaubt , schrauben tu ich auch schon so lange ich denken kann , aber erst seit gut 3 jahren überhaupt an MTB´s und erst seit nem Halben jahr an upper class Parts (Sprich teile die in Bikes wandern die ab 500€ aufwärts kosten) , nun ja und das gewinde zu meinem Schutzblech is mir gestern nachdem es sich gelockert hat mim multitool ausgenudelt , genauso der Gepäckträger , den ich nur mit Flügelschrauben angezogen hatte , beides sicher keine Werkzeuge um genug kraft ohne rohe gewalt aufzubringen ....
 
JoolstheBear schrieb:
schrauben tu ich ...erst seit nem Halben jahr an upper class Parts (Sprich teile die in Bikes wandern die ab 500€ aufwärts kosten) ....
:rolleyes: naja, ich weiß ja nicht was bei dir upper class ist, aber ein bike das 500€ aufwärts kostet ist keine upper class, das ist für hiesige verhältnisse der sportMTBfahrens low budget. für 500€ kaufen sich viele hier die den sport ernsthaft betreiben vielleicht ne federgabel oder ne bremsanlage, aber sicher kein ganzes rad. insofern... :rolleyes:
und ein "upper class bike" mit schrauben mit FLÜGELMUTTERN :eek:
 
OK das ding wird definitiv zu nem Flamewar ... aber egal , kann ich den Leuten der "vermeintlich richtigen upperclass" mal den mittelfinger zeigen ...

Also "upper class" oder wie auch immer man das bezeichnen will is für mich nen Bike an dem nur Markenware verbaut ist , was drunter is , is meiner bis zur klasse von ca 300 € baumarktschrott und ab 300-500 die Richtige Klasse für Wochenendbiker , sprich einstiegsserie von Bergamont , Diamondback oder Raleigh .... darüber fangen für mich die richtigen Bikes an , wie gesagt ab 500€ aufwärts , und auch die fahren sich schon ganz gut denke ich , mein nächstes (2. bike) wird nen Freerider knapp unter 1000€ , ok der rahmen is gebraucht , nen univega ram 9 fr für 250€, der rest wird aus neuteilen für unter 750€ zusammengebaut , hab da schon ne feste vorstellung) ...
Ganz im ernst , das Biken hat sich für mich vom reinen Sommerwochenendsport und zur Arbeit fahren zum Hobby entwickelt und ich bin persöhnlich nicht bereit weil vermeintlich alle anderen Parts eh ******** sind 500€ für ne gabel , 1000€ für nen rahmen und 500€ für nen LRS zu bezahlen , klar das man das ein oder andere durch improvisieren wieder wett machen muss , aber MTB fahren is meiner meinung nach kein Sport nur für besserverdiener , sicher was nichts kostet ist auch nichts , aber alles muss in realation bleiben ... geld kann ich als baumarktverkäufer nun mal nicht ********n , auf der anderen Seite würd ich nie nem Bekannten nen Baumarktbomber empfehlen , aber auch kein Bike für 2000€ ... wie gesagt alles eine Frage der Realation ... Mag sein das wenn ich irgendwann mal an nem Wettbewerb teilnehmen möchte sich meine einstellung ändert ...
Auch bei einem Bike für 2 ,3oder 5000€ muss man noch treten ...

