Anhänger: Gepäcktaschen vorn oder hinten?

grüni

Süchtich
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Moin,

wie gesagt frage ich mich, ab es sinnvoller ist, in Verbindung mit einem Einspuranhänger (z.B. BOB Ibex) zusätzliche Gepäcktaschen hinten oder vorne am Bike anzubringen. :confused: Wer hat da Erfahrungen?

Gruß, Grüni
 
Hallo,

am Besten gar keine Taschen ans Rad anbringen!

Der YAK (ungefederte Variante des IBEX) ist zugelassen bis 32 kg Zuladung.
Wenn Du nicht zur "Spediteursfraktion" gehörst, sollten 15 - 18 kg Gepäck reichen (mit Zelt, Schlafsack, Kocher, etc.).

Vorteil von anbringen von Taschen vorne wäre, dass das "flattern", also das Aufschaukeln bei hohen Geschwindigkeiten (bei mir > 40 km/h) gedämpft wird.
Ob es sinnvoll /verantwortungsvoll ist, mit beladenem Hänger so schnell zu fahren musst Du selbst wissen. Das Flattern / Aufschaukeln lässt sich auch durch klügere Beladung des Hängers bekämpfen.
Bei Fronttaschen steht der Hänger in der Parkstellung deutlich stabiler.

Nachteil:
- Umladen des Gepäcks z.B. im Zug ist deutlich aufwendiger
- Der Vorteil "schnell mal den Hänger abhängen und parken" geht verloren, da die anderen Packtaschen ja auch noch abgehangen werden müssen. Dies ist nicht nur bei Campingplatzbesichtigungen, sondern auch bei Reifenpannen ein nicht zu unterschätzendes Detail.
- wenn das Gepäck nur in einer Tasche ist, erspart das viel Sucherei ;)

Aber wie Spargel schon schrieb, im Rad Foren wurden wirklich alle noch so kleinen Details ausführlichst besprochen! Es dauert sicher Tage diese alle zu lesen... :D
 
Hi,

Danke für die ausführliche Info. Ich denke, dass ich mir jetzt einfach mal den Ibex bestell und schau, was ich da so alles drauf unterbring. Details muss man sowieso selber ausprobieren denke ich. Auf jeden Fall bin ich froh, das es tatsächlich möglich zu sein scheint alles im Hänger unterzubringen. Hab das jetzt schon öfter gehört / gelesen und hätt ich mir auch denken können. Das erspart es mir mein Fahrrad mit schwulen Gepäckträgen zu entweihen :D
Dann kann ich wenigstens, wenn ich einen vielversprechenden Trail entdecke, auch mal den Hänger stehen lassen und losgroben. Das macht glaub ich jeden (eventuellen) Nachteil eines Hängers wett.

Wenn alles da is werd ich ma berichten, was ich alles so drauf untergebracht hab. Schlafsack und andere großvolumige, leichte Sachen kann man ja auch außerhalb der Packtasche, wasserdicht verpackt, obendrauf laden denk ich.

Auf meinem Trip nach Polen hatte ich auch alles bis auf den Kocher und die Töpfe IN meinem Rucksack. Warn 35kg. Scheiß geschleppe!

Gruß, Grüni
 
grüni schrieb:
[...]
...leichte Sachen kann man ja auch außerhalb der Packtasche, wasserdicht verpackt, obendrauf laden denk ich.

Hallo nochmal,

kann man ja - sollte aber nicht!

Je höher Du "baust" desto instabiler wird das Fahren. Dies wird besonders bei Lastwechsel (also z.B. von links nach rechts, Einlenken in eine enge Kurve)spürbar. Du hast das Gefühl der Hänger kippt in die Kurve. Dieser Effekt stellt bedrohlich dar, wenn die maximale Zuladung erreicht wird...

Es passt alles in die Tasche ;)

Empfehlenswert ist 'eh zusätzlich ein kleiner Tagesrucksack für Proviant, etc. oder eine kl. Lenkertasche (für Kamera und ähnliches).
 
Aaaaalso, mir fällt grad ein, dass ich doch was zum Ibex und dessen Fassungsvermögen posten wollte. Kommt also bald. Meine Ausrüstung is nämlich jetzt da.:love: Und ich sag nur soviel: Auf den Ibex geht VERDAMMT viel drauf. Und das Ding ist geil.:daumen:
 
grüni schrieb:
Aaaaalso, mir fällt grad ein, dass ich doch was zum Ibex und dessen Fassungsvermögen posten wollte. Kommt also bald. Meine Ausrüstung is nämlich jetzt da.:love: Und ich sag nur soviel: Auf den Ibex geht VERDAMMT viel drauf. Und das Ding ist geil.:daumen:

und wenn der Platz nicht ausreicht solltest du Taschen nur vorn ans Bike (z.B.mit Artmann FAIV Träger) montieren. Und möglichst auf ne schwere Lenkertasche verzichten.
Das Hinterrad ist eh genug belasted, ein Gewichtsausgleich verbessert das Fahrverhalten.
Nachteil Ibex: kleines Rad.
 