Aber das is auch nich der Grund des Threads

Worum es mir eigentlich nur ging is die Beobachtung das das allseits so gern verbaute aluminium nich nur gewichtsvorteile hat sondern auch in vielen bereichen Probleme mit sich bringt (die idee mit den Flügelschrauben NICHT MUTTERN , ich erläuter dir gerne noch mal den unterschied) wie z.b. an der Gepäckträgerbefestigung (hab oben noch 2 lötösen dafür und unten beim Bremssattel sind nun mal die gewinde dafür obligatorisch) ... der sich nur durch normalen betrieb das gewinde kaputtgerüttelt hat , oder die Schutzblechbefestigung (hab noch nen einfaches ideal standart , kein Xblade o.ä.) welches auf der mittelstrebe vom hinterbau verschraubt wird hat sich auch im normalen betrieb losgerüttelt ...
Gut , mir is trotz meines Kampfgewichtes der Rahmen noch nich gebrochen bzw. hat sich irgendwie verzogen , so schlecht kann er also nich sein .
Oder das beispiel mit der Kurbel die sich partout nich abziehen ließ , denke mit ner Stahlkurbel wäre das ncih passiert , klar is die bleischwer , aber es gibt viele dinge wo alu kaum vorteile bringt und es teilweise sogar sinvoller wäre Stahl zu verwenden ...
Aber leichtbau is ja in ... und versucht mal ne bezahlbare , aber gute kurbel um z.b. 60 oder 40€ zu bekommen die auch noch vom gewicht her i.o. is ... die hersteller produzieren da nun mal nichts ...
Rahmen dasselbe , im bereich ab 200€ aufwärts gibts schon wenn man nicht aufs letzte gramm gewicht aus ist um die 2000gramm sehr brauchbare alurahmen , nöhl aber z.b. hat bewiesen das man auch nen stahlrahmen bauen kann der kaum schwerer ist , nur macht sich halt die industrie nich die arbeit gute stahlrahmen in dem preisbereich anzubieten , also baumarktbomber oder high end , aber nich im von mir so titulierten "upper class" bereich ... und subjektiv sind an meinem Bergamont mit biligstahlrahmen wesentlich weniger gewinde ausgerissen als an meinem Kinesis rahmen ...
 
ok, die diskussion führt hier definitiv ins nichts! sicher sind bikes für 500€ durchaus fahrbar aber für langen, harten und anspruchsvollen dauereinsatz nun mal nur 2. wahl eben weil die dran verbauten komponenten nicht das aushalten, was teure teile mitmachen - das fängt bei den naben an, geht über die gabel und dämpfer weiter bis zu bremsen und anbauteilen sowie der schaltung.
was jeder für sich als gut empfindet muß er selbst wissen. nur scheinst du hier irgendwie der einzige zu sein der die gewinde aus den dingern rausreisst :ka:

im übrigen kenn ich den unterschied zw. flügelmuttern und -schrauben, sei nicht so kleinlich :D
 
sharky schrieb:
ok, die diskussion führt hier definitiv ins nichts! sicher sind bikes für 500€ durchaus fahrbar aber für langen, harten und anspruchsvollen dauereinsatz nun mal nur 2. wahl eben weil die dran verbauten komponenten nicht das aushalten, was teure teile mitmachen - das fängt bei den naben an, geht über die gabel und dämpfer weiter bis zu bremsen und anbauteilen sowie der schaltung.
was jeder für sich als gut empfindet muß er selbst wissen. nur scheinst du hier irgendwie der einzige zu sein der die gewinde aus den dingern rausreisst :ka:

im übrigen kenn ich den unterschied zw. flügelmuttern und -schrauben, sei nicht so kleinlich :D

Wollte auch keine Diskussion über gut oder schlecht vom preis her vom zaun brechen ... klar geb ich dir recht das man für 500€ kein gutes fully kriegst ... aber für 500 schon nen gutes HT mit Deore ausstattung und ich denke nich das die parts , auch im dauereinsatz , schlecht sind ...
(anm. wieso muss ich eigentlich immer das letzte wort haben???:D:D:D)

nein aber zum Grundgedanken des threads zu kommen , habt ihr halt beobachtet das euch seit dem die industrie mehr bei bikes auf alu setzt nen höheren verschleiß oder erhöhte mängel an euren bikes festgestellt ???
 
JoolstheBear schrieb:
Die Kurbel die dabei draufgegangen is , is ne 0815er Shimano FCM-440 , Quasi noch ne "alte Deore" mit 4 Kant und ohne Hollowtech ...

Sicher das du auch nen Abzieher für 4-Kant Lager hattest und nicht Octalink Only??? Sonst kann ich sagen es war definitiv ein billiger Abzieher, ich hab meinen Kurbelabzieher seit '91 und er hat noch keine Kurbel gekillt (das Billigding vorher innerhalb kurzer Zeit 3 Kurbeln)

Mfg Chris
 
JoolstheBear schrieb:
Wollte auch keine Diskussion über gut oder schlecht vom preis her vom zaun brechen ... klar geb ich dir recht das man für 500€ kein gutes fully kriegst ... aber für 500 schon nen gutes HT mit Deore ausstattung und ich denke nich das die parts , auch im dauereinsatz , schlecht sind ...
nein, das heisst es natürlich nicht. ich hab mir ans HT ne deore brake geschraubt und finde die schiebe super. mag vielleicht etwas weniger biß als ne marta haben (was noch zu probieren wäre, sag ich einfach mal so) aber bei nicht mal nem drittel vom preis....