Das hab ich jetzt schon öfter gehört, mit dem kleinen Rad. Weiß aber nicht, was der Nachteil sein soll. Bin den Trailer auch schon drei vier mal Probe gefahren und eigentlich (und auch uneigentlich) sehr zufrieden. Bis 15kg merkt man ihn kaum. bei voller Beladung ist das Ding immer noch super zu fahren, auch in leichtem Gelände.
 
nun - ein kleines Rad fällt in Löcher oder "hängt" an Bordsteinen und ähnlichen Hindernisse - grössere Räder rollen einfach drüber hinweg.
Da nützt dir beim IBEX auch die Federung, die zwar das Rad beim hineinpurzeln in ein Schlagloch abfedert, nicht viel, denn du musst das kleine Rad mit deiner Kraft über das Hindernis/aus dem Schlagloch ziehen.
Schon ein Wechsel auf 20" (406) macht sich bemerkbar. Beim Monoporter (den ich nicht besitze und der gegenüber Ibex und Yak neben Vor- auch Nachteile hat) wird aus gutem Grund ein 20er Rad verwendet.

Wären kleine Räder wirklich sinnvoll, dann wäre jedes Bike, schon aus Gewichtsgründen/schnellere Beschleunigung usw., damit ausgestattet.
 
Bist Du den Ibex schonmal gefahren? Also ich sag mal so: Es kostete mich einiges an Überwindung das erste Mal über eine Bordsteinkante zu fahren, weil der Hänger ja nicht - so wie ich - "aus dem Sattel gehen" kann. Aber bei normalen Höhen (nicht gerade ne Treppenstufe) merkt man den Randstein kaum, man hört hal ein Geräusch mehr, weil drei Achsen statt zwei. Aber einen Ruck oder gar Kraftaufwand hatte ich da noch nicht. Weiß ja nicht, vielleicht ist das beim Yak so?
Als ich das Ding das erste Mal Probe gefahren bin war es Februar und ich bin mit einem gefüllten 25 Liter Wasserkanister als "Testgewicht" rumgefahren. Unter anderem bin ich auch über eine, weil zugefroren, extrem holprige Wiese gefahren. Dabei hatte ich weniger den Eindruck, dass ich mehr Kraft bräuchte als ohne Hänger, im Gegenteil, ich hatte eher das Gefühl das Gewicht an der Hinterachse "schiebt" einen geradezu über die Hindernisse hinweg. :daumen:

DSC002641.JPG


:D
 
ob du den zusätzlichen Kraftbedarf bemerkst hängt von deiner Sensibilität ab und kommt halt auf die Tiefe der Schlaglöcher/Höhe der Bordsteine an.
Mein modifizierter Yak ist gefedert, hat ein 20" Rad und ist leichter als der Ibex.

Was dich schiebt ist nicht der Ibex, sondern die Trägheit der zusätzlichen Masse.
Mit vollgeladenen Packtaschen wär es ähnlich - aber weniger komfortabel.
 
Gibt es eigentlich Erfahrungen mit Trailern an Fullys? Verkraften die Hinterbaulager die zusätzliche Belastung?
 
grüni schrieb:
Wie hast Du denn Deinen YAK gefedert? :eek:

nach dem LESUP (leicht, einfach, sicher und präzise) Verfahren

Hast Du da Bilder davon?

ja schon, aber nicht digital

Zur Verträglichkeit von Ibex, Monoporter und Yak mit der Hinterbaulagerung an Fullies kann nur der Bikehersteller selber technisch gültige Auskunft geben. Bei manchen Bikes ist es ein grosses Problem (von Riese & Müller gibt es keine Freigabe), bei anderen Bikes kann man es machen.
 
leicht, einfach, sicher und präzise :D

kein Mehrgewicht gegenüber Serie
nichts, das den Hänger kompliziert macht
nichts, das kaputtgehen kann (bei bestimmungsgemässem Einsatz)
optimale Fahreigenschaften (im Gegensatz zum Ibex mit Dämpfung der Federung)
 
nö, die Gabel federt nicht und 70mm nennst du ein bisschen?
Für Waldautobahnen reicht es allemal - mit 30kg Ladung donner ich nicht grad durch knietiefen Sumpf
 
:aufreg: Du hältst uns ganz schön hin. Kann sich sicher immer noch keiner was drunter vorstellen. Aber egal. Wahscheinlich hast Du die Gabel abgesägt, ein Scharnier aus'm Baumarkt hingefriemelt und das ganze mit'm Gummiband aufgehängt. :D
 
glaubst du ernsthaft, dass ich in aller Öffentlichkeit erzähle, wie ich das Produkt einer Firma, die im letzten Jahr 70% Wachstum zu verzeichnen hatte, optimiert habe?
Dazu bin ich dann doch über Schutzrechte und deren Auswirkungen zu gut informiert. Ich möchte gut bezahlten Entwicklungsingenieuren nicht die (ohnehin schon knappe) Arbeit nehmen.
Ich wollt nur aufzeigen, dass es funzt und es als Anregung verstanden wissen. Für Maschinen- und Fahrzeugbauer mit etwas überdurchschnittlichem technischem Sachverstand sollte es problemlos nachvollziehbar (und nachbaubar) sein.
Wenn du deinen Ibex zerlegst und die Bauteile wiegst könnte ich dir mitteilen, wo die Diät ansetzen sollte. Ein Element (Zsb. aus mehreren roten und silbernen Bauteilen), dass ~500g wiegt ....
... ist völlig überflüssig. Und dann hier und da mal schauen (kommt ganz auf den Blickwinkel an ;) ), mehr oder weniger überlegen und du hast es.
 
tractor schrieb:
glaubst du ernsthaft, dass ich in aller Öffentlichkeit erzähle, wie ich das Produkt einer Firma, die im letzten Jahr 70% Wachstum zu verzeichnen hatte, optimiert habe?
Dazu bin ich dann doch über Schutzrechte und deren Auswirkungen zu gut informiert. Ich möchte gut bezahlten Entwicklungsingenieuren nicht die (ohnehin schon knappe) Arbeit nehmen.

Du kannst Doch an einem Produkt herumbasteln, so viel wie Du willst. Das deshalb ein Entwicklungsingenieur bei BOB arbeitslos würde - ich glaube da überschätzt Du die Auswirkungen ein wenig.
Vor allem da die wenigsten bereit sind (schon alleine aus Gewährleistungsgründen), an einem fertigen und funktionierenden Produkt herum zu bauen, glaube ich nicht, dass sich plötzlich jeder den YAK kauft und eine Federung sowie ein größeres Rad einbaut. Abgesehen davon hat die Radgröße auch Vorteile (z.B. weniger Platzbedarf) und die Federung braucht nicht jeder. Dass es sich positiv auf die Fahreigenschaften auswirken soll, wenn die Federung ungedämpft ist, wage ich übrigens auch zu bezweifeln. Mein Bike ist zumindest fast unfahrbar, wenn ich die Dämpfung aus der Gabel rausdrehe, dashlab glaube ich, dass der Trailer sich aufschaukeln und das hüpfen anfangen würde, wenn man die Dämpfung rausnimmt.

Wie auch immer, ich könnte mir schon vorstellen, wie ich eine Federung in ein gegebenes Fahrzeug einbauen könnte, auch wenn ich kein Fahrzeugbauer bin, ob meine Auffassungsgabe deshalb gleich überdurchschnittlich ist, weiß ich auch nicht. Für jede Aufgabe gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten (sh. auch Ibex vs. Monoporter), von denen jede Vor- und Nachteile hat. Diese sind natürlich auch abhängig davon, für wen ein Produkt bestimmt ist bzw. welche Anforderungen ich daran stelle. Ich würde mir z.B. niemals irgendwelche riesigen Plastikteile an mein Bike schrauben, nur um einmal alle zwei Jahre für ein paar Wochen einen Anhänger fahren zu können. Das war einer der Gründe, aus denen ich mich für den Ibex entschieden habe. Für den Monoporter dagegen spricht die Zerlegbarkeit, wobei ich da gleich wieder eine Schwachstelle in der Stabilität befürchte. Ich muss aber zugeben, dass ich mir den MP nie live angesehen habe, geschweige denn probegefahren bin. Dafür war auch (wie so oft) der Preis aussschlaggebend.
Zurück zu den verschiedenen Lösungen einer Aufgabe: Auch wenn ich mir eine Lösung ausdenken könnte: Mich hätte eben Deine interessiert. Das war eigentlich alles. In diesem Sinne zihe ich mich jetzt erstmal aus dem Thema zurück, denn ich habe einen Trailer mit dem ich (sehr!) zufrieden bin und brauche deshalb keine Alternativlösung (drüberhinaus habe ich den Ibex zum Preis vom Yak bekommen) und werde mich wieder melden, wenn ich (wie ich es eigentlich vorhatte) poste, was ich alles auf dem Trailer untergebracht habe.
 
erstens - sollen die Fahrradanhängerentwicklungsingenieure (von denen mindestens einer (und/oder seiner Frau) garantiert hier mitliest) selbst drauf kommen und nicht irgendwo abkupfern (im Net stöbern) und anschliessend für faules rumsitzen Geld kassieren :D

zweitens - :confused: seit wann und wo hat der Ibex ne Dämfung im Federelement? Da ist nur´n Pfund Alu und Stahl mit etwas Plastik dran, mehr nicht.

drittens - spricht nicht viel gegen den Monoporter, auch der Preis ist relativ, da zu europäischen Lohn- und Sozialversicherungskosten (weiter)entwickelt und gebaut. Ich besitze den MP u.a. deswegen nicht, weil er nicht erhältlich war als der Bedarf für einen Hänger entstand.

viertens - man (oder besser: ich) schleppt mit Anhänger immer viel zuviel (Gepäck, Einkäufe, usw) mit. Das unereichte Optimum ist beim Urlaubsgepäck für schnelle lange Radtouren ist immer noch die FasterCard
 
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