JoolstheBear schrieb:
nein aber zum Grundgedanken des threads zu kommen , habt ihr halt beobachtet das euch seit dem die industrie mehr bei bikes auf alu setzt nen höheren verschleiß oder erhöhte mängel an euren bikes festgestellt ???
stimmt da war ja noch was :D
ok, um die frage zu beantworten: nein, ich konnte sowas nicht feststellen ;)
 
Jup , war nen 4 kant abzieher , zwar nen billiger , aber definitiv für 4 kant kurbeln ... hab sonst auch immer die kurbeln von allen bikes damit runterbekommen (z.b. die nexave von meinem altem und auch wieder montiert , sogar mehrmals) , naja und für meine LX brauch ich ja keine , da is der Abzieher schon integriert ;)
 
Zum Thema Alu: klar ist Alu *******, aber es ist auch scheiß leicht.
Mein Mechaniker sagt nur "Wer Alu kennt, nimmt Stahl", wenn ich
mir mal wieder meine neueste Alu-Tuning Orgie absegnen lassen will.
Wenn das Know How mal wirklich da ist, wird Alu sicher durch Carbon ersetzt.
Das ist zwar auch "schlechter" als Stahl, aber eben noch verdammt viel leichter.

Zu den Sattelstützen: :eek: was wiegst du? Das schafft nicht mal
mein 0,1T-Kumpel, der es richtig krachen lässt. Das müssen Fahrfehler sein.

Thb
 
105 KG , und da kaum ne brauchbare Rahmengröße bezahlbar bei meinen 195 cm zu bekommen is , is die meist leider bis zum Markierungsstrich draussen (mit so 5mm reserve) im reinen fahrbetrieb eigentlich kaum (mittlerweile hat sich auch meine Fahrtechnik verbessert) , aber nen kurzes anbremsen mit abhebendem hinterrad (jaja posen ich weiß) oder nur nen zu deftiges fahren von der Bordsteinkante ohne den a... aussem sattel zu heben reicht schon , hab dabei auch schon einige alu sattelgestelle leicht "umgeformt" , vor ca 2 jahren is mir sogar mal nen sattelgestell dabei gebrochen ... wie gesagt seit der Rock Shox MTB is das geschichte , dazu trägt sicher auch die federung bei ... und beim sattel hab ich bis jetzt alles zerlegt ausser dem Freccia (cromoly zahlt sich halt aus) ...

€: gerade erst gesehen ... gewinde mim dremel nachschneiden tu ich natürlich nich ... bissel falsch ausgedrückt , bei den pedalen war der gewindeanfang mit dem ersten gewindegang "verwachsen" , den teil hab ich mim dremel aufgeschnitten , seit dem nie wieder probs ... Gewindeschneider hab ich ja da aber nich für linksgewinde und schon gar nich in der Größe ;)
 
Wie heisst es so schön: "nach fest kommt ab". Für einige Dinge lohnt sich ein Drehmomentschlüssel.
Zum Problem Sattel - hast Du mal Brooks probiert ?! Fahr seit kurzem den Swift und bin bislang begeistert. Allerdings bedarf der Brooks neben einer Einreitphase (wenn er neu ist) einiges an Pflege. Ist auch nix für Leichtbaufetischisten.
Durch die nachgebende Lederdecke ist er aber sehr komfortabel und vermittelt mehr Fahrstabilität gegenüber nem Kunststoffsattel mit Lederbezug. Wenn Du mal (im sitzen) über ne Wurzel fährst, merkst Du selbst bei nem Fully sehr deutlich den Unterschied zwischen einem Kunststoffsattel mit Lederbezug und einem Kernledersattel wie dem Brooks. Der Brooks hebt Dich sprichwörtlich kaum an ;) , weil die Stossenergie durch die Lederdecke aufgefangen wird (beim Fully wird natürlich ein Grossteil durch die Schwinge geschluckt).
 
JoolstheBear schrieb:
105 KG , und da kaum ne brauchbare Rahmengröße bezahlbar bei meinen 195 cm zu bekommen is , is die meist leider bis zum Markierungsstrich draussen (mit so 5mm reserve) im reinen fahrbetrieb eigentlich kaum (mittlerweile hat sich auch meine Fahrtechnik verbessert) , aber nen kurzes anbremsen mit abhebendem hinterrad (jaja posen ich weiß) oder nur nen zu deftiges fahren von der Bordsteinkante ohne den a... aussem sattel zu heben reicht schon
tut mir ja furchtbar leid, aber ich bin auch 1,92 und wog mal über 100kg aber mir ist nie sowas passiert. und rahmenprobs mit der größe hatte ich auch keine. ok, du definierst bezahlbar eben anderes als der rest der welt, aber auch kinesis macht rahmen in 22" und selbst bei nem 20" musst du ne 400mm stütze nicht bis anschlag rausziehen!

hier scheinen sich mieses material und schlechte fahrtechnik wirklich zu vereinen. vielleicht solltest du in zukunft mal drüber nachdenken, ob das ganze billige zeug wirklich geeigent ist, um im sporteinsatz zu bestehen. grade im hinblick auf deinen "freerider" gesehen, denn wenn du den so wie geplant aufbaust und dann auch richtig hernimmst, werden solche sachen keine einzelfälle sondern gang und gäbe werden!
 
Also, jeder Maschinenbauer oder Materialtechniker wird bestaetigen koennen, dass ein in Aluminium geschnittenes Gewinde, in das eine Stahlschraube gedreht wird (und das ist nunmal die haeufigste Form der Schraubverbindung am MTB) absolut keine Idealloesung darstellt.

Aber am Fahrrad spielt eben immer das Gewicht eine grosse Rolle, und beim Verhaeltnis Gewicht zu Steifigkeit hat Aluminium ganz klar alle zu einem aehnlichen Preis realisierbaren Loesungen verdraengt.

Im normalen Betrieb gibt es da auch relativ wenig Probleme.

Auch Jools Problem besteht ja weniger darin, dass Teile im normalen Betrieb ihr Leben aushauchen, sondern bei der (De-)Montage. Da sind die oben beschriebenen Schraubverbindungen empfindlich, ist einfach so. Daher (wie ja schon fast alle hier gesagt haben): Anzugsdrehmomente peinlichst genau einhalten. Schraubverbindungen immer gruendlich fetten, Gewinde gegebenenfalls vor der Montage reinigen.

Und wenn man eine Schraubverbindung hat, die man haeufig auseinenadernimmt und wieder zusammenbaut (Schutzbleche jede Woche runter und wieder drauf), dann ist Aluminium tatsaechlich nicht das Material der Wahl. Dann lieber die Stahlschraube auch mit einer Stahlmutter kontern.
 
sharky schrieb:
tut mir ja furchtbar leid, aber ich bin auch 1,92 und wog mal über 100kg aber mir ist nie sowas passiert. und rahmenprobs mit der größe hatte ich auch keine. ok, du definierst bezahlbar eben anderes als der rest der welt, aber auch kinesis macht rahmen in 22" und selbst bei nem 20" musst du ne 400mm stütze nicht bis anschlag rausziehen!

hier scheinen sich mieses material und schlechte fahrtechnik wirklich zu vereinen. vielleicht solltest du in zukunft mal drüber nachdenken, ob das ganze billige zeug wirklich geeigent ist, um im sporteinsatz zu bestehen. grade im hinblick auf deinen "freerider" gesehen, denn wenn du den so wie geplant aufbaust und dann auch richtig hernimmst, werden solche sachen keine einzelfälle sondern gang und gäbe werden!

Phew , so allmählich wirds monoton ...

Also ...

Ich habe ein ausgepräges Qualitätsbewusstsein (auch wenn man mir das aufgrund meiner Posts nicht glauben mag)
Aber ich habe auch ein ausgepräges Verhältniss mit meinem Geldbeutel , d.h. sicher würd ich nich mit nem Ragazzi , McKenzie , RuddyDax oder weisderteufelwas ab in den Wald und dort die tollsten Trails suchen .
Ich unterscheide auch zwischen Belastbaren und Leichten Parts , und zwischen Parts die Belastbar sein müssen und welchen die Funktionieren sollen ...
Dann auch noch zwischen Dingen die bei der Montage bzw. während des Gebrauches sich zerlegen (wie besagte Gepäckträgerbefestigung oder Schutzblechschraube)
Oder durch meinen Fahrstil ...

Nun folgende erfahrungen hab ich gemacht :
Nen Sattel muss bei mir nen CroMoly gestell haben (wie z.b. der Freccia) , und ne Sattelstütze muss nich teuer sein sondern Stabil (oder zweifelt jemand bei meinen Miserablen Fahrkünsten daran das ich nich auch ne Tune o.ä. zerlegen kann ;) )
Die Rock Shox z.b. hab ich mir aus 2 Gründen geholt :
Sollte ich mal wieder ungeschickt aufkommen is die sicher Robuster als ne einfache , Leichte Alu STütze , und sollte ich ungünstig aufkommen is da noch die Federung die das gröbste filtert ... nun , seit über nem Halben jahr hab ich keinen Sattel oder STütze mehr verschissen (ok nich ganz , einen preiswerten Treckingsattel den ich mir für meine Hollandtour zugelegt hatte ,war abver auch nur zu dem Zweck und kalkuliert)
Schraubverbindungen Alu/Stahl sind nun mal ******** , Seitdem wird mittlerweile auch wieder mehr gekontert (vorsichtig gescharubt hab ich schon immer)
Besagte Kurbel hat sich bei mir zerlegt da ich das ding einfach nich von dem Innenlager befreien konnte , weder mit erwärmen noch mit kriechöl ... da bin ich z.b. der Meinung das STahl z.b. nich kaputt gegangen wäre ...
Teile Die Halten müssen sind , Lenker , Barends , Vorbauten , Sattelstützen ,Sättel ,Rahmen ,kurbeln und Gabeln ...hier gilt für mich kein Leichtbau sondern Preiswert und Robust muss es sein (oder is jemand der meinung das ne Deore Kurbelgarnitur leichter zu zerlegen wäre als ne XTR ?)
Schaltwerke , Ketten , Kasetten , Schalthebel , Bremsen e.t.c. müssen nicht unbedingt robust sein (klar die Bremse sollte schon standfest sein , fadingarm und gut zu dosieren) sondern funktionieren , und ob gut oder sehr gut lass ich mal dahingestellt sein (zumindest konnte ich nie die schaltvorgänge selbst bei meiner alten Acera Bemängeln) ....

Das aber alles nur am Rande ... wie gesagt ursprünglich ging es in dem Thread um Alles Alu oder was ... und wenn ich dann halt lese wie schon wieder über die neuste Kurbelgarnitur von Tune oder Alu schrauben an der Kurbelgarnitur lese frag ich mich manchmal ob das alles so richtig ist und sich die industrie immer die richtigen gedanken gemacht hat ob leichtbau nun mal das nonplusultra is ... sicher , für den professionellen fahrer ja , aber der hat auch nen sponsor , wenn aber Student XYZ von seinem Hartgesparten sich nen Lenker für 150€ kauft , den beim nächsten Marathon versemmelt und dann noch stress mit dem Händler bekommt (den haben sie aber nich richtig eingesetzt , war nen Fahrfehler) frag ich mich doch ob leichtbau und alu teile alles sind ...

MTB heist für mich nun mal Mountainbike , und ich will nun mal mit dem Dingends auch ins Gelände , dafür isset da und nich wie nen Rennradhobel bei dem mir schon nen stein auf der Fahrbahn das bike ruinieren kann ...

Ich verurteil den Leichtbau nicht (son bissel abgespeckt am Bike hab ich auch , aber nur da´wos sinn macht) aber er sollte beim Biken nich das nonplusultra sein , teile sollten Hochwertig , aber auch bezahlbar sein (als Bespiel 40€ würd ich z.b. für ne ungefederte Sattelstütze anlegen , 100€ nicht)
Leichter und Stabiler , irgendwo lassen sich diese beiden Punkte nicht immer übereinbringen ... und Mountainbiken wird immer teurer ...
 
nu aber.....

ja, alu ist ein gar grausliger fluch.....
es ist schlecht, schlecht, schlecht....und garstig dazu.

ist es das was du hören wolltest :rolleyes:
oder warum die ewig langen texte?
 
JoolstheBear schrieb:
nein aber zum Grundgedanken des threads zu kommen , habt ihr halt beobachtet das euch seit dem die industrie mehr bei bikes auf alu setzt nen höheren verschleiß oder erhöhte mängel an euren bikes festgestellt ???

1. aluminiumlegierungen haben andere eigenschaften als stahl und somit sind konstruktionen entsprechend auszulegen - das erfordert natürlich knoff hoff, mann kann sein stahl-know how nicht einfacj 1:1 übertragen

2. ist aluminium in der fertigung teilweise nicht ganz unproblematisch (auch hier benötigt man wieder know-how). deshalb wird bspw. beim automobilbau wieder verstärkt stahl in natürlich neuen legierungen eingesetzt. die verwendung von alu im automobilbau hat tw. lediglich politische und keine wirtschgaftlich gründe (das kfz mit den 4 ringen und einem alu-chassis...) aber das würde zu weit führen.

fazit: wenn man die prozesse (entwicklung + produktion) beherrscht, ist aluminium durchaus nicht die schlechtere alternative.
 
Tag JoolstheBear,

also, zu Deinem Thema fällt mir auf, dass es nur in zwei von Deinen Beispielen um den Rahmen geht (Schutzblech und Gepäckträgerbefestigung), der Rest sind Anbauteile. Die waren in den meisten Fällen schon immer aus Alu und da hat sich im Mittelpreis-Segment aufwärts die Material- und Verarbeitungsqualität eher verbessert - wenn ich meine 92'er LX mit meiner 2003er LX Kurbel vergleiche.

Ansonsten hat Sharky recht: Kauf Dir nen Momentschlüssel. Ich hab von Jahren auch gedacht, dass hätte ich im Gefühl. Nix, aber auch gar nix. Ich habe schon Werkzeugmacher davon überzeugen können, im Test eine Vorbauschraube mit 5 Nm anziehen lassen, da waren zwei Versuche bei eff. 8 und 9 Nm gelandet. Soviel zum Thema...

Zusammengefaßt die Tips für Dich:

- Anzugsmoment beachten, schrittweise annähern, alle Masch.-Bautabellen sind nur gültig für Stahlschrauben in Stahl, also ignorieren
- Schraubenköpfe fetten
- Gewinde fetten (ich öle die meisten)
- Gewinde auf Grate und Verschmutzung untersuchen, bei Gebrauchtteilen immer reinigen
- Schraubensicherung verwenden für kritische Stellen. z.B Vorbau und Lenker und für "rüttelfestes" wie Schutzblech am Tourenrad
- Wenn Schraubensicherung in Alu verwendet wurde, erst mit dem Heissluftfön erwärmen, dann lösen

Schau auch mal in der TOUR (Zeitschrift) Werkstattserie nach, die besten Workshops m.E. nach.

Und jetzt: What the heck macht DER GEPÄCKTRÄGER am Rad, denn das ist kein MTB???? :lol:

Ciao,

Schlappmacher
 
nun doch mein kommentar dazu.
wo liegt eigentlich dein problem? der haltbarkeit der gewinde und der komponenten? oder die materialfrage?
gewinde sehe ich wie meine vorredner. komponenten dieser preisklasse entsprechend einsetzten, passiert auch nichts. sind eben nicht für den sporteinsatz zu gebrauchen. für touren vollkommen ok, auch bei deinem gewicht.
was man auch nicht außer acht lassen sollte ist, das rahmen dieser preisklasse höhere toleranzen aufweisen als die high-end rahmen. der unterschied ist oftmals darin, dass eben ein cannondale oder trek oder cube ......weniger ausfälle hat als solche bikes wie du sie hast. oder glaubst du, dass alle rahmen auf den müll wandern, die die fertigungstoleranzen der "besseren" räder übersteigen? das gilt auch für die anbauteile. diese "zweite-wahl-teile" werden aufgekauft, zusammengehämmert und für 460.- euro incl. versand verkauft. :D
aber vielleicht glaubst du auch, dass diese "hersteller" die bikes aus nächstenliebe so günstig verkaufen, damit jeder sich ein sportgerät leisten kann. :lol:
zum thema alu: s.o. günstig ist nicht immer gleich gut. die erfahrung hast du ja nun gemacht.
kh-cap
 
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